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Scheißgesetz

Für Lauenburgs Hundehalter hat der Begriff „Teurer Freund“ eine besondere Bedeutung: Für denjenigen, der die Hinterlassenschaften seines vierbeinigen Lieblings nicht beseitigt, könnte richtig kostspielig werden. Bußgelder bis zu 10 000 Euro drohen.

Die Stadt kündigt an, dass ein Verstoß gegen die „Pflicht zur Entsorgung des Hundekotes“ mit einer Geldbuße von bis zu 10 000 Euro geahndet werden könne.

Also, liebe Hundehalter, die Kacke einsammeln in einen Briefumschlag und ab damit nach Panama.

Wildtierevrbot im Iran.

Am 20. März hat das iranische Ministerium für Umwelt ein offizielles Wildtierverbot in Zirkussen erteilt. In den 31 Provinzen des Iran werden nun keine Genehmigungen mehr für Betriebe erteilt, die wilde Tiere zu Unterhaltungszwecken nutzen.

Somit schließt sich der Iran einer stetig wachsenden Liste von Ländern an, die Wildtiere im Zirkus verbieten. Darunter sind bereits Bolivien, Griechenland, Belgien, die Niederlande, Mexiko, und Teile von Spanien und Polen.

Sie sind am Zug, Frau Merkel.

Schimpanse im Zirkus Belly: Peta kritisiert Haltung

Anlässlich des Gastspeils des Zirkus Belly in Peine hat die Tierrechtsorganisation Peta das Peiner Veterinäramt aufgefordert, die Mindestrichtlinien für Schimpansen-Haltung durchzusetzen.

Peta setzt sich seit Ende 2011 für eine Herausnahme des Schimpansn Robbys aus dem Zirkus ein. Die auf traumatisierte Schimpansen aus Zirkusbetrieben spezialisierte Auffangstation „Aap“ in den Niederlanden habe bereits angeboten, Robby aufzunehmen und zu resozialisieren,. Für eine dortige Unterbringung habe sich auch Jane Goodall augesprochen, nachdem sie 2015 ein Video von Robby gesichtet habe.

Jäger verurteilt

Mit einer Geldstrafe in Höhe von 1800 Euro und einem dreimonatigen Jagdverbot ist ein Jäger aus Groß Plasten wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verurteilt worden. Der Richter sah es als erwiesen an, dass der 60-jährige die 14 Monate junge Bärenhüdin "Strudel" ohne vernünftigen Grund in seinem Revier erschossen hat.

Der Jäger hatte sein Handeln mit dem angeblich wildernden Hund und dem Landesjagdrecht verteidigt. Das genügte dem Gericht nicht. Der Eigentümer der Hündin hatte den Jäger angezeigt. Dass die Sache überhaupt verhandelt wurde und nun auch eine Strafe verhängt wurde, sei eine kleine Genugtuung für den Tod seiner Hündin. "Aber sie ist umsonst gestorben und wird nicht mehr lebendig."

Jahrelange Tierquälerei

Als „schlimmste Auswüchse der tierexperimentellen Forschung“ und „ein Verbrechen an Mensch und Tier“ bezeichnet die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche die in den Medien als Riesenerfolg dargestellte Meldung, dass in Amerika ein Affe zweieinhalb Jahre mit einem Schweineherzen überlebt hat. Tierversuche mit dem Ziel, Tierorgane auf Menschen zu verpflanzen, sind mit ungeheurem Leid für die Tiere und einem unkalkulierbaren Risiko sowie falschen Hoffnungen für die Patienten verbunden. Bei der EU zählen Xenotransplantationstierversuche zum Schweregrad „schwer“, d.h. zu den Versuchen mit den größten Schmerzen, Leiden und Schäden.

Bundesrat will Anbindehaltung verbieten

Der Agrarausschuss des Bundesrats sprach sich mit großer Mehrheit dafür aus, einem Entschließungsantrag von Hessen zu folgen. Die schwarz-grüne hessische Landesregierung hatte das Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung für Milchkühe gefordert. Im Dezember war die Entscheidung noch vertagt worden, da weiterer Beratungsbedarf bestand. Dieser scheint nun geklärt zu sein …

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Geld für Tierquäler weltweit

Trotz zunehmender öffentlicher Kritik ermöglichen internationale Finanzinstitutionen und Exportkreditagenturen weiterhin riesige industrielle Anlagen zur Schweine- und Hühnerhaltung außerhalb der Europäischen Union. Oftmals erfüllen die Tierhaltungsbedingungen in diesen Betrieben nicht einmal die EU-Mindestanforderungen.

Zu diesem Schluss kommt der Bericht „International Finance Institutions, Export Credit Agencies and Farm Animal Welfare“ der internationalen Tierschutzorganisation Humane Society International (HSI), der heute präsentiert wird.

BRD blockiert Tierschutz

Ein den Grünen vorgelegtes Gutachten offenbart gravierende Verstöße Deutschlands bei der Umsetzung der EU-Tierversuchsrichtlinie. Das Gutachten erläutert 18 Verstöße. Beispielsweise hat die Bundesregierung Tierversuche zur Aus-, Fort- und Weiterbildung nur einer Anzeigepflicht unterstellt, anstatt wie von der EU gefordert einer Genehmigungspflicht.

Was die Durchführung von ganz besonders leidvollen Tierversuchen angeht, will die EU, dass diese grundsätzlich untersagt bzw. auf außergewöhnliche Umstände beschränkt. Eine solche Beschränkung gibt es in Deutschland nicht.

Sea World kriminell

Nach monatelangen Spionage-Vorwürfen der Tierschutz-Organisation Peta hat der Vergnügungspark-Betreiber SeaWorld eingeräumt, Mitarbeiter als verdeckte Aktivisten eingesetzt zu haben. Das teilte Vorstandschef Joel Manby im Firmen-Blog mit.

Laut Peta sollten die eingeschleusten Mitarbeiter die Tierschützer zu Straftaten anstiften, mit denen SeaWorld Peta dann hätte belasten können. SeaWorld habe ausschließlich Interesse daran gehabt, illegale Aktivitäten zu provozieren, sagte eine Peta-Sprecherin. "Wir haben sie bei ihren dreckigen Tricks erwischt."

Meinungsfreiheit für Tierschützer

Der Bundesgerichtshof ins Karlsruhe hat einen jahrelangen Rechtsstreit zwischen dem Deutschen Tierschutzbüro und dem Zentralverband Deutscher Pelztierzüchter beendet. Der Pelztierzüchterverband muss sich nun gefallen lassen, dass das deutsche Tierschutzbüro zum Boykott seiner Hausbank, der Volksbank in Melle, aufruft.

Zu den selbstgegebenen Werten der Bank gehören Respekt und Verantwortung - doch sind diese nicht vereinbar damit, mit Tierquälern Geschäfte zu machen. Der BGH hat in seinem Urteil das hohe Gut der Meinungsfreiheit verteidigt und uns damit gezeigt, dass sich ein langer Atem lohnt.

Auf hoher See und vor Gericht...

Das Landgericht Münster wird kein Verfahren gegen eine Kükenbrüterei aus Senden eröffnen, in der massenhaft Küken getötet werden. Denn nach Ansicht der Richter gibt es dafür einen „vernünftigen Grund“.

Die Kammer begründete die Nichteröffnung: Es habe „ein vernünftiger Grund für die Tötung der Eintagsküken im Sinne des Paragrafen 17 Tierschutzgesetz vorgelegen“. Die durch das Grundgesetz geschützte Berufsfreiheit des Angeschuldigten gehe dem ebenfalls mit Verfassungsrang ausgestattetem Tierschutz im speziellen Fall vor.

 

Umbenannt, der Mordlust wegen

In Indien hat eine Antilopenart einem Zeitungsbericht zufolge einen neuen Namen bekommen, damit Bauern das Ernte-fressende Tier leichter abschießen können.

 Im Namen der Nilgai-Antilope steckt nämlich «Gai», was in lokalen Sprachen «Kuh» bedeutet. Da die Kuh für viele Hindus heilig ist, würden durch den Namen religiöse Gefühle geweckt, berichtete die Zeitung «Indian Express» am Donnerstag.

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Hunde und Katzenfell

700 Mützen und Schals hatten die Behörden in Berlin am Alexanderplatz und am Checkpoint Charlie bei „fliegenden Händlern“ sichergestellt und 23 von ihnen zur Untersuchung ins Landeslabor Berlin-Brandenburg gegeben.

Laut B.Z. liegen nun die Ergebnisse der Tests vor. Demnach wurden zweimal Fell von Hunden und einmal von einer Katze gefunden, auflerdem neunmal Fuchsfell , zweimal  Marderhund, einmal Wasch bäreinmal MArder. Zumindest der Handel mit Haustierfellen ist in der gesamten EU streng verboten.

Gegen die Händler wird ermittelt.

Unzureichende Kontrollen

Zirkusse werden nur unzureichend überwacht, besonders unzureichend sind die Kontrollen in Bayern. Mehr als 500 Mal haben Kontrolleure in den vergangenen Jahren hinter Zirkuskulissen geblickt - und dabei fast jedes zweite Mal Verstöße festgestellt.

DieTierschutzsprecherin der bayrischen SPD Biedefeld kritisierte auch die Unregelmäßigkeit der Kontrollen und forderte ein Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen. Sie könne nicht nachvollziehen, dass das Ministerium "zu dem Schluss kommt, dass die grundlegenden tierschutzrechtlichen Vorgaben für die Haltung von Wildtieren ausreichend sind.“

Feldhamster stirbt aus

Und wieder eine Tierart weniger. Der Feldhamster ist in Nordrhein-Westfalen vom Aussterben bedroht. Naturschützer konnten nur 50 der Nagetiere registrieren - alle leben in Zülpich. Um den letzten Bestand zu retten, fordert der Nabu ein schnelles Nachzuchtprogramm.

Die kleinen Säugetiere sollten dann in einer auf sie zugeschnittenen Landschaft wieder ausgesetzt werden. Feldhamster sammeln Körner in ihren Backen, finden allerdings auf den perfekt abgeernteten Feldern oft nicht mehr genügend Futter. Damit fehlt ihnen Nahrung, um über den Winter zu kommen.

Virale Kampagne

Ein Video über ein Schweizer Restaurant das angeblich Katzenbraten verkauft, erzürnte Tierfreunde überall in den sozialen Medien. Nun kam heraus, das es sich um eine Kampagne der Organisationen Swissveg, Vebu und Beyond carnism. Es gehe darum, die Mechanismen des Karnismus aufzuzeigen. „Hätte man das gleiche Koch-Video mit Lämmchen und Kälbchen gemacht, hätte sich kaum jemand aufgeregt. Es geht darum, genau diesen Widerspruch aufzuzeigen.»

Staatsanwalt geht gegen das Kükenschreddern vor.

Erstmals hat eine Staatsanwaltschaft nach SPIEGEL-Informationen Anklage gegen eine Brüterei wegen des Tötens männlicher Eintagsküken erhoben. Im aktuellen Fall geht es um die massenhafte Vernichtung bei der Brüterei Brinkschulte in Senden im Münsterland. Die Staatsanwaltschaft Münster will bis zum Bundesgerichtshof gehen, um prüfen zu lassen, ob Kosten als vernünftiger Grund für die Ermordung von 50 Millionen Küken jährlich gelten können.

Pelzverbot rechtmäßig

Heute hat der Gerichtshof in Den Haag beschlossen, dass das 2012 beschlossene Pelzfarmverbot in den Niederlanden rechtmäßig ist. Eine Klage der Nerzzüchter gegen das Gesetz ist damit vorerst abgewiesen. Die Beschwerden der Pelzfarmer wurden mit der Begründung abgelehnt, dass der Gesetzgeber eine sehr großzügige Übergangsfrist von 11 Jahren gewähre und die Debatte um ein Pelzfarmverbot bereits seit 1999 im Parlament geführt wurde. Außerdem machten die Richter klar, dass „es ethisch nicht vertretbar ist, dass Tiere für ein Luxusprodukt wie Pelz getötet werden“.

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12 Tote nach Wurstverzehr

Listerien sind in aller Munde.
Es ist mal wieder Fleischskandal.

In Dänemark sind 12 Menschen gestorben nachdem sie mit Listerien verseuchte Wurstwaren verzehrt haben. Der bei Kopenhagen ansässige Hersteller wurde mittlerweile geschlossen.

160 Kilo der verseuchten Wurst wurden auch in einem Geschäft in Schleswig Holstein geliefert. Dort wurden sie komplett verkauft.

Listeien sind besonders gefährlich für Kinder, schwangere, alte Menschen und solche mit geschwächtem Immunsystem. Während bei gesunden Erwachsenen die Vergiftung meist glimpflich verläuft, kann in der Risikogruppe auch zu Todesfällen und Fehlgeburten kommen.

Wir empfehlen allen, die genug von den ständigen Fleischskandalen haben eine gesunde, abwechslungsreiche und lelckere vegane Ernährung. Damit verheindern sie auch so nebenbei unendliches Tierleid.

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Katzenmassaker Borkum

Bei all den Massakern an Strassentieren in Europa darf Deutschland nicht zurück stehen. Wie die Ostfriesenzeitung berichtete soll die Katzenpopulation Borkums ausgerottet werden. Grund sind rückläufige Zahlen bei der bedrohten Uferschnepfe.

Als Grund für sinkende Brutzahlen wurden nun Igel und Katzen ausgemacht. Beide Arten wurden von Menschen auf Borkum eingeschleppt. Da Igel allerdings ebenfalls unter Naturschutz weshalb sie eingefangen und auf dem Festland ausgesetzt werden sollen.

Die Katzen sollen nun zum Abschuss freigegeben werden. Nicht berücksichtigt wurde, daß es sich auch beim Menschen auf Borkum um eine invasive Art handelt. Welche Auswirkung das Rumgeballere auf das Brutverhalten der Uferschnepfe hat ist noch nicht bekannt.

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Pressemitteilung: Das Blut auf dem Trikot

Das Blut auf dem Trikot.
Bundesligist Werder Bremen wirbt für Wiesenhof. Nun ist es tatsächlich amtlich. Der ehemals sympathischste Verein der Bundesliga macht sich zum Handlanger von Tierquälern. Der Tierrechtsbund Aktiv e.V. ruft nicht zum Trikotboykott auf. "Wir brauchen die Tierfreunde nicht auffordern die Trikots zu boykottieren, denn wer läuft schon freiwillig in Trikots rum, aus denen das Blut trieft?" sagt Andreas Zemke, 1.Vorsitzender des Tierrechtsbund Aktiv e.V. "'Wiesenhof' ist das Synonym dafür, was in der Massentierhaltung nicht stimmt. Das ausgerechnet Werder Bremen, der Verein meiner Heimatstadt für diese Tierquäler wirbt, trifft mich auch ganz persönlich. Ich trauere um Werder, die ab sofort in direktem Zusammenhang mit millionenfachem Tierleid genannt werden müssen." so Zemke weiter.

Die Geschäftsführung spekuliert natürlich darauf, daß sich der Protest aussitzen lässt, schließlich ist das seit Helmut Kohl die allgemein bewährte Taktik: Warten bis Gras über die Sache wächst.

"Es gibt allerdings Grenzen, wo es einem unmöglich gemacht wird, das Verhalten jedweder Idole, sei es im Sport, Musik oder sonst wo zu tolerieren. Letztendlich bewahrheitet sich doch was die Vergangenheit gezeigt hat: Komm, wir gehen in die Kneipe, trinken drei Hefeweizen, regen uns mächtig auf und morgen ist die Welt dann auch so erträglich?" fragt Andreas Zemke.

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Landkreis Aurich stoppt Winkraftanlage

26.05.2001
Der Landkreis Aurich hat verfügt ein Windrad in der Krummhörn tagsüber abzuschalten. In der Nähe brüten zwei Pärchen der seltenen Wiesenweihen. .

Um die vom Aussterben bedrohten Greifvögel zu schützen, verfügte der Landkreis das Windrad, daß sich in einer Entfernung von nur 50m vom nächsten Horst der tagaktiven Vögel befindet, zwischen 4 und 22 Uhr abzuschalten.

Im letzten Jahr war eine durch den plötzlichen Druckabfall in der Nähe des Rotors verendete Wiesenwehe am Fuß des Windrades gefunden worden.

mehr dazu in der Juniausgabe von TNZ

EHEC Erreger kommt nicht aus Norddeutschland

Nach den Warnungen des Robert-Koch-Instituts (RKI), kein rohes Gemüse mehr zu verzehren, vor allem wenn es aus Norddeutschland käme, empörte den deutschen Bauernverband.

Es sei nicht logisch zu erklären, dass die EHEC Erreger aus Norddeutschland kämen, denn die Bauern würden ihre eigene Ernte schlecht machen, wenn sie ihr Gemüse düngen würden.

Laut Aussage des Sprechers vom Deutschen Bauernverband würde "kein Vernünftiger Bauer Gülle auf sein Gemüse gießen".

Zu dem seien die Gemüsesorten noch nicht Erntebereit, und der Verdacht liegt nahe, dass diese Erreger aus dem Ausland stammen.

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Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche prangert die Tierversuche des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) an.

Die Versuche an Mäusen seien grausam und nicht auf den Menschen übertragbar, heißt es in einem aktuellen Infoblatt.

Beispielsweise wird bei Mäusen eine schmerzhafte Bauchfellentzündung mit Blutvergiftung hervorgerufen, indem Löcher in den Blinddarm gestochen werden. Je nach Größe und Anzahl der Löcher sterben die Mäuse schneller oder langsamer.

"Diese sogenannten 'Tiermodelle‚Äô, wie Tiere von den Experimentatoren genannt werden als seien es Automaten, sind wissenschaftlich nutzlos", erläutert Corinna Gericke, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ärztevereinigung. "Die künstlich krank gemachten Tiere haben nichts mit der klinischen Situation beim Menschen zu tun." Entsprechend wertlos sind die Ergebnisse.

"Tierversuche sind eine Schande für unsere Gesellschaft, ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten, das im 21. Jahrhundert keinen Platz haben darf", so die Braunschweiger Tierärztin abschließend.

‚Rettet Mausi!‚

Ab dem 19.05. gastiert Zirkus Voyage in Burgdorf. Noch immer mit dabei: die schwer kranke Elefantendame Mausi. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. forderte Bürgermeister Alfred Baxmann und das zuständige Veterinäramt nun schriftlich auf, die existierenden Richtlinien zum Schutz der Tiere im Zirkus durchzusetzen und Mausi aus dem Zirkusbetrieb zu nehmen. Aufgrund ihrer schweren Arthrose kann Mausi kaum mehr die Hinterbeine anheben.‚Wir werden alles tun, um Mausi zu helfen‚, sagt Kampagnenleiter Peter Höffken von PETA. ‚Es kann nicht sein, dass schwer kranke Elefanten in Deutschland von Ort zu Ort gekarrt werden!‚ Auf der Webseite www.peta.de/rettetmausi können sich alle Elefantenfreunde an einer Petition beteiligen und ein Video ansehen, auf dem Mausis qualvoller Zustand deutlich zu erkennen ist.

Kabinett in Nrw verabschiedet Verbandsklagerecht für Tierschutzvereine

Remmel: Meilenstein zur Stärkung der Tierrechte in Nordrhein-Westfalen: Anerkannte Tierschutzvereine bekommen die Möglichkeit gegen ein Zuwenig an Tierschutz zu klagen

Das nordrhein-westfälische Kabinett hat heute einen Gesetzentwurf für ein Verbandsklagerecht für Tierschutzvereine verabschiedet. ‚Das Gesetz ist ein Meilenstein zur Stärkung der Tierrechte‚, sagte Verbraucherschutzminister Johannes Remmel. ‚Denn Tiere können sich nicht wehren und erstmals wird ein gleichwertiger Rechtsschutz zwischen Tiernutzern und Tieren hergestellt. Bisher konnte nicht gegen ein Zuwenig an Tierschutz geklagt werden, gegen ein Zuviel aber schon. Tierschutz hat Verfassungsrang, und Tiere, die unter ihren Haltungsbedingungen leiden, benötigen einen gleichgestellten Rechtsschutz, den wir mit dem Verbandsklagerecht nun einführen werden.‚

Mit dem Gesetz sollen die Beteiligungs- und Anhörungsrechte der anerkannten Tierschutzvereine gestärkt werden. Damit bekämen die anerkannten Tierschutzvereine die Möglichkeit, bereits im Vorfeld von bestimmten Genehmigungsverfahren zur Haltung von Tieren für die Rechte der Tiere einzutreten. Ebenso vorgesehen wären entsprechende Klagemöglichkeiten. So könnten zum Beispiel Klagen gegen Genehmigungen zur Kürzung von Schweineschwänzen oder Hühnerschnäbeln möglich werden, genauso wie gegen die Erlaubnis von Tierversuchen. Ermöglicht werden soll damit eine gerichtliche Überprüfung, ob Tierschutzvorschriften in ausreichendem Maße beachtet wurden.

Mit der Verabschiedung im Kabinett beginnt gleichzeitig die Anhörung der kommunalen Spitzenverbände. Das Parlament wird sich spätestens im Herbst mit dem ‚Entwurf eines Gesetzes über das Verbandsklagerecht und Mitwirkungsrechte für Tierschutzvereine‚ befassen.

‚Hier in Nordrhein-Westfalen setzen wir uns aktiv für den Tierschutz ein und setzen unsere Vorhaben in die Tat um‚, ergänzte Remmel. ‚Bundesministerin Aigner ist dagegen beim Tierschutz bisher nur durch Ankündigungen aufgefallen. Ministerin Aigner sollte die Käfighaltung bei Legehennen, das Schwänze- und Schnäbelkürzen sowie die Pelztierhaltung endlich verbieten. Das NRW-Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzvereine ist eine grundlegende Initiative für einen besseren Tierschutz, der weitere Länder folgen sollten.‚

Staatsterror gegen Tierschutz zu Ende
Freispruch im österreichischen Skandalprozess

Wiener Neustadt / Gerlingen, 2. Mai 2011 ‚ Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. reagiert erleichtert auf den Freispruch von 13 Tierschützern in Ästerreich, die sich seit 2008 dem Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung ausgesetzt sahen. Es waren legale und genehmigte Tierschutz-Protestaktionen gegen die Pelz-, Jagd- und Intensivtierhaltungsindustrie, die diese Tierschützer auf die Anklagebank brachten ‚ nicht eine einzige Straftat war ihnen nachzuweisen, erst recht keine Bildung einer kriminellen Vereinigung.
‚Eine kriminelle Vereinigung bildeten jedoch die Justiz, die Polizeibehörden, beteiligte Ministerien und willige Gutachter, die mit gefälschten und unterdrückten Beweisen für die Sache der Tiere eintretende Menschen mit Methoden totalitärer Regime kriminalisieren wollte‚, fasst Dr. Edmund Haferbeck, wiss. Berater von PETA, den Prozessverlauf zusammen. An jedem Verhandlungstermin habe das Gericht gegen Recht und Gesetz verstoßen ‚ von einem Rechtsstaat Ästerreich könne nicht mehr gesprochen werden. Mit verantwortlich seien laut PETA auch deutsche Polizeibehörden, die teilweise mit falschen Polizeidaten die Hatz auf einen bestimmten angeklagten Tierschützer anfachten. Der Sache des Tierschutzes habe das Prozessende einen erheblichen positiven Schub gebracht. ‚Jetzt sieht die Weltöffentlichkeit endlich, dass nicht Tierschützer die Kriminellen sind, sondern staatliche Institutionen in Kollaboration mit der tierausbeutenden Industrie. Sogar vor staatskriminellen Handlungen schrecken diese nicht zurück, nur um ihr Mordsgeschäft weiter unbehelligt betreiben zu können‚, so Dr. Haferbeck. PETA erwartet nun die sofortige Sanktionierung der beteiligten Täter auf Behördenseite, allen voran der Staatsanwalt, die Soko-Beteiligten und die Ministeriumsverantwortlichen. Erst dann könne Ästerreich erwarten, wieder Rechtsstaat genannt zu werden.

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Tierschutz und Tierrechte auch politisch auf dem Vormarsch

Partei Mensch Umwelt Tierschutz schafft das zweitbeste Landtagswahlergebnis in der Parteigeschichte

Nachdem der Landesverband Sachsen-Anhalt im Jahr 2006 mit der ödp, den Grauen u. a. in der Listenverbindung ‚GUT‚ zur Landtagswahl angetreten und dabei als Partei völlig untergegangen war ‚ das Gesamtergebnis lag seinerzeit bei gerade einmal 0,8 Prozent - trat der Landesverband am 20.03.2011 erstmals allein zur Landtagswahl an.

Der monatelange Wahlkampf der wenigen, aber sehr engagierten Mitglieder in Sachsen-Anhalt und die professionelle Unterstützung des Wahlkampfteams des Bundesvorstandes brachte das respektable Ergebnis von 1,6 Prozent der abgegebenen Stimmen ein.

Zum Vergleich: Die ödp erreichte nur 0,2 Prozent und auch die Piraten lagen mit 1,4 Prozent hinter der Partei Mensch Umwelt Tierschutz. Bündnis90/Grüne, die 170.000 Euro in den Wahlkampf investierten (der LV Sachsen-Anhalt dagegen weniger als 5000 Euro) profitierten natürlich auch von der Katastrophe in Fukushima und erreichten 7,1 Prozent. Der große Verlierer war die FDP. Sie verfehlte mit 3,8 Prozent den Widereinzug in den Magdeburger Landtag.

Stefan Bernhard Eck
Bundesvorsitzender
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Die kleine mutige Partei, die sich für die Rechte der Tiere einsetzt und seit 2009 auch schon im Magdeburger Stadtrat vertreten ist (gemeinsame Fraktion mit SPD und future-partei) wurde wie immer von den Medien weitestgehend ignoriert. Umso mehr ist dieses respektable Ergebnis zu würdigen.

Auf diesem Erfolg können die hoch motivierten Tierschützer und Tierrechtler in Magdeburg nun in den nächsten Jahren aufbauen. Sie werden die durch den Wahlkampf neu gewonnenen Parteimitglieder integrieren und Strategien entwickeln, um den Wähler/innen die Positionen für eine gerechtere Welt noch besser vermitteln zu können. Sie werden versuchen, die Bevölkerung zu überzeugen, ¬†dass eine Stimme für die Parei Mensch Umwelt Tierschutz keine verlorene Stimme, sondern eine Investition in eine künftig bessere Parteienlandschaft in den Parlamenten ist.

Parallel zur Landtagswahl 2011 wurde landesweit eine Juniorwahl an insgesamt 89 Schulen durchgeführt. Das Ergebnis, 6,0 Prozent für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz zeigt, dass ein großer Teil der jungen Generation - die Wähler von morgen - hinter dem Gedanken von Tierschutz und Tierrechten steht. ¬†

Der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck äußerte sich in einem Gespräch mit Andreas Zemke vom Tierrechtsbund-Aktiv am Tag nach der Wahl optimistisch. ‚Es ist definitiv etwas in Bewegung geraten; machen wir weiter so unter dem Motto ‚Gemeinsam sind wir stark‚. ¬†Eines Tages wird die Gesellschaft das tierfeindliche System in diesem Land zum Teufel jagen.‚

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Zirkus Belly bedroht Einzelhändler.
Tierrechtsbund Aktiv e.V. erstattet Strafanzeige.

Der Tierrechtsbund Aktiv e.V. hat, in Zusammenarbeit mit 120 Einzelhandelsgeschäften, eine Plakataktion gegen Wildtierzirkusse, die im Winter mit Wildtieren unterwegs sind, ins Leben gerufen.

Da diese Aktion eine sehr breite Zustimmung unter der Bevölkerung hervorgerufen hatte, reagierten Mitarbeiter des Zirkus Belly sofort und beschimpften Aktivisten des Tierrechtsbund Aktiv e.V. und versuchten sie einzuschüchtern.

Da sich aber schon eine Vielzahl von Geschäften für die Plakataktion entschieden hatte und die Plakate sichtbar in deren Schaufenstern hingen, reagierte der Zirkus Belly, indem sich Personen des Zirkus als Mitarbeiter des Tierrechtsbund Aktiv e.V. ausgaben und den Inhabern der Geschäfte erklärten, daß diese die Plakate unverzüglich wieder abnehmen müssten, weil sie sonst angeblich verklagt würden. Dann rissen sie die Plakate aus den Schaufenstern heraus und verließen die Geschäfte.

Bei den Geschäften, deren Inhaber sich weigerten die Plakate abzunehmen, enttarnten sich die Zirkusmitarbeiter und bedrohten die Inhaber, daß wenn sie die Plakate nicht abnähmen, sie wiederkämen, und die Geschäftsinhaber, so wörtlich: ‚ dann schon sehen würden, was sie davon haben‚.

Der erste Vorsitzende des Tierrechtsbund Aktiv e.V. konnte selbst beobachten, wie ein Mitarbeiter des Zirkus in einem Geschäft Plakate entfernte und diesen als den Reptillien-Dompteur des Zirkus Belly identifizieren.

Der Tierrechtsbund Aktiv e.V. nimmt diese Drohungen ernst und fordert die verbliebenen Geschäfte auf, aus Sicherheitsgründen die Plakate aus den Schaufenstern herauszunehmen, um die Einzelhändler nicht zu gefährden.

‚Wir wollten mit unserer Plakataktion auf die Problematik von Wildtierzirkussen im ‚Winterbetrieb‚ aufmerksam machen und hatten nicht mit solch einer aggressiven Gegenwehr gerechnet. Wir haben bei der Bremer Polizei gegen den Zirkus Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und Bedrohung erstattet‚, erklärt Andreas Zemke, 1. Vorsitzender des Tierrechtsbund Aktiv e.V..

‚Unsere Tierrechtsarbeit beschränkt sich ausschließlich auf friedfertige Aktionen, somit können wir auf solch heftige Aktionen nur mit einer Strafanzeige reagieren. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern unserer Aktion und hoffen, daß sie durch die unangenehme Erfahrung nicht in ihrem tierrechtlichen Engagement gebremst werden.‚ so Andreas Zemke weiter.

Wenn auch Sie ein Plakat in Ihren Räumen haben möchten, schicken Sie uns eine E-MAil

10.02.2011

Die Tierrechtsnews zum Ansehen

PM: Tierrechtsbund Aktiv e.V: begrüßt den Rücktriitt von Astrid Grotelüschen.

Die niedersächsische Agrarministerin Astrid Grotelüschen ist am 17.12.2010 zurückgetreten.

Die Ministerin war Aufgrund Ihrer engen Verflechtung mit der Geflügelindustrie und der daraus resultierenden Interessenkonflikte immer wieder in die Kritik geraten.

Nun wurde der Druck zu groß und Frau Grotelüschen musste zurücktreten.

"Der Zustand, dass eine Lobbyistin der Massentierquälerei in Niedersachsen auch für den Tierschutz zuständig sein sollte, war für uns als Tierrechtler unerträglich." so Andreas Zemke, 1. Vorsitzender des Tierrechtsbund Aktiv e.V. "Wir begrüßen den lange überfälligen Rücktritt von Frau Grotelüschen. Das ist auch ein Erfolg für die Proteste der Tierrechtsorganisationen. Besser wäre es allerdings gewesen eine solche Lobbyistin erst gar nicht zur Ministerin zu machen."

Die Tierrechtsorganisation Peta Deutschland deckte Misstände in mehreren Mastbetrieben auf, die eng mit der Putenbrüterei des Mannes der Ministerin Garlich Grotelüschen verflochten sind, in dem auch die Ministerin vor ihrer Ernennung arbeitete. Weiterhin soll sie für Dumpinglöhne in einem Schlachthof mitverantwortlich sein.

Hierzu Andreas Zemke: "Fleisch ist ein Billigstprodukt. Wenn man als Geflügelindustrieller Profit machen will, muss man skrupellos gegenüber Mensch und Tier sein. Für Ethik ist in dieser Industrie kein Platz. Es ist zu erwarten, daß auch auf dem in Wietze bei Celle geplanten, größten Geflügelschlachthof Europas nur die wenigsten Angestellten ein menschenwürdiges Einkommen erzielen werden."

Nachfolger von Frau Grotelüschen soll der Jurist und ehemalige Staatssekretär im Bundeslandwirtchaftsministerium Gert Lindemann werden.

Gert Lindemann will als zukünftiger Landwirtschaftsminister in Niedersachsen auch den Tierschutz und die Belange der Verbraucher in den Fokus rücken.

"Der Tierrechtsbund Aktiv e.V. begrüßt dieses Vorhaben, Herr Lindemann wird sich allerdings an seinen Taten messen lassen müssen." sagt Andreas Zemke, "Tierquälerei ist in der Massentierhaltung systemimmanent. Wenn man in Deutschland den Tierschutz endlich ernst nehmen will, muss jetzt der Ausstieg aus der tierquälerischen Massentierhaltung erfolgen." fordert Zemke weiter.

Affenversuche der NASA dank PETA-Aktionsaufruf verhindert

Am 08.12.10 wurde bekannt, dass die NASA ihre Pläne, bis zu 30 Totenkopfäffchen verstrahlen zu lassen, stillschweigend begraben hat. Die Tiere sollten hohen Strahlungsdosen und anschließend jahrelang quälenden Experimenten ausgesetzt werden. Durch eine Unterschriftenaktion aufgerufen von der PETA an der sich über hunderttausend Menschen beteiligten, konnten die Affen vor diesem grausamen Schicksal bewahrt werden.

Müll-Recycling in der Tierfutterbranche

Anlässlich des aktuellen Dioxin-Skandals weist die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. darauf hin, dass in der Intensivtierhaltung immer wieder vergiftetes Futter gefüttert wird
1999 und 2006 sind bereits völlig identische Dioxinskandale aufgetreten. Für Tierfutter werden z.B. Klärschlämme verwendet, auch Tiermehl ist als Futtermittel für Schweine, Geflügel und Fische wieder gesetzlich erlaubt.
BSE scheint vergessen.
Laut Aussage von Agrarwissenschaftler Dr. Edmung Haferbeck von der PETA, wird in der Mischfutterbranche mit der selben fragwürdigen Energie wie in der Massentierhaltung vorgegangen.
Sie scheinen sich nicht um Gesetzlichkeiten und Behörden-Auflagen zu scheren. Mit ca. 70 Millionen Tonnen Tierfutter-Produktion, steht die Mischfutter-Industrie. an der Spitzen der deutschen Wirtschaft.In den letzten Jahren wurden die Kontrollen der Landesregierungen zurückgefahren und die Gesetzlichkeiten verwässert. Solange die Agrarindustrie mit Milliarden öffentlicher Gelder gefördert wird, scheinen alle Mittel recht zu sein, um Profite auf Kosten von Mensch und Tier zu erzielen.

Meerestier durch Plastikmüll gefährdet

Der Meeresboden der Nordsee ist nach vorsichtigen Schätzungen von Forschern mit 600.000 Kubikmeter Müll belastet.

Die hauptsächliche Verschmutzung durch Plastikabfall findet sich größtenteils entlang der großen Schiffahrtslinie, die ihren Müll auf diese Art und Weise entsorgen. Nach Schätzungen des Naturschutzbund Deutschland e.V. gelangen jährlich ca. 20.000 Plastikmüll in die Nordsee.
Meeresvögel verhungern, weil sie den Plastikmüll mit Nahrung verwechseln. Roben, Seehunde und Schweinswale verbluten qualvoll, weil der Magen und Darm durch den Plastikmüll perforiert werden.
Im Rahmen ihres Projektes "Changing Oceans Expedition" bereist die Antinea Fondation zwischen 2009 und 2018 alle Weltmeere, um den Zustand der Verschmutzung zu dokumentieren.
Die so gesammelten Fakten geben hoffentlich Grund genug, für umfassende, globale Maßnahmen gegen die immer größere Verschmutzung unserer Meere.

Wieder mal
ein Lebensmittelskandal

Nach dem Fund von dioxinverseuchtem Hühnerfutter sperrt das Land Niedersachsen vorsorglich 1.000 Bauernhöfe. Betroffen sind Legehennen-Farmen, Schweine- und Putenzüchter. "Wir legen erstmal alles still. Der Verbraucherschutz geht vor", sagte ein Sprecher des Agrarministeriums in Hannover. In den betroffenen Betrieben solle mit Proben nachgewiesen werden, ob der Dioxin-Grenzwert überschritten werde.

Neben Niedersachsen wollen auch Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zunächst jeden Betrieb sperren, der das verseuchte Futter möglicherweise erhalten hat. Darauf haben sich die Länder in einer Telefonkonferenz am 3.1.2011 geeinigt.
Dioxin-Ware stammt aus Biodiesel-Anlage

Mit Dioxin verunreinigte Fettsäure kam aus Emden über einen Zwischenhändler zum Futtermittelhersteller in Uetersen. Der hat seine Produkte bundesweit vertrieben.
Auch hier ist der Veganer klar im Vorteil.

Astrid Grotelüschen zurückgetreten

Die niedersächsische Agrarministerin Astrid Grotelüschen ist am 17.12.2010 zurückgetreten.
Die Ministerin war Aufgrund Ihrer engen Verflechtung mit der Geflügelindustrie und der daraus resultierenden Interessenkonflikte immer wieder in die Kritik geraten.

Nun wurde der Druck zu groß und Frau Grotelüschen musste zurücktreten.

Die Tierrechtsorganisation Peta Deutschland deckte Misstände in mehreren Mastbetrieben auf, die eng mit der Putenbrüterei des Mannes der Ministerin Garlich Grotelüschen verflochten sind, in dem auch die Ministerin vor ihrer Ernennung arbeitete. Weiterhin soll sie für Dumpinglöhne in einem Schlachthof mitverantwortlich sein.

Zum Nachfolger von Frau Grotelüschen wurde der Jurist und ehemalige Staatssekretär im Bundeslandwirtchaftsministerium Gert Lindemann ernannt.

Tierversuche für Tee

Für Tee, ein Getränk, das seit Jahrtausenden getrunken wird, hat der Hersteller von Lipton-Tee Tierversuche durchgeführt bzw. in Auftrag gegeben.

Zur Erforschung von möglichen gesundheits-fördernden Eigenschaften von Tee-Produkten und deren Inhaltsstoffen ließ der Tee Riese Ratten, Mäuse, Kaninchen und Ferkel in grausamen Experimenten quälen und töten.

In den Tierversuchen sollten für die Verkaufsargumentation positive Wirkungen von Tee bei Arterienverhärtung, Blasenendzündung, durch zuviel Zucker veraursachte Hirnschäden und Flüssigkeitsverlust durch Durchfall, den man durch e.Coli Bakterien verursacht hatte, nachgewiesen werden.

Kein einziger dieser Tierversuche ist für Getränkehersteller gesetzlich vorgeschrieben. Vielmehr haben die Aufsichtsbehörden betont, dass ein Tierversuch kein qualifizierender Nachweis für die gesundheitsfördernden Eigenschaften eines Produktes ist.

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Tierversuche retten keine Menschenleben

Zum diesjährigen Internationalen Tierrechtstag am 10. Dezember resümierte der bundesweit tätige Verein Ärzte gegen Tierversuche, dass entgegen den Versprechungen von Politik und Tierexperimentatoren trotz steigender Tierversuchszahlen ein Durchbruch bei der Heilung vieler menschlicher Krankheiten nicht in Sicht ist. Der Ärzteverein sieht darin das Versagen des unethischen und unwissenschaftlichen Systems Tierversuch bestätigt und fordert die Stärkung innovativer, am Menschen ausgerichteter Methoden.

"Behandlungsmethoden, die beim Tier im Labor wirken, funktionieren beim Menschen noch lange nicht", sagt Diplombiologin Silke Bitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Ärzte gegen Tierversuche. "Tierversuche sind vollkommen ungeeignet als Mittel zur Rettung der Menschheit vor Krankheiten."

Die Ärztevereinigung sieht es als notwendig an, endlich die Notbremse zu ziehen und angesichts des klaren Versagens der tierexperimentellen Forschung sich von der veralteten Denkweise loszulösen, mit Tierversuchen Menschenleben retten zu wollen. Denn nur wenn innovativer Forschung ohne Tierversuche Vorrang gegeben wird, gelingt es, dem Anspruch an eine fortschrittliche Medizin und der ethischen Wertvorstellung der Gesellschaft gerecht zu werden.

Doppel-Mörder quälte früher Tiere - PETA warnt vor Verharmlosung von Tierquälerei-Fällen

Der Mörder von Bodenfelde fiel bereits vor den brutalen Morden an Nina und Tobias durch Straftaten an Tieren auf. Wie die BILD-Zeitung berichtet, verbrannte Jan O. Igel, schoss Katzen mit einem Luftgewehr die Augen aus und tötete Tiere in der Mikrowelle.

Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. warnt aus diesem Anlass wiederholt davor, Fälle von Tierquälerei als ‚Jugendstreich‚ zu verharmlosen. Mehrere Fallbeispiele sowie die wissenschaftliche Forschung haben mittlerweile gezeigt, dass sich Tierquäler später häufig auch an Menschen vergehen, so PETA.

‚Die Hemmschwelle der Gewalttätigkeit wird häufig zuerst beim Tier überschritten‚, so Kampagnenleiterin Magdalena Scherk von PETA. ‚Wären diese Tierquälerei-Fälle und andere gewalttätige und auffällige Verhaltensweisen von Jan O. schon frühzeitig ernstgenommen worden, wäre es vielleicht nicht so weit gekommen und Nina und Tobias würden noch leben.‚

Kleinvoliere verfassungswidrig

Karlsruhe: Legehennen müssen in Deutschland künftig mehr Platz bekommen. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Es verbot die Haltung des Geflügels in sogenannten Kleingruppenkäfigen. Diese Form der Haltung sei mit dem Grundgesetz unvereinbar, urteilten die Karlsruher Richter. Bei der Einführung der Kleingruppenhaltung sei die Tierschutzkommission nicht in der vorgeschriebenen Weise angehört worden. Die Kleingruppenhaltung gibt es in Deutschland seit 2006.
In den Käfigen haben die Tiere kaum mehr Platz als in den alten Legebatterien, die 2002 abgeschafft wurden. Jeder Henne steht aber nur eine Grundfläche von etwa eineinhalb DIN A4-Seiten zur Verfügung.

Gift im Pelz

Pelz ist nicht nur Tierquälerei, sondern kann auch die Gesundheit des Menschen gefährden: Eine Studie im Auftrag von VIER PFOTEN zeigt, dass Modeartikel aus Tierpelzen stark mit giftigen Chemikalien belastet sind.

Die grausamen Bedingungen in der Pelztierhaltung werden von der Pelzbranche ignoriert oder gar als tiergerecht bezeichnet. Felle tierischer Herkunft werden in der Werbung gerne als besonders ‚ökologische und wertvolle Naturprodukte‚ vermarktet.

Der ausführliche ‚Giftreport‚ zeigt jedoch alarmierende Ergebnisse: Ein Großteil der Pelze von Nerz, Marderhund und Fuchs ist erheblich mit gefährlichen Chemikalien wie Formaldehyd, NPEO, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) oder Chlorparaffinen belastet. Gesetzliche Grenzwerte und geltende Industriestandards werden häufig überschritten. Besonders Kinderbekleidung erwies sich als stark belastet.

VIER PFOTEN hat beim Bundesamt für Verbraucherschutz Anzeige erstattet und fordert das EU-Kommissariat für Gesundheits- und Verbraucherschutz auf, eine Produktwarnung auszurufen.

Wildtiere im Zirkus leiden bei Schnee und Kälte

Noch vor wenigen Jahren zogen Zirkusse im Winter in ein festes Stammquartier. Heute tingeln ca. 350 Zirkusunternehmen ganzjährig durch Deutschland und veranstalten trotz Schnee und Minus-Temperaturen sogenannte ‚Weihnachtszirkusse, in der Regel mit exotischen Tieren.

Damit umgehen die Zirkusunternehmen die für das Winterquartier geforderten Haltungsbedingungen nach dem Säugetiergutachten, welches auch den Zoos als Haltungsanforderung zu Grunde liegt.

Im Winterquartier sind wesentlich großzügigere Gehege als während des Reisebetriebes vorgesehen.

Zudem leiden gerade die exotischen Tiere in der kalten Jahreszeit unter extremen Bewegungsmangel, da sie wegen der Kälte die Außengehege über viele Monate hinweg nur für kurze Zeit aufsuchen können.
Aus diesem Grund fordert die PETA die Bundesregierung erneut dazu auf, endlich ein Wildtierverbot für Zirkusse zu verabschieden.

‚Die in Mode gekommenen Weihnachtszirkusse mit exotischen Tieren sind nichts anderes als Quälerei für die Tiere‚, so Carola Schmitt, Leiterin der PETA-Kampagne ‚Wildtiere raus aus dem Zirkus‚.

‚Wildtiere haben in einem Zirkus nichts zu suchen ‚ schon gar nicht im Winter!‚ so Schmitt.

Verbot des betäubungslosen Schlachtens - Türkei zeigt der Bundesregierung wie es geht

Laut türkischer Zeitung Hürriyet vom 15. November 2010 hat die türkische Regierung im Rahmen der EU-Beitrittsverhandlungen erklärt, dass das betäubungslose Schlachten von Tieren ab Dezember 2011 in der Türkei aus Tierschutzgründen verboten werde. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte nimmt die Berichterstattung zum Anlass, die Bundesregierung erneut aufzufordern, den Bundesratsbeschluss vom 12. Februar 2010 auf Änderung des Tierschutzgesetzes unverzüglich umzusetzen.

Nachdem nun sogar ein Ursprungsland des betäubungslosen Schlachtens Deutschland demonstriere, dass die Elektrobetäubung vor dem Schächtschnitt in Einklang mit der Religion stehe, verlangen die Tierrechtler mit allem Nachdruck die unverzügliche Umsetzung des Bundesratsbeschlusses. In diesem fordert der Bundesrat, Ausnahmegenehmigungen für betäubungsloses Schlachten nur dann zu erteilen, wenn der Antragsteller nachweist,
- dass zwingende Religionsvorschriften für betäubungsloses Schlachten vorliegen und
- der Schlachtprozess bei vollem Bewusstsein dem Tier nicht mehr Schmerzen und Leiden zufügt als unter Betäubung.

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Massiver Betrug in Tunfisch-Industrie aufgedeckt

Eine unabhängige Untersuchung hat einen komplexen internationalen Schwarzhandel für Blauflossentunfisch im Wert von 4 Milliarden US-Dollar aufgedeckt.

Der Bericht bestätigt die Warnungen, die der
WWF seit langem ausspricht: Die Fischerei ist außer Kontrolle ‚Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass diese Fischerei und ihre gesamte Wertschöpfungskette illegale Charakterzüge haben‚ sagt Karoline Schacht, WWF Fischereiexpertin. ‚Kein Unternehmen, keine Verbraucher und keine Regierung kann sicher sein, dass sie es mit legal gefangenem und gehandeltem Blauflossentunfisch zu tun haben ‚ die gesamte Produktionskette ist unterwandert.‚

Die Untersuchungsergebnisse wurden unmittelbar vor einer entscheidenden Konferenz der Internationalen Kommission zum Schutz des Atlantischen Tunfisches veröffentlicht. Vom 17. bis 27. November treffen sich deren Mitglieder in Paris um über die Bewirtschaftung und die Erholung dieser Art zu entscheiden.
Insbesondere die französischen Fischereibehörden sollen laut der Recherche illegale Aktivitäten und bewusste Fälschung von Statistiken gegenüber der EU und Kommission gedeckt haben.

‚Vor diesem internationalen Skandal darf ab jetzt kein Kopf mehr in den Sand gesteckt werden sagt Schacht. ‚ICCAT hat keine andere Wahl als die zerstörerische industrielle Ringwadenfischerei und die angegliederten Tunfischfarmen zu schließen.‚

EU-Tierversuchsrichtlinie tritt in Kraft

Nach rund zweijährigen Verhandlungen zwischen den EU-Gremien tritt die neue, europaweit gültige Tierversuchsrichtlinie am 9. November 2010 in Kraft und muss in den nächsten zwei Jahren von den Mitgliedstaaten umgesetzt werden. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) fordert von der deutschen Politik die laxen EU-Vorgaben verschärft umzusetzen und klare Regelungen in Richtung Abschaffung der Tierversuche festzusetzen.

"Die Tierversuchsrichtlinie wird von vielen Seiten als positive Errungenschaft dargestellt. In Wirklichkeit ist das Werk aber für Tierversuchsgegner ein Schlag ins Gesicht. Denn die Regelungen enthalten keine Angaben zum Ausstieg aus dem Tierversuch, obwohl dieser auch für den medizinischen Fortschritt dringend notwendig ist. Die Forschung am Tier wird nicht einmal eingeschränkt", bemängelt Dipl.-Biol. Silke Bitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ärztevereinigung.

So ist der rein zweckfreien Grundlagenforschung, also der Forschung ohne jeden medizinischen Zweck, nach wie vor Tür und Tor geöffnet, eine ethische Abwägung der Versuche bei der Genehmigung entfällt und Versuche an Affen, einschließlich Menschenaffen, sind erlaubt. Tierversuchsfreie Methoden müssen nicht bei Vorhandensein angewandt werden, sondern erst, wenn sie offiziell anerkannt sind, was in aller Regel viele Jahre dauert.
Im Zuge der Überarbeitung wurde die Chance nicht genutzt, die Forschung auf zeitgemäße und zielgerichtete Methoden ohne Tierversuche auszurichten, sondern es wird weiter am altertümlichen und unzuverlässigen System Tierversuch festgehalten.

Tierversuche sind so modern wie eine Dampflok.

Covance schließt LAbor

Erst im letzten Monat berichteten wir über die Schließung eines Tierversuchslabors in North Carolina. Nun schließt auch eine in Virginia.

Die Niederlassung der Tierversuchsfirma Covance, in der 2004 und 2005 eine von der Tierschutz-organisation Peta durchgeführte Recherche mit grauenhaften Ergebnissen stattfand, wird in einigen Monaten ihre Tore für immer schließen. Dies wurde aktuell in den amerikanischen Medien publik gemacht.

Auslöser ist laut offiziellen Angaben von Covance die sinkende Nachfrage nach toxikologischen Tierversuchen. Hier bewährt sich also der ausdauernde Kampf der Tierschutzorganisationen um die Förderung von altanativen Methoden zum Ersatz von Tierversuchen, z.B. bei vorgeschriebenen toxikologischen Testreihen.

Diese erfreuliche Entwicklung aus den USA muß man endlich auch in Europa aufgreifen, denn Tierversuche sind so modern wie ein Faustkeil.

Hundemörder in Hamburg

Der golden Retriever "Cooper" starb einen qualvollen tot.
In einer Kleingartenanlage in Hamburg nahm das Grauen für den 1 1/2 Jahre alten Rüden seinen Lauf. Ein Hundehasser hatte vergiftete Köder ausgelegt die Cooper fraß.
12-13Stunden später verweigerte er die Nahrung wirkte völlig apathisch.
Auch der Tierarzt konnte nicht mehr helfen, denn die Nieren waren schon ausgefallen.
Wer jetzt glaubt, das sind doch nur Tiere, sollte bedenken, das der Schritt vom Tierquäler zum Serienkiller wie z.B. Ted Bundy nicht weit ist, denn die meisten von diesen haben Anfangs auch Tiere gequält bevor sie es mal mit Menschen probiert
haben.

Wulff für ökologisch verträgliche Lebensweise

Anlässlich der Verleihung des deutschen Umweltpreises am 2.11.2010 im Musical Theater Bremen betonte Bundespräsident Christian Wulff vor rund 1.300 Gästen, die aktuellen Preisträger der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zeigten, was für eine zukunftsfähige Entwicklung notwendig sei: ‚wegweisende Innovationen, mutige Investitionen in Zukunftstechnologien, weitsichtige und verantwortungsvolle Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft und ein gesellschaftliches Bewusstsein dafür, wie dringend der Wandel hin zu einer ökologisch verträglichen Lebensweise ist‚.
Insofern gehe von dieser Preisverleihung ‚eine Botschaft aus, die uns große Hoffnung machen kann: Wir können vieles besser machen ‚ schon heute‚.

Recht haben Sie Herr Bundespräsident. Setzen Sie sich an die Spitze der Bewegung, tun Sie etwas gegen den Klimawandel, werden Sie Vegetarier.

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Hunden, Katzen und Kaninchen werden für Anti-Flohmittel gequält

Erst vor einer Woche veröffentlichte PETA USA die Ergebnisse einer verdeckten Ermittlung in dem Vertragslabor Professional Laboratory and Research Services, Inc. (PLRS) in North Carolina, das im Auftrag namenhafter Pharmaunternehmen Tierversuche durchführte, und reichte Beschwerde beim zuständigen US-Landwirtschaftsministerium ein.
Während der neunmonatigen verdeckten Ermittlung von stellte sich heraus, dass hunderte Hunde, Katzen und Kaninchen bei PLRS unter grausamer Behandlung, Vernachlässigung und miserablen Lebensbedingungen litten

Nur wenige Tage nach veröffentlichung des Materials gab PLRS nun bekannt, fast 200 Hunde und dutzende Katzen abzugeben und seine Tore für immer zu schließen.

Dies ist ein historischer Sieg für die Tiere und das erste Mal überhaupt, dass ein Labor aufgrund des Drucks durch PETA USA und einer anstehenden Behördenermittlung seine Tiere abgeben und schließen muss.

Degradiert zum reinen Fleischlieferanten

Wer wissen will, wo sein Hähnchenbrustfilet herkommt, braucht starke Nerven. Viele Mast-, Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe sind Teil einer Industrie, die den Blick für die Würde des Tiers verloren hat. Degradiert zum reinen Fleischlieferanten, leiden viele Hühner. Sie zahlen den Preis für maximale Rendite und Billigkonsum.

Dies ist nicht etwa ein Text eines Tierrechtlers zum Thema Schlachthof Wietze, sondern die Einleitung zum Geflügeltest der Stiftung Warentest. So langsam scheint also auch endlich die Wahrheit über Fleisch auch im Bewusstsein der Bevölkerung anzukommen.

Auch Sie können etwas tun: Werden Sie vegan.

Niedersachsens Agrarministerin Astrid Grotelüschen hat die Haltungsbedingungen für Mastputen in Niedersachsen verteidigt

"Niedersachsen ist bundesweit führend in Sachen Tierschutz", sagte die CDU-Politikerin am Dienstag im Landtag in Hannover. Der Tierschutz im Land werde stetig weiterentwickelt. Dies sei eine moralisch, ethische Verantwortung, auch weil die Putenzucht ein bedeutender Wirtschaftszweig in Niedersachsen sei. Die Kritik an den Lebensbedingungen der Mastputen aus den Reihen von SPD, Grünen und Linkspartei sei unberechtigt. Die Opposition hatte nach Berichten der Tierrechtsorganisation Peta strengere Kontrollen, geringere Besatzdichten in den Ställen und den Verbot von einigen Zuchtrassen sowie schmerzhaften Schnabelkürzungen gefordert.

Escada täuscht Verbraucher

Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern oder ‚was interessiert mich mein geschwätz von damals?‚ So verfährt der Modekonzern Escada wenn es um den Pelzhandel geht.

Noch im Juli diesen Jahres gelobte Escada in einer Pressemitteilung den Ausstieg aus dem Pelzhandel, doch schon mit der Winterkollektion straft sich Escada selbst Lügen. Escada verzichtet lediglich auf den verkauf bestimmter Pelze.

Escada und ethische Geschäftspolitik? Wohl doch eine PR-Gag!

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Genehmigungsbehörde untersagt geplante Militär-Tierversuche

Nach Plänen der US-Armee in Deutschland sollten für die Ausbildung von medizinischem Personal Schweine und Ziegen auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr in der Oberpfalz zu Übungszwecken verletzt und getötet werden. Sofort nach bekannt werden im Mai dieses Jahres wurde der Antrag der US-Streitkräfte aufgrund der zahlreichen Proteste zunächst zurückgezogen.

Nachdem etwas Gras über die Sache gewachsen war, stellte die US-Armee im Juli bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, der Regierung der Oberpfalz, erneut einen Antrag auf Durchführung der Militär-Tierversuche. Die Behörde verweigerte jedoch die Genehmigung mit der Begründung des Verstoßes gegen das deutsche Tierschutzgesetz.

Quelle: Ärzte gegen Tierversuche

Handel mit Robbenfellen geht weiter
EU-Verbot droht Aufweichung

Das im Juli 2009 von der Europäischen Union beschlossene und vor nur wenigen Tagen in Kraft getretene Einfuhrverbot von Robbenfellen und -produkten innerhalb von Europa droht aufgeweicht zu werden.

Kurz nach Inkrafttreten des Embargos sind vor dem Gerichtshof der Europäischen Union in Luxemburg bereits die ersten 16 Klagen gegen das Verbot anhängig. Bis die Klage entschieden ist, wird das Einfuhrverbot ausgesetzt.

"Damit ist dem Handel von Robbenprodukten erneut Tür und Tor geöffnet", kommentiert Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. die für Tierschützer vollkommen überraschende Entwicklung in dem langjährigen Streit um Robbenprodukte.

Nach Schätzungen werden jährlich fast eine Million Robben für kommerzielle Zwecke bestialisch geschlachtet.
Quelle: Tasso

Bauernverband Rheinland-Pfalz Süd will mit der Bundeswehr Krieg gegen Wildschweine führen

In Rheinland-Pfalz befürchten Landwirte Verzögerungen bei der Getreideernte, da Mähdrescher im von Wildschweinen aufgewühlten Boden stecken bleiben und die Tiere Fraßschäden verursachen sollen. Deshalb fordert der Vorsitzende des Bauernverbandes Rheinland-Pfalz Süd Schindler von der zuständigen Umweltministerin Margit Conrad eine Zwangsbejagung der Tiere, im Zweifel mit Hilfe der Bundeswehr.

‚Herr Schindler möchte sprichwörtlich mit Kanonen auf Spatzen schießen lassen‚ entrüstet sich Johanna Stadler, Geschäftsführerin von Vier Pfoten. ‚Ein Einsatz von Soldaten, die nicht im Mindesten für die Jagd qualifiziert oder ausgerüstet sind, wäre ein tierschutzpolitischer Skandal. Als Abgeordneter des Bundestages sollte Herr Schindler wissen, dass die deutsche Verfassung der Bundeswehr derartige Einsätze nicht erlaubt.‚


Anstatt den Wald leer zu schießen, empfiehlt VIER PFOTEN, an Waldrändern vermehrt Felder einzuzäunen und die Wildschweine rechtzeitig durch Schutz- oder Vergrämungsmaßnahmen abzuschrecken, etwa per Elektrozaun oder durch optische, akustische und geruchliche Maßnahmen.
Quelle: Vier Pfoten

Putenmastskandal: Eidesstattliche Versicherungen der Betriebe nicht gerichtsfest

Im Putenmastskandal um Ministerin Astrid Grotelüschen haben die Landwirtschafts-ministerien von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern lange die Authentizität der Videoaufnahmen wiederholt bezweifelt.

Die Ministerien stützten sich dabei auf ‚Eidesstattliche Versicherungen‚ von den Inhabern der beiden Betriebe der Putenerzeuger-gemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern, in denen die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. gefilmt hatte. Beide Inhaber bestreiten in ihren Versicherungen, dass die Aufnahmen in ihren Betrieben entstanden sind. Doch laut PETA handelt es sich dabei nicht um echte ‚Eidesstattliche Versicherungen‚, da die Schriftsätze nicht gerichtsfest abgefasst sind. Die Texte wurden den Mästern am 6. August von der ‚Mastkükenbrüterei Ahlhorn‚ übermittelt ‚ sie sollten sie nur noch unterschreiben. Jeder Punkt dieser so genannten ‚Eidesstattlichen Versicherungen‚ enthalte falsche Tatsachenbehauptungen, ist PETA empört. Ministerin Grotelüschen, die bis vor kurzem als Geschäftsführerin/Gesellschafterin der ‚Mastkükenbrüterei Ahlhorn‚ tätig war, und alle anderen Beteiligten werden sich dafür zu verantworten haben. Dass die beiden Landwirtschaftsministerien die ‚Eidesstattlichen Versicherungen‚ ohne Überprüfung weiter verbreitet haben, hat deren Glaubwürdigkeit vollends zerstört, so PETA.

Die Staatsanwaltschaft Stralsund hat inzwischen ein offizielles Straf-Ermittlungsverfahren gegen einen der Betriebe eingeleitet.
Quelle: Peta

Das morden in Taiji beginnt von neuem

Tierschützer befürchten das Schlimmste: Am Mittwoch, dem 1. September, startet vor der japanischen Küste wieder die Treibjagd auf Delfine und Kleinwale. Alljährlich werden dort bis zu 15.000 der kleinen Meeressäuger grausam abgeschlachtet.

Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife ruft zu Protesten an die japanische Regierung auf, damit diese die Treibjagden einstellt. Der Äko-Thriller "Die Bucht" hatte im vergangenen Jahr der Weltöffentlichkeit gezeigt, wie eine weltweite Delfinindustrie mit den alljährlichen Treibjagden im japanischen Fischerort Taiji verflochten ist, wo jährlich bis zu 2.000 Tiere sterben. Seit Juli wird "Die Bucht" auch in japanischen Kinos gezeigt. Im deutschen Fernsehen ist der mit dem Oscar prämierte Dokumentarfilm erstmals am 11. September um 20:15 Uhr auf Vox zu sehen.

Nach dem grossen Interesse der Weltöffentlichkeit aufgrund des Filmes setzten die Fischer die Treibjagd im letzten Jahr aus. Doch als einige Monate später die öffentliche Aufmerksamkeit wieder zurückging, nahmen die Fischer die grausame Jagd wieder auf - nun teils auf das offene Meer verlagert, um Augenzeugen zu verhindern. Zwar starben 2009 offenbar weniger Delfine in Taiji - offizielle Zahlen liegen noch nicht vor - doch die Fischer haben bereits angekündigt, dass sie auch 2010 wieder Treibjagden durchführen wollen. "Tierschützer aus aller Welt müssen deshalb weiterhin auf die japanische Regierung einwirken. sagt Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. "Über www.prowildlife.de kann jeder, der etwas gegen diese sinnlosen Jagden unternehmen möchte, beim japanischen Fischereiminister protestieren".
Quelle: Umweltjournal

Leben auf Umweltkredit

In weniger als neun Monaten, am 21. August 2010, hat die Menschheit die ökologischen Ressourcen des gesamten Jahres bereits verbraucht, das ergeben Berechnungen des Äkologischen Fußabdrucks vom Global Footprint Networks an dem auch der WWF beteiligt ist.

‚Den Rest des Jahres leben wir auf Kredit und verbrauchen die Reserven der Erde‚, so Christoph Heinrich, Geschäftsleiter Naturschutz des WWF Deutschland. Die vorhandenen Ressourcen der Erde verbrauche die wachsende Weltbevölkerung immer schneller. Der ‚Welterschöpfungstag‚ rücke im Kalender kontinuierlich weiter nach vorne. Im letzten Jahr fiel er noch auf den 25. September, fast einen ganzen Monat später. ‚Bis Ende 2010 werden wir voraussichtlich 150 Prozent unserer Ressourcen aufgebraucht haben‚, so Heinrich weiter. ‚Die Erde würde eineinhalb Jahre brauchen, um sich von diesem Raubbau zu erholen.‚

‚Klimawandel, Artensterben, Wassermangel sowie der Kollaps der Fischbestände sind klare Anzeichen dafür, dass der Planet unter der menschlichen Übernutzung leidet. Die Folgen sind heute schon sichtbar. Wir können nicht nur auf Kredit konsumieren, irgendwann müssen wir auch unsere Schulden bei der Natur zurück zahlen‚, so Christoph Heinrich. Regierungen, Unternehmen und Konsumenten hätten bereits heute Mittel in der Hand, um nachhaltiger zu leben, sei es durch Energieeffizienz, den Einsatz Erneuerbarer Energien, Verzicht auf Fleischkonsum oder umweltfreundliche Mobilität.
Quelle: Umweltjournal

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Wissenswertes über Erlangen


Nicht einmal Erlanger Bürger wissen, dass mitten in der Innenstadt von Erlangen Tausende von Tierversuchen stattfinden: Im Franz-Penzoldt-Zentrum (FPZ), dem Tierversuchszentrum der Universität Erlangen in der Palmsanlage 5, werden jährlich Zigtausende Tiere getötet. Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche bezeichnet die Experimente als ‚qualvoll und wissenschaftlich unsinnig‚.

So wird Mäusen der Ischiasnerv abgebunden, um chronische Schmerzen hervorzurufen. Minischweinen werden die Kieferknochen abgeschabt, um einen Knochendefekt zu simulieren. Bei Ratten wird durch Einfädeln eines Fadens in eine Gehirnarterie ein Schlaganfall ausgelöst. Bei anderen Ratten wird durch 12-wöchige Gabe einer giftigen Chemikalie eine Leberfibrose hervorgerufen.

Dr. med. vet. Corina Gericke, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Ärzten gegen Tierversuche, hält diese Manipulationen für ethisch nicht zu rechtfertigen und wissenschaftlich sinnlos. ‚Die künstlich geschädigten Tiere haben nichts mit der komplexen Situation beim menschlichen Patienten zu tun.‚ So sind die Ursachen von Schlaganfall beim Menschen dank Bevölkerungsstudien bekannt: Übergewicht, fett- und fleischreiche Ernährung, Rauchen und Bewegungsmangel. Leberfibrose wird durch Viren oder übermäßigen Alkoholkonsum hervorgerufen.

Der Ärzteverband fordert im Interesse von Mensch und Tier eine moderne Medizin und Wissenschaft ganz ohne Tierversuche. ‚Forschung mit menschlichen Zellkulturen und klinische Studien liefern im Gegensatz zum Tierversuch für den Menschen relevante Aussagen‚, ist die Tierärztin sicher.

Katalonien Stierkampffrei

Die Abgeordneten des katalonischen Parlaments haben dem Verbot der Corrida mit 68 Stimmen zugestimmt, 55 Abgeordnete waren dagegen. Damit ist Katalonien die zweite Region in Spanien, nach den kanarischen Inseln, die die Barbarei in den Arenen verbietet.

Das Parlament stimmte damit dem Volksbegehren zu, mit dem über 180.000 Bürgerinnen und Bürger der Region die Abschaffung des Stierkampfs forderten.
Ohne die massive Unterstützung der katalonischen Bevölkerung und den Ermutigungen von TierfreundInnen aus aller Welt wäre dieser sagenhafte Erfolg nicht möglich gewesen.

Jetzt gilt es, sich nicht auf den Lorbeeren dieses Erfolgs auszuruhen und den Kampf gegen die Stierquälerei in den anderen Regionen Spaniens, Frankreich, Portugal und Süd- und Mittelamerika fortzuführen.

Labor statt Gehege ‚ das Kaninchen, Tier des Monats August

98.607 Kaninchen landeten laut Statistik des Bundeslandwirtschaftsministeriums 2008 im Labor. Gut 70 Prozent der Kaninchen wurden für Herstellung, Gewinnung, Aufbewahrung oder Vermehrung von Stoffen, Produkten oder Organismen benutzt.
Hier spielt eine große Rolle: die Erzeugung von Antikörpern. Sie werden in Kaninchen produziert, durch Entblutung mit Tötung gewonnen und den Impfstoffen für Menschen zugesetzt. In der Grundlagenforschung mussten ca. 8.000 Kaninchen für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen des Menschen leiden und sterben. Zur Überprüfung von Chemikalien und Arzneimitteln wurden ca. 4.500 Kaninchen verbraucht.

‚Seit Kurzem sind endlich zwei tierversuchsfreie Methoden behördlich anerkannt, allerdings haben die Behörden dafür sechs bis sieben Jahre gebraucht. Es ist ein Skandal, dass von der wissenschaftlichen bis zur behördlichen Anerkennung immer so viel Zeit vergeudet wird. Das muss schleunigst geändert werden‚, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte.

Die Methoden betreffen den sogenannten Pyrogentest zur Ermittlung fieberauslösender Wirkungen von z. B. Medikamenten. Das Ersatzverfahren mit menschlichem Blut (Monozyten-Aktivierungstest) wird im Oktober 2010 verpflichtend und EU-weit das Leiden von ca. 200.000 Kaninchen pro Jahr beenden. Weiterhin ist zum Hautreizungstest im Juli ein Ersatzverfahren mit menschlichen Zellen in die Prüfvorschriften der OECD aufgenommen worden, das damit weltweit als verpflichtend gilt.
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte erklärt das Kaninchen zum Tier des Monats August 2010.

Brandanschlag auf leerstehende Hühnermastanlage in Sprötze verhindert Tierquälerei

Bei einem Brandanschlag auf eine kurz vor der Fertigstellung stehende Hühnermastanlage für fast 40.000 Hühner in Sprötze bei Buchholz in der Nordheide wurde am Freitag, 30.07.2010, die komplette Anlage zerstört.

Der Schaden beläuft sich laut Betreiber auf 500.000 Euro. Er wisse nicht, ob er wieder eine Anlage bauen werde.

VCP 2010: Astrid Grotelüschen

Wie funktioniert moderner Lobbyismus?
Früher waren Lobbyisten, - genau: in der Lobby wo sie sie versuchten die Politiker von Ihrem Anliegen zu überzeugen.

In den letzten Jahren, tauchten sie immer häufiger als von Firmen und Konzernen bezahlte Mitarbeiter in den Abgeordnetenbüros und Ministerien auf.

Die logische Weitererentwicklung kann man nun in Hannover sehen: Dort ist eine Hühner und Putenbaronin zur Agrarministerin ernannt worden.

Früher nannte man so etwas wohl einen Interessenkonflikt, doch Ministerpräsident McAllister sieht keinen Grund an der Ministerin zu Zweifeln, die Millionen mit milliardenfachem Tierleid macht.

Wozu es führt, wenn man der Lobby direkt die Macht übergibt, zeichnet sich schon ab:
Schon jetzt sind die Landkreise Vechta und Cloppenburg in Niedersachsen die Region mit der größten Tierdichte der Welt. Das soll sich ändern. Ganz
Niedersachsen soll endlich die größte Geflügelhölle der Welt werden. Dazu soll zum Beispiel in Wietze bei Celle ein riesiger Geflügelschlachthof für mehr als 482.000 Hühner pro Tag gebaut werden, dazu sollen dann noch 400 Mastställe mit je 40.000 Hühnern kommen, die das Vernichtungslager füttern sollen.

Schon jetzt herrscht in Deutschland eine Überproduktion an Geflügel von 103%. Wohin sollen also die jährlich 135 Millionen Kadaver aus dem Hühnertreblinka in Wietze?
Ganz klar auch die Deutsche Agrarindustrie soll Exportweltmeister werden. Also wird der Separatorendreck nach Afrika verschifft, wo er dann gleichzeitig den dortigen Bauern die Lebensgrundlage zerstören kann.
Bezahlt wir das unter anderem mit 5 Mio. Euro Subventionen vom Steuerzahler. Begründet wird das mit der bei Politikern allseits beliebten Arbeitsplatzlüge. Dabei vergessen sie zu erwähnen, daß für die geplanten 250 Billigstlohnarbeitsplätze unzählige Existenzen im Tourismus der Region gefährdet werden.

Übrigens ist Frau Grotelüschen als Agrarministerin auch gleichzeitig für den Tierschutzt in Niedersachsen zuständig. Da kann man ja gleich einen Kinderschänder zum Kindergartenleiter machen.
Wir ernennen Ministerin Grotelüschen zur very Cruel Person 2010.

Escada verzichtet endlich auf Pelz

In einer Pressemitteilung kündigt der deutsche Luxusmodekonzern ESCADA einen Verzicht auf den Verkauf von Pelzprodukten an. In dem Schreiben,
dass der Offensive gegen die Pelzindustrie vorliegt, heißt es wörtlich:
‚Mit der Pre-Fall 2010 Kollektion, die seit Mai 2010 in den Geschäften erhältlich ist, verwendet ESCADA keine Zuchtpelze mehr.‚

TierbefreierInnen und PelzgegnerInnen die sich zur ‚Escada-Campaign‚ zusammengeschlossen
haben, hatten in den letzten zwei Jahren regelmäßige Proteste gegen den Pelzhandel bei ESCADA organisiert.

Die OrganisatorInnen der Kampagne rufen
nun dazu auf, die Prosteste einzustellen. Sie kündigten aber an, dass die Kampagne unvermindert fortgeführt werde, wenn ESCADA die Ankündigung nicht
umsetze oder nicht alle Formen von Echtfellprodukten aus dem Sortiment nehme..

Aktivisten decken Walfangskandale auf den Färöer-Inseln auf

Auf den europäischen Färöer-Inseln im Nordatlantik, findet jedes Jahr ein blutiges Abschlachten von bis zu tausend Grindwalen und anderen Delfinarten statt.

Die Gründer des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF), Jürgen Ortmüller, und der Organisation ProWal, Andreas Morlok, deckten jetzt bei ihrem Aufenthalt auf der Inselgruppe etliche Skandale des Walschlachtens auf.

Sobald eine Walschule durch Fischerboote, per Helikopter oder durch die Fähren zwischen den 18 Inseln gesichtet wird, verbreitet sich diese Nachricht per SMS, Telefon und Radio wie ein Lauffeuer über die ganze Inselgruppe mit ihren rund 48.000 Einwohnern. Bei den Treibjagden werden neuerdings auch Schnellboote und Jet-Skis eingesetzt, wobei sich die Färinger bei ihrem grausamen Walfang immer noch auf ihre alten Traditionen berufen.

Um die Wale in Panik zu versetzen, benutzen die Fischer Pinger (Fastakat), die an Seilen hinter den Booten hergezogen werden und dabei sirenenähnliche Geräusche erzeugen. Steine werden in das Wasser geworfen, um durch die Luftblasen eine künstliche Wand zu erzeugen, die das Sonar der Tiere irritiert.

Ca. 800 Delfine, davon überwiegend Grindwale, auch Pilotwale genannt, fielen bereits in diesem Jahr den blutigen Gemetzeln in verschiedenen Orten der Inselgruppe zum Opfer. Allein in Klaksvik mit rund 4.850 Einwohnern im Nordosten der Färöer wurden im Juli 228 Grindwale abgeschlachtet.

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Bundeswehr Tierversuchsfrei

In einer offiziellen Bestätigung durch Hauptmann Waldemar Boczek versicherte das deutsche Streitkräfteamt der Tierrechtsorganisation PETA USA dass die Bundeswehr zur Ausbildung von Militärpersonal keine Tierversuche durchführt. In Übereinstimmung mit dem deutschen Tierschutzgesetz setze die Bundeswehr auf fortschrittliche, tierversuchsfreie Testmethoden, so Boczek.

PETA Deutschland fordert die Regierung der Oberpfalz aus diesem Grund jetzt dazu auf, die geplante Durchführung von Trauma-Training-Versuchen an lebenden Tieren durch die im Oberpfälzischen stationierte US-Armee zu verbieten. Die US-Armee verzichtet in den USA im Trauma-Ausbildungsprogramm ihrer medizinischen Ausbildungseinrichtung ‚Rascon School of Combat Medicine‚ bereits auf Tierversuche. Experten der ‚Uniformed Services University‚ der US-Streitkräfte haben bestätigt, dass das Notfall-Training an lebenden Tieren ‚keine empfehlenswerte Unterrichtsmethode‚ ist. Außerdem liegt in den USA derzeit ein Gesetzentwurf zur stufenweisen Abschaffung von Tierversuchen zu militärischen Ausbildungszwecken vor. Vor diesem Hintergrund ist es laut PETA völlig unverständlich, dass die US-Armee in Deutschland Tierversuche durchführen will.

‚Mit ihrem ausschließlichen Einsatz moderner, tierversuchsfreier Trainingsmethoden beweist die deutsche Bundeswehr, dass die Verstümmelung und Tötung schmerzempfindlicher Mitgeschöpfe im Hinblick auf die medizinische Versorgung von Soldaten in Einsatzgebieten nicht erforderlich ist‚, so Biologin Dr. Tanja Breining von PETA. ‚Ein verwundeter Soldat, dessen Leben auf dem Spiel steht, möchte zweifelsfrei nicht von einem Sanitäter behandelt werden, der seine Ausbildung an einem Schwein absolviert hat.‚
Quelle: Peta

Tierversuche für die Gesichtslähmung

Botulinumtoxin kurz Botox ist das eines der Stärksten Gifte überhaupt. Wegen seiner Gefährlichkeit wird jede Produktionseinheit in qualvollen Tierversuchen geprüft, bevor sie in den Verkauf geht. Allein in Deutschland sterben hierfür jedes Jahr 34.000 Mäuse einen schrecklichen Erstickungstod, weltweit sind es 300.000 Mäuse. Tendenz steigend.

Das Gift wird zu medizinischen und mit steigender Tendenz auch zu kosmetischen Zwecken eingesetzt. Dabei gibt es bereits tierversuchsfreie Testmethoden. Diese werden jedoch nur unzureichend eingesetzt.

Tierversuche für Kosmetikprodukte sind laut deutschem Tierschutzgesetz verboten. Da die Botox-Produkte auch für medizinische Zwecke eingesetzt werden, wird dieses Verbot umgangen.
Quelle: Ärzte gegen Tierversuche

Gammelfleisch mal anders

Der illegale Import von Fleisch, Fisch und sogenanntem ‚Bushmeat‚ aus Afrika ist nicht nur ein lukratives Geschäft für die Reisenden, sondern auch ein erhebliches Seuchenrisiko für die Länder Europas. Bushmeat (dt. Buschfleisch) ist eine spezifisch afrikanische Bezeichnung für Wildfleisch von Tieren, die im Urwald oder in den Savannen gejagt werden. Dazu zählen vor allem Duikers (kleine Antilopen), Ratten, Affen und Stachelschweine, aber auch andere Säugetiere wie Elefanten oder Büffel sowie Reptilien, Schlangen, Frösche und Vögel. Hierunter befinden sich auch artengeschützte Spezies.

Wie eine Untersuchung eines internationalen Wissenschaftlerteams jetzt belegt, werden pro Woche allein über den Pariser Flughafen ‚Roissy-Charles de Gaulle‚ insgesamt mehr als 63 Tonnen Fleisch.

Die Autoren der Studie sehen in diesem völlig unkontrollierten Import ein hohes Krankheits- und Seuchenrisiko für Menschen und Tiere in ganz Europa. So kommen doch viele der ‚Sendungen‚ aus Regionen, in der die Afrikanische Schweinepest und viele bisher unbekannte Erreger grassieren.
Quelle: Umweltjournal

Zwei Delphine im Hotelpool

Ein Feriendorf in der Türkei hält zwei Delfine in einem nur 22 Meter langen und elf Meter breiten Becken.
Tierschützer sind empört, Reiseveranstalter distanzieren sich.

Hotelbesitzer Alexander Kusnetsow, rechtfertigt die Tierquälerei: "Das Hotel braucht so etwas, sonst gibt es für die Urlauber ja nur Bars und Restaurants."Die Delfine Misha und Tom, wurden trotz massiver Proteste vom Meeresaquarium in Kas nach Hisarönü (Provinz Mugla) gekarrt.
Seit ihrer Ankunft schwimmen sie nicht, sondern tauchen nur monoton auf und ab. "Dieses stereotypische Verhalten zeigt, unter welchem Stress die Tiere stehen", sagt Cathy Williamson vom WDCS. In der Natur schwimmen Mittelmeer-Delfine täglich 60 bis 100 Kilometer und tauchen bis zu 500 Meter tief.

Erste Reiseveranstalter (u.a. Thomas Cook) reagieren jetzt und bieten keinen Urlaub mehr in dem Hotel in Hisarönü an.
Quelle: Umweltjournal

Hunde gehören nicht auf die Rolltreppe

Es kommt immer wieder vor, dass grosse Hunde mit auf die Rolltreppe genommen werden.

Eine für den Hund sehr gefährliche Sache, warnt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale.

Denn das Tier kann sich am Ende der Treppe mit Krallen oder Haaren in dem kamm-ähnlichen stählernen Aufsatz verfangen, böse Verletzungen sind die Folge. "Wenn man schon die Rolltreppe nutzen will, gehören kleine Hunde auf den Arm, große Hunde haben auf einer Rolltreppe gar nichts verloren!"

Vielen städtischen Verkehrsbetrieben als Betreiber von Rolltreppen ist die Gefahr zwar bekannt, es finden sich in der Regel aber keine Warnhinweise. Statt eines Verbotsschilds sieht man nur ein "Gebotsschild", das kaum erkennbar darauf hinweist
Quelle: Tasso

Zoo macht krank, agressiv und unfruchtbar

Die Tierrechtsorganisation "PETA" präsentierte in Berlin ihre brandneue Recherche zur Eisbärenhaltung in deutschen Zoos.
Im Zeitraum von zwei Jahren hat "PETA" 22 Gehege in allen 11 Eisbärhaltenden deutschen Zoos besucht und das Verhalten der Tiere analysiert. Das Ergebnis: In Gefangenschaft lebende Eisbären vermehren sich kaum, 61% der deutschen Eisbärenbabies sterben bereits unter zwölf Monaten, 75% der Eisbären sterben vor ihrem 15 Geburtstag.
70-95% der Bären leiden an Lauf-Stereotypien, Kopf-Dreh-Stereotypien und Schwimm-Stereotypien. Eisbären in Deutschland bekommen häufig Hautkrankheiten, verlieren büschelweise Haare.

Aus diesen Gründen fordert "PETA" einen sofortigen Zuchtstopp und ein langfristiges Auslaufen der Eisbärenhaltung in Deutschland.

"Peta" hat die Zuständigen Behörden aufgefordert, für sieben Zoos die Eisbärenhaltegenehmigung aufzuheben. Nach einer Frist von 6 Monaten werden Strafanzeigen bei den zuständigen Staatsanwaltschaften gestellt.
Quelle: Peta

Die Tierrechtsnews zum Ansehen

Todesfalle Älteppich

Die Älkatastrophe im Golf von Mexiko droht nach Einschätzung des WWF zu einem Desaster für die Tier- und Pflanzenwelt der Region zu werden. Das Äl hat den Strand der Chandeleur Inseln erreicht. Die Inseln gehören zum Vogelschutzgebiet Breton National Wildlife Refuge, in dem schätzungsweise 34.000 Seevögel brüten.

Wenn der Älteppich sich entlang der Küste von Louisiana bis nach Florida ausbreitet, könnten insgesamt 400-600 Arten negativ betroffen sein, darunter viele eh schon vom Aussterben bedrohte.

Die Älpest trifft mit der beginnenden Brut- und Laichsaison vieler Arten zusammen, so dass sich die ökologischen Schäden potenzieren. ‚Der Nachwuchsjahrgang wird massiv geschwächt. Einige Populationen werden diesen Aderlass durch das Äl auch in kommenden Jahren nicht wieder wettmachen können‚ sagte Alfred Schumm, Leiter des Internationalen WWF-Zentrums für Meeresschutz.
Quelle: Umweltjournal

Jägerlatein

In schlechten Filmen wird dargestellt, wie heroische Grosswildjäger allein mit einer winzigen Büchse bewaffnet riesige Elefanten oder gefährliche Raubtiere erlegen. Nun bietet sich Otto-Normal-Jäger diese Gelegenheit eher selten, es sei den es verirrt sich wieder mal ein Braunbär nach Bayern.

Hier bieten geldgierige Unternehmen Abhilfe um auch die große Mordlust zu befriedigen. ‚canned hunting‚ heißt es, wenn blutrünstigen Touristen, gegen Unsummen handzahme Wildtiere in kleinen eingezäunten Gehegen vor die Flinte geführt werden. Ist zwar wie im Schlachthaus, doch Trophäe ist Trophäe.

Dar Nachschub für diesen Mordsspaß kommt außer von Zuchtfarmen auch aus Zoos. Nach Recherchen von Vier Pfoten und RTL werden in solchen Anlagen auch Raubkatzen aus deutschen Zoos massakriert. Der Import von Löwen aus Europa ist nicht selten. Tiere sind billig, denn normalerweise haben die Zoos keine Kapazitäten mehr, die Tierparks züchten einfach zu viel.
So fanden die Mitarbeiter von Vier Pfoten und RTL z.B. drei Löwen aus dem ‚Serengetipark Hodenhagen‚ in Südafrika.

Fordern Sie die Regierung Südafrikas auf, die Jagd auf Löwen in Gefangenschaft zu verbieten.

Eine entsprechende Petition finden Sie auf der Webeite von Vier Pfoten.

Quelle: Vier Pfoten

Immer noch kein Wildtierverbot in Zirkussen

Bereits sieben Jahre ist es her, daß der Bundesrat die Regierung aufgefordert hat ein Wildtierverbot für Zirkusse per Verordnung durchzusetzen.

Das zuständige Ministerium prüfte. Es prüft immer noch. Doch ein Verbot gibt es bis heute nicht.

Die Begründung: "Ein generelles Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen würde einen Eingriff in die Grundrechte der Berufs- und Eigentumsfreiheit darstellen."
Der Tierrechtsbund Aktiv fordert die Regierung auf endlich das seit langem überfällige Wildtierverbot zu erlassen, wie es z.B. in Ästerreich längst Gesetz ist. ‚Mit solch einer Begründung hätte man auch die Sklaverei weiterführen können.‚ argumentiert Andreas Zemke, 1. Vorsitzender des Vereins. ‚Frau Merkel, tun sie es George Washington gleich, befreien Sie die Zirkustiere aus der Sklaverei‚

Die Tierrechtsnews zum Ansehen

Bundestag erteilt Tierschutz eine Abfuhr

Am 17. März stimmte der Bundestag über einen Antrag der Grünen zum aktuellen Kompromissvorschlag für die EU-Richtlinie zum Schutz der für Versuche und andere wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere ab. Ziel des Antrags war es, massive Verschlechterungen für den Tierschutz rückgängig zu machen. Zahlreiche Tierschützer unterstützten diese Forderung mit einer Protestaktion vor dem Bundestag. Die Politiker jedoch zeigten kein Rückgrat und beharrten auf ihrer von der Tierversuchslobby geprägten Position. Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche spricht von moralischem und wissenschaftlichem Rückschritt.

"Die deutschen Volksvertreter haben mit ihrer Entscheidung gegen den Tierschutz wieder einmal eine Chance auf eine ethische und wissenschaftlich fortschrittliche Forschung ohne Tierversuche vertan", beurteilt Silke Bitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ärzte gegen Tierversuche, die Ablehnung des Antrags.

Zugestimmt hatte neben Bündnis 90/Die Grünen nur die Linke. Die SPD enthielt sich, CDU und FDP stimmten dagegen. Der Ärzteverein zeigt sich enttäuscht von der Tatsache, dass der klare Wunsch der meisten Bürger nach einem umfassenden Tierschutz offensichtlich nichts zählt.

Auf einer Welt die keine Scheibe ist, können Tierversuche keine gute Wissenschaft sein.
Quelle: Ärzte gegen Tierversuche

Auch in Deutschland wird geschächtet.

Bolzenschussgeräte sind seit Jahren gängige Praxis, um Schlacht-Rinder vor der Tötung zu betäuben wie es das Gesetz vorschreibt. Dass diese Geräte nicht immer beim ersten Schuss die vollkommene Bewusstlosigkeit des Tieres ‚ zur Folge haben, ist bekannt. Weniger bekannt ist, dass für einen zweiten und dritten Betäubungsversuch meist keine Zeit bleibt. Denn Schlachtbetriebe kalkulieren pro Tötung eines Rindes eine Minute. So passiert es laut Aussage eines Berichtes des "Stern" in vier bis sieben Prozent der Fälle, dass das Rind nicht bewusstlos ist, wenn es aus seiner Betäubungsbox gezogen und danach durch Blutentzug getötet wird. Bei dreieinhalb Millionen Rindern, die jährlich in Deutschland geschlachtet werden, heißt das, dass mindestens 150.000 Rinder in qualvoller Todesangst sterben und unendliche Schmerzen ohne Betäubung erleiden müssen.

Nichts anderes in der Schweineschlachtung. Hier kommt, weil wirtschaftlicher, anstatt der früher üblichen Elektrozange hinter dem Ohr Kohlendioxid-Gas zum Einsatz. Dabei werden die Schweine voll automatisiert in einen Metallkäfig gepfercht und zum Gas befördert. Der Todeskampf kann laut Recherchen von Tierschützern bis zu 20 Sekunden dauern. Auf vielen Schlachthöfen komme es laut Experten auch vor, dass Schweine versehentlich nicht oder nicht richtig abgestochen werden. Schätzungen gehen davon aus, dass daher jährlich 500.000 Schweine lebend in Brühanlagen gelangen.

Helfen Sie den Tieren: Werden Sie Vegetarier.

Tierschutzbündnis ‚Kaninchenmast, nein danke‚ überreicht 45.000 Unterschriften

Über 70 Vereine und Organisationen konnten bundesweit mehr als 45.000 Unterschriften gegen die erschütternden Zustände in deutschen Kaninchenmastanlagen sammeln. ‚Mit dem symbolischen Überreichen der Stapel von Unterschriftenlisten soll die Dringlichkeit unserer Forderungen unterstrichen und gezeigt werden, dass das Thema Kaninchenmast auch in der Bevölkerung aktuell diskutiert wird‚, kommentiert Ingo Schulz, Sprecher des Bündnisses.
Gerade in der vorösterlichen Zeit zieht der Konsum von Kaninchenfleisch erfahrungsgemäß regelmäßig an, weshalb das Bündnis verstärkt auf das Thema aufmerksam machen möchte. ‚Dass die Haltung der Tiere bisher nicht gesetzlich geregelt ist, ist eine Schande für die deutsche Agrarpolitik. Wir sehen dringenden Handlungsbedarf und möchten mit unserer Kampagne auch die verantwortlichen Politiker endlich zu den nötigen Entscheidungen aufrufen‚, so Schulz weiter.

Die Kaninchenmast zählt zu den wenigen Zweigen der Agrarindustrie, die in Deutschland noch nicht durch tierschutzrelevante Auflagen geregelt werden, einzig der Mäster entscheidet über das Wohl der Tiere.

Ende der Hatz: NRW-Kormoran-Verordnung läuft aus

Gute Nachrichten für den Kormoran in NRW. Mit dem Auslaufen der Verordnung und dem begleitenden Erlass darf der Wasservogel ab 1. April 2010 nicht mehr geschossen werden. Es werden dann auch keine Ausnahmegenehmigung zum Abschuss von Kormoranen in Naturschutz-gebieten mehr erteilt.

Die schwarz-gelbe Landesregierung hatte im Mai 2006 mit der Verordnung die Wiederaufnahme der Jagd auf den nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützten Wasservogel ermöglicht und 2008 durch einen Erlass verschärft. Dieser ließ die ganzjährige Jagd selbst innerhalb von Schutzgebieten zu, obwohl das Hauptargument der Jagd-Befürworter, eine Gefährdung der Fischbestände, nicht nachgewiesen werden konnte.

Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte, stellt heraus: "Wir sind erleichtert, dass diese skandalöse Verordnung endlich ausläuft. Offensichtlich hat die Landesregierung eingesehen, dass der Abschuss der Wasservögel nicht nur tierschutzwidrig ist, sondern jeglichen wildbiologischen und ökologischen Erkenntnissen widersprach. Es drängt sich der Verdacht auf, dass hier allein dem Wunsch der Lobbyisten aus Fischereiwirtschaft und Anglerverbänden entsprochen worden war."
Quelle: Menschen für Tierrechte

Beinahe Katastrophe im Zirkus Krone!

Während einer Nachmittagsvorstellung am 10. April im Circus Krone kommt es zu einer Beinahe-Katastrophe. Der Nashornbulle Tsavo zertrampelt die Randbegrenzung, die die Manege von den Zuschauern trennt. Mütter rennen mit ihren Kindern davon, Zuschauer springen erschrocken auf, Panik bricht aus.

Dieser Vorfall zeigt erneut, wie gefährlich ein Zirkusbesuch mit Wildtieren tatsächlich ist. Die permanente Unterdrückung der Bedürfnisse nach Bewegung, Sozialkontakten oder einfach nach einer natürlichen Umgebung, führt zu permanenter Frustration. Dies wiederum führt zu Aggression. Wildtiere an sich sind schon gefährlich ‚ gepaart mit der schlechten Haltung (und Wildtiere im Zirkus werden systembedingt immer schlecht gehalten) noch wesentlich gefährlicher.

Krone redet den Unfall klein. Müssen sie ja ‚ sonst schneiden sie sich ins eigen Fleisch.

Tierzirkus? Nein, danke! Wildtiere gehören in die Wildnis.
Quelle: Peta

TUI stoppt nach Kritik von Delfinschützern sämtliche Delfinarien-Unterhaltungsangebote an der türkischen Riviera

Nachdem das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) gegenüber der TUI nachgewiesen hat, dass Delfine in türkischen Delfinarien aus der blutigen Treibjagd in Japan stammen, macht der Reiseveranstalter jetzt zumindest einen vorübergehenden Rückzieher.

Den in Japan praktizierten grausamen Fangmethoden fallen jedes Jahr etwa 20.000 Delfine zum Opfer. Die Stärksten und Schönsten landen zu Stückpreisen von bis zu 150.000 Dollar in Delfinarien wie in der Türkei.

Nachdem die TUI auf Intervention des WDSF bereits im letzten Jahr die Anlagen in Antalya und Belek wegen mangelhafter hygienischer Zustände und lautstarker Musikbeschallung bis auf weiteres aus dem Unterhaltungsprogramm gestrichen hatte, war das Sealanya-Delfinarium in Alanya jedoch weiter im Angebot. Als jedoch Anfang des Jahres dort vier Delfine an einer Oleanderblattvergiftung starben und das WDSF der TUI den Kaufvertrag von zehn Delfinen aus japanischen Wildfängen für das Sealanya präsentierte, reagierte der Reiseveranstalter jetzt.

‚Ich bestätige Ihnen hiermit, dass das Delphinarium Sealanya derzeit nicht von der TUI verkauft wird. Wir überprüfen derzeit eine Wiederaufnahme zur Sommersaison. Erst danach wird entschieden, ob der Verkauf wieder aufgenommen wird oder nicht‚, schreibt das Umweltmanagement von TUI dem WDSF. Ebenso wird darauf hingewiesen, dass das Delfinarium in Kemer sich nicht im Verkaufsprogramm der TUI befindet. Eine Überprüfung im letzten Jahr hatte noch keine Einschränkungen im Sealanya ergeben. Das WDSF hofft auf eine dauerhafte Streichung sämtlicher Delfinarien aus dem Unterhaltungsprogramm aller Reiseveranstalter. ‚Alles andere wäre inkonsequent‚, meint WDSF-Gründer und Geschäftsführer Jürgen Ortmüller.
Pikanterweise hatte sich TUI an dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen zum Schutz freilebender Delfine beteiligt ‚ gleichwohl bot sie das Vergnügungsprogramm mit Delfinen aus Wildfängen an.
Quelle: Umweltjournal

Die Tierrechtsnews zum Ansehen

Free Tilly

Vor den Augen entsetzter Besucher ist im Meeresthemenpark SeaWorld eine Dompteurin von einem großen Schwertwal getötet worden. Vermutlich ertränkte der Orca seine erfahrene Trainerin. Das Unglück ereignete sich kurz vor Beginn einer Show.
Nach Angaben der Tierschutzorganisation The Humane Society of the United States war der männliche Wal bereits in mehrere Zwischenfälle verwickelt, darunter den Tod einer Trainerin 1991 in Kanada. 1999 soll das mehrere Tonnen schwere Tier in Orlando für den Tod eines Mannes verantwortlich gewesen sein, der sich nach dem Schließen des Parks weiter dort aufgehalten hatte.
Die internationale Wal- und Delfinschutzgesellschaft (WDCS) führt auf ihrer Internetseite ein ähnliches Unglück auf, das sich erst Ende Dezember in einem Orca-Becken auf Teneriffa zutrug. Dabei war ein 29-jähriger Trainer ums Leben gekommen. "Orcas sind wildlebende, starke und oftmals unberechenbare Tiere. Sie sind generell ungeeignet für die Gefangenschaft", weil sie dort unter Stress leiden, warnt die Organisation.
Man kann Meeressäuger mit einem Becken ebenso umbringen wie mit einer Harpune.

Vier Jahre nach der Tegenerokatastrophe

In diesen Tagen jährt sich das Schicksal sechs junger Männer zum vierten Mal. Sie wurden Opfer unerwünschter schwerer Nebenwirkungen des neuen Medikaments TGN1412, das zuvor aufgrund von Tierversuchen an Affen, Kaninchen und Ratte als sicher bezeichnet wurde.
Die klinische Studie an sechs Probanden jedoch war lebensbedrohlich und noch heute leiden sie an bleibenden Schäden.
Die bundesweite Ärztevereinigung Ärzte gegen Tierversuche sieht die Gefährlichkeit des Systems Tierversuch bestätigt und fordert zu Gunsten des Menschen- und Tierschutzes eine rein tierversuchsfreie Forschung.

Der Verein sieht dies als Beleg für die Untauglichkeit der Forschung am Tier. "Diese Arzneimittelkatastrophe ist nur ein Glied in einer langen Kette fataler Folgen des Tierversuchs", meint Diplombiologin Silke Bitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ärzte gegen Tierversuche.
Allein in Deutschland sterben jedes Jahr rund 60.000 Menschen an unerwünschten Wirkungen von zuvor ausgiebig an Tieren getesteten Arzneimitteln. Eine gänzlich tierversuchsfreie Forschung, die sich an der menschlichen Situation orientiert, ist unumgänglich, wenn es um wirkliche medizinische Fortschritte geht.
Doch vordergründig sei Profitdenken, für das die Tiere einen unsinnigen Labortod sterben und Menschen Opfer unsicherer Arzneien werden, klagt die Ärztevereinigung und fordert von der Politik den umgehenden Ausstieg aus dem "Irrweg Tierversuch".

Der österreichische Tierschutzprozesses hat begonnen

Bei österreichischen Anlagen, die aus Tierschutzperspektive problematisch sind, hat es in der Vergangenheit Sachbeschädigungen gegeben ‚ laut Staatsanwaltschaft von militanten Tierschützern. Täter konnten jedoch nicht identifiziert und überführt werden. Trotzdem wurden gestern 13 Tierschützer verschiedenster Organisationen angeklagt. Sie alle sollen Mitglieder einer ‚kriminellen Organisation‚ nach ¬ß278a des österreichischen Strafgesetzbuches sein, obwohl sie teilweise nachweislich untereinander zerstritten, ja sogar verfeindet sind. Dem Strafantrag sei laut Verteidiger Stefan Traxler zwar zu entnehmen, welche Handlungen die Beschuldigten getätigt haben sollen, unklar bleibe jedoch das eigentlich Strafbare an den Taten. Es sei eine eigenartige kriminelle Organisation, deren Mitglieder selbst nach Ansicht der Ankläger keine Straftaten begangen hätten, so der Anwalt.??

Dies löst auch bei der Tierrechtsorganisation Peta empörung aus:
‚Ästerreich verstößt als Land gegen die Grundsätze der Menschenrechte und hat sich mit dieser selbst hochverwerflichen Straftat im Namen des Gesetzes auf die Ebene totalitärer Staatssysteme katapultiert‚, so Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater von PETA.

EU-Tierversuchs-Richtlinie im Bundestagsausschuss

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte hatte die Bundesregierung und die deutschen EU-Abgeordneten aufgefordert, sich gegen weitere Verschlechterungen der EU-Tierversuchs-Richtlinie zu stellen. Die Bundestagsfraktion der Grünen hat am 25. Februar einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der die Bundesregierung auffordert, der EU-Richtlinie nicht zuzustimmen und den Bundestag in die Beratungen einzubeziehen.
Am 3. März sollte der Landwirtschaftssausschuss über den Grünen-Antrag abstimmen. Der Bundesverband hatte die Ausschussmitglieder im Vorfeld über die massiven Verschlechterungen der EU-Richtlinie informiert.
Erfreulicherweise beschloss der Ausschuss, sich erneut am 24. März mit dem Antrag zu befassen.

Legebatterien laufen in der EU wie geplant aus

Polen scheiterte mit seinem Antrag, die Frist für die konventionellen Batteriekäfige bis 2017 zu verlängern. Das Land begründete seinen Vorstoß mit den ‚hohen Investitionen, die nötig sind, um den Standard in den ausgestalteten Käfigen zu erreichen‚. Deutschland, Ästerreich, Belgien, die Niederlande, Dänemark und Finnland sahen darin eine Wettbewerbsverzerrung und stimmten gegen den polnischen Antrag. Nicht ohne Grund: Polen war 2008 nach den Niederlanden der zweitgrößte ausländische Eieranbieter in Deutschland. John Dalli, der für Gesundheit zuständige EU-Kommissar, sagte, die Fristverschiebung hätte einen ‚großen Schritt rückwärts für das Wohlbefinden der Legehennen‚ bedeutet. In Deutschland sind die herkömmlichen Legebatterien seit dem 1. Januar endgültig verboten. Legenennen dürfen jedoch weiter in größeren Käfigen für mehr Hühner gehalten werden. Da Rheinland-Pfalz auch diese Etikettenschwindel für unvereinbar mit dem Tierschutzgesetz hält, hat es Normenkontrollklage beim Bundesverfassungsgericht erhoben.
Käfig bleibt Käfig, egal wie er heißt.

Die Tierrechtsnews zum Ansehen

Eskalation im Knöllchen-Streit gegen Tierschützer

Weil eine Tierschützerin angeblich Zirkusfahrzeuge behindert haben soll, deren Besitzer sich im September 2009 illegal Zugang zu einem öffentlichen und nicht abgesperrten Parkplatz in Stuttgart verschafft hatten, zerrt die Stadt Stuttgart nun die Tierschützer von PETA Deutschland e. V. nacheinander vor Gericht.

Der ‚Africa Big Circus‚, der gegen den ausdrücklichen und gerichtlich bestätigten Willen der Stadt mit seinen Wildtieren den Parkplatz am Killesberg okkupierte, hat nach Erkenntnissen von PETA bis heute keinerlei Strafzahlungen leisten müssen.

‚Mit völligem Unverständnis muss hier die Stadt Stuttgart scharf kritisiert werden, solche Verfahren überhaupt eingeleitet zu haben. Zu keinem Zeitpunkt wurden in dem dortigen Tohuwabohu Zirkusfahrzeuge behindert‚, so der Rechtsberater von PETA, Dr. Edmund Haferbeck. Die Zirkusfahrzeuge des ‚Africa Big Circus‚ hatten sich illegal Zugang zum Parkplatz verschafft ‚ gegen den ausdrücklichen Protest der vor Ort anwesenden Vertreter des Tiefbauamtes.
Quelle: Peta

Der Wisenhof Skandal geht weiter

Nach der Ausstrahlung eines Berichtes in ‚Report Mainz‚ über die katastrophalen Zustände auf einer zu Wiesenhof gehörenden ‚Elterntierfarm‚ wehrt sich der Konzern: ‚WIESENHOF hat den begründeten Verdacht, dass die Farmleiterin durch die Tierrechtsorganisation PETA instrumentalisiert wurde. Die Tatsache, dass das Fehlverhalten augenscheinlich geduldet wenn nicht sogar gefördert wurde, legt diesen Verdacht nahe. WIESENHOF wird aus diesem Grund Strafanzeige gegen PETA stellen.‚

Mittlerweile hat sich ein zweites Ehepaar bei der Peta gemeldet, deren Schilderungen denen aus Twistringen erschreckend ähneln. ‚
Peta Deutschland hat inzwischen Gegenanzeige wegen falsche Anschuldigungen gestellt.
Inzwischen hat Wiesenhof erste Kosequenzen gezogen: In einer Anweisung werden Farmleiter dazu aufgefordert, ‚bei Arbeiten des Impftrupps bzw. Aus- und Einstallungen möglichst die Türen verschlossen zu halten.‚
Frei nach dem Motto: was hinter verschlossenen Türen geschieht, geht keinen was an.
Quelle: Peta

Veggieday ‚ Ein Fleischfreier Tag pro Woche für den Klimaschutz

Darüber das der Fleischkonsum unter anderem auch ein Hauptgrund für den Klimawandel ist, haben wir schon öfter berichtet.

Bremen ist die erste Stadt in Deutschland, in der der Donnerstag ein "Veggiday" ist, meint: Iin Kantinen, Restaurants, Kitas und Schulen soll an diesem Tag auf Fleisch verzichtet werden. Die Schirmherrschaft für das Projekt hat der Präsidenten des Senats, Bürgermeister Jens Böhrnsen übernommen: "Das Klimaprojekt Veggiday ist langfristig angelegt und will vorbildlich auch für andere Städte sein. Jeder kann sich leicht beteiligen."
Quelle: Veggieday

Der Dokumentarfilm ‚Die Bucht‚ wurde für den Oscar nominiert

Wie die ‚Academy of Motion Picture Arts and Sciences‚ bekannt gab, wurde der Film über die japanische Delfinjagd in die enge Auswahl für den ‚Besten Dokumentarfilm‚ aufgenommen.

Die Tierschutzverbände Pro Wildlife, WDCS und OceanCare hoffen, dass die japanische Regierung dadurch unter Druck gerät und die Treibjagden einstellt. Der spannende Äko-Thriller ‚Die Bucht‚ deckt auf, wie eine weltweite Delfinindustrie mit den alljährlichen Treibjagden im japanischen Fischerort Taiji verflochten ist. Dieser brutalen Praktik fallen jedes Jahr etwa zweitausend Delfine zum Opfer.

Nachdem ‚Die Bucht‚ im vergangenen Sommer in die Kinos gekommen war und Medien weltweit über die grausame Delfinjagd berichtet hatten, strömten Anfang September Fernsehteams aus aller Welt nach Taiji. Daraufhin setzten die Fischer in Taiji die Delfinjagd zunächst aus. Doch als Anfang des Jahres die öffentliche Aufmerksamkeit wieder zurückging und die Kameras wieder weg waren, passierte, was Tierschützer befürchtet hatten: Die grausame Jagd geht weiter. Pro Wildlife, WDCS und OceanCare senden deshalb Beobachter an die Küste von Taiji, die die Jagd weiterhin dokumentieren.

Die Oscar-Nominierung könnte dem Film nun auch in Japan zu Berühmtheit verhelfen: ‚Bisher haben nur 300 Menschen in Japan ‚Die Bucht‚ gesehen ‚ bekommt der Film den Oscar, wird auch die japanische Bevölkerung endlich das Geheimnis der berüchtigten Bucht erfahren‚, sagt Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare.
Quelle: Umweltjournal

Planlos, nutzlos, verantwortungslos

Eine aktuelle Studie attestiert erneut Schwachpunkte der tierexperimentellen Forschung. Sie brachte ein unsauberes Vorgehen bei der Planung und Durchführung von Tierversuchen zu Tage. Die Ärzte gegen Tierversuche sehen die Unzuverlässigkeit der Methode Tierversuch erneut bestätigt und fordern eine gute und ethische Wissenschaft, die nur ohne Tierversuche funktionieren kann.


Eine Ende November 2009 im Fachjournal PloS ONE veröffentlichte Untersuchung offenbart undurchdacht durchgeführte Tierversuche und nicht nachvollziehbare Ergebnisse. Es zeigte sich, dass nur bei 59 Prozent der Studien ein Versuchszweck und Angaben zu Zahl und Eigenschaften der Tiere zu finden waren. Vier Prozent der Veröffentlichungen enthielten gar keine Angaben zur Tierzahl, in weiteren Fällen ergaben sich Widersprüche. Die Studie kam zu dem Schluss, dass die tierexperimentellen Veröffentlichungen nicht dem Anspruch an Transparenz und Genauigkeit entsprechen.

"Es ist dreist, dass Experimentatoren planlos und ohne Rechtfertigungspflicht fühlende Lebewesen für die reine Experimentierfreude missbrauchen dürfen", kritisiert Silke Bitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ärzte gegen Tierversuche. "Unbegreiflich ist auch, dass die Politik sich mit nebulösen Heilversprechungen von der mächtigen Tierversuchslobby um den Finger wickeln lässt, und damit für den Menschen relevante klinische Forschung blockiert", so Bitz weiter.
Quelle: Ärzte gegen Tierversuche

Walkrieg in der Arktis eskaliert

Bereits im letzten Monat berichteten wir darüber wie ein japanisches Walfangschiff ein Schnellboot der Walschutzorganisation ‚Sea Shepherds‚ versenkte.
Nun rammte am 6. Februar das Harpunenschiff Yushin Maru 3 das Flagschiff der Sea Shepherds, die ‚Bob Barker‚ und beschädigte sie. Besatzungsmitglieder der ‚Bob Barker‚ wurden nicht verletzt.
Die ‚Bob Barker‚ blockierte den Weg des Fangfabrikschiffes ‚Nisshin Maru‚ so das die ermordeten Wale nicht von den Harpunenschiffen zu dieser verbracht werden konnten. Zum Zeitpunkt der Kollision machte die Bob Barker keinerlei Fahrt, womit ein Unfall ausgeschlossen werden kann.
Die japanische Regierung behauptet Wale nur für wissenschaftliche Zwecke zu fangen. Die Anwesenheit des Fabrikschiffes macht allerdings klar, worum es wirklich geht: Wale töten, filetieren und zuhause gewinnbringend zu verkaufen. Darüber täuscht auch der Aufdruck ‚Forschung‚ auf den Fangschiffen nicht hinweg.
Quelle: Sea Shepherds

Die Tierrechtsnews zum Ansehen

REACH fordert erste Tieropfer

Die für die Durchführung der Chemikalienverordnung REACH zuständige Europäische Chemikalienbehörde ECHA fordert von einem Chemieunternehmen die Durchführung von Tierversuchen, obwohl der Antragsteller dargelegt hatte, dass die Risikoabschätzung seiner Chemikalie ohne Tierversuche möglich ist. Die bundesweit tätige Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche kritisiert die Forderung der ECHA als "unverantwortlich gegenüber Tier und Mensch".


Der Antragsteller soll zwei Tierstudien vornehmen. Bei der 90-Tage Studie wird etwa 100 Tieren, meist Ratten, die Substanz mehrfach mit einer Schlundsonde in den Magen gefüllt. Zur Prüfung auf Schädigung der Nachkommen müssen mehr als 1000 Tiere, ebenfalls zumeist Ratten, sterben. Dabei wird die Chemikalie trächtigen Ratten verabreicht. Kurz vor der Geburt werden die Rattenmütter getötet, um die ungeborenen Jungen aus dem Leib zu schneiden.
 
Die Ärztevereinigung zeigt sich entsetzt und enttäuscht über die Entscheidung der ECHA. "Mit der Einforderung dieser Tierversuche hält die Chemikalienbehörde krampfhaft an antiquierten, Jahrzehnte alten Denkmustern fest und ignoriert offensichtlich, dass sich die Entwicklung von tierversuchsfreien Testmethoden enorm fortentwickelt hat", moniert Diplombiologin Silke Bitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Ärzteverbands.

Tierversuche sind nicht nur grausam, sie besitzen auch keine Aussagekraft darüber wie die Stoffe auf den Menschen wirken.
Quelle: Ärzte gegen Tierversuche

Walfänger machen Jagd auf Tierschützer

Am 5. Januar hat der Japanische Walfänger Shonan Maru II einen Trimaran der Tierschutzorganisation ‚Sea Shepherds‚ gerammt und in zwei Teile gerissen. Die Besatzung des Trimarans konnte vom Sea Shephard Schiff ‚Bob Barker‚ gerettet werden.

Unter dem fadenscheinigen Deckmantel der Forschung betreibt die japanische Flotte verbotenen kommerziellen Walfang.Die Tierschützer versuchen seit Wochen mit Stinkbomben, Lärmpistolen und Seilen den Walfang vor der australischen Küste zu stoppen.

Dies zeigt einmal mehr: wer sein täglich Brot mit Gräueln gegen Tiere verdient ist auch eher zu Gewalt gegen Menschen bereit.
Quelle: Sea Shepherds

Verbraucherschutzministerium verbreitet Verbrauchertäuschung

"Das Verbot der Haltung von Legehennen in konventionellen Käfigen ist ein großer Fortschritt für den Tierschutz in der Legehennenhaltung", bewertete Gert Lindemann, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das Auslaufen der letzten Ausnahmegenehmigungen in Deutschland zum Jahresende 2009. Mit dem endgültigen Aus der herkömmlichen Batterie-Käfighaltung vollzieht Deutschland den Ausstieg bereits zwei Jahre früher als nach EU-Recht erforderlich.

Nicht erwähnt wird hierbei, das den Hühnern auch bei den sogenannten Kleinvolieren um winzig kleine Käfige handelt, in denen die Hennen nicht artgerecht leben können, was zu den bekannten Folgen wie zum Beispiel Kannibalismus führt.

Es gilt was wir bereits 2005 über das Gesetz gesagt haben:
Massentierhaltung bleibt Massentierhaltung und Käfig bleibt Käfig egal wie unsere Politiker die Hühnerhölle jetzt nennen.
Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Wühltischwelpen - nein Danke!

Der unseriöse Hundehandel kennt nur ein Ziel: das schnelle Geld. Ein Hundeleben zählt nichts. TASSO hat das Jahr 2010 deswegen zum "Jahr gegen den unseriösen Hundehandel" ausgerufen. Nur wenn es keine Nachfrage mehr nach Welpen zu Dumpingpreisen gibt, gibt es auch keinen illegalen Hundehandel mehr. Helfen Sie mit, andere Tierfreunde über den unseriösen Welpenhandel zu informieren.
Quelle: Tasso

Wolfsjagd

Die skandinavische Wolfspopulation lässt sich auf nur drei Wölfe zurückführen, die in den Achtziger- und Neunzigerjahren aus Finnland und Russland eingewandert waren. Sie leidet daher unter Inzucht. Nun hat die schwedische Regierung beschlossen Ihr den Garaus zu machen.

Zum Auftakt der ersten Wolfsjagd seit mehr als vier Jahrzehnten haben schwedische Jäger am Samstag laut Presseberichten schon mehr als 20 Tiere erlegt. Bis Mitte Februar sind insgesamt 27 Tiere zum Abschuss freigegeben. Nach den Worten von Umweltminister Andreas Carlgreen muss sich die gegenwärtige schwedische Wolfspopulation von 220 Tieren erneuern, weil genetisch bedingte Herz- und Nierenleiden das langfristige Überleben der Tiere gefährdeten.

Also sollen genetisch bedingte Krankheiten durch Verkleinerung des Genpool bekämpft werden. Kllingt nicht sehr logisch.

Das schwedische Parlament hatte im vergangenen Jahr die lizenzierte Wolfsjagd als Mittel zum Management der Raubtierpopulation gebilligt. Tierschützer in Schweden kritisieren die Erlaubnis gleichwohl scharf und fordern ein Ende der Abschüsse.

Nun müssen Schwedens Wölfe also Erfahren, was Bayerns Braunbären schon wissen: Wenn ein wildes Raubtier in das Revier der Jäger eindringt, packt den Waidmann die Mordlust.
Quelle: Umweltjournal

Am 1. Dezember trat der neue EU-Reformvertrag in Kraft

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte sieht damit auch eine Chance für mehr Tierschutz in der EU. Denn der Vertrag schützt Tiere erstmals als fühlende Wesen. Allerdings sieht er gleichzeitig vor, den Tierschutz in Konfliktfällen religiöse Riten, kulturellen Traditionen und regionalem Erbe unterzuordnen.

Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte, stellt heraus: ‚Welches Gewicht der EU-Reformvertrag dem Tierschutz tatsächlich verleiht, wird sich erst dann zeigen, wenn der Europäische Gerichtshof seine Rechtsprechung zugunsten der Tiere ändert. Es ist eine Schande, dass in Europa Religion, Kultur oder Tradition noch immer mehr gelten als die Schmerzen und Leiden von Tieren.

Das Inkrafttreten des Vertrags bedeutet daher nicht automatisch das Ende des Stierkampfs oder der Intensivtierhaltung in der Landwirtschaft.‚
Mit dem EU-Reformvertrag sei immerhin ein Grundstein für einen größeren Schutz der Tiere gelegt.

Jetzt seien EU und Mitgliedstaaten gefordert, Tiere als fühlende Wesen bei der Ausgestaltung der Rechtsvorschriften und der politischen Programme zu berücksichtigen.
Quelle: Menschen für Tierrechte

Die Tierrechtsnews zum Ansehen

Internationaler Springreiterverband FEI legalisiert noch mehr Tierquälerei.

Hochleistungs-Springreiter sind eine seltsame Spezies Tierfreund, die schon mal ihrem vierbeinigen Freund mit Stangen vor die Schienbeine schlagen um sie dazu zu bewegen über noch höhere Hindernisse zu springen.

Wenn das nicht hilft wird schon mal die Pharmaindustrie bemüht. Die meisten Mittelchen waren bis jetzt allerdings verboten, nicht aus Schutz für die Pferde, sondern aus den "sportlichen" Gründen der Chancengleichheit.

Nun sollten eigentlich auf der letzten Sitzung des internationalen Reitsportverbandes FEI auf betreiben Lord Stevens schärfere Anti Doping Richtlinien verabschiedet werden. Ziel sollte es sein, dass kranke Pferde nicht mehr an Turnieren teilnehmen dürfen.

Kurz vor der Verabschiedung tauchte eine Zweite Liste auf und wurde prompt angenommen. Diese so genannte "progressive list" erlaubt es viele sogar bisher verbotene Substanzen. Darunter z.B Phenylbutazone, welche das Schmerzempfinden der Tiere ausschaltet, sowie diverse Entzündungshemmer.

Nach Aussage des Vorsitzenden des Springausschusses der FEI, Sven Holmberg in der Sportschau vom 21.11.09 kann man mit diesen Mittelchen sogar ein lahmes Pferd gehend machen. Insbesondere bei den europäischen Mitgliedsverbänden stößt die Entscheidung auf Ablehnung, auch bei der deutschen Reitervereinigung FN.

Begrüßt wurde die Liste natürlich von den Springreitern selber. Jene Spitzensportler, die selber gar nicht in der Lage sind Spitzenleistungen zu erbringen und deshalb lieber ihr lebendiges "Sportgerät" zu eben diesen Leistungen prügeln oder spritzen.

Der Präsident des "internationel Jumping Riders Club" ebenfalls in der Sportschau: "Ich finde das sehr gut. Ich denke bei den Anforderungen, die wir den Pferden Woche für Woche abverlangen, sollten wir die Möglichkeit haben ihnen mit Medikamenten zu helfen, um die Saison zu überstehen."

In diesem Millionengeschäft ist das Wohl der Pferde nicht von Bedeutung. Sind die Anforderungen so hoch, dass die Tiere krank werden, werden nicht die Anforderungen, heruntergeschraubt, sondern die Tiere betäubt.

Der Unterschied zum Doping in anderen Sportarten besteht nicht darin, das es nun bei den Springreitern weitgehend erlaubt ist, sondern, das Beispielsweise ein Radprofi seinen eigenen Körper schädigt und gefährdet, der Springreiter tut dies mit einem Ihm ausgelieferten, wehrlosen, leidensfähigen Lebewesen.

Pferde sind KEIN Sportgerät!
Quelle: Sportschau

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Tierrechtlerin in Holland verhaftet

Eine 33-jährige deutsche Tierrechtlerin wurde in der Nacht auf den 29.10. auf einer
Nerzfarm in Gelderse/Barchem in Holland verhaftet und sitzt seitdem in Untersuchungshaft in Rotterdam. Auf der gut 20 km von der deutschen Grenze bei Enschede entfernten Farm waren zu dem Zeitpunkt der Verhaftung bereits 5000 Nerze befreit und zahllose Käfige zerstört worden. Insgesamt werden auf der Farm ca. 20.000 Nerze gefangen gehalten. Laut Polizeiangaben konnte eine "unbekannte Anzahl weiterer Personen" fliehen. Die Polizei geht davon aus, dass durch ihr Eingreifen, sowohl das Befreien weiterer 15.000 Nerze, als auch das Entfernen des Außenzauns der Farm um den Nerzen die Flucht zu ermöglichen, verhindert werden konnte. Die Verhaftung "auf frischer Tat", wie die holländische Polizei schreibt, sei eine direkte Folge intensiver Ermittlungen und Überwachung innerhalb der holländischen Tierrechtsszene durch ein"Special Team" (SoKo), das vergangenes Jahr eingerichtet
worden ist.

Die holländische Wohnung der zur Zeit in Hilversum lebenden Deutschen wurde nach der Verhaftung durchsucht, ebenso die Amsterdamer Wohnung eines weiteren Tierrechtsaktivisten, gegen den seitdem ein Haftbefehl besteht. Obwohl die Verhaftung der Frau bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag stattfand, ist es selbst ihrem Ehemann bisher nicht gestattet worden, sie zu besuchen. Am Montag findet eine erneute Haftprüfung statt, in der über die Verlängerung der U-Haft entschieden wird.

Während Nerze in Freiheit als Einzelgänger quadratkilometergroße Reviere durchstreifen, werden sie auf Farmen zu mehreren in winzigen Drahtgitterkäfigen gehalten, bis sie schließlich umgebracht werden. In ihrer engen Käfighaft werden
viele physisch und psychisch krank, sie drehen unentwegt immer und immer wieder die gleichen Schleifen in den Käfigen und fügen sich gegenseitig Bissverletzungen insbesondere an den Schwänzen zu. Weltweit finden regelmäßig Nerzbefreiungen in größerem Stil statt. In Deutschland fanden in den letzten zehn Jahren fünf größere Befreiungen mit jeweils mehreren tausend Tieren statt, zuletzt am 26.10.07, als in Grabow bei Burg mehr als 10.000 Nerze befreit wurden. Während den Tieren auf einer Farm Ende November der sichere Tod bevorsteht, überlebt nach Schätzung von Experten ein zweistelliger Prozentsatz der befreiten Tiere in freier Wildbahn.

Der Verein die tierbefreier e.V. hat keine Verbindung zu AktivistInnen, die sogenannte Direkte Aktionen durchführen, übernimmt jedoch seit 20 Jahren Äffentlichkeitsarbeit für Aktionen, die gegen Gewalt an Tieren durchgeführt
werden.

Update: Die U-Haft von Rieke S. wurde am 16.11. um zunächst 4 Wochen verlängert. Sie darf nach wie vor keinen Besuch empfangen, auch nicht von Verwandten oder ihrem Ehemann, ob ihr Post ausgehändigt wird, ist fraglich. Wenn wir darüber näheres von ihrem Anwalt erfahren, geben wir Bescheid. Trotzdem werden fast täglich Mails ausgedruckt und per Post an sie im Gefängnis in Breda abgeschickt. Sollten sie zunächst zurückgehalten werden, müssten sie spätestens dann ausgehändigt werden, wenn sich ihr Isolationsstatus ändert. Zumindest die vegane Verpflegung scheint zu funktionieren.

Dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zufolge darf Untersuchungshaft in einem EU Land nur zur Sicherung eines Strafverfahrens angeordnet werden, sie darf keinen Strafcharakter an sich haben, da es noch kein Verfahren gegeben hat. Sollten die Behörden gegebenenfalls durch Post oder Besuche einen Einfluss auf potentielle Beweismittel befürchten, so darf dies nicht zur Unterbindung von Post oder Besuch führen, sondern allenfalls zur Überwachung dessen. Beschwerden über den bisherigen Vollzug der U-Haft von Rieke S. im PI Breda (Gefängnis in Breda) können an die Botschaft der Niederlande, Klosterstraße 50, 10179 Berlin, bln@minbuza.nl, gerichtet werden.

Quelle: Die Tierbefreier

Affenversuche in Bremen gehen vorert weiter

Die Universität Bremen darf ihre umstrittenen Affenversuche vorerst fortsetzen. Das entschied das Bremer Verwaltungsgericht am Montag in einem Eilverfahren. Die Universität hatte bei dem Gericht eine einstweilige Anordnung beantragt, mit der die Forschung bis zu einer endgültigen Entscheidung des Gerichts über die Ablehnung

der Versuche durch die Bremer Gesundheitsbehörde
fortgesetzt werden kann. Bis zu einer solchen
Entscheidung darf nun nach der Entscheidung des Gerichts weiter geforscht werden. Die Richter begründeten ihre Entscheidung als "Ergebnis einer Interessenabwägung zugunsten des Antragsstellers". Entscheidend sei gewesen, dass eine Unterbrechung der Versuche zu "einem irreparablen Schaden der vom Institut für Hirnforschung betriebenen Grundlagenforschung führe", hieß es. Zudem beziehe sich die Universität auf die grundrechtlich verbürgte Wissenschafts- und Forschungsfreiheit, was dem Antrag "besonderes Gewicht" verleihe. Die Bremer Gesundheitsbehörde hatte im August einen Antrag der Universität auf Fortführung der Versuche abgelehnt. Dagegen klagte die Universität und stellte gleichzeitig den Antrag auf einstweilige Anordnung. Eine Verhandlung zu der Ablehnung der Versuche soll nun nach Angaben des Verwaltungsgerichts im ersten Quartal 2010 stattfinden. Der Streit um die Affenversuche an der Universität dauert bereits mehr als zehn Jahre an und hat bereits bundesweit für Aufsehen gesorgt. Seitdem forscht der Neurobiologe Andreas Kreiter an den Makaken-Affen. Nachdem die Behörde die Untersuchungen mehrfach genehmigt hatte, lehnte sie diese aufgrund des öffentlichen Drucks seit 2007 ab. Die Behörde stützt sich bei der Ablehnung unter anderem auf ein Gutachten des Forschers Jörg Luy, Leiter des Instituts für Tierschutz und Tierverhalten der FU Berlin. Die Wissenschaftler wiederum sehen durch das Verbot ihre Freiheit auf Forschung gefährdet. Beim Thema Epilepsie-Forschung gibt es nach Aussage der Universität keine Alternative zu Tierversuchen. Zudem fürchtet Rektor Wilfried Müller um das Ansehen des Wissenschaftsstandorts Bremen.
Quelle: ddp/PR-Inside.com

Schweiz: Hirnversuche an Affen endgültig verboten

Das Schweizer Bundesgericht hat jetzt entschieden, dass zwei umstrittene Tierversuche mit Affen endgültig verboten bleiben. Die Genehmigung der Hirnexperimente, bei denen Makakenaffen durch Wasserentzug zur Kooperation gezwungen werden, wurden aus ethischen Gründen und mangels praktischen Nutzens abgelehnt. Die Beschwerde der beiden Forscher gegen die Entscheidung wurde jetzt höchstinstanzlich zurückgewiesen. Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche spricht von einer "wegweisenden Entscheidung" und sieht darin ein Signal, auch in Deutschland endlich derartige Forschung zu verbieten.

Im November 2006 hat die Tierversuchskommission des Kantons Zürich zwei vom Veterinäramt bewilligte Tierversuchsvorhaben an der Universität und an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich angefochten. Die Kommission argumentierte, dass die Belastungen für die Tiere unverhältnismäßig hoch seien, und dass vor allem die Würde der Tiere verletzt werde.

Diese Auffassung wurde im Juni 2008 durch das Verwaltungsgericht bestätigt. In seiner Urteilsbegründung vertrat das Gericht die Ansicht, dass Primatenversuche nur dann erlaubt werden können, wenn sie von Anfang an einen erkennbaren Nutzen aufweisen. Die Forscher legten gegen diesen Entscheid Beschwerde ein und verloren nun erneut und endgültig.

"Diese wegweisende Entscheidung des Schweizer Bundesgerichts hat Grundsatzcharakter", freut sich Dr. med. vet. Corina Gericke, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche. "Konsequenterweise müssten aufgrund des Urteils sämtliche Primatenversuche in der Grundlagenforschung verboten werden, da diese fern jeglichen erkennbaren Nutzens sind."

In Deutschland wird Hirnforschung an Affen, bei denen die Tiere durch Wasserentzug zur Kooperation gezwungen werden, noch in Magdeburg, Tübingen, Göttingen und Marburg durchgeführt.* In Berlin, München und Bremen wurden derartige Experimente bereits von den zuständigen Behörden verboten. Während sich in Berlin und München die Forscher der Entscheidung fügten, ist in Bremen ein erbitterter Rechtsstreit ausgebrochen. Experimentator Andreas Kreiter will bis vors Bundesverfassungsgericht ziehen, um seine Hirnforschung fortführen zu können. Dabei werden Makakenaffen in sogenannten Primatenstühlen fixiert. Der Kopf wird stundenlang an einem zuvor auf dem Kopf implantierten Metallbolzen unbeweglich angeschraubt. Die Tiere müssen Hebel drücken oder auf einen Bildschirm starren, während durch ein Loch im Schädel Elektroden in ihr Gehirn eingeführt werden. Für gute Kooperation bekommen die Affen über einen Schlauch im Mund etwas Saft, ansonsten müssen sie dursten.

"Auch außerhalb der Experimente erhalten die Tiere nichts zu trinken und sind dadurch so durstig, dass sie für einen Tropfen Saft alles tun, was man von ihnen verlangt", erklärt Tierärztin Gericke. "Viele Affen müssen diese Qualen jeden Tag oft jahrelang erdulden."

Der Ärzteverband startete im Januar 2009 eine Kampagne gegen derartige Affenversuche in Tübingen und erhofft sich durch das Urteil des höchsten Gerichts in der Schweiz ein Signal für die deutschen Genehmigungsbehörden und Gerichte. "Unsere nächsten Verwandten dürfen nicht länger in derart grausamen und nutzlosen Tierversuchen missbraucht werden", fordert Gericke.

* Quelle: www.datenbank-tierversuche.de  

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Deutschland in Sachen Tierversuche im Rückstand

Anlässlich des Welttierschutztages kritisiert die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche die Untätigkeit der Politik, bei der praktischen Umsetzung und Einhaltung von Verbesserungen im Sinne des Tierschutzes. Im Vergleich zu anderen Ländern hat Deutschland Nachholbedarf, wenn es nicht als rückständig hinterherhinken will.?
In Schweden und Finnland beispielsweise herrscht nach Aussage des Vereins Ärzte gegen Tierversuche deutlich mehr Transparenz, was die Genehmigung von Tierversuchsanträgen betrifft. Dort erhält jeder Bürger Einblick in die Anträge. ‚Bei uns in Deutschland sind die Vorhaben der Experimentatoren streng geheim, paradoxerweise werden dem Steuerzahler aber die Kosten für die abwegigsten Tierversuche aufgebrummt‚, bemängelt Diplom-Biologin Silke Bitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ärztevereinigung.
 
Kritikwürdig ist laut dem Verein auch die Tatsache, dass die Politik hierzulande sich dem Einfluss der vom Tierversuch profitierenden Kreise unterwirft und sich gegen ein Verbot von Versuchen selbst an Menschenaffen sträubt. Es ist aus Sicht der Ärztevereinigung erschreckend, dass Versuche an den nächsten Verwandten des Menschen ohne Skrupel von manchen Kreisen befürwortet werden.
Andere Länder wie Neuseeland, Großbritannien, die Niederlande, Ästerreich und Schweden haben bereits seit Jahren Versuche an Menschenaffen verboten.
Denk ich an Deutschland in der Nacht...

VIER PFOTEN warnt vor versteckter Tierquälerei in Kleidung

In den nächsten Wochen steigt die Nachfrage nach Winterkleidung. Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober rief die Tierschutzstiftung VIER PFOTEN Verbraucher dazu auf, keine Artikel mit Daunen oder Pelz zu kaufen.

Rund 30 Millionen Nerze und Füchse werden in Europa jährlich unter grausamen Bedingungen gezüchtet und qualvoll getötet, um als modisches Pelz-Accessoire zu enden. Einfärbungen und modische Weiterverarbeitungen der Pelze sollen den Käufer zum Konsum verleiten. ‚Wir lehnen die Tötung von Pelztieren für die Pelzgewinnung entschieden ab‚, erklärt Susanne Groth, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN. ‚In diesem Herbst warnen wir besonders wieder vor verstecktem Pelz, denn bunt eingefärbter, flauschiger Besatz wird von vielen Käufern nicht als Tierfell erkannt.‚ VIER PFOTEN fordert daher dringend eine klare Kennzeichnungspflicht.

Auch bei Daunenprodukten gibt es keine Verbrauchersicherheit. Der Käufer kann nicht überprüfen, ob die Federn vom toten Tier stammen oder den Gänsen lebendig ausgerissen wurden.

Immer wieder gelangen Daunen aus illegalem Lebendrupf in den Handel.

Sie als Verbraucher können helfen: Kaufen Sie keine Pelz- und Daunenhaltige Kleidung.

Petition gegen das geplante Tierversuchszentrum in Hannover

Die Firma Boehringer Ingelheim plant die Errichtung eines Forschungszentrums für Tierimpfstoffe in Hannover. Um Impfstoffe für die tierquälerische Schweinemast zu entwickeln, sollen dort jährlich mehrere tausend Schweine und andere ‚Nutztiere‚ in Tierversuchen leiden und sterben.


Obgleich der Stadtrat Hannover am 17. September für die Ansiedlung des Boehringer-Forschungszentrums stimmte, soll den Entscheidungsträgern mithilfe der Petition demonstriert werden, was die Menschen über Tierversuche und die Haltung von ‚Nutztieren‚ denken.
Unterzeichnen auch Sie die Online-Petition ‚Nein zum Tierversuchszentrum in Hannover‚ unter:?www.thepetitionsite.com

Islands Walfangolympiade

Mit der Tötung von 125 Finnwalen und 80 Zwergwalen im Jahr 2009 vollzog Island die Wiederaufnahme des groß angelegten kommerziellen Walfangs im Nordwestatlantik. Walschützer berechnen die angelandete Menge an Walprodukten mit mehr als 3 Millionen Kilogramm Walfleisch und Walspeck, die ausschließlich für den japanischen Markt vorgesehen sind. Und dies trotz eines bestehenden internationalen Handelsverbotes mit Walprodukten und der Tatsache, dass noch im Juni 2009 in Japan mehr als 4.500 Tonnen Walprodukte in den Kühllagern auf Abnehmer warteten.???

Nicolas Entrup, Sprecher der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS und verweist auf die Bedeutung des internationalen Walfangverbotes, das ‚ist der höchstmögliche rechtliche Schutz von Waltieren vor Bejagung und die internationale Staatengemeinschaft muss auf den Vollzug dieser Artenschutzerrungenschaft drängen‚.??

Die Walschützer fordern von der EU-Kommission, dass sie in den Verhandlungen mit Island über einen EU-Beitritt die Beendigung der Walfangaktivitäten zu einem Kriterium macht.

Keine gefährlichen Wildtiere mehr in Berlin

Berliner Senat beschließt generelles Verbot der privaten Haltung gefährlicher Tiere wildlebender Arten
Künftig ist die private Haltung gefährlicher Tiere wildlebender Arten in Berlin nicht mehr erlaubt. Dazu wird die Verordnung zum Halten solcher Tiere geändert. Die bisherige Ausnahmemöglichkeit vom Haltungsverbot wird deutlich eingeschränkt. Ausnahmegenehmigungen für die private, nicht gewerbliche Haltung von Tieren, die für den Menschen aufgrund bestimmter Eigenschaften besonders gefährlich sind, dürfen nicht mehr erteilt werden. Unter dieses generelle Verbot fallen u.a. Großkatzen, Bären, Wölfe, Giftschlangen sowie hochgiftige Skorpione und Spinnen.??
So heißt es in der Begründung der Verordnung: Bestimmte Wildtierarten verfügen durch ihr Beuteverhalten über starke Körperkräfte, Aggressivität oder können Gift ausstoßen. Für den Menschen können diese natürlichen Verhaltensweisen der Tiere zu einer großen Gefahr werden und ihm sehr schwere, möglicherweise auch lebensgefährliche Verletzungen oder Vergiftungen zufügen.
Dies kann nur ein erster Schritt sein. Nicht berücksichtigt werden die Gefahren und Schäden die den Wildtieren aus der Haltung des Menschen entstehen.

Besser wäre ein Haltungsverbot für alle Wildtiere, sowohl privat, als auch erst recht gewerblich.

Wildtiere gehören in die Wildnis.

Vegetarismus gegen den Welthunger

Tag für Tag hungern 840 Millionen Menschen weltweit, davon 200 Millionen Kinder, während über 40 Prozent der Weltgetreideernte wird an die Tiere in der Massentierhaltung verfüttert, anstatt sie den Menschen zu geben.
Die Verschwendung wird deutlich, wenn man weiß, daß auf einem Hektar Land 22.500 kg Kartoffeln angebaut werden koennen, jedoch nur 185 kg Rindfleisch.
Eine vegetarische Ernährung ist nicht nur gesund und klimafreundlich, sie kann auch dazu beitragen, den Hunger auf der Welt zu verringern.??
Ein Bericht des ‚Population Reference Bureau‚ sagt dazu: Würden alle Menschen zu Vegetariern und keine Nahrungsmittel verschwendet, könnte die derzeitige Nahrungs-Produktion 10 Milliarden Menschen ernähren; das ist mehr als die voraussichtliche Bevölkerungszahl im Jahr 2050.
Eine rein vegetarische Ernährung ist also die gesündeste und humanste Wahl für die Tiere, für die Menschen und für den Planeten Erde.?

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Pferderipper mißbraucht Stute

Ein Unbekannter fügte einer Stute in Amstetten schwere Verletzungen im Genitalbereich zu. Die Wunde, vermutlich mit einem spitzen Gegenstand verursacht, musste mit über 40 Stichen genäht werden. Der Fall ereignete sich auf einer Anlage angrenzend an ein Naturschutzgebiet. ???Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. und die Pferdehalterin setzten jeweils 500 Euro Belohnung für Hinweise aus, die zur Ergreifung des Täters führen.
??"Diese grausame Tat muss unbedingt geahndet werden‚, so Kampagnenmitarbeiterin Nadja Kutscher von PETA. "Täter mit derartigen Neigungen belassen es häufig nicht beim Verbrechen am Tier und vergehen sich später am Mitmenschen. Insbesondere Taten mit möglichem sexuellen Hintergrund dürfen in diesem Zusammenhang nicht verharmlost werden."?
Quelle: Peta.de

Zahl der Tieropfer für Chemikalientest erhöht sich auf 54 Millionen

Nach neuesten Berechnungen für die EU-Chemikalienverordnung REACH ergibt, dass mindestens 54 Millionen Tiere für die Testung von Altchemikalien sterben müssen, wesentlich mehr als angenommen.
Die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche fordert von der Politik die Reißleine zu ziehen und nicht 54 Millionen Tiere einen sinnlosen Tod sterben zu lassen.

Die Kosten für REACH belaufen sich auf fast zehn Milliarden Euro.

Die Ärztevereinigung kritisiert , dass bei REACH auf althergebrachten Methoden beharrt wird, wie zum Beispiel dem Draize-Test aus den 1930er Jahren, der schon seit 40 Jahren wegen seiner extremen Schwankungen in Wissenschaftskreisen kritisiert wird. "Durch Tierversuche werden Chemikalien keinen Deut sicherer" erläutert Diplom-Biologin Silke Bitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ärzte gegen Tierversuche. "Im Gegenteil, dem Verbraucher wird eine Sicherheit vorgespielt, die nicht vorhanden ist, da schon verschiedene Tierarten ganz anders auf eine Substanz reagieren. Die Übertragung auf den Menschen ist daher unverantwortlich", so Bitz weiter.
Quelle: Aerzte gegen Tierversuche

Den Bock zum Gärtner gemacht: Blauflossenthunfisch kurz vor der Ausrottung

Nur ein absoluter Fangstopp könnte ihn noch vor der Ausrottung bewahren.?¬†
Doch Agrarministerin Ilse Aigners lehnt es ab, den vom Aussterben bedrohten Blauflossenthun durch ein Handelsverbot über CITES unter den Fittichen der Umweltminister vor dem endgültigen Aus zu bewahren. Sie argumentiert, das Fischereiministerium sei für das Schicksal der Fische zuständig.

Allgemein geht die Überfischung der durch EU-Fischerei-Flotten bejagten Gewässer nach wie vor ungehemmt weiter. Nach Angaben der EU werden 40% bis 60% der Fänge als ‚Beifang‚ deklariert und tot über Bord entsorgt, um beim Eintreffen in den Hafen nicht wegen Überschreitung der Fangquoten belangt zu werden. Bei den entsorgten Fischen handelt es sich auch um geschützte Arten. Solange nicht kontrolliert wird, wie viele Fische gefangen werden und sinnlos verenden, sind Fangquotenbegrenzungen wirkungslos.
 

Bundesrat legalisiert qualvolle Haltung von Masthühnern

Nachdem die EU vor zwei Jahren eine Richtlinie zur Haltung sogenannter Masthühner verabschiedet hat, musste Deutschland die Vorgaben dieser Richtlinie in nationales Recht umsetzen. Dabei bestand der Spielraum, deutlich strengere -also tierschutzfreundlichere - Regelungen zu erlassen. Diese Chance ist um Meilen verpasst worden: Der Bundesrat beschloss im Juni eine Verordnung, welche die jetzt schon katastrophalen Bedingungen für die Hühner auf Jahre hinaus festschreibt.
Sämtliche Appelle, Argumente, Stellungnahmen sowie Fotos und Filmaufnahmen, die die Tierquälerei im Hühnerstall beweisen, konnten die Politiker offenbar nicht dazu bewegen, den Hühner-Baronen etwas entgegenzusetzen. Derzeit schießen neue Mastanlagen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen wie Pilze aus dem Boden.
Doch wir Verbraucher haben die Möglichkeit dies zu ändern: Betreiben wir Politik mit dem Einkaufskorb!

Neue Enthüllungen im "Bio-Eier"-Skandal

PETA Deutschland e. V. veröffentlichte auf einer Pressekonferenz im Wuppertaler IC-Hotel neues Material im "Bio-Eier‚-Skandal rund um den Velberter "Bio-Hühnerpark Hennenberg‚. Die Agrarindustriellen Richard und Andreas Hennenberg halten derzeit ca. 700.000 Legehennen auf ihren Höfen in Velbert, Simmershausen, Gorleben und Hattingen.
Die Eier werden bundesweit als ‚Bio-Eier‚ oder auch Freilaufeier verkauft ‚ sind es aber laut PETA nicht. Deutlich wird dies in den neuen Undercover-Aufnahmen der Tierrechtsorganisation sowie den Behördendokumenten. PETA kritisierte heute besonders stark die zweifelhafte Rolle der Bio-Zertifizierungsstellen und der Behörden.
‚Was sich die hier beteiligten Behörden erlaubt haben, grenzt an strafbare Amtspflichtverletzungen‚, so PETA-Agrarexperte Dr. Edmund Haferbeck.
"Weder die Kontrollmechanismen der Branchen selbst, noch die hoheitlich staatliche Kontrolle reichen aus, um hier dem Verbraucherschutz Genüge zu tun. Die kriminelle Energie, mit der in der Tier(aus)nutzungsbranche gearbeitet wird, ist kaum mehr beherrschbar!‚, warnt Dr. Haferbeck abschließend..
Quelle: Peta.de

Alkohol siegt über Mordlust

Bei Wietzendorf in der Lüneburger Heide hat die Polizei zwei sturzbetrunkene Jäger entwaffnet. Die 48 und 54 Jahre alten Männer auf einer Wiese ihren Rausch ausgeschlafen. Bei sich trugen sie Büchsen und reichlich Munition. Ein Spaziergänger hatte die mit 1,4 und 1,9 Promille Alkohol im Blut nicht mehr ansprechbaren Männer aus dem Landkreis Emsland entdeckt. Die Jäger hatten zuvor in ihrer Jagdhütte gezecht und wollten dann eigentlich Wildschweine jagen.
Wer hätte gedacht, dass Alkohol auch Leben retten kann.

Mundgeruch bei Hunden und Katzen ernst nehmen

Mundgeruch bei Hunden und Katzen ist nicht nur unangenehm, sondern oft auch ein Symptom von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen. Unbehandelt können daraus ernsthafte Organ-Erkrankungen entstehen. Das zu Beginn oftmals nur ästhetische Problem des schlechten Geruchs sollte also unbedingt ernst genommen werden. Nach Schätzungen leiden bis zu 85 Prozent aller Hunde und Katzen in Deutschland an Zahnbelag, Zahnstein und Maulschleimhautentzündungen.

Am Anfang dieser Entwicklung stehen Futterreste in der Mundhöhle. Diese lassen Bakterienrasen wachsen, die Plaque genannt werden. Plaque ist für den übelriechenden Geruch verantwortlich und führt in der Folge - unerkannt oder unbehandelt - zu Zahnstein und Zahnfleischentzündung. Da das Zahnfleisch aus einem dichten Netz von feinen Blutgefäßen besteht, können die Bakterien aus solchen Entzündungsherden in der Mundhöhle über die Blutbahnen in andere Organe verschleppt werden und diese schwer schädigen.

Der Entstehung von Plaque kann vor allem durch eine artgerechte, kohlenhydratarme Ernährung vorgebeugt werden. Als effektivste mechanische Maßnahme zur Entfernung der Bakterienrasen gilt die Pflege mit Zahnbürste und Zahnpasta ‚ aber nicht jeder Vierbeiner findet diese Prozedur angenehm. Dann kann die Neubildung von Bakterien auch auf andere Weise vermindert werden: Durch ein medizinisches Mundwasser, das einfach täglich dem Trinkwasser beigefügt wird. Die enthaltenen Wirkstoffe Chlorhexidin und Xylitol wirken antiseptisch und reduzieren die Vermehrung der geruchsbildenden Bakterien. Das erste Produkt dieser Art ist nun unter dem Namen VetAquadent (von Virbac Tierarzneimittel) bei jedem Tierarzt erhältlich. Eine regelmäßige Kontrolle der Zähne beim Tierarzt ist natürlich trotzdem immer erforderlich.

Quelle: Tasso

Tierversuche blockieren den Fortschritt

Einem Beitrag in der international renommierten Fachzeitschrift "Nature" zufolge ist die Aussagekraft von Testergebnissen aus Tierversuchen stark eingeschränkt. Zu diesem Ergebnis kommt der Pharmakologe und Toxikologe Prof. Dr. Thomas Hartung von der Universität Konstanz in der Ausgabe der Zeitschrift vom 9. Juli. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte schließt daraus, dass wirksame Arzneimittel deshalb nicht auf den Markt kommen.
Bevor Substanzen wie Chemikalien oder Medikamente auf den Markt kommen, müssen sie auf für den Menschen schädliche Wirkungen getestet werden. Dies erfolgt üblicherweise im Tierversuch. In "Nature" führt Hartung jedoch aus, dass etwa 60 Prozent der Substanzen, die in Tierversuchen als giftig eingestuft werden, für den Menschen unschädlich sind. Die Ergebnisse aus dem Tierversuch ließen sich nur schlecht auf den Menschen übertragen. Folglich werden laut Hartung Medikamente und Chemikalien nicht zugelassen, obwohl sie vom Menschen problemlos vertragen würden. Beispielsweise sind viele neuartige Wirkstoffe wie Proteine und Antikörper genau auf den Menschen zugeschnitten und können demzufolge nicht die gewünschte Wirkung im Tierversuch zeigen. Laut Hartung seien Menschen keine 70kg-Ratten. Menschen nähmen Substanzen unterschiedlich auf, verstoffwechselten sie unterschiedlich, lebten länger und seien einer Vielzahl von Umweltfaktoren ausgesetzt.

"Dass uns Medikamente vorenthalten werden, weil sie im Tierversuch versagt haben, ist nicht nur niederschmetternd für Kranke, sondern ein Skandal!", so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte. " Wahrscheinlich wären viele Krankheiten heute schon besser behandelbar."

Als Lösungsweg fordert Hartung eine neue und flexiblere Teststrategie, bei welcher die Möglichkeiten der modernen Naturwissenschaften ausgeschöpft und auf menschlichen Zellen basierende Testmethoden eingesetzt werden, um realitätsnähere Ergebnisse zu erhalten. Dies würde Tieren und Menschen zugutekommen.
Nature
Quelle: Menschen für Tierrechte

Fisch ist widerlich

Äkotest berichtet darüber, das Fisch aus Fernost an den Kühltheken als Frischfisch durchgeht, weil die natürlich für denTransport tiefgekühlte, "Ware" nicht als solche deklariert werden muss.

In Zukunft soll der Verbraucher aber erfahren, wenn lose angebotenes Fischfilet schon mal eingefroren war: durch die Kennzeichnung "aufgetaut". Für einmal eingefrorenes Fleisch und zubereitete Fischerzeugnisse gilt dasselbe. Die neue Verordnung tritt laut Bundesverbraucherministerium frühestens im Oktober 2009 in Kraft.

Die wirklich wichtigen informationen über Fisch erhält man dann aber immer noch nicht.
Oder wussten Sie z.B., dass fast aller Fisch betäubungslos getötet wird. Im Volksmund nennt man soetwas schächten.

Unser Rat:
werden Sie Vegetarier. Sie retten nicht nur Leben, sondern können die Zeit, die Sie nicht mehr damit verbringen sich über unterbrochene Kühlketten, Salmonellen, Schwermetallvergiftungen, Herzverfettung und ähnliches zu sorgen in die wichtigen Dinge des Lebens zu investieren.

Quelle: Umweltjournal

Peta fordert respektvollen Umgang mit Katzen

Zum Weltkatzentag rief die Tierrechtsorganisation PETA die Menschen dazu auf, die schönen Samtpfoten nicht nur an ihrem Ehrentag zu respektieren.

‚Verantwortungsvolles Handeln gegenüber Katzen ist dringend erforderlich‚, findet Nadja Kutscher von PETA. Geschätzte 2 Millionen verwilderte Katzen streifen derzeit durch Deutschlands Gärten und Hinterhöfe ‚ weil sie ausgesetzt oder bereits heimatlos geboren wurden. ‚Leider ist unsere sogenannte Hauskatze nicht für ein Leben in freier Wildbahn gerüstet‚, warnt Kutscher.

Sie leidet unter ständigen Gefahren: Viele werden vergiftet, angeschossen oder erliegen dem Verkehr. Geschätzte 400.000 Katzen werden in Deutschland zudem jährlich von Jägern erschossen ‚ wilde Katzen und Katzen, die in Familien leben. Wilde Katzengruppen sollten umgehend dem Tierschutz gemeldet werden, da sie kastriert und gegebenenfalls medizinisch versorgt werden müssen.

Kutscher bittet um die Hilfe der Bevölkerung: Werden Tiere gequält oder erschossen, müssen die Halter sofort reagieren und Anzeige erstatten. In Paderborn gilt bereits ein Kastrationsgebot für Freigänger-Katzen ‚ so werden weitere ungewollte Geburten und das daraus entstehende Leid verhindert. Dieses Gebot will PETA auch in anderen Städten einführen.

Quelle: Peta

Honigbienen verhungern mitten im Sommer

Laut eines Berichtes ds Umweltjournal leiden die Bienen mitten im Sommer an Futtermangel.

" Wenn nicht rasch ein Umdenken und ein neues Handeln in der Landwirtschaft erfolgt, werden wir stumme Sommer erleben - und sehen, dass die Bienen für die Bestäubung und damit auch für die Ernten unersetzlich sind", wird Günter Friedmann, Sprecher der biodynamischen Demeter Imker und Träger des Förderpreises ökologischer Landbau zitiert.

Friedmann ist seit 30 Jahren Berufsimker, aber ‚ mit einer solchen Situation wurde ich noch nie konfrontiert‚ betont er,‚ obwohl sich diese Entwicklung eigentlich seit mehreren Jahren anbahnt und auch zu den Bienenverlusten der letzten Jahre beigetragen hat‚ Nach der Rapsblüte, Mitte bis Ende Mai, beginnt für die Bienen in vielen Regionen Deutschlands eine Zeit des Mangels und oft auch des Hungerns. Gerade in den Jahren, in denen es aus dem Wald keinen Honig zu gewinnen gibt, wird deutlich, dass auf den Feldern und Wiesen mittlerweile zu wenig blüht, um den Insekten ausreichend Nahrung zu bieten.

Verantwortlich für diesen Zustand ist nach Ansicht von Friedmann die sich immer weiter beschleunigende Intensivierung der Landwirtschaft. Insbesondere der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen und die Gewinnung von Biogas wirken sich besondes dramatisch aus. In vielen Regionen dominiere zudem der Maisanbau und die Wiesen werden zur Gewinnung von Silage jeweils vor der Blüte so oft gemäht, dass dort für blütenbesuchende Insekten nichts mehr zu holen ist.

Viel schlechter als den Honigbienen geht es Wildbienen und Schmetterlingen, deren Lobby zu klein sei. Imker Friedmann befürchtet für die Zukunft ‚stumme Sommer‚.

Bestärkt wird er in dieser Ansicht von den Forschungen der Bienenwissenschaft. Professor Dr. Jürgen Tautz vom Biozentrum der Universität Würzburg bestätigt, dass sich sowohl durch die fehlende Menge als auch durch die mangelnde Vielfalt des noch vorhandenen Blütenangebotes die Fitness der Völker der Honigbienen zum Teil drastisch verschlechtert hat und ‚ein zu geringes und zu einseitigesBlütenangebot zur Schwächung und im Extremfall zum Zusammenbruch der Bienenvölker führt‚.

Die Imker bringen Verständnis für die schwierige Situation der Landwirtschaft auf. Aber es sei ‚ doch eine absurde Situation, dass z.B. die Bauern immer größere Mengen an Milch zu immer niedrigen Milchpreisen produzieren müssen, und dass dadurch unsere Bienen verhungern‚ so Friedmann. In dieser Situation ist die Politik gefordert, die steuernd eingreifen muss, damit die Entwicklung sowohl den Landwirten , als auch grundlegenden Bedürfnissen der Menschen und der Natur gerecht werden kann.

Quelle: Umweltjournall

Die Tierrechtsnews zum ansehen

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Mord im Heide-Park Soltau

Nachdem der Vergnügungspark-Betreiber Merlin Entertainments (ME) die Schließung des Delfinariums im Heide-Park Soltau im April angekündigt hatte, wurde drei Tage später der Delfin "Fritz" aus angeblichen Altergründen eingeschläfert. Nun schließt der Park am Sonntag, den 2. November, saisonbedingt seine Pforten und die beiden verbleibenden Delfine kommen nach Angaben von ME "sobald wie möglich" in das umstrittene Delfinarium des Tiergartens Nürnberg.
???? Der Vorsitzende des Wal und Delfinschutz Forums in Deutschland, Jürgen Ortmüller, hatte über Monate versucht, den Tod des Delfins ‚Fritz‚ aufzuklären. Weder die Pressestelle des Heide-Parks noch der Landkreis Soltau-Fallingbostel fühlten sich jedoch zuständig. .??Ein Antrag des WDSF an den Niedersächsischen Landesbetrieb in Hannover (NLWKN) als Aufsichtsbehörde für den Landkreis Soltau auf Herausgabe der artenschutzrechtlichen Beweisdokumente der Einschläferung und des Tierbestandes wurde mit der Begründung abgeschmettert, dass ‚die begehrten Informationen keine Umweltinformationen darstellen‚.??
WDSF-Vorsitzender Ortmüller: ‚Hier wird offenbar etwas verschleiert, was nicht an die Äffentlichkeit gelangen soll. Merlin Entertainments als Großeigner etlicher Vergnügungsparks, wie auch Sea Life und Lego-Land, stellt nach außen hin den angeblichen Artenschutz in den Vordergrund, tatsächlich werden aber offensichtlich Tiere wie Delfine, mit denen Millionen verdient wurde, heimlich entsorgt. Dass die beiden überlebenden Delfine nun in das nächste Betonloch nach Nürnberg gebracht werden sollen, stellt die Fortführung der Tierquälerei dar.‚??
Wal- und Delfinschutz Forum

Edeka verleumdet Vier Pfoten

Im Oktober 2008 deckten VIER PFOTEN und stern-tv/ RTL die grausamen Zustände in internationalen Kaninchen-Käfigbatterien auf. Die dokumentierten Betriebe befinden sich in Deutschland, Frankreich und Ungarn; sie liefern an Schlachthöfe, die zu den Lieferanten von REWE und EDEKA zählen. Nach einem ähnlichen Skandal 2007 wurde die ‚Qualitätsgemeinschaft Kaninchen‚ von der Gütegemeinschaft Ernährung (GGE) gegründet. Dennoch haben Konsumenten nach wie vor keine Gelegenheit, die Herkunft des Fleisches nachzuvollziehen.

Nun wehren sich EDEKA sowie die GGE gegen die Anschuldigungen von VIER PFOTEN. EDEKA und GGE behaupten auf Konsumentenanfragen, dass es sich bei den Aufnahmen um veraltetes Material handelt. Auf den Videobildern ist jedoch eindeutig das Datum der Aufnahme erkennbar ‚ auf einer Ausgabe einer bekannten deutschen Tageszeitung.

Zudem erklärt die GGE, die gezeigten Betriebe wären vor kurzem überprüft worden. Es habe keine Beanstandungen gegeben, so eine Stellungnahme von GGE und EDEKA. Die Bilder, die VIER PFOTEN vorliegen, sprechen jedoch eine klare Sprache: Verletzte, kranke und tote Kaninchen, zusammengepfercht in engen Käfigen. Diese Kaninchen landen dann in den von der GGE kontrollierten Schlachthöfen.

Tierquälerei mit Gütesiegel
Laut den EDEKA Emails mit eingefügter GGE-Stellungnahme handelt es sich bei den GGE-Richtlinien um Anforderungen ‚die gemeinsam mit den VIER PFOTEN (...) erarbeitet wurden‚. Diese Behauptung ist eine Verleumdung. VIER PFOTEN lehnt die Käfighaltung von Kaninchen komplett ab, da diese keineswegs tiergerecht ist. Für VIER PFOTEN kommt nur Freilandhaltung bzw. Bodenhaltung mit Auslaufmöglichkeit in Frage. Die Behauptung von GGE und EDEKA ist der verzweifelte Versuch, die minderwertigen Standards als tierschutzkonform zu präsentieren.

Auch hier ist der mündige Verbraucher gefragt: Kaufen Sie kein Fleisch aus der Massentierhaltung.
Vier Pfoten

Lliving Planet report

Der Raubbau an der Erde nimmt immer dramatischere Formen an und ist so groß wie nie zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt der neueste ‚Living Planet Report 2008‚ des WWF. Wenn der Verbrauch an natürlichen Ressourcen weitergeht wie bisher, würden bis zum Jahr 2035 zwei Planeten benötigt, um den Bedarf an Nahrung, Energie und Fläche zu decken.

???Das ist im Vergleich zum letzten Report eine Beschleunigung um 15 Jahre. Der alle zwei Jahre veröffentlicht und stellt eine Art ‚Herz- und Nieren-Check‚ des Planeten dar. Er ist eine der international bedeutendsten Studien über den allgemeinen Zustand der Erde. ??Dem Bericht zufolge hat sich der ökologische Zustand der Erde im Vergleich zum letzten Report 2006 noch einmal dramatisch verschlechtert. Hauptverantwortlich dafür sind vor allem steigender Ressourcenverbrauch, Entwaldung, der vom Menschen verursachte Klimawandel, Umweltverschmutzung und Überfischung. Als Folge werden Äkosysteme zerstört, Arten ausgerottet und Wasserreserven verknappt.

Der Fleischkonsum ist einer der grössten Faktoren beim Klimawandel, der Abholzung des Regenwaldes und der Überfischung der Meere.

Helfen auch Sie mit, werden Sie Vegetarier.
WWF

Delfinmassaker

Im Land des Lächelns haben Delfine nichts zu lachen. In einer nicht einsehbaren Bucht, in japanischen Gewässern, nahe der Stadt Taiji werden bis zu 20.000 Delfine getötet. Die barbarische Tötung erfolgt durch Lanzen, Messer und Harpunen.
Obwohl Delfinfleisch quecksilberverseucht ist, wird es verkauft und an japanischen Schulen zum Verzehr angeboten. Besonders schöne Delfine werden von Delfintrainern ausgesucht und exportiert, übrigens auch nach Deutschland. Ein Delfin kann einem Verkäufer bis zu 150.000 Euro einbringen

Klassische Legebatterien laufen aus

Ab 2009 Käfig- Legehennen in den sogenannten Seehoferkäfigen untergebracht werden. Nun wollten einige Eierbarone den Hennen nicht einmal diese paar Zentimeter Platz gönnen. Die Klage allerdings scheiterte.
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 23.Oktober den zwei Klägerinnen eine Absage erteilt, die für ihre herkömmlichen Legebatterien einen Bestandsschutz erwirken wollten.
der Bundesverband Menschen für Tierrechte hat sich dafür eingesetzt, dass ein Bundesland Normenkontrollklage gegen die Hennenhaltungsverordnung einreicht.¬† Rheinland-Pfalz hatte schließlich den Mut, diese Klage vor dem Bundesverfassungsgericht im Juni 2007 einzureichen.
In der Zwischenzeit können auch Sie etwas tun: Kaufen Sie keine Eier oder eihaltige Produkte, aus Käfighaltung.

Menschen für Tierrechte

Ilse Aigner soll Staatsziel Tierschutz besser verfolgen

Ilse Aigner tritt die Nachfolge Horst Seehofers an und wird somit als neue Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auch für den Tierschutz zuständig sein.

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte appelliert an Frau Aigner, die aus der Bildungs- und Forschungspolitik kommt, nicht kommerziell ausgerichteten Lobbyisten , sondern wirklich dem Tierschutz zu dienen. Dazu gehöre auch, die Förderung der tierversuchsfreien Forschung voranzubringen. Dies stehe schließlich auch ausdrücklich im Koalitionsvertrag.

"Die Tiere weinen Herrn Seehofer keine Träne nach", so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes zur Bilanz Horst Seehofers in Sachen Tierschutz. "Er hat sie in seiner Dienstzeit nicht beschützt, sondern als Spekulationsware missbraucht. Was den Tierschutz betrifft, hinterlässt er in Berlin ein Schlachtfeld."

Bleibt zu hoffen, das unter Frau Aigner der Tierschutz wieder auf der Prioritätenliste des Ministeriums erscheint.
Menschen für Tierrechte

Die Tierrechtsnews zum ansehen

Zum Abschluss noch eine gute Meldung:

Horst Seehofer wird Bayrischer Ministerpräsident. Es besteht durchaus die Hoffnung, dass dies nicht nur für Herrn Seehofer gut ist, sondern dass es auch den Tierschutz voranbringt, schlieslich fielen in seine Amtszeit als Landwirtschaftsminister der Fall des Käfighaltungsverbotes, Gammelfleischskandale ohne Ende, das Aufstallungsgebot für Geflügel, die Verhinderung einer Änderung des Schächtparagraphen, der QS-Skandal und vieles mehr.
Wir wünschen Herrn Seehofer in seiner neuen Position mehr Erfolg.

Italienisches Zugvogelmassaker beginnt

Seit dem 21. September erlaubt die italienische Regierung wieder die Jagd auf Zugvögel. Über vierzig Vogelarten sind zum Abschuss freigegeben.
Zeitgleich beginnt auch die Wilderersaison. Vor allem in den Südalpen wird alljährlich Singvögeln mit Fallen und Netzen nachgestellt, in denen sie qualvoll verenden. Und das alles obwohl Singvögel durch EU-Recht geschützt sind.
Begünstigt wird dieses durch das zögerliche Vorgehen der italienischen Regierung gegen diese Gräuel.
Das Komitee gegen den Vogelmord organisiert ab dem 4. Oktober in Brescia mit über 200 Vogelschützern aus ganz Europa wieder ein Vogelschutzcamp.

Weitere Informationen finden Sie auf der Hompage des Komitees.

Walmassaker in Grönland

Grönländische Jäger schlachteten ein ganzes Rudel Narwale ab. Die Überreste von 48 Tiere darunter auch zwei Walbabys wurden am Strand Ostgrönlands gefunden. Die Stoßzähne männlicher Wale bringen den Jägern in Grönland 1500 Euro pro Tier ein, auf dem illegalen Weg (Export) sogar noch mehr. Übrigens ist in Grönland nur das töten von Walmüttern und Walbabies verboten, obwohl Narwale durch das Washingtoner Artenschutabkommen geschützt sind.

Deutsche Fleischexporte legen über 25 % zu

Stolz verkündet das Bundeslandwirtschafts-ministerium auf seiner Homepage einen Anstieg der deutschen Fleischexporte im ersten Halbjahr 2008 um 25,5 %. In Deutschland selbst stagniert die Nachfrage Aufgrund von Gammelfleisch- Skandalen und der langsam greifenden Bewusstseinsänderung der Verbraucher.

Die Fleischproduktion ist ein Hauptfaktor für die Klimaveränderung, das Welternährungsproblem und nicht zuletzt millardenfachen Tierleids.

Alljährliche Pferdehölle von Pardubice

Mit massiven Sicherheitsvorkehrungen findet auch dieses Jahr wieder das Pferdeschlachten von Pardubice statt. Beim ‚Velka Pardubicka‚ dem ‚Sleepchase von Pardubice‚ blieben bereits über 50 Pferde im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke.
Sie brachen sich Beine, Wirbelsäulen, starben Qualvoll, mussten vor Ort oder wenige Tage später eingeschläfert werden, kurz sie wurden dem Ehrgeiz der Besitzer und Jockeys geopfert.

Nach massiven Protesten durch Tierschützer Ende der Neunziger Jahre findet das Rennen unter massiven Überwachungsmassnahmen statt.

Protestieren Sie beim Tschechischen Botschafter in Berlin gegen diese Barbarei.

Pferde sind kein Sportgerät.

Tiermehlverbot soll aufgehoben werden

Der Präsident des deutschen Bauernvernbandes Gerd Sonnleitner fordert die Regierung auf, Tiermehl als Futtermittel wieder einzuführen.

Der Grund hierfür ist einfach, Tierfutter ist so teuer wie noch nie zuvor. Da Tiermehl in Verdacht steht BSE auszulösen stände damit dem nächsten Fleischskandal nichts mehr im Wege.

Auch hier ist der Veganer klar im Vorteil.

Lübecker Tierpark vor dem aus

Seit Jahren steht der Lübecker Tierpark Israelsdorf in der Kritik. Gestern nun hat das Lübecker Stadtparlament beschlossen, den Pachtvertrag für den Tierpark nicht zu verlängern und damit dessen Ende für das Jahr 2011 besiegelt. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte wertet diese Entscheidung als lang erkämpften Sieg für den Tierschutz.
Im Tierpark leben rund 100 Tiere, von Meerschweinchen und Ziegen bis zu Kamelen, Schimpansen und Braunbär Bruno.

Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte kommentiert: "Dieser Fall sollte bundesweit als warnendes Beispiel dienen. Er zeigt, dass Tierparks den Ansprüchen der Tiere meistens nicht gewachsen sind. Gerade Schimpansen und Braunbären können in Zoos nicht ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden."

Hoffen wir dass noch viele weitere Zooschließungen folgen.

Auch Vier Pfoten fordert Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen

In einer einzigartigen Clip-Sammlung dokumentiert VIER PFOTEN die Haltungsbedingungen von Wildtieren im Zirkus, darunter bekannte Unternehmen wie Zirkus Krone. ?
Bei der Forderung nach einem Verbot der Haltung von Wildtieren in Zirkussen hat Vier Pfoten nun prominente Unterstützung gefunden.
Der Schauspieler und Comedian Dirk Bach in einer Presseerklärung zum Welttierschutztag am 4.Oktober:
"Elefant, Bär, Tiger und Co. können im Zirkus niemals artgerecht leben. Darum unterstütze ich die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN mit der Forderung nach einem Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen‚.
Weitere Informationen finden Sie auf der Aktionsseite derTierschutzorganisation.
Vier Pfoten

Die Tierrechtsnews zum ansehen

Bundesregierung bleibt Tiernutzungslobby Treu

Die Skandalösen Zustände in der Mastkaninchenhaltung löst keine Handlung bei der Bundesregierung aus. Es seien keine Haltungsvorschriften für Mastkaninchen geplant wie sie von Tierschutzverbänden und dem Handelskonzern Rewe gefordert, so die Bundesregierung in einer kleinen Anfrage.

Die einzige Chance für die geqäulten Tiere scheint wieder einmal der Verbraucher zu sein:

Kaufen Sie bitte kein Fleisch von Kaninchen.

Sport ist Mord

Der renommierte deutsche Springreiter Christian Ahlmann ist des Dopings überführt. Er verabreichte seinem Pferd Cöster das verbotene Mittel Capsaicin, welches der besseren Durchblutung dient. Ahlmann streitet ab gewusst zu haben das Capsaicin auf der Dopingliste steht. Dies begründet er damit das er seinem Pferd diese Salbe schon 3 Monate verabreicht, da es an Rückenschmerzen leidet. Die olympische Komission hat jedoch klare Richtlinien. So muß jeder Springer 8 Wochen vor Olympia und während der olympischen Spiele sämtliche Behandlungen seinem zuständige Arzt melden. Dies hat Ahlmann nicht getan und ist damit unglaubwürdig.

Welche gesundheitlichen Folgen bzw. Nebenwirkungen dies für sein Pferd hat interessiert nicht. Es ist ja nicht Ahlmanns zerschundener Rücken auf dem zur Befriedigung des persönlichen Ergeizes herumgeritten wird.

Tiere sind keine Sportgeräte!

...und noch einmal Olympia

Im Vorfeld der olympischen Spiele haben die Chinesen wieder einmal bewiesen, dass Tierschutz für sie kein Thema ist.

Also hat mal eben der Direktor des Landwirtschaftsbüros entschieden das 200000 streuende Katzen und 10000 Hunde zu Tode geknüppelt, verbrannt, vergiftet oder einfach in winzige Käfige gesperrt und durch Nahrung- und Wasserentzug liquidiert werden, damit die ausländischen Besucher einen sauberen Eindruck von Peking erhalten.

Es könnte ja zu Zusammenstößen zwischen Sportler und Tier kommen.

Das IOC sowie die internationale Presse wusste von den Vorfällen, jedoch wurde dieses Thema totgeschwiegen.

Listeriose ‚ Die Rache der Rinder

In Kanada sind 12 Menschen durch den Verzehr von verdorbenem Fleisch gestorben und 14 erkrankt. Die Fleischprodukte der Firma Marple Leaf u.a.Corned Beef, Roastbeef, Salami, Räucherschinken, Würste sowie Putenfleisch enthielten Listeriosebakterien. Nach dem Verzehr der Fleischprodukte erkrankten die Personen an Listeriose. Die Zahl der Listeriosen beim Menschen als Folge von Lebensmittelinfektionen ‚ mit teils tödlichem Ausgang ‚ ist in den letzten Jahren auch in Europa stark angestiegen.
Auch hier ist der Veganer klar im Vorteil.

Tierschutzaktivisten wieder frei

So plötzlich wie die österreichischen Tierschutzaktivisten interniert wurden, so plötzlich wurden sie nun wieder freigelassen. Begründet wurde die Freilassung damit, dass eventuell zu erwartende Haftstrafen in keinem Verhältnis zu der bereits abgesessenen Untersuchungshaft steht.

Die Tierschützer fordern eine Änderung des Paragraphen 278a des österreichischen Strafgesetzes, der eigentlich der Bekämpfung der organisierten Kriminalität gedacht war.

Dieser Paragraph wurde von der Polizei und Staatsanwaltschaft missbraucht um die Tierschützer einzukerkern, nachdem anderthalb Jahre Ermittlungen, mit allen erdenklichen Überwachungsstaatlichen Methoden nicht zu einem Ergebnis geführt haben.

Tu felix Austria.

Elefantenbaby mishandelt

Dass Tiere in Zoos in viel zu kleinen Kerkern gehalten werden ist allgemein bekannt. Begründet wird dies mit einer sogenannten ‚Artenreserve‚. Was Tieren in Deutschen Zoos noch so alles passiert hat jetzt die Peta aufgedeckt. Petas Videomaterial zeigt wie ein Pfleger im Tierpark Berlin ein Elefantenbaby mit dem sogenannten ‚Elefantenhaken‚ durch das Gehege prügelt. So brutal und wiederwärtig die Bilder sind, so alltäglich sind sie leider auch. Schliesslich ist der Elefantenhaken das bevorzugte Arbeitsgerät der Tierqäuler in Zoos und Zirkussen.

Peta fordert vom Tierpark Berlin personelle Konsequenzen aus dem Vorfall. ‚Solange Elefanten Ihr Dasein in Gefangenschaft fristen müssen, wird menschliche Gewalt und Leiden ihr Alltag bleiben‚, so Frank Albrecht von der Peta.

Immer wieder kommt es in Zirkussen zu Unfällen

Am 26.07.08 kam es während der Vorstellung des Zirkus Krone in Münster zu einem Zwischenfall. Der Löwendompteur Lacey wurde von einem Löwen an der Wange verletzt, als der Löwe Kassanga ihn in der Abschlusssequenz küsste. Zur Sicherheit ist er in ein Krankenhaus gebracht wurden, um die Wunde zu desinfizieren.

Wer sich in Gefahr begibt...

¬†Day of Caring: Mitarbeiter von ArcelorMittal Bremen unterstützen Tierrechtsbund Aktiv e.V. in ihrer Freizeit.

Am 29.08.2008 ab 15:00 Uhr haben Mitarbeiter ArcelorMittal Bremen im Rahmen eines Day of Caring beim Aufbau des Tierrechtszentrums Sandstedt-Offenwarden geholfen.

Das Prinzip de
s Day of Caring ist einfach: Unternehmen stellen ihre Mitarbeiter für einen Tag frei, damit diese in gemeinnützigen Einrichtungen für den guten Zweck tätig werden. Die Idee stammt aus den USA und wird in Bremen seit nunmehr fünf Jahren von der Freiwilligen-Agentur umgesetzt.

7 Mitarbeitern verstärkt von ihren Kindern haben einen Weg zum Backhaus angelegt, den Ausbau des Backhauses vorangetreiben, sowie allgemeine Gartenarbeiten verrichtet. Dieses mal waren die Mitarbeiter nicht freigestellt, sondern in ihrer Freizeit zum helfen angetreten.

Das Tierrechtszentrum bietet den Besuchern die Möglichkeit Seminare zu besuchen,
um u. A. den richtigen Umgang und die artgerechte Haltung von Tieren zu erlernen. In einzelnen Beratungsgesprächen soll geklärt werden, ob man sich ein Haustier zulegen sollte, welches das richtige Tier ist und welche Verantwortung man dafür übernehmen muss. Probleme wie Urlaub und Krankheit werden thematisiert. Zudem kann anhand der anfallenden ‚Arbeit‚ für das jeweilige Wunschtier, festgestellt werden, ob es wirklich der richtige Gefährte ist. Es soll in Zusammenarbeit mit vielen anderen Vereinen ein ‚Tierführerschein‚ entwickelt werden.
Zudem werden wir z.B. Therapien für Hunde in unserem Bewegungstherapiebecken anbieten, die von einem Tierarzt und einer Chiropraktikern begleitet werden

Der Tierrechtsbund Aktiv e.V. bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmern sowie bei der Freiwilligen Agentur Bremen für die grossartige geleistete Arbeit.

Day of Caring: SWB Vertrieb Bremen GmbH unterstützt Tierrechtsbund Aktiv e.V.

Am 27.08.2008 ab 9:00 Uhr haben Mitarbeiter der SWB Vertrieb Bremen GmbH im Rahmen eines Day of Caring beim Aufbau des Tierrechtszentrums Sandstedt-Offenwarden geholfen.

Das Prinzip de
s Day of Caring ist einfach: Unternehmen stellen ihre Mitarbeiter für einen Tag frei, damit diese in gemeinnützigen Einrichtungen für den guten Zweck tätig werden. Die Idee stammt aus den USA und wird in Bremen seit nunmehr fünf Jahren von der Freiwilligen-Agentur umgesetzt.

Die SWB Vertrieb Bremen GmbH hat mit 17 Mitarbeitern den Ausbau des Kaninchenauslaufs auf die 4-fache Größe bewerkstelligt, den Ausbau des Backhauses vorangetreiben, die im letzten Jahr errichteten Zäune gestrichen, sowie allgemeine Gartenarbeiten verrichtet.

Das Tierrechtszentrum bietet den Besuchern die Möglichkeit Seminare zu besuchen,
um u. A. den richtigen Umgang und die artgerechte Haltung von Tieren zu erlernen. In einzelnen Beratungsgesprächen soll geklärt werden, ob man sich ein Haustier zulegen sollte, welches das richtige Tier ist und welche Verantwortung man dafür übernehmen muss. Probleme wie Urlaub und Krankheit werden thematisiert. Zudem kann anhand der anfallenden ‚Arbeit‚ für das jeweilige Wunschtier, festgestellt werden, ob es wirklich der richtige Gefährte ist. Es soll in Zusammenarbeit mit vielen anderen Vereinen ein ‚Tierführerschein‚ entwickelt werden.
Zudem werden wir z.B. Therapien für Hunde in unserem Bewegungstherapiebecken anbieten, die von einem Tierarzt und einer Chiropraktikern begleitet werden

Der Tierrechtsbund Aktiv e.V. bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmern der SWB Vertrieb Bremen GmbH sowie bei der Freiwilligen Agentur Bremen für die grossartige geleistete Arbeit.


Pressemitteilung
9. Juli 2008

Über eine Million Euro Steuergelder für Affenversuche
Bremer Hirnforscher Kreiter will Fortführung der umstrittenen Tierversuche notfalls einklagen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat weitere 1,2 Millionen Euro für die Affenversuche der Universität Bremen bewilligt. Seit mehr als zehn Jahren tobt der Streit um die umstrittenen Tierversuche. Hirnforscher Andreas Kreiter will bis vors Bundesverfassungsgericht ziehen, sollte die Verlängerung seiner Experimente nicht genehmigt werden.

Seit seiner Berufung an die Bremer Uni im Jahr 1997 wird die Forschungstätigkeit Kreiters von unzähligen Protesten zehntausender Bürger begleitet. Unter anderem organisierten der Bremer
‚Tierrechtsbund Aktiv‚ und die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche Anfang 2007 eine Mahnwache mit der Forderung, die Versuche einzustellen.
Im März 2007 reagierte die Politik. Die Bremer Bürgerschaft beschloss einstimmig den geordneten Ausstieg

aus den Affenversuchen.

Auch die Bremer Landesregierung drehte den Geldhahn für Kreiter zu. Allerdings erhält der Hirnforscher nach eigenen Angaben von der Bremer Landesregierung sowieso so gut wie kein Geld. Er finanziert sich aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung und Technologie, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der EU sowie diverser Stiftungen. Jetzt bewilligte die DFG erneut 1,2 Millionen Euro für die Affenversuche der Uni Bremen. Die DFG wird aus öffentlichen Geldern von Bund und Ländern finanziert.

Es ist zu erwarten, dass der Antrag auf Verlängerung der Versuchsgenehmigung durch die zuständige Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales abgelehnt wird. Die Universität Bremen hat bereits angekündigt, dass sie sich notfalls bis zum Bundesverfassungsgericht durchklagen will, um die Versuche durchzusetzen.

Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche nennt die Bremer Affenversuche "extrem grausam und wissenschaftlich sinnlos". Den Makakenaffen werden Messgeräte auf dem Schädel implantiert. Dann werden sie in Primatenstühlen fixiert und der Kopf wird unbeweglich angeschraubt. Außerhalb der Experimente erhalten die Affen nichts zu trinken. Für gute Kooperation gibt ein paar Tropfen Saft. "Die Tiere leiden unter permanentem Durst, der sie dazu zwingt, für etwas Flüssigkeit alles zu machen, was von ihnen verlangt wird", sagt Dr. med. vet. Corina Gericke, Fachreferentin bei Ärzte gegen Tierversuche. "Die Torturen müssen die intelligenten Tiere über Jahre meist täglich mehrere Stunden lang ertragen". Dabei handelt sich um reine Grundlagenforschung ohne praktischen Bezug. "Eine mögliche Behandlung von Alzheimer oder Epilepsie ist nur vorgeschoben", so die Tierärztin weiter. "Tatsächlich ist der Nutzen für kranke Menschen gleich null".

Im März 2007 wurden ähnliche Versuche an der Charité in Berlin durch die zuständige Genehmigungsbehörde abgelehnt. Im November 2006 lehnte die Regierung von Oberbayern die Fortsetzung der Versuche an Affen im Bereich der Hirnforschung im Klinikum Grosshadern in München ab. Während der Forscher in Berlin die Einspruchsfrist verstreichen ließ, legte der Antragsteller in München Widerspruch ein, über den noch nicht entschieden ist. Die Ärztevereinigung hält die Ablehnung der Genehmigungsanträge in Berlin und München für wegweisend.

"Es kann nicht angehen, dass sich ein aus Steuergeldern finanzierter Forscher über den Willen der Bevölkerung und den demokratisch erzielten Beschluss der Politik einfach hinwegsetzt", so Andreas Zemke, erster Vorsitzender des Bremer Tierrechtsbund aktiv. ‚Wir fordern Senatorin Renate Jürgens-Pieper auf, hart zu bleiben und die Versuche nicht weiter zu genehmigen. Nach mehr als zehn Jahren muss die Qual der Affen endlich ein Ende haben".

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Kontakt:
Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Landsbergerstr. 103
80339 München
Tel: 089-3599349
Fax 089-35652127
info@aerzte-gegen-tierversuche.de
www.aerzte-gegen-tierversuche.de

Tierrechtsbund aktiv e.V.
Duisburger Str. 3
28199 Bremen
Tel: 0421-5228732
Fax: 0421-5979555
tierrechte@tierrechtsbund-aktiv.de
www.tierrechtsbund-aktiv.de

www.escada-campaign.org heißt jetzt www.antifur-campaign.org

Der Pelzhandelskonern Escada AG hat mit Hilfe seiner Anwälte die Abschaltung der vom Kampagnennetzwerk benutzten Homepage www.escada-campaign.org und derren Umleitung auf die Konzernhomepage durchgesetzt.

Begründet wurde diese Verfügung damit, dass durch die Verwendung des Begriffes "Campaign" nicht eindeutig die kritische Bezugnahme zu erkennen sei und dies somit eine Art der Copyright-Verletzung darstelle.

Alle Versuche des Global Network Against the Fur Industry die Verfügung abzuwenden wurden abgeschmettert, sodass die Webpräsenz der Escada-Campaign nun unter der Domain www.antifur-campaign.org zu finden sein wird:

Die ständigen Repressionsversuche der Escada AG zeigen umso deutlicher, wie sehr Escada mit seinem Latein am Ende ist und nach jedem Strohhalm greift, um diese globale Kampagne anzugreifen und mundtot zu machen.
www.antifur-campaign.org

Keine Tollwut mehr in Deutschland.

In Deutschland gibt es keine Tollwut mehr. Die früher tödlich verlaufende Krankheit wurde laut dem Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel' seit über zwei Jahren weder bei Menschen noch bei Tieren festgestellt.?Damit erfüllt die Bundesrepublik erstmals die internationalen Kriterien der 'Weltorganisation für Tiergesundheit' und gilt als tollwutfrei. (...)?Die Tollwut wurde imimer wieder als wichtiges Argument für die Jagd herangezogen, obwohl wissenschaftliche Studien immer wieder Bewiesen, dass die Jagd die Tollwut eher begünstigt als bekämpft.
Mittlerweile schützen Impfungen bei Haustieren vor dem Ausbruch der sogenannten Wutkrankheit. Massenimpfungen durch ausgelegte Köder haben in den letzen 25 Jahren zudem die Krankheit bei Wildtieren verhindert und in Deutschland nahezu ausgerottet.

Fleisch raubt Dir die Lebenskraft

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelüberwachung hat den Jahresbericht Lebensmittelüberwachung für das Jahr 2007 veröffentlicht.
Bei über 1 Mio. Kontrollen wurden insgesamt 129000 Betriebe beanstandet..
Mit über 21%. machten erwartungsgemäß Fleisch und Fleischerzeugnisse den Großteil der beanstandeten Proben aus.
Auch hier ist der Veganer klar im Vorteil.

Staatsterror gegen Tierschutz

In den letzten Sendungen berichteten wir über die Repressalien für Tierschützer durch die Polizei in Ästerreich. Mittlerweile kommen immer mehr unglaubliche Details ans Tageslicht:
Die Staatsanwalt und Polizei-Sonderkommission haben sich redlich bemüht Verdachtsmomente zu konstruieren und aufzubauschen, sowie Entlastendes zu vertuschen. Ein paar Beispiele:
Ein Belastungszeuge wurde erfunden
Ein Bekennerschreiben wurde erfunden
Ein Ofenbrand wurde zu einer Tierschutzbrandstiftung erklärt
Eine Tatzeit wurde um 2 Tage verlegt, um einen Verdacht zu konstruieren
Der Brand in einer Bettfedernfabrik vor 9 Jahren, bei dem die Brandursache unbekannt war, wurde als Tierschutzanschlag neu aufgewärmt
Das Interview einer amerikanischen Zeitung mit einem Tierschützer wurde falsch übersetzt, als ob er kriminnelle Straftaten zugeben würde
Aufgestochene Reifen eines Polizeiautos werden grundlos TierschützerInnen in die Schuhe geschoben

Wenn auch Sie diese Vorgänge ungeheuerlich finden, schreiben Sie dem Ästerreichischen Botschafter:

berlin-ob@bmeia.gv.at
Mehr Infos: VGT.AT

TASSO warnt vor Exotenhaltung

Die Tierschutzorganisation TASSO warnt ausdrücklich davor, sich ohne das nötige Fachwissen Exoten zu halten. ‚Unfälle durch den unsachgemäßen Umgang mit Reptilien, Vogelspinne und Co. können im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen. Selbst erfahrene Tierhalter sind schon von ihrer Schlange gewürgt worden oder haben¬† sich beim Häuten einer Vogelspinne durch die herumfliegenden Hautpartikel die Augen verätzt.‚ Exoten gehören keinesfalls in die Hände von Laien oder Kindern.
Tasso

Die News 0808 zum ansehen:

Rock the Dog

Konzerttip:
Mucke hörn, Party machen und auch noch Gutes tun? Das sind ja drei Sachen auf einmal, das geht nun wirklich niicht.

DOCH

Am Samstag dem 9. August findet um 19:00 Uhr im Landcafé Mulmshorn ein Benefizkonzert zu Gunsten des Tierheim Mulmshorn statt. Mit dabei sind:

  • Gate One
  • Shotgunband
  • uns Muckefuck

Also hingehen, Mucke hörn, Party machen und auch noch Gutes tun. Das sind ja sogar vier.

Raucher töten - nicht nur Menschen

Unzählige Tiere - Hunde, Katzen, Fische, Nager, Vögel und zahlreiche andere - werden systematisch von ihren "Besitzern" vergiftet. "Rauchen fügt Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu", steht verharmlosend auf vielen Zigarettenpackungen. Andere Tiere bleiben unerwähnt.

"Haustiere", zum Passivrauchen ezwungen, haben ein signifikant erhöhtes Risiko frühzeitig beispielsweise an Lungen-, Nasen- oder Mundkrebs zu sterben. Hinzu kommt die Gefahr einer Nikotinvergiftung (auch bei Kleinkindern die häufigste Vergiftungsursache nach Medikamenten).

"Dabei sprechen viele Gründe fürs Nichtrauchen. Wie Veganer profitieren Nichtraucher von der gesünderen Lebensweise. Während für Tabakanbau und Tierhaltung die Umwelt durch Waldrodung und anfallenden beziehungsweise benötigten Dünger bedroht wird, könnten mit dem Anbau von veganen Nahrungsmitteln mehr Menschen ernährt werden. So ist auch aus humanitärer Sicht sowohl Nichtrauchen als auch Veganismus zu bevorzugen", erklärt Claude Martin von Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus. "Trotzdem ist für ethisch motivierte Menschen eins entscheidend: Die tierrechtsethische Motivation Leid und vorzeitigen Tod zu vermeiden."

"Speziesismus ist die Diskriminierung aufgrund der Artzugehörigkeit, analog zu Rassismus oder Sexismus", so Achim Stößer von Maqi. "Als Antispeziesisten verwenden wir uns also für das Recht auf psychische und, wie in diesem Fall, physische Integrität sowohl von Menschen als auch von nichtmenschlichen Tieren, unabhängig von der Spezies."

Aus diesem Grund hat die Tierrechtsinitiative Maqi den Artikel "Rauchende Hunde" erarbeitet, der diese Problematik beleuchtet.

Der Artikel erscheint anläßlich des Weltnichtrauchertags (alljährlich am 31. Mai) und ist kostenlos (auch als Druckvorlage) erhältlich auf der Internetseite der Tierrechtinitiative (http://maqi.de/txt/rauchende-hunde.html).

Lesen Sie den gesamten Artikel hier

Umweltjournal 26.05.08

400 Kängurus werden eingeschläfert

Das Australische Verteidigungsministerium lässt momentan mehrere hundert Kängurus am Rande der Hauptstadt Canberra einschläfern. Diese Maßnahme hat zu hitzigen Diskussionen in Australien und internationalen Schlagzeilen geführt. Die Situation ist besonders kritisch in zwei abgeschlossenen Militärgebieten am Rande Canberras, die ein idelaes Refugium für die Ästlichen Grauen Riesenkängurus (Macropus giganteus) bilden.

Die Grasflächen dort sind mittlerweile völlig überweidet - mit dramatischen Konsequenzen für andere Tierarten. Denn gerade diese Flächen zählen zu den wenigen verbliebenen natürlichen Grasflächen Australiens und sind damit auch eine der übrig gebliebenen Reservate für bedrohte Tierarten wie die Sonnenmotte (Synemon plana) oder den Ohrlosen Graslanddrachen (Tympanocryptis pinguicolla) eine der seltensten Eidechsenarten überhaupt.

Etwa 400 der rund 600 Kängurus auf dem 200 Hektar großen Militärgebiet werden in den nächsten Tagen betäubt und anschließend eingeschläfert. Ein Umsiedlungsprogramm war zuvor von der Regierung als zu teuer abgelehnt worden. Eine Umsiedlung hätte außerdem das Problem nur verlagert.

Umweltjournal 26.05.08

Ausgesummt

Bienen sind die Sympathieträger unter den Insekten und für Mensch und Natur ungemein nützlich. Doch in letzter Zeit häufen sich Meldungen, dass es Biene Maja und ihre Schwestern immer schwerer haben. Derzeit verzeichnen die badischen Imker trotz schönsten Wetters massive Schwächungen, ja den Zusammenbruch ihrer Bienenvölker entlang der Rheinschiene. Schuld könnte ein Nervengift sein, das eigentlich Maisschädlingen den GAraus machen sollte.

Traditionell lassen über 50 Prozent der Imker Baden-Württembergs ihre Bienenvölker in den Auwäldern entlang des Rheins überwintern. Das milde Winterklima und eine gute Frühjahrsentwicklung aufgrund guter Versorgung mit Nektar und Pollen aus Weidenkätzchen, Wildkirschen und Bärlauch lassen die Bienenvölker bald eine gute Stärke erreichen, so dass die Völker schneller die notwendige Volksstärke erreichen.

Dieses Jahr ist das anders. Der Berufsimker Christoph Koch sieht seine Völker nicht wachsen, sondern dahin schmelzen wie Schnee in der Sonne. Und der Landesvorsitzende der Badischen Imker Ekkehard Hülsmann meldet Alarmierendes und verfasste einen Brandbrief an den baden-württembergischen Landwirtschaftsminister, in dem er eilige Maßnahmen fordert, um weitere Verluste zu vermeiden.

Die Imker vermuten aufgrund ähnlicher Erfahrungen wie sie in Italien gemacht wurden, dass das mit dem hochtoxischen Nervengift Clothianidin gebeizte Mais-Saatgut für das Sterben der Bienenvölker verantwortlich ist. Hersteller des Agrargiftes ist die Firma Bayer Cropscience, aus deren Haus auch der verwandte Vorgängerwirkstoff Imidacloprid kam, der schon in Frankreich für das Massensterben von Bienen verantwortlich gemacht wurde. Im Vergleich zu Imidacloprid ist Clothianidin um ein Vielfaches giftiger. Es wird eingesetzt, um den Mais-Wurzelbohrer zu bekämpfen - und Teile Baden-Württembergs und Bayerns sind Mais-Wurzelbohrer-Gebiet.

Die italienischen Imker, bei denen die Aussaat des Mais schon vor einigen Wochen erfolgte, konnten bei Untersuchungsproben aus verendeten Bienen den Wirkstoff Clothianidin nachweisen. Clothianidin ist Bestandteil des Agrargiftes Poncho Pro, welches für das Beizen des Mais-Saatgutes verwendet wird.

Vermutet wird nun, dass durch den Einsatz der Saatmaschinen aufgewirbelte Stäube beispielsweise auf blühende Rapsfelder und Blumenwiesen oder auch Wasserpfützen abdriften, die von den Bienen beflogen werden. Für wie gefährlich das Mittel eingeschätzt wird, zeigt eine Warnung der französischen Veterinärämter: Sie raten Imkern eindringlich davon ab, mit ihren Bienenvölkern in entsprechend behandelte Gebiete einzuwandern, und empfehlen, diese Gebiete sogar für einige Jahre zu meiden, denn Clothianidin baut sich nur sehr langsam im Boden ab bzw. die Abbauprodukte sind teilweise noch toxischer. Im Elsaß demonstrierten Imker bereits gegen die Anwendung von Clothianidin und fordern ein Verbot.

Lesen Sie den gesamten Artikel hier

Umweltjournal 25.05.08

"Vegetarier leben länger"

Viele Zweifler behaupten, dass eine vegetarische/ vegane Ernährung für die Gesundheit des Menschen problematisch sei. Doch auch diese sollten spätestens jetzt überzeugt sein, dass eine leichenfreie Ernährung nicht nur positiv für Klima und Umwelt ist, sondern auch für den Menschen wesentlich gesünder. Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat vor Kurzem das Ergebnis einer Langzeitstudie zu diesem Thema veröffentlicht, aus welcher hervorgeht dass Vegetarier und Veganer sogar länger leben und eine vegetarische/ vegane Ernährung sogar als Therapie geignet ist um Krankheiten zu heilen. Sehen Sie hier einen Bericht des ORF zu diesem Thema.

Falls Sie auf eine vegetarische oder vegane Ernährung umsteigen möchten, hier ein paar nützliche Links:

Ergebnisse der Vegetarierstudie des Deutschen Krebsforschungszentrums

Vegetarierbund Deutschland e. V.

Wikipedia über Veganismus

Vegan.de die vegane Informationsquelle

DKFZ 23.05.08

Rund ein Drittel aller Tierarten in vergangenen 35 Jahren verschwunden

Land- und Süßwasserbewohner im asiatisch-pazifischen Raum besonders betroffen

Beim Thema Artenschutz gibt es keine Entwarnung: Seit 1970 ist die biologische Vielfalt des Planeten um 27 Prozent zurückgegangen. Das geht aus dem "Living Planet Index 2008" des WWF hervor, den die Umweltschutzorganisation im Vorfeld des UN-Umweltgipfels in Bonn http://www.cbd.int vorlegte. "Seit den 1970er Jahren haben wir einen drastischen Verlust von einem Drittel der Arten verzeichnen müssen. Seit einigen Jahren haben wir aber eine Abflachung der Kurve feststellen können", sagt Christoph Heinrich, Leiter Naturschutz beim WWF Deutschland im gegenüber pressetext. Dennoch werde der Negativtrend sich weiter fortsetzen. "Zwar scheinen die zahlreichen Maßnahmen für den Artenschutz jetzt stabilisierend zu wirken, aber die Naturzerstörungstrends - Klimawandel, Überfischung und Entwaldung - verschlimmern sich im Gegenzug immer mehr." Auf eine Trendwende sei derzeit also nicht zu hoffen.

Der "Living Planet Index" misst anhand der Daten von 4.000 Populationen in fast 1.500 Arten - darunter Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere - die Entwicklung der globalen Wildtierbestände. "Dabei haben wir repräsentative Arten aus allen Kontinenten und Äkosystemen gewählt", erläutert Heinrich. "Wenn eine solche Art abnimmt, dann gibt dieser Umstand Hinweis darauf, dass auch mit dem gesamten Äkosystem etwas nicht stimmt und womöglich auch andere Arten gefährdet sind." Besonders schlecht sehe es für Arten in Asien und in den tropischen Bereichen aus, auch die Bewohner von Wäldern und Süßwassersystemen seien stärker bedroht. So ist der Index für Land- und Süßwasserarten im asiatisch-pazifischen Raum um 70 Prozent gefallen, auch in Europa habe der Index um 35 Prozent abgenommen. "Auch Tierarten, die auf große freifließende Flüsse als Lebensraum angewiesen sind, sind zum Niedergang verdammt", fügt Heinrich an, da deren Habitat durch menschliche Einflussnahme stetig denaturiert werde.

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Pressetext 16.05.08

Bau von Tiermastställen nimmt zu

In Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt entstehen Mega-Schweinefabriken, teilweise mit mehr als 80.000 Schweinen pro Betrieb. Holländische Investoren kommen mit riesigen EU-Subventionen im Gepäck nach Deutschland.

Dabei suchen die Investoren offensichtlich absichtlich Standorte, wo eine hohe Arbeitslosigkeit vorhanden ist. Mit dem Versprechen von Jobs versuchen die Investoren, Einwände der Bevölkerung gegen mögliche Umweltschäden und Verletzungen von Tierschutzstandards zu unterbinden. ‚Mastbetriebe mit bis zu 80.000 Schweinen, das kann nur in einer Katastrophe enden‚, so Ingo Schulz vom Deutschen Tierschutzbüro in Köln.

Das Deutsche Tierschutzbüro hat in den vergangenen Jahren ständig im Bereich von Schweinezüchtern und -mästern recherchiert. ‚Dabei sind immer wieder Mega-Betriebe negativ aufgefallen. Von artgerechter Unter T. versteht man die Haltung von Nutztieren (Pferd, Rind, Schwein, Schaf, Geflügel u.a.) sowie Haus- (Katze, Hund, Vögel u.a.) und Zootieren unter menschlicher Pflege und Aufsicht.Tierhaltung keine Spur, die hygienischen Zustände waren ,unter aller Sau‚Äò‚, so Schulz weiter.

Aber auch bei dem Geflügel sieht es nicht besser aus; Hühner-, Hähnchen-, Enten- und Putenställe, die Bauanfragen häufen sich.

Bauboom bei Großmastanlagen: Laut einer Greenpeace-Umfrage liegen den Kreisverwaltungen bundesweit mehr als 1.000 Anträge für den Neubau oder die Erweiterung von Großmastanlagen vor, die sich zum größten Teil auf Stallungen für Schweine, Puten und Hähnchen beziehen.

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Umweltjournal 15.05.08

Handel mit exotischen Tieren bedroht heimische Artenvielfalt

Millionen Wildtiere aus aller Welt kommen alljährlich durch den Zoohandel nach Deutschland. Entkommen sie oder werden sie aus¬≠ge¬≠setzt, kann dies weit reichenden Folgen für die heimische Natur haben: Die Ein¬≠dring¬≠linge verdrängen ihre hiesigen Artverwandten und brin¬≠gen das Äkosystem aus dem Gleichgewicht.

Die Arten¬≠schutzorga¬≠nisation Pro Wildlife appelliert an die Vertragsstaaten der UN-Konvention zur bio¬≠logischen Vielfalt (CBD), mit Importverboten die Ausbreitung so genann¬≠ter invasiver Arten aufzuhalten und die Heimtierbranche als Verursacher stärker in die Pflicht zu nehmen.

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Umweltjournal 15.05.08

News Mai 2008

05.05.08

Mars Inc. versucht sich in Imagepflege

Mars Inc. ist ein großer amerikanischer Konzern, der in letzter Zeit durch seine sinnlosen Tierversuche sowie die Beimischung von Fleischabfällen in seine Schokoriegel, in Verruf geraten ist. Nun versucht er verstärkt in letzter Zeit in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tierschutzbund sein Image aufzubessern. Mit den Kampagnen der Tochterfirma Masterfoods wie z. B. von Pedigree ‚Liebevolles Zuhause gesucht‚ verleiht er dem eigentlichen guten Zweck einen sehr negativen Beigeschmack. Teile des Geldes die durch den Verkauf von Pedigree-Produkten erwirtschaftet werden kommen dem Deutschen Tierschutzbund e.V. zur Gute. Doch ist das als würde man sich vom Feind kaufen lassen. Der Konzern, der Tierabfälle an ahnungslose Tierbesitzer verkauft versucht sich mit der Solidarität des Deutschen Tierschutzbundes ein tierfreundliches Image zu erkaufen. Und der Deutsche Tierschutzbund setzt dieses Geld wieder gegen die Abschaffung von Tierversuchen ein? Das Geld, welches er von einem Unternehmen bekommt welches selbst sinnlose Tierversuche macht?

Weiterführende Links:

http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2007/03/07/a0115

http://www.peta.de/tierversuche/tdliche_tierversuche_bei_mars.1292.html

05.05.08

Revidierte Schweizer Tierschutzverordnung verschärft Vorschriften für Delphinhaltung

Diese Woche informierte der Bundesrat über die revidierte Tierschutzverordnung. Neu gehören ‚ entsprechend den Forderungen von OceanCare ‚ so genannt Walartige oder Cetacea in die Kategorie der Wildtiere mit besonderen Ansprüchen an Haltung und Pflege (Art. 92). Aufgrund der besonderen Ansprüche wird die Haltung von Walen und Delphinen nur noch bewilligt, wenn erwiesen ist, dass diese dem neuesten Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse in Ethologie, Veterinärmedizin, Meeresbiologie, Akustik und Hygiene Rechnung trägt.

In Delphinarien und Aquaparks schwimmen Delphine weitab ihrer sozialen Gruppe in eintöniger Umgebung endlose Kreise. Sie, die im offenen Meer täglich Distanzen von bis zu 100 Kilometern zurücklegen, können in den engen Becken oft nicht einmal mehr geradeaus schwimmen. Unter dieser Begrenzung des Lebensraumes leiden die Delphine enorm. Nutzlos wird auch ihr wichtigster Sinn, das Echolot. Das chemisch aufbereitete Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.Wasser reizt Augen und Haut der Tiere. Neu gefangene Delphine müssen oft mit Magensonden zwangsernährt werden, bis sie sich an die toten Fische gewöhnt haben, die ihre neue Kost und gleichzeitig ihr Dressurmittel sein werden. Neben der dauernden Anwesenheit von Menschen, an die Wildtiere genetisch nicht gewöhnt sind, bedeutet auch der Mangel an Rückzugsmöglichkeiten enormen Stress für die Delphine. Die Folge sind chronische Krankheiten, eine geringe Lebenserwartung und eine hohe Jungtiersterblichkeit.

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Umweltjournal 29.04.08

Wale und Delphine im Mittelmeer stark bedroht

Naturschutzorganisationen bilden eine Allianz zum Schutz der Meeressäuger in der Mittelmeerregion

Viele Küstenbewohner und Touristen wissen nicht, dass rund 15 verschiedene Arten von Walen und Delphinen im Mittelmeer auftauchen, acht davon regelmässig. Zunehmende menschliche Aktivitäten gefährden diese Tiere immer stärker. Das Überleben von vier Arten ist auf Messers Schneide. Bereits akut vom Aussterben bedroht ist die Population der Orcas in der Strasse von Gibraltar.

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Umweltjournal 29.04.08

Die Opfer der Holzmafia

Nirgendwo sonst schreitet die Regenwaldzerstörung so rasant voran wie auf der indonesischen Insel Sumatra. Doch damit nicht genug: Aktuellen Berechnungen zufolge verschwinden die letzten dort lebenden Sumatra-Elefanten und Tiger sogar noch schneller.

Eine WWF-Studie belegt, dass allein in der Provinz Riau in den vergangenen 25 Jahren etwa 65 Prozent der Wälder vernichtet wurden. Im selben Zeitraum wurde die dortige Tigerpopulation um 70 Prozent auf 192 Tiere dezimiert, der Bestand der Sumatra-Elefanten ging sogar um 85 Prozent auf nur noch 210 Exemplare zurück.

Angesichts der dramatischen Situation für diese und viele andere vom Aussterben bedrohten Tierarten fordert der WWF erneut eine Gesetzgebung, die den anhaltenden Ausverkauf der Regenwälder in Deutschland und in der Europäischen Union verhindert. Da schätzungsweise mehr als 70 Prozent der Abholzungen in Indonesien gegen geltende Gesetze verstoßen, gilt es nach Ansicht der WWF-Tropenwaldexpertin Nina Griesshammer vor allem, den Handel mit diesem illegalen Holz umgehend unter Strafe zu stellen. ‚Bislang kräht in der ganzen Europäischen Union kein Hahn danach, wenn man mit geklautem Holz Geschäfte macht. Es gilt nach wie vor als Kavaliersdelikt, wenn man sich daran eine goldene Nase verdient und an der Zerstörung der Heimat von Elefanten und Tigern beteiligt‚, empört sich die Umweltschützerin.

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Umweltjournal 29.04.08

Urwaldschutz weiter stärken

Der Bundestag hat den Antrag der GRÜNEN, EU-Mittel für den Urwaldschutz zu verwenden, mit den Stimmen der Regierungsparteien abgelehnt. Das Ziel des Antrages war es, das Urwaldschutzprogramm "Forest Carbon Partnership Facility" um weitere 200 Millionen Euro aufzustocken. Mit diesen Mitteln sollen die Entwicklungsländer stärker den Urwaldschutz unterstützen.

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Umweltjournal 28.04.08

"Tierischer Einsatz" gegen Zidan

Vor Kurzem kamen erschreckende Bilder über die brutale Abschlachtung einer Kuh beim Africa-Cup in den Umlauf. Der HSV-Spieler Mohammed Zidan soll, wie auch auf den Bildern zu sehen, maßgeblich an dieser Gräultat beteiligt gewesen sein. "Tierischer Einsatz" veranstaltet eine Abstimmung auf der Internetseite www.tierischer-einsatz.de um Sie dem HSV zu präsentieren. Bitte klicken Sie mit, wenn Sie ein Zeichen gegen die Normalisierung solcher Taten setzen wollen. Bitte bedenken Sie, dass Profi-Fußballspieler besonders für viele jugendliche Fußballfans, eine Vorbildfunktion haben.

21.04.08

HSV-Profi an blutiger Abschlachtung einer Kuh beteiligt - HSV verweigert jegliche Stellungnahme!

Das ägyptische Nationalteam, zu welchem auch der HSV-Spieler Mohammed Zidan gehört, hat sich mit einem blutigem Ritual auf das Viertelfinale des Africa-Cups vorbereitet. Dies berichtete eine der größten internationalen Presseagenturen REUTERS vor kurzem in einem Artikel. Ein Reuters-Fotograf, der bei dem Training am 01.02.08 der Mannschaft in Ghana/ Kumansi vor Ort war, wurde Zeuge des brutalen Abschlachtens einer Kuh. Er berichtet, dass sich alle Spieler um die Kuh versammelt haben um sie zu Boden zu bringen um dann dem unbetäubten Tier bei lebendigen Leib und vollem Bewusstsein die Kehle auf zuschneiden. Darauf hin wurden, der immer noch lebendigen Kuh, deren gefesselte Beine von den Spielern zusammengehalten wurden, qualvoll die Haut über den Kopf gezogen. Auf den erschreckenden Fotografien die der Reuters-Fotograf von diesem brutalem Ritual gemacht hat, sind eindeutig Spieler der ägyptischen Nationalmannschaft zu erkennen. Unter Ihnen auch der HSV-Spieler Mohammed Zidan, mit der Trikotnummer neun.
Tierrechtsbund Aktiv TV, eine Produktion des Tierrechtsbund Aktiv e. V., hat beim HSV nachgefragt. Nach langem Hinhalten, teilte uns der HSV-Pressesprecher Marco Nagel telefonisch mit, dass weder der Hamburger Sportverein noch Herr Zidan selbst ein Interesse an einer Stellungnahme haben.


Im linken Bild mit der Hosennummer 9 vermutlich Mohammed Zidan.
Bild-Quelle PI-News 21.04.08

Coupierverbot bei Hunden:

Konsequent nur in der Schweiz, Ästerreich und Skandinavien

Mit dem Europäischen Heimtierübereinkommen verbietet die EU schon seit 1987 ganz explizit das Coupieren (Kürzen von Ohren und Rute) beim Hund. In der Schweiz ist dieses über lange Zeit übliche Herausstellen eines Rassemerkmals aus Gründen des Tierschutzes seit 1997 verboten. Das Coupieren der Ohren sogar seit 1981. Ebenso ist das Anpreisen, Verkaufen und Ausstellen von Hunden mit coupierten Ohren und Ruten untersagt. Auch die Einfuhr von coupierten Hunden und die Ausfuhr zum Zwecke des Coupierens werden vom Gesetzgeber je nach Kanton mit bis zu 20.000 SFR hart bestraft. Einzige Ausnahme bilden die Hunde ausländischer Halter, die für Ferien oder Kurzaufenthalte in die Schweiz reisen oder in die Schweiz umziehen. In Deutschland ist das Coupieren seit 1987 genauso verboten wie in der Schweiz. Allerdings mit Ausnahmen. Jagdhunde dürfen nach wie vor, wenn dies für die vorgesehene Nutzung des Tieres unerlässlich ist und tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen, coupiert werden. Begründet wird das Coupieren der Rute mit der Verletzungsgefahr beim Jagen. Genauso oft werden aber auch zuchtspezifische Gründe angeführt.

Tasso e. V. 19.04.08

Welthungerkrise durch Fleischkonsum

Derzeit leiden 842 Millionen Menschen an Unterernährung oder Mangel an gesunden Lebensmitteln. Jede Minute sterben weltweit elf Kinder an Hunger. Die Verzweiflung der Menschen löst Revolten in Nordafrika, Asien und Lateinamerika aus ‚ in Haiti stürzt die erste Regierung. Die Herstellung von Biosprit aus Getreide macht derweil das Auto zum Nahrungskonkurrenten, Spekulationen mit Agrarrohstoffen und Dürren durch den Klimawandel sind weitere Ursachen der Krise.

Die Organisation 'die Tierfreunde e.V.‚Äô weist darauf hin, dass einen noch weitaus höheren Einfluss die fortwährend steigende Nachfrage nach tierischen Lebensmitteln hat. ‚Fleisch ist Lebensmittelverschwender Nummer eins‚, meint der Vorsitzende Jürgen Foß. Zur Produktion einer tierischen Kalorie werden rund sieben pflanzliche Kalorien verbraucht. Siebenmal so viele Menschen können mit der gleichen Getreidemenge ernährt werden, wenn statt einem Schweineschnitzel ein Weizen- oder Sojaschnitzel daraus würde. Um die Tiere in der unserer Agrarindustrie zu ernähren, wird Getreide zu großen Teilen aus Lateinamerika importiert. Auch für deutsche Schweinemästereien und Milchfabriken brennen dort Regenwälder, um neuen Platz für Futtergetreidefelder zu schaffen. Jürgen Foß: ‚Die Politik der reichen Staaten unterstützt indes weiterhin die tierhaltende Agrarindustrie und kurbelt damit die Lebensmittelverschwendung an, statt Alternativen zu fördern und nachhaltige Lösungswege beim Namen zu nennen: Weg von tierischen Lebensmitteln, hin zu pflanzlichen Alternativen."

Der weltweite Fleischkonsum ist von 1961 bis heute von 71 Millionen auf 284 Millionen Tonnen gestiegen. Bis 2050 soll sich der weltweite Fleischverbrauch nochmals verdoppeln. Auch die Nachfrage nach Milchprodukten ist ungebremst. Bis zum fertigen 'Produkt‚Äô werden unverhältnismäßig viele Ressourcen wie Getreide, Wasser und Land verbraucht. All die Tiere, die in der Agrarindustrie gehalten werden, müssen fressen und trinken, um wachsen und ihren Stoffwechsel aufrecht erhalten zu können. Daher bedeutet die Herstellung von tierischen Produkten einen besonders ineffektiven Einsatz der vorhandenen Ressourcen gegenüber einer direkten Nutzung zum Anbau von Menschennahrung statt Futtergetreide.

Der Konsum von Fleisch und anderen tierische Nahrungsmitteln hat noch weitreichendere Folgen: 30 Prozent der eisfreien Flächen der Erde werden dafür in Anspruch genommen. Die Fleisch- und Milchproduktion ist für mehr als 20% der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Ein Jojo-Effekt, der Dürrekatastrophen und damit eine weitere Verschärfung der Lebensmittelknappheit zur Folge hat. Darüber hinaus werden für die Produktion von nur einem Kilo Fleisch tausende Liter Wasser benötigt. Gleichzeitig sind mehr als zwei Milliarden Menschen nach Angaben der UNESCO mit Engpässen in der Wasserversorgung konfrontiert. Die Wissenschaftler der jährlich stattfindenden 'World Water Week‚Äô in Stockholm bezeichnen die Nachfrage nach Fleisch und Milchprodukten daher als ‚nicht nachhaltig‚ und empfehlen eine Änderung der Ernährungsstrategie.

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Umweltjournal 18.04.08

Tuberkulose im Kuhstall

400 Rinder gekeult / Bisher drei Betriebe im Norden betroffen

CUXHAVEN. Die Rindertuberkulose breitet sich aus. Im März mussten 170 Tiere in Wischhafen (Kreis Stade) gekeult werden, im April traf es weitere 170 Rinder in Schmallenberg (Sauerland). Der Betrieb hatte Vieh aus Wischhafen gekauft. Jetzt meldet der Kreis Cuxhaven zwei Höfe, auf denen Rindertuberkulose ausgebrochen ist. Die Lungenkrankheit kann für den Menschen gefährlich werden.
60 infizierte Rinder aus zwei Betrieben in Cuxhaven und in der Wingst ließ der Landkreis Cuxhaven keulen. Kreisveterinär Dietrich Voß ist sich sicher, dass die lange Zeit besiegt geglaubte Seuche sich von Wischhafen aus verbreitet hat. Beim zuständigen Veterinäramt
in Stade dauern die Ermittlungen an. ‚Wir wissen noch nicht, von wo die Rindertuberkulose zu uns gekommen ist‚, sagt Amtsleiterin Sibylle Witthöft. Der Pressesprecher des Hochsauerlandkreises, Martin Reuther, dagegen sagt, was viele Veterinäre denken: ‚Nach der Grenzöffnung gen Osten war es doch nur eine Frage der Zeit, bis die Rindertuberkulose zu uns zurückkommen würde.‚
Jahrzehntelang hatte man in Niedersachsen gedacht, dass die Krankheit ausgerottet
sei. Ende der 90er Jahre wurden die amtstierärztlichen Untersuchungen auf Rindertuberkulose in den Betrieben eingestellt. So kam die Erkrankung der Wischhafener Rinder erst bei der Fleischbeschau im Schlachthof ans Licht. In der Zwischenzeit aber hatte
der Landwirt Vieh verkauft ‚ innerhalb Niedersachsens, aber auch in andere Bundesländer
(Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg) sowie ins europäische Ausland.
‚Wir haben getan, was wir tun konnten‚, sagt Kreisveterinär Dietrich Voß in Cuxhaven. Gerade im Landkreis Cuxhaven ist die Sorge um eine Ausbreitung der Rindertuberkulose
groß. In keinem anderen niedersächsischen Landkreis ist der Rindviehbestand
so hoch. 285000 Rinder leben zwischen Weser und Elbe. Die meisten sind Milchkühe,
wie in den beiden mit Tuberkulose infizierten Betrieben in Cuxhaven und in der
Wingst.
‚Schön ist das nicht, aber es passiert nun mal‚, sagt der Sprecher im Ministerium für
Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Hannover, Gert Hahne, über die neuen Fälle von Rindertuberkulose. Er bedauert den finanziellen Schaden für die betroffenen Landwirte und warnt vor Panik in der Bevölkerung. Gleichwohl mahnt die Stader Kreisveterinärin Sibylle Witthöft zur Vorsicht: ‚Die Rindertuberkulose kann durch die Milch auf den Menschen übertragen werden, wenn diese in der Molkerei nicht lange und hoch genug erhitzt wird.‚ Auch sei eine Ansteckung durch intensiven Kontakt mit infizierten Tieren möglich.

WeserKurier 16.04.08

Protestieren Sie gegen den Abschuss von Braunbär JJ3

In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurde am Montagabend der wildlebende Braunbär JJ3 im schweizerischen Kanton Graubünden abgeschossen. Zuvor hatten VIER PFOTEN und die Stiftung für Bären den zuständigen Behörden in der Schweiz angeboten, einen geeigneten Platz für JJ3 zu finden, um diese Tragödie abzuwenden. Doch unser Vorschlag wurde von den Behörden abgelehnt. Nun hat JJ3 das gleiche Schicksal ereilt wie seinen Bruder Bruno, der 2006 in Bayern getötet wurde.

VIER PFOTEN protestiert scharf gegen diesen unnötigen Abschuss und fordert, dass der Schweizer Managementplan für Bären schnellstens geändert wird. Denn weitere Braunbären sind auf dem Weg in die Schweiz, und ihnen droht ebenfalls der Tod!

Für einen wilden Braunbären ist das Leben in Freiheit die beste Lösung. Deshalb müssen Maßnahmen zur Vergrämung so genannter ‚Problembären‚ in Zukunft konsequenter angewendet und die Bevölkerung besser informiert werden. Als letztes Mittel muss alternativ zum Abschuss der Lebendfang möglich sein, er ist zum Beispiel Bestandteil des Bärenmanegements in Ästerreich und Rumänien. Darüber hinaus dürfen solche Entscheidungen in Zukunft nicht mehr von den Jagdbehörden getätigt werden.

Eine solche Tragödie darf sich nicht wiederholen! Unterstützen Sie unseren Protest und senden Sie eine E-Mail an die politischen Entscheidungsträger in der Schweiz. Verurteilen Sie gemeinsam mit VIER PFOTEN den Abschuss von JJ3, und fordern Sie ein nachhaltiges Bärenmanagement im Sinne des Tier- und Artenschutzes.

Mehr Informationen zu JJ3 finden Sie hier.

VIER PFOTEN 16.04.08

Zoobabies: Von Superstars zu Verlierern

Nach Knut ist nun Flocke in aller Munde. Kein Wunder: Sie ist putzig und wird geschickt vermarktet. Keine Zeitung, kein TV-Sender, der nicht über Flocke berichtet. Die Bilder sind mit denen von Knut vergleichbar. Aber, wie die Nürnberger ja schon feststellten: "Knut war gestern!". Dieser Slogan ist symptomatisch für den medialen und kommerziellen Umgang mit Zoobabies.

So sieht die Realität der Zooindustrie aus. Tiere werden gezüchtet, weil Babys die Kassen klingeln lassen. Umso größer sie jedoch werden, umso schneller schrumpfen die Besucherzahlen. Die Menschen verlieren das Interesse und gehen schnell weiter zum nächsten Tier, während Knut und andere Jungtiere in Zoos in ihren Gehegen versauern ‚ sie werden dort ‚gelagert‚, verkauft oder wie Mangelware umgetauscht.

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Umweltjournal 13.04.08

Dauermahnwache vorm Versuchslabor Altana/Nycomed

Vom 13. -16. Mai findet in Willinghusen bei Hamburg eine Dauermahnwache
vorm Versuchslabor Altana/Nycomed statt. Dieses Versuchslabor vor den
Toren Hamburgs ist eines der größten Deutschlands. Hier werden im Namen
des Profits vor allem Versuche an Beagles sowie Nagern durchgeführt. Die
Mahnwache dient des Protests gegen die Gewalthandlungen, die an diesem
Ort systematisch an Tieren verübt werden. Diejenigen, die an diesem Ort
für den instrumentellen und gewaltsamen Zugriff auf wehrlose tierliche
Individuen verantwortlich sind, sollen mitbekommen, dass sie ihre Taten
nicht ohne Widerstand und ohne lauten Protest verüben können!

Beteiligt Euch an der Mahnwache, bringt Euch bei der Planung ein!

Für weitere Infos ist der Blog http://nosilence.blogsport.de
eingerichtet worden.

Es existiert auch eine Email-Liste für alle, die sich an den Planungen
der Mahnwache beteiligen wollen bzw. mit aktuellen Infos versorgt werden
möchten! Wer noch nicht auf dem Verteiler für die Mahnwache steht da
aber gerne raufmöchte, bitte eine e-mail an altana-camp@gmx.de

Tierrechtstermine 13.04.08

HSV-Profi an brutaler Schächtung beteiligt?

Mit einem blutigen Ritual haben sich Ägyptens Nationalspieler beim Afrika-Cup auf das Viertelfinale vorbereitet: Im Freitags-Training opferten sie eine Kuh und erhoffen sich davon Glück?! Ein Reuters-Fotograf, der bei der Übungseinheit vor Ort war, sagte, die Spieler hätten die Kuh alle umgeben und zu Boden gezogen, bis einer von ihnen sie mit einem Stich in den Hals gestochen hätte. Daraufhin wurde der noch lebenden Kuh, deren gefesselte Beine von den Spielern zusammengehalten wurden, qualvoll die Haut über den Kopf gezogen. Scheinbar ist auf einem der Fotos der HSV-Profi Mohamed Zidan zu sehen, wie er sich tatkräftig an dieser brutalen Abschlachtung beteiligt. Wir haben beim HSV nachgefragt uns sind in Erwartung auf Antwort.

Im linken Bild mit der Hosennummer 9 vermutlich Mohammed Zidan.
PI-News 13.04.08

Tierversuche, der falsche Weg!

Ärzte gegen Tierversuche e.V. stellt Videodokumentation vor

Jedes Jahr werden allein in deutschen Laboratorien 2,5 Millionen Tiere in fragwürdigen Versuchen gequält und getötet, darunter Mäuse, Ratten, Meerschweinchen, Katzen, Hunde, Affen und viele andere Tiere. Weltweit sind es jedes Jahr mindestens 100 Millionen Tiere. Die Tierexperimentatoren rechtfertigen diese Versuche damit, dass Medikamente und andere Chemikalien auf ihre Wirksamkeit und Sicherheit hin geprüft werden müssten.


Sie stellen die Tierversuchskritiker vor die Wahl: Solle etwa lieber an Menschen experimentiert werden als an Tieren? Doch immer mehr Wissenschaftler bestreiten, dass es nur diese beiden Wahlmöglichkeiten gibt.

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Umweltjournal 12.04.08

Fleisch aus dem Labor?

STOCKHOLM taz "50 Milliarden Tiere werden jährlich gezüchtet, gequält und getötet, um als menschliche Mahlzeit zu enden. Zählt man Fische hinzu, müsste man vermutlich noch eine Null anhängen." Und dazu gibt es zumindest eine Alternative, meint Ludvig Lindström. Der Schwede ist selbst Vegetarier, glaubt aber nicht, dass ein grösserer Anteil der Menschheit je darauf verzichten wird, Fleisch essen zu wollen. "Für die ist künstliches Fleisch die Lösung. Sie können dann weiter auf Leichenteilen herumkauen, auch wenn es künstliche sind."

Eigentlich gebe es nur Vorteile mit Laborfleisch, meint Lindström. An erster Stelle natürlich der Tierschutz. Entsprechendes "Design" könne aber künstlich hergestellte Produkte für den Konsumenten auch wesentlich nahrhafter und - da beispielsweise ohne Schwermetall- oder Antibiotikabelastung - gesünder machen. Vermutlich sei irgendwann auch die Produktion billiger und die Umwelt werde gleich mehrfach entlastet. So produzieren die Tiere keine Gülle mehr, die Böden und Gewässer verunreinigt. Schluss ist auch mit der immensen Wasserverschwendung: Für die Produktion von 100 Gramm Rundfleisch werden 7000 Liter Wasser verbraucht. Und auch dem Klima würde ein Ausstieg aus der animalen Fleischproduktion gut tun. Der Norweger Stig Omholt hat errechnet, dass der Anteil der Fleischproduktion an der weltweiten Klimagasproduktion von derzeit 18 Prozent, das ist mehr als der ganze Transportsektor, mit Laborfleisch auf nur noch 2 Prozent sinken würde.

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TAZ 09.04.08

Giftwarnung durch Plastikabfälle im Meer

Der Plastikabfall in den Weltmeeren birgt eine große Gefahr für die Vergiftung aller Meereslebewesen. Zu diesem Schluss kommen internationale Meeresforscher. Nicht nur große, sondern auch Milliarden von Kleinstteilchen enthalten zum Teil hohe Konzentrationen gefährlicher Gifte. Bisher lag der Fokus nur auf größeren Plastikabfällen, die eine unmittelbare Gefahr für Seevögel oder Schildkröten darstellten. Nun warnen die Forscher aber auch vor den mikroskopisch kleinen Teilchen, denn in ihnen liegt die Gefahr einer versteckten Kontamination. Die Kunststoffteilchen wirken wie Magnete für Toxine im Meer.
Pressetext

Landen Berliner Zootiere im Labor?

Der Verdacht, dass der Berliner Zoo Tiere zu Versuchszwecken an einen Tierhändler veräußert, verhärtet sich. Die Grünen-Politikerin Claudia Hämmerling hatte deswegen letzte Woche Strafanzeige gegen den Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz gestellt, so Welt online. Dieser weist die Vorwürfe weit von sich und verweist auf die Zahlen im Jahresbericht des Tierparks. Allerdings gibt es offensichtlich gerade dort Ungereimtheiten. Die Jahrbücher weisen unter Anderem eine nicht unerhebliche Anzahl an Tierabgaben an einen Tierhändler auf. Dieser erklärte aber, seit Jahren keinen Tierhandel mehr zu betreiben.
HomePage: www.tasso.net

7 Monate Knast für Katzen-Killer

Für den feigen Mord an einem Kater schickt die Amtsrichterin Monika Pelcz einen Marzahner Klempner 7 Monate ins Gefängnis ‚ ohne Bewährung. Der 37-jährige trat den Kater seiner Ex-Freundin durch die Wohnung und warf ihn anschließend aus dem Fenster im 5ten Stock. Das Tier starb kurz nach dem Aufprall. Das Amtsgericht Tiergarten begründete das ungewöhnlich harte Urteil mit der Notwendigkeit einer abschreckenden Bestrafung nach einer ‚überaus skrupellosen und rohen Tat gegenüber einem hilflosen Tier‚.

Niederlande verbieten Sex mit Tieren

Nach zweijähriger Debatte hat das niederländische Parlament ein Sodomieverbot beschlossen. Das einstimmig angenommene Gesetz ahndet den Sexualverkehr mit Tieren und die Herstellung pornografischer Darstellungen davon, mit bis zu sechs Monaten Gefängnis. Bislang war Sodomie in den Niederlanden nur dann strafbar, wenn eine Misshandlung von Tieren nachzuweisen
war. Wir gratulieren den Niederlanden zu dieser Entscheidung und hoffen, dass sie viele Länder z. B. Auch Deutschland dadurch animieren diese Perversität zu verbieten.

Zirkusregisterverordnung in Kraft getreten

Am 19.03.2008 ist die Zirkusregisterverordnung in Kraft getreten. Das Register soll den Vollzugsbehörden ermöglichen, Informationen über reisende Zirkusunternehmen leichter auszutauschen und somit Verstöße gegen das Tierschutzgesetz effektiver zu bekämpfen. Leider lässt jedoch die Umsetzung des bereits 2003 vom Bundesrat beschlossene Verbot bestimmter Wildtierarten im Zirkus immer noch auf sich warten. Viele andere EU-Länder haben bereits erkannt, dass eine artgerechte Haltung von Wildtieren in reisenden Unternehmen einfach nicht möglich ist.

SPD blockiert Bundesratsinitiative

Der Bundesrat hat im Sommer 2007 mit über-wältigender Mehrheit eine Änderung des Tier-schutzgesetzes beschlossen, um unnötiges Leiden beim Schächten von Tieren einzudämmen und den Veterinären vor Ort mehr Rechtssicherheit zu geben. Doch bei den jetzigen Beratungen torpe-diert die Bundesregierung diese Gesetzesinitiative. Neben FDP und Linke entpuppt sich als Haupt-bedenkenträger leider ausgerechnet der Tier-schutzbeauftragte(!) der SPD, Tierarzt Dr. Wilhelm Priesmeier. Er äußert "verfassungsrechtliche Be-denken" und versucht so angestrengt die Umsetz-ung zu verhindern. Der Politsche Arbeitskreis für Tierrechte in Europa hat aufgrund dessen die Tier-schutzaktion ‚Schneeflocke ‚ ins Leben gerufen. Kurt Beck, Ministerpräsident und Bundesrats-mitglied wird aufgefordert als SPD-Vorsitzender seinen Tierschutzbeauftragten Dr.med.vet. Priesmeier anzuleiten, die Bundesratsinitiative endlich in die Praxis umzusetzen. (CDU/CSU haben ihren Anteil bereits geleistet). Alle, die sich an der Tierschutz-Aktion SCHNEEFLOCKE beteiligen wollen, senden bitte ihre Zustimmung an den Politischen Arbeitskreis für Tierrechte in Europa. Informationen hierzu finden Sie unter Themen/ rituelles Schlachten.
Link

Warnung: Monsanto-Gentech-Mais zeigt starke Schwankungen im Giftgehalt

Der Gehalt an Insektiziden im Gentech-Mais des US-Konzerns Monsanto schwankt erheblich, womit sich die Grundlage für die Risikobewertung durch die Firma Monsanto als falsch erweist. Dies ist das überraschende und besorgniserregende Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des Gen-ethischen Netzwerk e.V. (GeN).

Dieses Ergebnis zeigt, dass für die Risikobewertung vorgelegte Unterlagen von Monsanto falsch sind und die Bewertung der zuständigen europäischen Behörde auf unzulänglichen Daten basiert. Ohne zu wissen, wie viele Insektizide im Gentech-Mais vorhanden sind, ist es nicht möglich, seine Wirkung auf beispielsweise Bienen und Schmetterlinge abzuschätzen. Dieser Umstand macht die Zulassung fahrlässig‚, kommentiert Jens Karg, Gentechniksprecher der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.

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Umweltjournal 07.04.08

Zirkus Voyage in Chemnitz: Erneut Wirbel um Tierschutz

Auftritt der Giraffe womöglich illegal - Amtstierärzte offenbar uneins

Von Swen Uhlig

Der Auftritt der Giraffe Shakira beim Gastspiel des Zirkus Voyage auf dem Volksfestplatz an der Hartmannstraße ist womöglich illegal. Das zumindest ist die Auffassung des Amtstierarztes des Landkreises Delitzsch, Michael Preuß. Preuß ist zuständig für alle tierschutzrechtlichen Genehmigungen, da der Zirkus in Delitzsch sein Winterquartier
aufgeschlagen hatte. "Der Zirkus verfügt zwar über die Genehmigung zum Zurschaustellen von zwei Giraffen, aber diese beiden Tiere sind verstorben", sagte er gestern der "Freie Presse". Für die neue Giraffe habe der Zirkus aber gar keine neue Genehmigung beantragt.
Beim Zirkus Voyage sieht man das anders. "Wir haben eine Genehmigung für Giraffen, da ist es doch egal, welche wir mitführen", sagte Sprecherin Bettina Richter gestern. In dem Papier sei nicht festgelegt, um welche Giraffe es sich handelt.
Auch im Chemnitzer Veterinäramt sieht man keinen Handlungsbedarf. "Die Stadt Chemnitz hat am 2. April erstmals erfahren, dass im Zirkus illegal eine Giraffe zur Schau gestellt werden soll und sich umgehend mit dem Landkreis Delitzsch in Verbindung gesetzt", sagte Rathaus-Sprecherin Katja Uhlemann. Nach Auskunft der Kollegen dort soll der Zirkusbetreiber einen ergänzten Bescheid erhalten, aber der sei wohl noch nicht rechtskräftig. "Die Stadt kann aber nur dem rechtskräftigen Bescheid folgen - und in diesem sind zwei Giraffen aufgeführt", so Uhlemann.
Für Stadträtin Annekatrin Giegengack (Die Grünen) führt die Stadtverwaltung mit dieser Argumentation das Tierschutzgesetz ad absurdum. "Nach dem gesunden Menschenverstand ist die Position des Amtstierarztes in Delitzsch logisch", sagte sie gestern. "Zwei tote Giraffen können schließlich nicht mehr auftreten."

Quelle:
Lokalausgabe Chemnitzer Zeitung
Erscheinungstag Freitag, den 04. April 2008
Seite 15

Chemnitzer Zeitung 04. April 2008

Verschleppungstaktik bei Importverbot Robbenprodukte

Das Bündnis 90/DIE GRÜNEN berichten in einer aktuellen Pressemittleilung von einer Verschleppungstaktik der Bundesregierung beim Importverbot für Robbenprodukte . Der Bundestagsbeschluß vom 19. Oktober 2006 wird nun noch einmal zur Prüfung nach Brüssel geschickt. Anstatt, dass der Gesetzentwurf noch vor der beginnenden Robbenjagdsaison beschlossen wird kommt er erneut in eine Prüfschleife, die Monate dauern kann. Die Grünen befürchten, dass sich die Kräfte in der Bundesregierung, die das Importverbot ablehnen immer noch nicht geschlagen gegeben haben.

VCP-Preis

Der VCP-Preis, den der Tierrechtsbund Aktiv ein mal im Jahr an Personen vergibt, die sich besonders stark gegen den Tierschutz aussprechen, hat im 2007 leider zwei Preisträger. Als erstes geht geht die Ausszeichnung an unseren Minister f. Landwirtschaft, Ernährung u. Verbraucherschutz - Horst Seehofer. Er hat mit seiner sinnlosen Aufstallungspflicht jeglichem Geflügel Dauerknast verordnet. Desweiteren hat er mit seinen Entscheidungen, der Gen-Lobby in Deutschland den Weg geebnet.
Als zweites haben wir uns für Frankreichs Staatspräsidenten Nicolas Sakozy entschieden. Er spricht sich positiv für den Stierkampf in Frankreich aus und setzt sich als EU-Ratspräsident sogar für die Abschaffung der Fischfangquoten ein. Beide Personen werden aufgrund Ihres verantwortungslosen Verhaltens gegenüber der Tiere und unserer Umwelt als Very Cruel Person ausgezeichnet.

Unnötige Tierversuche

Hundequäler-Video war Vorbild für Schulungen

Vor Kurzem berichtete BILD von einem Tierquäler-Skandal bei der Polizeihunde-Staffel in Hannover.
Die Polizei bestätigt, dass die grausamen Prügel-Szenen auf einer DVD von drei Ausbildern aufgenommen wurden ‚ und zwar zu Schulungszwecken! Die Hundeführer wurden in von ihren Aufgaben entbunden und in den Streifendienst versetzt. Zur Zeit werden dienstrechtliche Maßnahmen gegen die drei Beschuldigten geprüft. Nach BILD-Informationen sollen in der Vergangenheit sogar Hunde eingeschläfert worden sein, da sie durch die Prügel zu aggressiv wurden. In einem Fall wird dies von der Polizei sogar bestätigt.

Warnung vor der Einreise mit Hunden in die Niederlande

Die Niederlande handeln strikt: Seit 1993 werden hier Pitbull-Terrier, deren Kreuzungen sowie alle Hunde ohne anerkannten Stammbaum, die aussehen wie Kampfhunde, ausnahmslos beschlagnahmt und in den allermeisten Fällen getötet. Besondere Vorsicht ist bei Mischlings- oder Tierheimhunden ohne Papiere geboten. Allein 2006 starben 461 Hunde in niederländischen Auffangstationen.
www.dogs-magazin.de

Gänse zum Abschuss freigegeben

In Niedersachsen sollen geschützte und gefähr-dete Zugvögel aus arktischen und nordischen Brutgebieten abgeschossen werden. Für eine Jagd auf Wildgänse gibt es, lt. des Naturschutzbundes, keine wissenschaftliche Begründung. Der Landtag hatte im Dezember mit den Stimmen von CDU und FDP eine Änderung der Jagdvorschriften be-schlossen. Bauern hatten sich über kahlgefres-sene und beschmutzte Äcker und Felder be-schwert. Zwar bekommen Grundbesitzer Aus-gleichszahlungen, jedoch könne das ganze Aus-maß nicht ersetzt werden.

Elefantenjagd in Südafrika wieder erlaubt

Der Abschuss von Elefanten in Südafrika ist auf Grund von weltweiten Protesten seit 1994 verboten. Die Bestände konnten sich so von damals gerade noch 8.000 Tieren auf mittlerweile 20.000 erholen. Die südafrikanische Regierung erlaubt seit dem 30. Februar nach 14 Jahren wieder das Töten von Elefanten.

Zirkusse gehen gegen Stadtratsbeschluss vor

Am 24. Oktober 2007 beschloss der Chemnitzer Stadtrat, zukünftig bestimmte Wildtiere bei Gast-auftritten von Zirkussen auszuschließen. Zuvor hatte die Stadt Chemnitz den beiden Wildtier-Zirkusunternehmen Voyage und Fliegenpilz eine Zusage ihrer Gastspiele in 2008 gegeben. Voyage geht nun mit teuren Anwälten gegen den neuen Vertragsbestandteil an und droht mit einer Klage. Der Zirkus Fliegenpilz stellt dies in Aussicht. Damit die Zirkusunternehmen von einer Klage absehen, ist das Verbot als Vertragsbestandteil gestrichen worden. Erst ab dem Jahre 2010 sollen nur noch Zirkusunternehmen vorgesehen werden, die den Stadtratsbeschluss vom Oktober 2007 erfüllen. Anhand eines Fragekataloges werden vom Bündnis 90/ die Grünen nun Antworten gefordert. Das Verhalten des Ordnungsamtes erweckt den Eindruck, dass die Androhung einer Klage aus-reicht um Stadtratsbeschlüsse zu ignorieren.

Bulgarien verabschiedet Tierschutzgesetz

Das bulgarische Parlament hat am 24. Januar diesen Jahres als letztes EU-Land sein erstes Tierschutzgesetz verabschiedet. Damit ist der Tierschutz ab sofort EU-weit gesetzlich verankert. Z. B. Ist dort die Wildtierhaltung im Zirkus sowie Hundekämpfe verboten. Ein Kernelement des neuen Gesetzes verbietet das jahrelang gängige Töten von Straßenhunden. Als nächster Schritt steht die Aufnahme der Strafbarkeit von Tierquälerei in das bulgarische Strafgesetz an.

Bären sterben zum zweiten Mal aus

Die österreichische Bärenpopulation ist auf zwei Männchen geschrumpft. Von ehemals 35 Braunbären können nur noch zwei Männchen in Ästerreich wissenschaftlich nachgewiesen werden. 2006 wurden noch sechs Bären bestimmt, davon drei Junge. Der WWF geht davon aus, dass nicht alle verschwundenen Bären eines natürlichen Todes gestorben sind. Dieser Verdacht hat sich erhärtet, nachdem im Dezember 2007 ein illegal geschossenes Bärenjunges durch das Landeskriminalamt Niederösterreich sichergestellt wurde.
Quelle: Umweltjournal.de

Bremen/ Woltmershausen: Achtung Tierfänger

In der letzten Zeit sind in dem Bremer Stadtteil Woltmershausen vermehrt Hunde und Katzen verschwunden. Es wird vermutet, dass kriminelle Tierfänger verantwortlich sind. Achten Sie auf fremde Transporter in Ihrer Umgebung und melden diese bei Verdacht der örtlichen Polizeidienststelle. Lassen Sie Ihre Tiere möglichst nicht unbeaufsichtigt außerhalb Ihres Grundstückes.

Tierrechtsnews Februar 2008

Zirkus Winterquartiere

In der Vergangenheit haben wir über einige Zirkusbetriebe in denen Wildtiere gehalten werden berichtet. Über den Winter sind diese Betriebe angehalten Winterquartiere aufzusuchen. Die Transporte zwischen den Auftrittsorten würden für die Tiere ansonsten aufgrund der Temperaturen noch mehr Strapazen bedeuten.
Wir interessieren uns für die Haltung der Tiere in den Winterquartieren und möchten diese gerne dokumentieren. Wenn Sie wissen, wo ein Wildtierzirkus ein Winterquartier bezogen hat ‚ bitte informieren Sie uns.

Wird Spanien stierlieb?

Das Mutterland des Stierkampfs kommt anscheinend langsam zur Vernunft. Barcelona erklärte sich zur stierkampffreien Zone und im Madrider Parlament entstand eine Lobby gegen das Spektakel. Doch auch die Befürworter organisieren sich - in weiten Teilen Spaniens ist man noch weit davon entfernt stierkampffrei zu werden. Zudem sind viele französische Politiker Anhänger des Spektakels - allen voran Präsident Nicolas Sarkozy. Doch den größten Sieg trugen die Befürworter der Tradition in Brüssel davon. Bei einer Abstimmung im Europaparlament im Oktober 2007, sprachen sich nur 178 Abgeordnete für ein Verbot des Stierkampfs aus, 412 stimmten dagegen.

Widerstand gegen Pelzindustrie lohnt sich

Vom 6. bis 8. März findet in Frankfurt am Main zum 60. Mal eine der international bedeutsamsten Messen der Pelzindustrie statt. Während die Aussteller ihre neuesten Werke aus Katze, Hund, und Nerz etc. präsentieren, wird lautstark gegen die Züchtung und Tötung von Tieren für die Mode¬†demonstriert. Mittlerweile ist vielen Menschen bewusst, dass das Töten von Tieren für Pelz nicht akzeptabel ist - so kamen im letzten Jahr 650¬†Demonstrierende. Dass sich Widerstand lohnt beweißt auch, dass fast alle Kaufhausketten, nach z.T. jahrelangen Protesten, inzwischen keinen Echtpelz mehr führen.
Tierschützer haben erreicht, dass ab 2009 der Handel zumindest von Hunde- und Katzenfellen innerhalb der EU verboten sein wird. Das ist ein kleiner Erfolg, gilt aber leider gilt noch nicht für heute. Speziell diese Felle werden in FernOst produziert und hier an Discounter z. B. als Waschbärenpelz verkauft. Bei dem großen Lebensmitteldiscounter real,- sind wir auf ein Kleidungsstück gestoßen, was dies vermuten lässt....

Regenwald wird für Fleischkonsum zerstört

Die Zerstörung des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes hat in den vergangenen Monaten wieder drastisch zugenommen. Es wird davon ausgegangen, dass über 700.000 Hektar in nur einem halben Jahr vernichtet wurden! Der Regenwald ist nicht nur Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, sondern gibt jährlich rund sieben Billionen Tonnen Wasser in die Atmosphäre ab und reguliert so das Klima weltweit. Zudem ist die Waldrodung für 75 Prozent des Treibhausgasausstoßes in Brasilien verantwortlich.
Die hohe Nachfrage nach Edelhölzern und billigem Fleisch, besonders in Europa, bedroht immer größere Waldflächen, die vor allem in Sojaäcker oder Viehweiden umgewandelt werden.

Tierschützer verabschieden Resolution

Auf einer Benefizveranstaltung am 26. Januar 2008 in München, verabschiedete der Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V. eine Resolution zum Schutz von Europas Straßenhunden. Die Europäische Kommission und das Europäische Parlament wird zur Bereitstellung von Fördermitteln aufgefordert. Nur durch die Finanzierung von Kastrationsprogrammen kann eine nachhaltige Lösung der Straßenhundproblematik erreicht werden. Die Resolution soll innerhalb der nächsten Monate übergeben werden. Wer sich beteiligen möchte, hat die Möglichkeit die Resolution auf der Internetseite des BMT zu unterzeichnen.

Sarkozy will EU-Fischfangquoten abschaffen

Die EU versucht die Bestände überfischter Arten mit der Verteilung von Fangquoten zu stabilisieren. Erst kurz vor Weihnachten waren mit Zustimmung Frankreichs die Fangquoten für 2008 festgelegt worden.
Der französische Präsident Sarkozy will als EU- Ratspräsident für die Abschaffung der Fischfangquoten sorgen. Immerhin sei die Fischerei "Teil der nationalen französischen Identität." So der Präsident.

Gammelfleisch ohne Ende

Wie sooft in der vergangenen Zeit, ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg in einem neuen Gammelfleischskandal. Diesmal handelt es sich um einen Betrieb aus Lohne im Landkreis Vechta. Nach eidesstattlichen Versicherungen von fünf Beschäftigten sollen seit vergangenem März regelmäßig an Wochenenden verdorbene Schweineköpfe in dem Betrieb verarbeitet worden sein. Insgesamt wurden wöchentlich 4 Tonnen stinkendes, eitriges und verschimmeltes Fleisch verarbeitet. Auswertungen haben nun ergeben, dass 1 von 12 Proben mit Schweineköpfen aus dem Betrieb verdorbenes Fleisch enthielt. Dies teilte kürzlich die Oldenburger Staatsanwaltschaft mit.

Bremerhaven will mehr Eisbären

Der Zoo Bremerhaven plant Nachzucht für seine Eisbären. Lt. dem deutschen Tierschutzbund kann der kleine Bremerhavener Zoo schon die gesetzlichen Voraussetzungen für die Haltung von Eisbären kaum erfüllen. Zudem haben die Erfahrungen in Berlin und Nürnberg gezeigt, dass die Haltung und Aufzucht von Eisbären in Zoos mit großem Tierleid und einem unkalkulierbarem Risiko verbunden sind. Es ist erforderlich die Haltung von Eisbären in Gefangenschaft so schnell wie möglich auslaufen zu lassen.

QS erwirkt Maulkorb für Tier.TV

Der Spartensender Tier.TV hatte in einer aufsehen erregenden Reportage auf die Misstände bei der Tierhaltung in QS-Betrieben hingewiesen. Nun hat die QS-GmbH eine einstweilige Verfügung erwirkt, dass Tier.TV die Reportage nicht mehr ausstrahlen darf. Dies bedeutet allerings nicht das die Reportage unwahr ist.

Verfechter der Pressefreiheit und der Tierrechte haben das Material bei dem Videoportal Youtube.com eingestellt wo es QS Aufgrund der höheren Gewichtung der Pressefreiheit durch amerikanische Gerichte schwerfallen wird eine Zensur zu erwirken.

 
 

Mehr Tierschutz durch Zirkuszentralregister

Zentrale Register sollen es zukünftig ermöglichen die Tierschutzbestimmungen in Zirkusbetrieben und mobilen Tierschauen besser überwachen zu können. Dies billigte der Bundesrat in einem Gesetzentwurf.

Aufgrund von datenschutzrechtlichen Gründen war dies bisher nicht in ausreichendem Maße möglich.

Für einen schnelleren Datenaustausch steht ein automatisiertes Verfahren zur Verfügung. Damit soll verhindert werden, dass ein Zirkusunternehmen, welchem die Betriebserlaubnis verweigert wurde, einfach in einem anderen Landkreis sich um eine solche bemüht.

Quelle: Net-Tribune
 

AUS für Legebatterien

Im Bereich Tierschutz hat es in Ästerreich einige erfreuliche Entwicklungen in den letzten Jahren gegeben. Eine der wichtigsten Verbesserungen: Das Verbot der Käfighaltung von Hühnern ab 2009.

Auch das Umrüsten dreier Großbetriebe auf umgestaltete Käfige brachte diesen nur Kosten ein, denn eine Übergangsfrist bis zum Jahr 2019 regelt, dass auch sie auf Käfighaltung verzichten müssen.

Der Lebensmittel-Einzelhandel hat diese Entwicklung bereits vorweggenommen und hat Eier aus Käfighaltung aus dem Sortiment genommen.

 
 

EU verbietet Handel mit Katzen- und Hundefellen

Ab Silvester kommenden Jahres ist der Handel mit Katzen- und Hundefellen in der Europäischen Union verboten. Das wurde von den EU-Landwirtschaftsministern beschlossen.

Die Verabschiedung der Verordnung durch das Europaparlament soll im Dezember formal ergehen. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, der aber viele Fragen aufwirft:
Wie soll das Verbot überwacht werden?

Ist ein absolutes Verbot des Handels mit Fellen egal welcher Rasse nicht wesentlich angebrachter um die Überwachung zu erleichtern?

Und wo ist die ethische Begründung hunde und Katzen besser zu schützen als Nerze, Füchse und andere sogenannte Pelztiere?

 
 

VW Sponsort Singvogelmord

Recherchen der Ärzte gegen Tierversuche enthüllen, dass an der Universität Oldenburg seit Jahren grausame Tierversuche an Singvögeln durchgeführt werden. Diese werden durch die Volkswagen Stiftung unterstützt.

In einem Plexiglaskäfig wird Das Verhalten der Vögel in verschiedenen magnetischen Feldern wird beobachtet und anschließend werden Sie geköpft.

Der Ärzteverband fordert die Einstellung der finanziellen Unterstützung des Singvogelmordes.

 

Quelle Menschen für Tierrechte
 

Fleischskandal bestätigt Zustände bei Heidemark ?! (QS-zertifiziert!)

Ehemaligige Mitarbeiter packen aus

Der besagte QS-zertifizierte Putenmastbetrieb Heidemark, steht nun auch noch unter Verdacht verdorbenes Putenfleisch umverpackt und neu etikettiert zu haben. Zurzeit wird durch die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt. Grundlage für die Ermittlungen sind die Aussagen drei ehemaliger Mitarbeiter, der Firma Heidemark. Die Anschuldigungen seiner ehemaligen Mitarbeiter nannte Heidemark-Geschäftsführer Dr. Herbert Paschertz "völlig gegenstandslos". Der Chef der zuständigen Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) sagt allerdings, dass das Unternehmen massiv gegen die Gründung von Betriebsräten vorgehe und dies ein Indiz dafür ist, dass Heidemark etwas zu verbergen habe.

Wir haben den Betrieb bereits vor einigen Wochen bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg angezeigt. Grundlage für die Anzeige ist erschreckendes Bildmaterial, welches die katastrophalen Zustände in dem Putenmastbetrieb zeigt. (Siehe auch weiter unten)

06.10.07 (Quelle: Oldenburgische Volkszeitung)
 

Tierversuche steigen in der EU

Mehr als 12,1 Millionen Tiere wurden im Jahr 2005 in der EU zu Versuchszwecken verwendet. Die jetzt von der EU-Kommission veröffentlichten Zahlen zeigen einen Anstieg um 12 % gegenüber 2002. Die Statistik wird alle drei Jahre herausgegeben. Erstmals wurden auch die Versuchstiere in den zehn neuen EU-Staaten gezählt. Diese verbrauchten zusammen 1.047.284 Tiere.

06.10.07 (Quelle: Ärzte gegen Tierversuche)
 

Landestierschutzbeauftragte: Bund muss endlich Verbot der Haltung von Elefanten, Bären und Affen im Zirkus vorlegen

Angesichts der Debatten im Bundesrat über ein Zirkuszentralregister fordert die Hessische Landestierschutzbeauftragte Madeleine Martin den Bund auf, endlich auch das dringend notwendige Verbot der Haltung von Elefanten, Bären und Affen in Zirkusbetrieben in einer Verordnung zu verankern. Dazu Martin heute in Wiesbaden: ‚Es ist sehr erfreulich, dass die Bundesregierung die von Hessen lange geforderte Verordnung zur Einrichtung eines Zirkuszentralregisters endlich vorgelegt hat. Nun darf sie aber nicht auf halbem Wege stehen bleiben ! Ein eindeutiges Verbot der Haltung von wenigstens einigen Wildtieren im Zirkus muss folgen. Hessen hatte 2003 erfolgreich eine Bundesratsinitiative eingebracht, nach der auch die Haltung von zumindest Affen, Elefanten und Bären in Zirkusbetrieben verboten werden sollte. Gerade diese Tierarten stellen höchste Ansprüche an Unterbringung, Betreuung und Ernährung. Dem können viele Zoologische Gärten nicht einmal gerecht werden und verzichten, wie Frankfurt, z.B. auf Elefanten‚, so Martin. ‚Hin und wieder trennen sich erfreulicherweise auch Zirkusbetriebe, die ihre Überforderung erkannt haben, freiwillig von solchen Tieren. Insbesondere Affen werden dann in der Regel in von Tierschutzorganisationen betriebenen Auffangstationen untergebracht, und in mühevoller Arbeit wieder an ein Leben in der Gruppe mit Artgenossen gewöhnt.‚
Nach Auffassung der Tierschutzbeauftragten ‚hinkt Deutschland in diesem Bereich anderen EU- Mitgliedsstaaten weit hinterher. Längst haben Ästerreich und Ungarn das Mitführen sämtlicher Wildtiere in Zirkussen verboten, und Großbritannien steht kurz vor einem solchen Verbot. Seit vielen Jahren sind in den skandinavischen Ländern Tierartbeschränkungen bei Zirkussen üblich.
Das von der Bundesregierung vorgeschobene Argument, die EU würde ein solches Verbot nicht tolerieren, geht ins Leere.‚
Das von der EU gegen Ästerreich in dieser Sache begonnene Verfahren wurde im Dezember 2006 eingestellt.
HMULV, Landestierschutzbeauftragte Dr. Madeleine Martin

05.10.07 (Quelle: bmt)
 

TIER.TV deckt katastrophale Missstände in QS- zertifizierten Mastbetrieben auf.

In diesen Betrieben, die mit dem QS-Siegel dem Verbraucher Qualität und Sicherheit versprechen, werden jeden Tag unzählige Tiere in Massenhaltung gequält. In der 45-minütigen Reportage sehen Sie neben den äußerst fragwürdigen Haltungsbedingungen auch die Interessenvermischung von Geschäft, Verbandsinteressen und Qualitätskontrolle.

In der Sendung ist auch Bildmaterial des Tierrechtsbund Aktiv zu sehen. Aufgrund der Wichtigkeit der Reportage hat Tier.TV sein Programm geändert. in den nächsten 3 Tagen wird die Reportage insgesamt 30! mal ausgestrahlt. Sie können sie sich auch online auf Tier.TV ansehen

Tier.TV ist zu empfangen:

1. Via Kabelanschluss:
Durch eine Vereinbarung mit der Deutschen Netzmarketing GmbH (DNMG) wird TIER.TV nun schrittweise in mehrere unabhängige Kabelnetze mit insgesamt 7,5 Mio. angeschlossenen Haushalten aufgeschaltet. Für weitere Informationen rufen Sie bitte Ihren Kabelnetzbetreiber oder Ihre Hausverwaltung an und bitten darum, TIER.TV in die Empfangsmöglichkeiten mitaufzunehmen.
Seit 25.09.07 können Sie unser Programm auch im digitalen Netz von Unitymedia, Kabelnetzbetreiber in Nordrhein-Westfalen und Hessen, empfangen. Mit von der Partie ist seit 12.11.07 auch der Kabelnetzbetreiber KabelBW für Baden-Würtemberg.
Die Erweiterung des Programmangebots Ihres Anbieters führt zwangsläufig zu Änderungen in der Kanalbelegung. Sollten Sie also bisher TIER.TV in Ihrer Region noch nicht sehen, versuchen Sie es einfach mal mit einem erneuten Sendersuchlauf bei Ihrem Digital-Receiver, damit Sie beim Empfang Ihrer TV-Programme immer auf dem neuesten Stand bleiben.

2. Via Astra Digital:
Sofern Sie eine digitale Satellitenanlage besitzen, starten Sie bitten den Kanalsuchlauf. Der Receiver findet dabei alle neuen Kanäle. Natürlich auch TIER.TV!

Wie kann ich TIER.TV ohne Kanalsuchlauf finden?
Eine manuelle Einstellung des Kanals kann über den Menüpunkt "Manuelle Kanalsuche", "Programmsuchlauf manuell" oder "Manueller Suchlauf" vorgenommen werden. Die Daten für den Empfang sind:

Satellit: ASTRA 1H
Transponder: 87
Polarisation: horizontal
Downlinkfrequenz: 12.148,50 MHz
Symbolrate: 27.5MSymb/s
FEC: 3/4
Position: 19,2° Ost

 
 

Gruselige Aktion gegen Stopfleber

Mit einer Aufsehen erregenden Aktion kurz vor Halloween veranschaulichte PETA-Deutschland e.V. vor der ‚Feinkost‚-Metzgerei Hans Müller-Herkommer GmbH die grausame Produktion von Foie gras - Stopfleber. Gefesselt und bewegungslos wurde PETAs schicke ‚Gourmet-Lady‚ von einem eleganten ‚Kellner‚ mit einem Trichter voll mit Mais gestopft, so lange bis ihr das Blut aus Mund und Kehle tropfte.
Die Feinkost-Metzgerei hatte vorher Wind von der Aktion bekommen, hat aber lediglich eine einstweilige Verfügung gegen die Verwendung des Wortes ‚blutrünstig‚ erwerben können.

Viele deutsche Supermärkte verkaufen Geflügelfleisch aus der Stopfleberproduktion. EDEKA, real und Kaufland führen trotz Protesten weiterhin Produkte aus der Zwangsmast.

Um zu veranschaulichen wo gegen Peta mit dieser Aktion protestiert hat, sehen Sie sich hier einen Film mit Roger Moore an.

31.10.07
 

Tierrechtsbund Aktiv stellt sich beim Bremer Tierladen vor

Am Sonntag den 11.11.2007 von 18.45 bis 19.00 Uhr stellen wir uns im Rahmen der Sendung Bremer Tierladen im Radio Bremen TV vor. Wir bedanken uns recht herzlich bei dem Team für die Möglichkeit uns auch einmal im öffentlich rechtlichen Fernsehen zu präsentieren.

31.10.07
 

Tierrechtsbund Aktiv bedankt sich für Spende

Aufgrund einer grosszügigen Spende der Autolackiererei Geisler aus Delmenhorst, konnten wir unser Tierrechtsmobil fit machen. Die Autolackiererei Geisler hat das Entrosten und die Lackierung unseres Einsatztransits gesponsort.

Hierfür möchten wir uns herzlich bedanken.

30.10.07
 

Gruselige Aktion gegen Stopfleber vor Feinkost Müller-Herkommer in Freiburg

PETAs Kellner stopft schicke Gourmetlady

Stand: 29. Oktober 2007
Kontakt: Dr. Tanja Breining Tel. 07156/ 17828-30, Mobil 0173/ 6575668

Freiburg/Gerlingen ‚ Mit einer Aufsehen erregenden Aktion kurz vor Halloween veranschaulicht PETA-Deutschland e.V. vor der ‚Feinkost‚-Metzgerei Hans Müller-Herkommer GmbH die grausame Produktion von Foie gras. Gefesselt und bewegungslos wird PETAs schicke ‚Gourmet-Lady‚ von einem eleganten ‚Kellner‚ mit einem Trichter voll mit Mais gestopft, so lange bis ihr das Blut aus Mund und Kehle tropft. Schockierende Plakattafeln zeigen das Leid der Vögel auf Stopfleberfarmen.

Zeitpunkt: Dienstag 30. Oktober, 13 Uhr
Ort: Bertoldsbrunnen, nicht weit von Müller-Herkommer, Salzstraße 8.

‚Mit grausamer Stopfleber im Sortiment ist bei Müller-Herkommer jeder Tag im Jahr Halloween‚, so Dr. Tanja Breining von PETA-Deutschland e.V.. Die Inhaberin der Feinkost-Metzgerei war bereits vor Monaten von PETA aufgefordert worden, das schauderhafte Gericht, dessen Produktion in Deutschland seit Jahren verboten ist, aus dem Sortiment zu nehmen.

Foie gras wird immer durch die Zwangsernährung von Enten und Gänsen hergestellt. In den meisten Betrieben sind die Vögel in enge Käfige gesperrt und können nicht einmal aufstehen, sich umdrehen oder auch nur die Flügel ausstrecken. Nach der zwei- bis dreiwöchigen Zwangsernährung, bei der ihnen mehrmals täglich ein langes Rohr gewaltsam in den Hals gestoßen wird, ist die Leber der Tiere auf das Zehnfache ihrer Normalgröße angeschwollen. Die Tiere leiden auch Halsverletzungen, Atemnot, Knochenbrüchen, Leberblutungen und Herzversagen.
Alleine in Frankreich, dem Herkunftsland der Müller-Herkommerschen Stopfleber, werden jährlich mehr als 50 Millionen weiblicher Küken direkt nach der Geburt lebend in den Schredder geworfen, da nur die Leber der Erpel verzehrt wird.

Auch Ex-James Bond-Star Sir Roger Moore hat sich PETAs Kampagne angeschlossen und macht deutlich, dass Foie gras nichts für Gourmets oder Menschen mit Klasse ist und schickte einen Brief und das Video an Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer.

Die neue Studie von Alan Solomon und internationalen Wissenschaftlern zeigt, dass der Verzehr von Stopfleber auch für Menschen nicht ungefährlich ist und zu Alzheimer und Creutzfeldt-Jacob führen kann. Demenzeiweiße in Foie gras wirken wie Rinderwahnsinn auslösende Prionen.

Weitere Informationen finden Sie auf /www.stop-foie-gras.peta.de/

 

31.10.07 Peta
 

Vogelgrippeverordnung trotz vieler Proteste beschlossen

Am 12.10.2007 hat der Bundesrat den von Tier- und Naturschutzverbänden sowie auch von Geflügelhaltern vielfach kritisierten Entwurf der Vogelgrippeverordnung angenommen. Damit wird die Stallhaltung von Geflügeltieren als Regelhaltung vorgeschrieben. Die Freilandhaltung soll nur im Ausnahmefall gelten. Damit sollen die Tiere vor der Übertragung der Vogelgrippe durch Wildvögel ‚geschützt‚ werden, obwohl diese aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge nicht für die Vogelgrippe-Ausbrüche verantwortlich sind. Ein weltweites Monitoring* hat gezeigt, dass der Vogelgrippe-Erreger bei Wildvögeln extrem selten vorkommt. Die Ursache ist vielmehr in der intensiven Massentierhaltung und den zahlreichen Transporten von Geflügeltieren und ihren Produkten zu suchen. So sind die meisten Ausbrüche der Vogelgrippe in Mitteleuropa in Stallhaltungen aufgetreten, die keinen Kontakt mit Wildvögeln ermöglichten.

*‚HPAI in Europe 2007: Concurrent Outbreaks in Poultry and Wild Birds‚
http://www.fao.org/docs/eims/upload/231765/EW_Europe_aug07_ai.pdf

26.10.07 Bundesverband Menschen für Tierrechte
 

Neuer EU-Vertrag enthält auch Schutz der Tiere

Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 19.10.2007

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte begrüßt die heutige Einigung der Staats- und Regierungschefs der EU auf den neuen "EU-Reform-Vertrag". Dieser beinhaltet den Schutz der Tiere in dem Wortlaut*, wie er für die gemeinsame Verfassung vorgesehen war. Der Verband hatte sich in einer EU-weiten Kampagne für die Festschreibung des Tierschutzes in die Verfassung eingesetzt. Mit dem Vertragswerk wird jetzt die Basis zu einem wirksameren Tierschutz in der EU gelegt.

Die vollständige Pressemitteilung lesen Sie hier:

http://www.tierrechte.de/p77001007√ó1297.html

26.10.07 Bundesverband Menschen für Tierrechte
 

S.O.S. für Putins Katzen

Berlin, 26.10.2007: Rund 3.000 selbstgemalte Zeichnungen der seltensten Raubkatze der Welt, des Amurleopards, konnte die russische Kulturattachée, Alexandra Ogneva, heute in Empfang nehmen. Fünf Mitglieder des Jugendprogramms des WWF, die "Young Pandas", übergaben die Bilder heute in der russischen Botschaft in Berlin. Mit ihrer Aktion wollen die Mädchen und Jungen auf die dramatische Situation der scheuen Katzen aufmerksam machen.


Zugleich fordern sie von der russischen Regierung, die bestehenden Schutzgebiete der Tiere zusammenzufassen. ‚Wenn jetzt nicht gehandelt wird, ist es für die russischen Leos zu spät‚, befürchtet Frank Mörschel, Russlandexperte des Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF Deutschland. Aktuellen Zählungen zufolge streifen nur noch etwa 35 Tiere durch die oft eisige Der Begriff W. ist kulturell unterschiedlich besetzt und reicht von der Wildpflanzenecke im Garten bis hin zum gefährlichen tropischen Urwald. Wildnis im fernen Osten Russlands. Es handelt sich bei ihnen um eine Leopardenunterart, die nur in dieser Gegend und im Grenzgebiet zu China und Nordkorea vorkommt. ‚Ihr Überleben hängt am seidenen Faden‚, so Frank Mörschel.

Zwar habe Russland drei Schutzgebiete eingerichtet, doch sei man von einem einheitlichen Management weit entfernt. Neue Strassen, Eisenbahnschienen und Siedlungen lassen den Lebensraum der Katzen immer stärker schrumpfen. Vorsätzlich gelegte Feuer vernichten immer mehr Wald, und Wilderer stellen den gefleckten Katzen immer häufiger nach. Angesichts des alarmierenden Zustands fordert der WWF den russischen Präsidenten dazu auf, einen Rettungsplan für die Amurleoparden umzusetzen. Dieser umfasst unter anderem, die drei bestehenden Schutzgebiete zu einem Nationalpark zusammenzufassen sowie effektive Schritte gegen die Waldbrände, den Holzeinschlag und die weitere Zerschneidung ihres Lebensraums durch Straßen und Siedlungen einzuleiten.

Die bestehenden Schutzgebiete sollten zunächst zu einem N. sind großräumige, mindestens 1.000 ha umfassende Naturlandschaften von besonderer Eigenart, Schönheit oder Seltenheit, in einem möglichst natürlichem, vom Menschen unberührten Zustand.Nationalpark vereint werden. Im nächsten Schritt sollte dieser Park zusammen mit Schutzgebieten in China (Hunchun Reserve) und Nord Korea zu einem internationalen Schutzgebiet erklärt werden und eine grenzübergreifendes Management eingeführt werden. Nur so könne die seltenste Raubkatze der Welt noch gerettet werden.

Autor: WWF Deutschland

26.10.07 Umweltjournal
 

Tierschützer verkleiden sich als Polizisten und verteilen Strafzettel an Pelzmantel-Träger in Hamburger Innenstadt

Aktion der Tierschutzorganisation PETA ‚ Sexy Models als Fashion Police verkleidet

(cd) Falsche Polizeibeamte am Mittag in der Hamburger Innenstadt:
Tierschützer der Tierschutzorganisation PETA verkleideten sich am Mittag als Polizeibeamte und ‚patrouillierten‚ in der Hamburger Innenstadt vor mehreren Edel-Boutiquen. Die sexy ‚Ordnungshüterinnen‚ waren auf der Suche nach Menschen, die einen Pelzmantel trugen. Diese bekamen dann prompt einen Strafzettel ‚auf¬¥s Auge gedrückt‚.
Die Tierschützer wollen mit dieser Aktion darauf aufmerksam machen, dass immer noch tausende Tiere qualvoll sterben müssen, um aus den Pelzen und Fellen edle Kleidungsstücke herzustellen.

Weitere Infos hier

24.10.07 NonstopNews
 

Wal- und Delfinschutz im Mittelmeer: Fortsetzung regionalen Artensterbens befürchtet

Heute beginnt in Dubrovnik, Kroatien, die bis zum 25.10. andauernde 3. Vertragsstaatenkonferenz zum Schutzabkommen für Wale und Delfine im Mittelmeer und Schwarzen Meer (ACCOBAMS).

Wal- und Delfinschützer schlagen Alarm auf Grund der desolaten Situation der Meeressäuger in der Region, und machen dafür insbesondere die Fortsetzung einer verfehlten Fischereipolitik, aber auch die Ignoranz der Staaten gegenüber neuen Bedrohungen, wie z.B. die zunehmende Lärmverschmutzung, verantwortlich.
Besonders kritisch ist die Situation für den Gemeinen Delfin, einst die am weitesten verbreitete Delfinart im Mittelmeer, die seit 2004 als "stark gefährdet" gilt. In der nördlichen Adria ist die Art gänzlich verschwunden, im östlichen Ionischen Meer stehen die lokalen Populationen vor der Ausrottung und auch im Golf von Vera, Südspanien, ist der Bestand rückläufig. "Während im östlichen Teil des Mittelmeeres Überfischung und die dadurch verursachte Nahrungsknappheit für die Abnahme lokaler Delfinpopulationen verantwortlich ist, werden im Süden Italiens und Frankreichs weiterhin illegal Treibnetze benutzt. Diese bedeuten den Tod Tausender Delfine jedes Jahr", sagt Nicolas Entrup, Sprecher der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS.

Einen Lösungsansatz sehen Experten in der Errichtung von Meeresschutzgebieten. 18 solcher Gebiete werden den ACCOBAMS Vertragsstaaten zur Umsetzung nahe gelegt. Acht davon, die speziell für den Gemeinen Delfin ausgewiesen werden sollen. "Solche Gebiete beinhalten auch von der Fischerei freie Zonen und hätten zudem den positiven Nutzen für die Fischerei selbst, da sich darin auch kommerziell übernutzte Fischarten von der Überfischung erholen könnten", meint Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare.

Die Schwerpunkte der Diskussion im Rahmen der ACCOBAMS Konferenz bilden:

- Änderung des Abkommens hinsichtlich eines gänzlichen Verbotes aller Treibnetze
- Einrichtung von Meeresschutzgebieten für besonders gefährdete Wal- und Delfinpopulationen
- Annahme von Richtlinien zur Regelung und Reduktion des vom Menschen verursachten Unterwasserlärms
- die Forderung nach einer verstärkten Berücksichtigung des Vorsorgeprinzips im Falle mangelnder wissenschaftlicher Daten über Gefahrenpotentiale für Wale und Delfine sowie
- Maßnahmenpläne unter besonderer Berücksichtigung des Fischereimanagements zur Verringerung des Drucks auf gefährdete Populationen

An der viertägigen Konferenz nehmen Vertreter der 20 Vertragsstaaten, sowie Vertreter von NGOs und wissenschaftlichen Instituten teil. Das Gastgeberland Kroatien zieht die Errichtung eines Schutzgebietes für Große Tümmler in Erwägung.

Quelle: Pressemitteilung WDC

 

22.10.2007 Extremnews
 

Aus für Kobra & Co

München, 24.10.2007: Mit einem neuen Gesetz hat das Land Hessen die Vorreiterrolle im Kampf gegen die Haltung gefährlicher Wildtiere übernommen. Zahlreiche bissige und giftige Tiere dürfen seit dem 9. Oktober in Hessen von Privatpersonen nicht mehr gehalten werden. Die Artenschutzorganisation PRO WILDLIFE begrüßt diesen Schritt:


"Angesichts von etwa 250.000 Riesen-, 100.000 Giftschlangen und zahlloser anderer gefährlicher Exoten unter deutschen Dächern war dieses Gesetz längst überfällig", sagt PRO WILDLIFE-Sprecherin Dr. Sandra Altherr. PRO WILDLIFE fordert nun die anderen Bundesländer mit laxeren oder gar fehlenden Regelungen auf, nachzuziehen. Die Artenschutzorganisation drängt seit langem auf ein Haltungsverbot von gefährlichen Wildtieren.

Die Änderung des Hessischen Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (HSOG) verbietet Privatpersonen das Halten zahlreicher Wildtiere wie Raubkatzen, Bären, Wölfen, Giftschlangen, Skorpionen, Schnappschildkröten und giftiger Spinnen. ‚Hessens Gesetz ist ein Meilenstein, auch wenn einige Tiere wie Mähnenwölfe, großwüchsige Warane oder hochgiftige Fische von der Regelung ausgenommen bleiben‚, so Altherr weiter. PRO WILDLIFE konnte erreichen, dass das neue Gesetz auch für Menschenaffen und große Riesenschlangen gilt. Das Haltungsverbot nach ¬ß43a HSOG bedeutet auch, dass Privatpersonen in Zukunft diese Tiere weder kaufen, tauschen, verschenken oder züchten dürfen. Alle Tiere, die schon vor Inkrafttreten des Gesetzes gehalten wurden, müssen angemeldet werden.

Der Vorstoß Hessens war dringend nötig. In Deutschland verzeichnen die Giftnotrufstellen täglich zwei Unfälle mit giftigen Schlangen, Skorpionen, Spinnen oder Fischen ‚ Tendenz steigend. ‚Dabei sind nicht nur die Halter selbst betroffen. Uns sind sogar Unfälle mit Babys bekannt‚, sagt Altherr. ‚Dies zeigt den leichtsinnigen Umgang mit Tieren, deren Bisse schwere Blutgerinnungsstörungen, Muskel- oder Atemlähmung, das Absterben von Gewebe oder gar den Tod verursachen können.‚

Mamba per Mausklick

Die Artenschutzorganisation PRO WILDLIFE prangert seit Jahren den Handel mit gefährlichen Tieren an. ‚Selbst völlig unerfahrene Laien können sich in Deutschland über das Internet problemlos tödlich giftige Tiere besorgen: Da wird die Mamba einfach per Mausklick in den virtuellen Warenkorb gelegt. Private Kurierdienste liefern die gefährliche Fracht dann nach Hause‚, berichtet die Biologin. ‚Auch Reptilienbörsen für Wildtiere sind ein Mekka für Leute, die sich lebende Zeitbomben zulegen möchten. Dort wird fast alles feilgeboten, was die Natur hergibt ‚ darunter auch Giftschlangen wie Kobras, Klapperschlangen oder Vipern, die in kleinen Frischkäseschachteln zum Verkauf stehen. Diesen Handel zu verbieten, muss der nächste Schritt sein.‚

Über PRO WILDLIFE:

PRO WILDLIFE ist eine gemeinnützige Organisation, die sich global für den Schutz von Wildtieren und ihrer Lebensräume einsetzt. Weltweit unterstützt PRO WILDLIFE Artenschutzprojekte vor Ort und leistet Aufklärungsarbeit, um Wildtierhandel und Wilderei einzudämmen.

 

24.10.07 Umweltjournal
 

Magnetfeld-Resonanz-Stimulation

"Die innovative Verbindung von uraltem ¬†Wissen aus der Naturheilkunde und modernster Technik hilft dem Körper, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren." Quelle: Vita-Life

Die Wirkung dieses Systems möchten wir anhand einer Studie ermitteln.

Haben Sie ein krankes oder verletztes Tier und Interesse an unserer kostenlosen Studie auf unserer Tier- und Jugendfarm in Offenwarden, zwischen Bremen und Bremerhaven, regelmäßig teilzunehmen?

Dann rufen Sie uns an oder schreiben uns eine Email:

0421/ 5228732

 
 

Lust auf TV?

Das Tierrechtsmagazin "Tierrechtsbund Aktiv TV" wird mittlerweile fast bundesweit ausgestrahlt.
Um auch über jede Region berichten zu können brauchen wir Ihre Hilfe:

  • Haben Sie selber Lust TV-Beiträge für Tierrechtsbund Aktiv TV zu produzieren?
  • Oder sind Sie auf ein Thema gestoßen welches berichtenswert ist?
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Dann rufen Sie uns an (0421/5228732) oder schreiben Sie uns eine Email

 
 

Bundesregierung will Geflügel lebenslänglichen Knast verordnen

Am 12. Oktober wird im Bundesrat über die neue Geflügelpestverordnung abgestimmt.
Die Verordnung soll die Stallpflicht als Regelhaltung vorschreiben.
Zu diesem Thema sehen Sie ein Interview mit dem Experten Mathias Güthe von der Organisation PROVIEH.

12.10.2007 Peta
 

Buttersäureanschlag auf Pelzgeschäft in Passau

Beim Dresdner Verein die tierbefreier e.V. ging ein anonymes Bekennerschreiben einer Gruppe ein, die der Animal Liberation Front (ALF) zuzurechnen ist. In dem Schreiben bekennen sich die AktivistInnen dazu, einen Buttersäureanschlag auf das Pelzgeschäft Marean in Passau verübt zu haben.
Der Besitzer des Geschäfts, der vom unermesslichen Leid der Tiere lebt, gibt den Schaden mit mehreren Hunderttausend Euro an. Das Geschäft musste für rund eine Woche geschlossen bleiben.

 

12.10.2007
 

Der grausame Handel mit der Ware Tier

Zum Welttierschutztag am 4. Oktober veröffentlichte die Tierrechtsorganisation PETA-Deutschland e.V. eine Recherche, die erschreckende Zustände in deutschen Zootierfachhandlungen aufdeckt.
Unter den Augen der zuständigen Veterinärämter gehören tote Reptilien, verkrüppelte Tiere, völlig artfremd gehaltene Wildtiere, gewaltsam getötete Kaninchen, die als Frostfutter im Internet angeboten werden, und völlig inkompetente Mitarbeiter zum Alltag vieler deutschen Zootiergeschäfte.
PETA-Deutschland e.V. fordert ein Heimtierschutzgesetz gesetzliche Regelungen für den Verkauf von Tieren über den Zootierfachhandel und ein generelles Verbot für den Verkauf von Wildtieren.

12.10.2007 Peta
 

Magnetfeld-Resonanz-Systeme an 30 Tierheime gespendet

30 technologische Geräte, die Tieren bei Beschwerden helfen können wurden von dem Nienburger Finanzdienstleister Popp AG in Zusammenarbeit mit dem Hersteller "vita-life" an Tierheime und Tierschutzvereine im gesamten Bundesgebiet gespendet.

Auch der Tierrechtsbund-Aktiv e. V. hat eines dieser Systeme erhalten.

12.10.2007
 

Neue Geflügelpest-Verordnung: Das Ende der Freilandhaltung?

 

Aufstallungsgebot kein wirksamer Schutz vor Vogelgrippe - nicht Freilandgeflügel, sondern Intensivtierhaltung für Verbreitung des Virus' verantwortlich

Heikendorf/Kiel, 11.10.2007

Am kommenden Freitag entscheidet der Bundesrat über eine Geflügelpest-Verordnung, durch die die generelle Stallpflicht für Geflügel künftig zur zeitlich unbefristeten Dauerregelung erhoben wird. Ursprünglich galt diese nur als zeitlich begrenzte Maßnahme nach dem akuten Fall von Vogelgrippe auf Rügen Anfang 2006. "Nach der neuen Verordnung ist eine artgemäße und tierschutzkonforme Haltung insbesondere von Wassergeflügel, aber auch vieler anderer Geflügelrassen in Deutschland nicht mehr möglich", kritisiert Mathias Güthe, Vorstandsmitglied von PROVIEH - Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung (VgtM) e.V. den Entwurf.

PROVIEH - VgtM e.V. hat in einem offenen Brief an alle Regierungschefs appelliert, dem Entwurf nicht zuzustimmen. Deutschlands größter und ältester Fachverband für artgemäße Nutztierhaltung hält die Verordnung vielmehr für einen weiteren Versuch, die industrielle Massentierhaltung wieder hoffähig zu machen. "So kann die Geflügelindustrie die zuletzt vom Bundesverfassungsgericht beanstandete Käfighaltung wieder als 'Normalfall' verkaufen", so Mathias Güthe weiter. Sie lenke damit davon ab, dass die tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen der industriellen Mastfarmen viel eher einen Ausbruch von Tierseuchen befürchten lassen als eine artgemäße Haltung im Freiland.

Eines steht nach unabhängigen Erkenntnissen fest: Es gibt keinen Seuchenzug entlang der Vogelzugrouten! Es gibt auch kein massenhaftes Wildvogelsterben. Denn für die Verbreitung eines hochpathogenen (schnelltödlichen) Virus' bedarf es einer hohen Tierdichte, wie sie nur in der industriellen Massentierhaltung vorkommt. "Nicht umsonst verbreitet sich die Vogelgrippe ausschließlich in geschlossenen Stallsystemen der Intensivhaltung in Richtung von Handelswegen mit Tierfutter, Geflügelfleisch, Eintagsküken usw.", weiß PROVIEH-Vorstandsmitglied Mechthild Oertel. Als Beispiele nennt sie die Ausbrüche in England und Ungarn im Sommer dieses Jahres, bei denen Betriebe eines einzigen Konzerns betroffen waren, und die Ausbrüche in den beiden großen bayerischen Entenmastfarmen, die ebenfalls zu einem einzigen Konzern gehörten. "Wie sollen dann Massentierhaltungen sicher sein?", fragt Mechthild Oertel weiter. Glauben Sie uns, so etwas versteht auch der einfache deutsche Bürger und Wähler.

Für die Verabschiedung der vorliegenden Verordnung und der dort vorgesehenen generellen Stallpflicht ist aber der Beweis der Verbreitung durch Wildvögel essentiell. "Dies führt zu einer einfachen Frage: Wozu das Geflügel einsperren, wenn Freilandgeflügel gar nicht von Wildvögeln angesteckt wird?", so die PROVIEH-Vertreter Mechthild Oertel und Mathias Güthe.

Ein Aufstallungsgebot verschleppe hingegen das eigentliche Problem weiter. "Das erinnert mich an die frühere BSE-Schutz-Verordnung, mit der man ebenfalls durch objektiv untaugliche Maßnahmen, einem Tötungsgebot für Rinder britischer und schweizerischer Herkunft, vom eigentlichen Problem ablenken wollte, bis dieser rechtswidrige Unsinn durch das Bundesverwaltungsgericht, das die Verordnung für nichtig erklärte, endgültig gestoppt werden konnte", so Mechthild Oertel, die seinerzeit den Widerstand betroffener Züchter organisiert hatte..

"Auch die Geflügelpest-Verordnung wird keiner gerichtlichen Prüfung standhalten", ist sich PROVIEH sicher. Eine Klage gegen die Verordnung wird derzeit vorbereitet. "Die Ministerpräsidenten können am Freitag Schaden nicht nur vom Geflügel und seinen Freilandhaltern abwenden, sondern auch vom Staat, denn die Kosten für das Verfahren und den Schadenersatz wird der Staat - und damit der Steuerzahler - als Verlierer des Verfahrens tragen müssen", ist sich Mechthild Oertel sicher.

Offener Brief von ProVieh zur Geflügelpestverordnung
Sehr geehrte Herren,
am kommenden Freitag entscheidet der Bundesrat über die Geflügelpest-Verordnung, durch
welche die generelle Stallpflicht für Geflügel (wie sie bisher nur als zeitlich begrenzte ad hoc-
Maßnahme galt) künftig zur zeitlich unbefristeten Dauerregelung erhoben wird. Danach ist
eine artgerechte und tierschutzkonforme Haltung insbesondere von Wassergeflügel, aber auch
vieler anderer Geflügelrassen (u. a. auch solcher, die bereits durch die Rote Liste bedrohter
Nutztierrassen erfasst werden und daher besonders geschützt werden sollten!) künftig in
Deutschland nicht mehr möglich.
Als Deutschlands ältester und größter Nutztierschutzverband bittet PROVIEH Sie, den Entwurf
abzulehnen und damit nicht gegen das Volk zu entscheiden.
Längst schon glaubt in der Bevölkerung kaum einer mehr an die große Pandemie durch die
angeblich hoch pathogene Variante der Vogelgrippe (h5n1 hpai). Warum auch, wenn dieses
medienwirksame Schreckgespenst doch so offenkundig nur bestimmten wirtschaftliche Interessen,
insbesondere dem Vertrieb von Grippeschutzmitteln (‚Tamiflu und Co‚).dient. Den industriellen
Massengeflügelhaltern kommt die Stallpflicht naturgemäß gerade recht: bietet sie doch
Gelegenheit, die zuletzt vom Bundesverfassungsgericht beanstandete Käfighaltung wieder als
‚Normalfall‚ zu verkaufen und davon abzulenken, dass die tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen
der industriellen Mastfarmen viel eher einen Ausbruch von Tierseuchen befürchten lassen
als eine artgerechte Haltung im Freien, wie sie von verantwortungsbewussten Landwirten
(meist Äkobetrieben) und engagierten Erhaltungszüchtern, die sich um den Fortbestand bedrohter
Geflügelrassen bemühen, praktiziert wird. Dies wird indes durch die generelle Stallpflicht
unmöglich. Die Tiere, aber auch all jene Landwirte und Züchter, die sich um artgemäße
An die Herren
Ministerpräsidenten aller Bundesländer,
den Regierenden Bürgermeister von Berlin
und die Ersten Bürgermeister der
Hansestädte Hamburg und Bremen
09.10.2007 Offener Brief zur neuen Geflügelpest-Verordnung 601-07
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Haltung bemühen, haben das Nachsehen, während die Lobby der Massentierhalter einmal
mehr frohlockt, dass ihnen die Politik auf den Leim gegangen ist!
Denn der Tierseuchenschutz, der zur Begründung der Stallpflicht bemüht wird, rechtfertigt diese
bei näherer Betrachtung nicht: Fragen Sie mal Ihre Wählerinnen und Wähler, wer noch an das
Märchen der Verbreitung von Vogelgrippe durch Wildvögel glaubt! Auch wenn dieses von
interessierter Seite geschickt gefördert wird, wissen unabhängige Wissenschaftler und informierte
Bürger längst: Es gibt keinen Seuchenzug entlang der Vogelzugrouten. Es gibt kein
massenhaftes Wildvogelsterben - kann es auch nicht, denn für die Verbreitung eines hochpathogenen
(schnelltödlichen) Virus‚Äô bedarf es einer hohen Tierdichte, wie sie nur in der industriellen
Massentierhaltung vorkommt. Nicht umsonst verbreitet sich die Vogelgrippe ausschließlich
in geschlossenen Stallsystemen der Intensivhaltung in Richtung von Handelswegen mit Tierfutter,
Geflügelfleisch, Eintagsküken usw. Ganze Länder (Laos), in denen es diese Haltungsform
nicht gibt, bleiben verschont.
Die Ausbrüche in England und Ungarn (betroffen waren Betriebe eines Konzerns) wie auch in
den beiden großen deutschen Entenmastfarmen (sie gehörten ebenfalls zu einem Konzern) sind
beredte Beispiele dafür. Der MKS-Ausbruch in Großbritannien entstammt nachweislich einem
dortigen Forschungslabor (Quelle: n-tv). Wie sollen dann Massentierhaltungen sicher sein?
Glauben Sie uns, so etwas versteht auch der einfache deutsche Bürger und Wähler. Wir werden
jedenfalls darauf hinwirken, dass er nicht weiter für dumm verkauft wird.
Für die Verabschiedung der Ihnen vorliegenden Verordnung und der dort vorgesehenen generellen
Stallpflicht ist aber der Beweis der Verbreitung durch Wildvögel essentiell - was zu einer
einfachen Frage führt: Wozu einsperren, wenn Freilandgeflügel gar nicht von Wildvögeln angesteckt
wird?
Die einseitige Beratung durch das deutsche Referenzlabor (Friedrich-Löffler-Institut, FLI) hat
schon bei den Keulungsaktionen in Thüringen und bei den Restriktionen durch die bisherigen
Aufstallungsanordnungen zu groben Fehlentscheidungen mit irreparablen Folgen geführt.
Dabei ignoriert das FLI alle wissenschaftlichen Fakten des Wildvogelmonitorings und verweigert
epidemologische Untersuchungen an h5n1-positiven Tieren ebenso wie eine unabhängige
Untersuchung des ersten Vogelgrippeausbruchs in unmittelbarer Nähe seiner Forschungseinrichtung
auf Rügen. Warnungen über mögliche Fehldiagnostik durch die angewandte PCRMethode
(vgl. Dr. J. Wilhelm Uni Giessen in ‚Biospektrum 2/05‚), die möglicherweise die
kuriose Einzelinfektion einer Gans im thüringischen Wickersdorf erklären könnte, werden
ebenso ignoriert wie Stimmen anderer Wissenschaftler, wie z.B. die jüngste Resolution der
Deutschen Ornithologischen Gesellschaft (DO-G), welche sich ebenfalls ausdrücklich gegen
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das generelle Freilaufverbot für Geflügel ausspricht und davor warnt, durch diese zur effektiven
Bekämpfung der Vogelgrippe untaugliche Maßnahme das eigentliche Problem weiter zu verschleppen.
Letzteres erinnert an die frühere BSE-Schutz-Verordnung, mit der man ebenfalls durch objektiv
untaugliche Maßnahmen (ein Tötungsgebot für Rinder britischer und schweizerischer Herkunft)
vom eigentlichen Problem ablenken wollte, bis dieser - ebenfalls rechtswidrige - Unsinn durch
das Bundesverwaltungsgericht, das die Verordnung für nichtig erklärte, endgültig gestoppt werden
konnte.
Höchst unwissenschaftlich verhält man sich, wenn man Wahrscheinlichkeiten (wie die Verbreitung
durch Wildvögel) nur behauptet, nicht aber durch konkrete Zahlen belegen kann, andere
Verbreitungswege im gleichen Atemzug aber noch nicht einmal erwähnt, geschweige denn
untersucht.
Warum das FLI so handelt, vermag PROVIEH nicht zu beantworten. In unseren Umfragen bei
der einfachen Bevölkerung an unseren Infoständen hörten wir hauptsächlich von Forschungsgeldern
und Lobby der Geflügelindustrie. So sehen das Ihre Wählerinnen und Wähler, sehr
geehrte Herren Ministerpräsidenten, sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister, sehr geehrte
Herren Erste Bürgermeister.
Massentierhaltung vernichtet auf Dauer deutsche Arbeitsplätze. Der Wachstumsmarkt der Bio-
Produkte droht an Deutschland vorbeizugehen. Für Deutschland war es noch nie gut, an Billigprodukten
festzuhalten, dagegen haben Vorreitergedanken wie in der Umwelttechnik ganze
neue Industriezweige hervorgebracht. Deutschland ist kein Billiglohnland, wir leben von Premium-
Produkten wie es zum Beispiel Geflügelprodukte aus tiergerechten Haltungsformen seien
können.
Bitte beachten Sie deshalb unbedingt unseren Appell, entscheiden Sie gegen die vorliegende
Verordnung und die dort vorgesehene unsinnige Stallpflicht zum Wohl der tierliebenden Bevölkerung
in Deutschland, zum Wohl der artgemäßen Nutztierhaltung und damit sicher auch für
mehr Arbeitsplätze in Deutschland.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Sven Garber
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P.S.: Wenn Sie vor der Abstimmung noch weitere Informationen sammeln möchten, empfehlen
wir Ihnen folgende Informationen:
Resolution der DO-G unter www.do-g.de (Klick auf aktuelles)
Meinung der Welternährungsorganisation zur Wildvogelthese:
www.pr-inside.com/de/vogelgrippe-virus-kommt-derzeit-vor-r218438.htm
Grainreport: unter www.huehner-info.de/vogelgrippe/vogelgrippe-GRAIN-feb2006.html
Arbeit von Dr. Wilhelm zur PCR unter
http://www.elsevier.de/blatt/d_bs_download&_id=907690
Bericht über das Vogelgrippesymposium in Bremen unter www.gefluegel-boerse.de
(Klick auf Neues)
Plädoyer für epidemologische Untersuchungen unter www.symposium.federtiere.net
(Klick auf Plädoyer)
sowie die Informationen unter www.provieh.de
11.10.2007 ProVieh
 

Trainerin von Orca verletzt - erneuter Zwischenfall im spanischen Verknügungspark

Laut spanischen Medienberichten wurde am 7.10.2007 eine Trainerin im Loro Parque auf Teneriffa während einer Trainingseinheit von einem Schwertwal, auch Orca genannt, verletzt. Der Orca rammte den Brustkorb der Trainerin und brach ihr einen Arm.

Dieser Vorfall gibt erneut Anlass, das Thema der Gefangenschaftshaltung zu beleuchten.

‚Die Verantwortung liegt hier eindeutig bei den Behörden und den Betreibern des Vergnügungsparks, die wir alle vor Jahren, als die Haltung von Schwertwalen geplant wurde, auf das Risiko von Unfällen aufmerksam gemacht haben. Orcas haben in Gefangenschaft nichts verloren‚, sagt Nicolas Entrup, Sprecher der WDCS in Deutschland.

Die Orcas aus dem Loro Parque wurden 2006 von Sea World in den USA nach Teneriffa transferiert. Die Einfuhr der Meeressäuger in den EU-Raum rief heftige Proteste seitens Tier- und Artenschützer hervor. Die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS sah in der Einfuhr einen klaren Verstoß gegen die EU-Artenschutzgesetzgebung, die einen kommerziellen Import für Individuen dieser Tierart strikt untersagt. Darüber hinaus warnten Experten der WDCS bereits damals vor folgenschweren Unfällen, die häufig bei der Haltung dieser Meeressäuger in Gefangenschaft, nicht aber in freier Wildbahn auftreten. Der bis dato ernsthafteste Fall endete mit dem Tod einer involvierten Person.

Statistiken der WDCS zur Folge, die das Schicksal aller in Gefangenschaft gehaltener Schwertwale dokumentiert und gleichzeitig zahlreiche Forschungs- und Schutzprojekte zu Orcas in freier Wildbahn betreibt, ist die Lebenserwartung dieser Delfinart in Gefangenschaft stark reduziert. Die durchschnittliche Lebenserwartung dieser Tiere beträgt in Gefangenschaft weniger als 10 Jahre, während Männchen in freier Wildbahn durchschnittlich ein Alter von 30 und Weibchen ein Alter von 50 Jahren erreichen.

Die WDCS spricht sich klar gegen die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft aus, da dies nicht mit den Zielen eines wirksamen Schutzes für Delfine in freier Wildbahn vereinbar ist.

Quelle: Pressemitteilung WDCS

09.10.2007 Extremnews
 

Tierschützer befürchten Ratten-Ansturm

Vor einem Ansturm auf Ratten als Haustiere hat der Bund Deutscher Tierfreunde (BDT e.V.) gewarnt. Ausgelöst wird der Run auf die Nager durch den Zeichentrickflm "Ratatouille", der jetzt auch bei uns in den Kinos angelaufen ist. Wie der überregionale Tierschutzverein Bund Deutscher Tierfreunde e.V. mit Sitz in Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen am Dienstag erklärte, wird ein ähnlicher Ansturm auf Ratten wie vor wenigen Jahren auf gepunktete Hunde als Folge des Films "101 Dalmatiner" befürchtet.

Ratten können absolut niedliche Haustiere sein. Sie sind gesellig und auch sehr verschmust. Allerdings vergessen viele Menschen beim Kauf, dass zwar die Mode wieder geht, die Ratte aber bleibt. "Wer sich eine Ratte anschafft, kauft sich ein Haustier für Jahre und nicht einen Wegwerf-Artikel. Es besteht die große Gefahr, dass die Tiere später einfach ausgesetzt werden", so ein BDT-Sprecher.

In Frankreich ist wenige Wochen nach Start des Filmes die Nachfrage nach den Nagern in Zoogeschäften dramatisch angewachsen. Die Verkäufe sind um bis zu 40 Prozent gestiegen. "Seit der Film herausgekommen ist, ist die Ratte zu einem wahren Modephänomen geworden", so der in Frankreich täige Verein Apra, der für Ratten als Haustiere wirbt, dem plötzlichen Run aber skeptisch gegenüber steht.

Besonders gefragt in den Geschäften ist die blaue Rattenrasse Dumbo mit kleinen Schlappohren, die zu einem Preis von zu 50 Euro pro Exemplar angeboten wird. "Der Ratatouille-Effekt" könnte zu einem Problem werden", so der Bund Deutscher Tierfreunde. Wenn die neuen Ratten-Liebhaber merken, dass die kleinen Nager auch Arbeit machen und die Modewelle abebbt, könnten die Moderatten einfach ausgesetzt werden.

In den Tierheimen kann man heute die Folgen des Dalmatiner-Booms sehen. Viele der gepunktete Hunde landeten in Tierheimen, nachdem die Modewelle vorbei gezogen war. "Haustiere - egal ob Ratten, Hunde oder Katzen - sind keine Modepüppchen, sondern Lebewesen, für die man als Besitzer für Jahre die Verantwortung übernimmt. Das sollte schon bei der Anschaffung beachtet werden", so der überregionale Tierschutzverein.

Quelle: Pressemitteilung Bund Deutscher Tierfreunde e.V.

09.10.2007 Extremnews
 

Stiftung Warentest lässt Bio-Produkte in einem falschen Licht erscheinen

Zum Artikel "Wo Bio schwach ist und wo stark" Magazin "test!, Ausgabe Oktober 2007

Berlin, 01.10.2007: In der neuen Ausgabe des Magazins "test" wertet die Stiftung Warentest alle Untersuchungen der Jahre 2002 bis 2007 aus, in denen auch Bio-Lebensmittel getestet wurden (54 Tests). Die negativ zugespitzte Pressemitteilung der Stiftung Warentest lässt Bio-Produkte in einem falschen Licht erscheinen ‚ der Artikel selbst ist in seiner Argumentation differenzierter, jedoch tendenziös gegen Bio geschrieben.


Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V. nimmt zu den wichtigsten Punkten Stellung:

1. Pestizide
Bei der Pestizidbelastung stellt die Stiftung Warentest Bioprodukten ein sehr gutes Zeugnis aus: Bio-Lebensmittel wie Tomaten, Äpfel, Grüner Tee oder Rucola waren in allen Untersuchungen fast immer frei von Pestiziden, dass sei ein ‚klarer, gesundheitlicher Vorteil‚. Dagegen war 29 Prozent der konventionellen Handelsware ‚deutlich‚ oder ‚hoch‚ belastet.

2. Sensorik
Dass Bio-Produkte angeblich nicht besser schmecken als konventionelle Lebensmittel, ist eine Kernaussage der test-Pressemeldung. Bei den sensorischen Eigenschaften ignoriert die Stiftung Warentest jedoch erneut, dass für Bioprodukte andere gesetzliche Vorgaben gelten und sich die Produktionsmethoden deutlich unterscheiden. Der Verzicht auf künstliche und naturidentische Aromen, Geschmacksverstärker, Hilfs- und Zusatzstoffe müsste honoriert werden und nicht zu einer Abwertung führen.

Um Geruch, Geschmack und Aussehen von Bio-Produkten objektiv beurteilen zu können, wäre es entscheidend, dass Tester die spezifischen Merkmale von Bio-Lebensmitteln kennen. Ein Tester, der auf konventionelle Produkte trainiert ist, wird die besonderen Eigenschaften, die zum Beispiel durch den Verzicht auf Zusatzstoffe entstehen und die gewollt sind, als ‚sensorische Fehler‚ interpretieren. So hatten drei Bio-Kartoffelpürees (test 3/06) wegen ‚kleistriger Struktur‚ das Nachsehen gegenüber vielen konventionellen, die ihre geschmeidige Konsistenz Stabilisatoren und Emulgatoren verdanken und zusätzlich Konservierungsstoffe enthalten.
Dieses Problem hat die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) bereits erkannt: Deren Tester werden seit gut einem Jahr auf die sensorischen Unterschiede geschult und vergeben im Durchschnitt für ökologische und konventionelle Lebensmittel genauso oft die Auszeichnung ‚DLG-prämiert‚.

Die Stiftung Warentest lässt außerdem das Urteil von Konsumenten in die Bewertung einfließen. Auch diese kennen oft nur den Geschmack der konventionellen Produkte und bewerten allein nach ihrer Gewohnheit.

3. Keine Bewertung von Nachhaltigkeitskriterien
‚Vorbildlich‚ sei die Bilanz der Bio-Hersteller, wenn es um die ökologische und soziale Verantwortung geht, denn sie engagierten sich stark für Umwelt, Tierschutz und soziale Mindeststandards, schreibt ‚test‚. Diese Aussage bezieht sich auf die wenigen Tests (Garnelen und Kochschinken), bei denen solche Kriterien bewertet worden sind.
Im Regelfall bewertet die Stiftung Warentest Lebensmittel jedoch fast ausschließlich mit Hilfe von sensorischen und analytischen Kriterien. Pluspunkte wie nachhaltiges Wirtschaften, Schutz von Grundwasser, Böden, Klima, Umwelt und der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide sowie Gentechnik bleiben unberücksichtigt. Die hohen, über das gesetzlich Geforderte weit hinausgehenden Standards der ökologischen Lebensmittelwirtschaft werden nicht honoriert.

4. Haltbarkeit von Lebensmitteln
In einigen Milch-, Fleisch- und Fischprodukten aus ökologischer Erzeugung, die 2004 und 2005 kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums untersucht worden sind, fand test eine erhöhte Zahl von Bakterien und Hefen, darunter nach Auskunft der Stiftung Warentest jedoch keine, Gesundheit gefährden.

In der Bio-Produktion wird auf die im konventionellen Bereich üblichen Konservierungsmittel verzichtet, deren Unbedenklichkeit nicht immer nachgewiesen ist. Dadurch sind die Erzeugnisse empfindlicher und bedürfen höchster Sorgfalt in der Herstellung und in der gesamten Kühlkette bei Transport und Lagerung. Auf diese Punkte ist künftig noch genauer zu achten.


Die Stiftung Warentest vergleicht in der Ausgabe von ‚test‚ zwar ihre Ergebnisse der letzten Jahre, berichtet aber nicht über die Qualitätsverbesserungen und die Maßnahmen der Hersteller, die seitdem erfolgt sind. So war beim Fund von Fremdzucker in Bio-Orangensaft Betrug beim Vorlieferanten im Spiel ‚ dieser wurde gekündigt. Der Fund von Weichmachern in Olivenöl hat zu umfangreichen Verbesserungen bei Transport und Lagerung im Herkunftsland geführt.

Übrigens hat Bio beim Vergleich von Lebensmittel-Tests der Stiftung Warentest aus fünf Jahren sogar etwas besser abgeschnitten: Vier Prozent der Bioprodukte erhielten ein ‚Sehr gut‚, aber nur ein Prozent der konventionellen Ware. In beiden Lagern erhielten gut zwei Drittel der Lebensmittel ein ‚Gut‚ oder ‚Befriedigend‚.

Autor: Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V.

01.10.2007 Umweltjournal
 

Deutschland blockiert Plan gegen Todeszonen

70.000 Quadratkilometer Ostsee haben sich wegen Sauerstoffmangels bereits in Todeszonen verwandelt. Ausgerechnet die Bundesregierung und das Land Mecklenburg-Vorpommern blockieren jetzt einen Plan, der das dramatische Ostseesterben abmildern soll. "Deutschland wird zum Totengräber der Ostsee. Die Haltung der Landwirtschaftsminister des Bundes und Mecklenburg-Vorpommerns, Horst Seehofer und Till Backhaus, ist ein Skandal‚, kritisiert Jochen Lamp, Leiter des WWF-Büros in Stralsund.


Hintergrund: Deutschland weigert sich, verbindliche Quoten für die Einleitung von Nährstoffen in das Baltische Meer zu akzeptieren. Damit steht der seit zwei Jahren von den Anrainerländern verhandelte Die O., eines der am stärksten verschmutzten Meere der Welt, wird von den Anrainerstaaten Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland und Dänemark fast vollständig umschlossen. Ostsee-Rettungsplan vor dem Scheitern. Am 15. November wollen die Staaten auf der Ostseeschutz-Konferenz HELCOM in Krakau den Aktionsplan beschließen.

Die Nährstoffe Phosphor und Stickstoff gelangen vor allem aus der Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft in die Ostsee. Sie verursachen massive Algenblüten. Die absterbenden Artenreiche Abteilung des Pflanzenreichs. Niedere, autotroph lebende Pflanzen aus einzelnen Zellen oder Zellverbänden, die zumeist im Wasser, aber auch im Boden leben.Algen führen zu einem chronischen Sauerstoffmangel, der bereits ein Sechstel des Meeresbodens in tote Zonen verwandelt hat. Derzeit verursachen jedes Jahr eine Million Tonnen Stickstoff und 35.000 Tonnen Phosphor die Überdüngung des Meeres. Laut HELCOM-Plan sollen die jährlichen Einträge bis 2016 um 133.000 Tonnen Stickstoff und 15.000 Tonnen Phosphor reduziert werden.

Demnach soll die Bundesrepublik ihre Einträge von Phosphor um 250 Tonnen und von Stickstoff um 5.600 Tonnen verringern ‚ Seehofer und Backhaus lehnen das laut WWF ab. Andere Länder seien hingegen bereit, ihre Einträge zu senken: Polen um fast 71.000 Tonnen, Dänemark um 17.000 Tonnen und Schweden um 9.500 Tonnen. Auch Russland stimme dem Plan zu.

Die Nähstoffbelastung der Ostsee ist laut WWF heute vier bis acht Mal höher als vor einhundert Jahren. ‚Die jetzt diskutierte Nährstoffquote ist nur ein Minimalkonsens. Damit die Ostsee nicht erstickt, brauchen wir eine schnellere und drastischere Reduktion der Überdüngung. Doch selbst diesen ersten Schritt will Deutschland blockieren. Jetzt ist ein klares Wort von Kanzlerin Angela Merkel gefragt, damit der Meeresschutz nicht der Kleinstaaterei zum Opfer fällt‚, fordert Lamp. Laut WWF stellt sich vor allem Mecklenburg-Vorpommern gegen die Quote. Das Land wolle seine Bauern nicht belasten. Der Einwand Deutschlands, der Rettungsplan sei nicht mit EU-Gesetzen nicht vereinbar, ist nach Angaben des WWF am Donnerstag vom EU-Agrarrat entkräftet worden.

Mit dem Die O., eines der am stärksten verschmutzten Meere der Welt, wird von den Anrainerstaaten Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland und Dänemark fast vollständig umschlossen. Ostsee-Aktionsplan wollen die HELCOM-Staaten zudem für mehr Schiffssicherheit, weniger Umweltgifte und mehr Schutzgebiete sorgen. Das Baltische Meer soll zum Deutschland wähnt sich häufig innerhalb Europas einer V.-Rolle im Umweltschutz. Nimmt man die Pro-Kopf-Umweltausgaben zum Maßstab, so steht Deutschland nach der Wiedervereinigung hinter Ästerreich und vor den Niederlanden an zweiter Stelle.Vorreiter der EU-Meerespolitik werden. ‚Ein Scheitern der Verhandlungen wäre ein fatales politisches Signal für den Ostseeschutz‚, so Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF-Sprecher Lamp. Der schwedische Umweltminister drohe bereits, der HELCOM-Konferenz bei einem Scheitern der Nährstoffquoten fernzubleiben.

Autor: WWF Deutschland

29.09.2007 Umweltjournal
 

Faszinierende Welt der Schmetterlinge

Tropisches Flair und lebendige Vielfalt - ab dem 29. September in botanika

Mehr als dreihundert frei fliegende farbenfrohe Schmetterlinge verwandeln das Mendehaus des grünen Science Centers botanika mit seiner exotischen Pflanzenkulisse vom 29. September 2007 bis zum 10. Februar 2008 in eine faszinierende Erlebniswelt.

Schon beim Betreten des Schmetterlingshauses wird der Besucher von einer Vielzahl prächtig gefärbter Falter begrüßt. Wäh-rend des Rundgangs durch die Tropenlandschaft werden impo-sante Bananenstauden, zarte Passionsblumen und Orchideen passiert. Überall trifft das aufmerksame Besucherauge auf win-zige Eier, bizarr geformte Raupen oder fast perfekt getarnte Schmetterlingspuppen.

Den gesamten Herbst und Winter hindurch präsentiert botanika im Rhododendron-Park den wundersamen Lebensweg der Schmetterlinge vom Ei, über die gefräßige ständig wachsende Raupe und das noch immer rätselhafte Puppenstadium bis hin zur Verwandlung in einen filigranen Falter. Täglich gibt es in der Sonderausstellung Neues zu entdecken. Wer genauer hinsieht erkennt immer wieder spannende Details und erlebt den Ent-wicklungszyklus dieser außergewöhnlichen Insekten aus nächster Nähe. Mit etwas Glück kann der Besucher sogar ver-folgen wie sich ein Schmetterling aus der Enge seiner Puppen-hülle befreit und nach kurzer Zeit zum ersten Mal seine schil-lernden Flügel ausbreitet - ein unvergessliches Erlebnis!

 

Weitere Informationen unter www.botanika.net

25.09.2007 www.botanika.net
 

Schreiadler "Sigmar" auf Malta abgeschossen - Deutsche Vogelschützer sind fassungslos

Auf Malta sind trotz eines Großaufgebotes an Polizei und ausländischen Vogelschützern in den letzten Wochen wieder zahlreiche seltene Falken und Adler von Jägern abgeschossen worden. Mitarbeiter des Bonner Komitees gegen den Vogelmord hatten in den letzten 8 Tagen die Rastplätze der Greifvögel überwacht und dabei den Abschuss von durchziehenden Zwergadlern, Baumfalken, Wespenbussarden, Rohrweihen und Turmfalken beobachtet und z.T "live" auf Video aufgenommen.

Alle Arten stehen in Deutschland auf der Roten Liste und sind akut bedroht. "Die Jäger haben abends ausgekundschaftet, in welchen Gebieten die Vögel zum Übernachten landen und dort morgens ein regelrechtes Sperrfeuer eröffnet", berichtet Komitee-Projektleiter Axel Hirschfeld.

Trauriger Höhepunkt des Einsatzes war der Fund eines angeschossenen, in Deutschland beringten Schreiadlers, der gestern im Süden der Insel von Polizisten entdeckt und in die Pflegestation des maltesischen Komitee-Partnerverbandes IAR eingeliefert wurde. Das Tier mit der Nummer CA007795, das die Vogelschützer auf den Namen Sigmar getauft haben, wurde in einem Gebiet gefunden, in dem zuvor intensiv auf überfliegende Greifvögel geschossen worden war. Sigmar wurde am 15.7.2007 nestjung im Brandenburgischen Landkreis Oberhavel beringt und gehört zu den letzten seiner Art in Deutschland. Bundesweit gibt es kaum noch 100 Paare, die mit erheblichem finanziellem und personellem Aufwand geschützt werden. Allein für die letzten drei Jahre wurden für den Schutz der letzten deutschen Schreiadler rund eine Million Euro Steuergelder ausgegeben. Schreiadler werden in der Roten Liste der in Deutschland bedrohten Vogelarten als "stark gefährdet" eingestuft.

Quelle: Pressemitteilung Komitee gegen den Vogelmord e.V

25.09.2007 Extremnews
 

In Japan beginnt das größte Delfinmassaker der Welt

In Japan beginnt in wenigen Tagen die neue Delfinjagdsaison, der jährlich bis zu 20.000 der kleinen Meeressäuger zum Opfer fallen. Die Delfine werden nach stunden-langen Treibjagden mit Handharpunen, Stöcken und Messern abgeschlachtet. Auf Druck von PRO WILDLIFE und anderer Organisationen forderte die Internationale Walfangkommission (IWC) Japan mehrfach auf, die Jagd umgehend einzustellen ‚ vergebens: Dem Veto der IWC zum Trotz wurden die Fangzahlen seit dem Jahr 2000 sogar verdoppelt.

13.09.2007
 

Helfen Sie Affenversuche zu stoppen ‚ Endgültig!

Die EU novelliert zurzeit die Richtlinie, die Tierversuche in ganz Europa regelt. Die Europäische Koalition zur Beendigung von Tierversuchen kämpft auf politischer Ebene dafür, dass ein Verbot von Affenversuchen in die neue Richtlinie aufgenommen wird. Um dies Position bei der EU-Kommission zu stärken, ist die Unterstützung aus der Bevölkerung wichtig.
Unter der unten stehenden Internetadresse, können Sie mithilfe eines Formulars eine eMail an die EU-Kommission senden und so ein Verbot von Affenversuchen fordern:

http://www.eceae.org/saveprimates/de/action.html

13.09.2007 www.eceae.org
 

Die Geschäfte mit dem H5N1 Virus

H5N1 in Oberpfälzer Mastbetrieb entdeckt
Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in einem mittelpfälzischen Geflügelbetrieb in Wachenroth ist nun auch in dessen Tochter-Entenmastanlagen in Bayern das Virus H5N1 nachgewiesen worden.
Die Keulung der 160.000 Enten auf dem Geflügelbetrieb in Wachenroth sowie die grösste Tötungsaktion von 205.000 Enten auf den Höfen in Bruck und Nittenau ist in der Nacht auf Dienstag zu Ende gegangen.

Kommentar von der Tierärztin Dr. Karin Ulich:

Der Verdacht, Zug- und Wildvögel wären die Ursache der Verbreitung des H5N1-Virus, ist nach derzeitigem Wissensstand äußerst unwahrscheinlich. Ausbrüche bei Hausgeflügel hatten bisher stets ihren Ursprung in ‚geschlossenen‚ Ställen, während freilaufendes Geflügel nicht infiziert war . Mit Ausnahme einer zahmen Hausgans in Thüringen. Wie auch die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) mitteilte, treten Infektionen derzeit offenbar nur in Zuchtgeflügelstationen auf.
Das die gefährlichen Geflügelpestviren ein Produkt der intensiven Massentierhaltungen sind, vermuten Virologen und Epidemiologen bereits seit langem. Trotzdem versucht der Geflügelwirtschaftsverband mit Hilfe "verantwortlicher" Wissenschaftler und Behörden, die Theorie von den gefährlichen Wildvögeln am Leben zu halten - eine haltlose Hypothese, für die es keinerlei Belege gibt. Nun läßt sich aber die Existenz der H5N1-Viren bei Enten in den mit Zigtausenden von Tieren voll gestopften Hallen nicht mehr leugnen. Die Infektion bestand möglicherweise schon seit langer Zeit unbemerkt. Während Wildvögel akribisch beobachtet wurden, hat man bei den in Massentierhaltungen produzierten Masttieren viel zu wenige Stichproben gemacht, um dieser Infektionskette auf die Spur zu kommen.
Wenn während eines Mastdurchgangs 5% der Tiere sterben, ist das sowieso im Bereich des "Normalen". Das Interesse schien zu fehlen. Wozu auch - es ist doch viel gewinnbringender für die industriellen Großunternehmer, die gut abgeschotteten Ställe zu loben und das Freilandgeflügel in die Ställe zu verbannen, nachdem der Konsument zunehmend Produkte aus artgerechter Haltung forderte und die der unsäglichen Tierhöllen ablehnte. So konnten auch immer wieder Erreger über infizierten Kot (u.a. zur Fischteichdüngung) und sonstige Abfälle in die Natur und auf die Felder gelangen und dabei auch in die Gewässer ausgeschwemmt werden.
Seltsam ist nur, daß nun niemand vor den möglicherweise ebenfalls infizierten Produkten in den Supermärkten warnt. Ist das Virus vielleicht doch nicht so gefährlich, wie uns noch vor einem Jahr ständig weisgemacht wurde?
Tierschützer und kritische Tierärzte jedenfalls warnen vor der Willkür, mit der die natürliche, gesunde Freilandhaltung von Geflügel durch eine neue Verordnung weiterhin eingeschränkt werden soll - zugunsten der Expansion von "Seuchenbrutanstalten", denn anders kann man die krank machenden düsteren, stickigen Hallen nicht nennen, in denen Hunderttausende von Hühnern, Puten und Wassertieren unter Dauerstreß ihr "Leben" fristen müssen. Oder Wasservögel auf dem Trockenen ‚ wobei es sich auch um eine besonders grausame Tierquälerei handelt! Der Preis für billige Massenware erscheint entschieden zu hoch. Und somit kann man nur hoffen, daß nun endlich den Konsumenten, Medien und Politikern ein Licht aufgeht!

13.09.2007
 

Gammelfleisch mit Farbe kennzeichnen

Die Gesundheitssenatorin Lompscher erneuerte auf einer IHK-Diskussionsveranstaltung die Forderung, dass Schlachtabfälle zum Schutz des Verbrauchers einzufärben seien.
Damit soll sichergestellt werden, dass kein Ekelfleisch mehr in den Umlauf gelangt.
Solange die Fleischlobby in unserer Regierung sitzt und aufgrund dessen keine eindeutigen Gesetze verabschiedet und durchsetzt, wird es Sicherheit geben, kein Gammelfleisch in Nahrungsmitteln vorzufinden.
So liegt es einzig und allein an den Verbrauchern, auf Fleisch zumindest so lange zu verzichten bis die Missstände in der Fleischindustrie geklärt und gesetzlich geregelt sind.

13.09.2007
 

VIER PFOTEN-Kampagne gegen die Hundemafia

VIER PFOTEN startet eine internationale Kampagne gegen den illegalen Handel mit Hundewelpen.

Immer mehr Welpen werden von skrupellosen Händlern in Osteuropa gezüchtet und in Kofferräumen und Kisten nach Deutschland gebracht. Hier werden die viel zu jungen Tiere über Zeitungsannoncen, in zwielichtigen Geschäften, Privatwohnungen oder direkt aus dem Auto heraus verkauft. Hundefreunde kaufen die Welpen oft aus Mitleid, ohne zu wissen, dass sie so die Nachfrage erhöhen.

Die Tiere wurden weder geimpft, noch entwurmt und sind daher extrem krankheitsanfällig! Durch die frühe Trennung von der Mutter sind sie häufig verhaltensgestört; viele sterben noch im Welpenalter.

VIER PFOTEN will dem skrupellosen Geschäft ein Ende setzen. Machen Sie mit! Unterstützen Sie uns und beteiligen Sie sich an unserer Online-Petition

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Lesen Sie mehr über die Situation der Welpen und was Sie noch tun können...


10.09.07 Vier Pfoten
 

Tiere meiden Gen-Futter

Wie den interessanten Kurzberichten der "INITIATIVE Information Natur Gesellschaft" zu entnehmen ist gibt es Belege dafür, dass Tiere selbst in Notzeiten genmanipulierte Pflanzen nicht anrühren.

Ein Jeder weiß, was Tiere nicht anrühren, kann für den Menschen auch nicht gut sein. Ganz abgesehen davon, machen sich die Verantwortlichen nur Gedanken über finanzielle Erträge, anstatt über die Erträge unserer Erde jetzt und in der Zukunft für Mensch, Tier und Natur.

Lesen Sie, wie einfach es für die Pharmalobby ist mit menschlichen Grundbedürfnissen zu regieren ohne einen Gedanken an die Folgen zu verschwenden. Es wird eindeutig bewiesen, dass die Politik lediglich ausführendes Instrument der Großkonzerne ist: Gentechnik - ein Supergeschäft!

03.09.07
 

Haribo gibt falsche Tierliebe vor

Großunternehmen unterstützt die Gefangenschaft und Ausbeutung von Tieren

Wie viele Unternehmen, profitiert auch die HARIBO GmbH & Co. KG von der "Knut-Hysterie" mit dem Verkauf von den Eisbären in Schaumzucker "Knuddel Knut'sch". Hiervon stiftet Haribo 10 Cent pro Dose für Knut (bzw. dem Zoo Berlin). Dies lässt sich besonders werbewirksam als guter Zweck verkaufen, doch werden hier nicht falsche Tatsachen vorgetäuscht?!

Ist der Rummel um Knut gut für Knut??!

Ist es gut für Eisbären ihr Leben in Gefangenschaft und für sie mit Sicherheit nicht angenehmen Temperaturen zu verbringen und das nur zur Unterhaltung von uns Menschen?!

Würde es Wildtieren in ihrer natürlichen Umgebung nicht eindeutig besser gehen?!

Viele Zoos geben als Beweggründe für ihre Arbeit Tierliebe und Schutz bedrohter Arten an. Doch ist dies nicht nur ein Vorwand? Und müssten wir viele Arten überhaupt "schützen", wenn wir bewusster mit ihnen und somit unserer Umwelt umgehen würden?! Zumal, der aktuellen Presse zu entnehmen ist, dass viele deutsche Zoos Tiger teuer nach China verkaufen, damit sie dort geschlachtet werden?!

Ist es ein guter Zweck, ein Unternehmen wie einen Zoo zu unterstützen?! Welcher zudem gar keine finanzielle Unterstützung nötig hat?! Ist es nicht vielleicht eher eine Art Lizenzgebühr, welche die beiden Unternehmen vereinbart haben?!

Wir können hier nur spekulieren und vielleicht eins und eins zusammen zählen. Fakt ist: Zoos, wie den Zoo Berlin zu unterstützen ist kein guter Zweck in dem Sinne, wie er beworben wird!

Genauso wenig ist es ein guter Zweck, Zirkusunternehmen zu unterstützen.

Im Haribo-Onlineshop ist z. B. eine "Glücksbox Zirkus - sammeln für einen guten Zweck" zu erwerben. Hier wird der Zielgruppe, vornehmlich Kindern, eindeutig vermittelt, dass es sich bei Zirkussen mit Tieren um eine tolle Sache handelt. Doch dem ist leider nicht so. Siehe hier. Zumal nicht erwähnt wird um welchen guten Zweck es sich handelt, der mit dem Erwerb dieser Artikel unterstützt wird.

Ganz abgesehen davon, dass die HARIBO GmbH & Co. KG Produzentin von vielen Produkten ist, die Gelatine enthalten, welche üblicher Weise z. B. aus Schweineschwarten hergestellt wird, handelt es sich hier allem Anschein nach nicht um ein tierfreundliches Unternehmen. Ein Aspekt, den man beim Kauf der Produkte, wie z. B. auch dem ‚Vegetarier-Packet‚ beachten sollte.

03.09.07
 

Schächten: Bundesregierung hat verfassungsrechtliche Bedenken

Anfang Juli hat der Bundesrat die Bundes-regierung aufgefordert, das Tierschutzgesetz so zu ändern, dass betäubungsloses Schächten nur genehmigt werden darf, wenn die Religions-gemeinschaft das betäubungslose Schächten zwingend vorschreibt und den Tieren dabei nicht mehr Schmerzen zugefügt werden als bei einer Schlachtung mit Betäubung. In einer Stellung-nahme hat die Bundesregierung bzw. das Ministerium Horst Seehofers nun verfassungs-rechtliche Bedenken dazu geäußert. Diese betreffen hauptsächlich das Grundrecht auf Religionsfreiheit.
Nun bleibt abzuwarten, was die Abstimmung im Bundesrat ergibt.
Selber etwas tun, können Sie auch.
Stellen Sie Kaufhäuser wie z. B. die Real-Märkte die geschächtetes Fleisch, auch Halal genannt, verkaufen. Machen Sie die Geschäftsführungen darauf aufmerksam, dass sie deren Verkaufsräume in Zukunft meiden werden, wenn Sie weiterhin diese tierquälerischen Produkte verkaufen.

31.08.07 Menschen für Tierrechte e. V.
 

NRW: Förderung tierversuchsfreier Forschung

Der nordrhein-westfäliche Landtag berät weiter über den SPD-Antrag
zur Förderung von Ersatzverfahren zum Tierversuch.

Dieser Antrag berücksichtigt elementare Forderungen des Konzeptes
des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte nach Einführung eines
Lehrstuhls sowie nach Förderpreisen für Ersatzverfahren. Die
Mitglieder des federführenden Forschungsausschusses sind an der
inhaltlichen Diskussion interessiert. Mit einer Abstimmung im
Ausschuss ist nicht vor Dezember zu rechnen.

31.08.07 Menschen für Tierrechte e. V.
 

DIE WICHTIGSTE KAMPAGNE DER GLOBALEN TIERSCHUTZBEWEGUNG !!

UN-Deklaration zum Tierschutz: Bisher über 626.000 Unterschriften

Im vergangenen Jahr startete die Kampagne "Animals matter to me
- "Tiere sind mir wichtig". Ziel dieser Kampagne der Welttierschutz-
gesellschaft ist die Verabschiedung einer Deklaration zum Tierschutz
in der Generalversammlung der Vereineten Nationen.

Bislang haben weltweit über 633.000 Menschen diese Forderung
unterstützt. Falls Sie noch nicht online unterzeichnet haben - bitte
holen Sie dies nach. Denn damit Tiere weltweit als empfindungsfähige
Lebewesen und die ihnen zustehenden Rechte anerkannt werden, ist dies
der erste Schritt.

Zur Petition "Animals matter to me"

Weitere Informationen auf Deutsch finden Sie hier.

30.08.07
 

Vom Traum zum Alptraum

Biosprit mit Problemen

Die Erzeugung von Bioenergie stößt zunehmend an ihre Grenzen: Knappe landwirtschaftliche Flächen, steigende Lebensmittelpreise wegen der Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung, drohende Wasserverschmutzung durch Intensivlandbau sowie schlechte Energieausbeute beim Biosprit kratzen am Image der vermeintlich klimaneutralen Energiegewinnung. Jetzt kommt auch noch das Wasserproblem dazu.

Der schwedische Wasserexperte Jan Lindqvist wies gegenüber der Frankfurter Rundschau daraufhin, dass in wenigen Jahren der Anbau von Energiepflanzen so viel Wasser verschlingen würde, wie in der gesamten Landwirtschaft benötigt würden. Sinnvoll sei ein Ausbau der Pflanzenkraftstoffbranche nur dort, wo es genug Platz gebe und etwa keine Regenwälder für diese Pflanzen gerodet werden müssten. Dies könne in Indien der Fall sein, wo 14 Millionen Hektar Ädland den Anbau erlauben würden, sagte Lindqvist am Rande der Tagung zur Weltwasserwoche in Stockholm.

200 Kilo Mais für 95 Liter Sprit

Die Wissenschaftler warnten in Schweden davor, dass vor allem der Anbau von Mais und Weizen für Biosprit das in weiten Teilen der Erde herrschende Wasserproblem weiter verschärfen könne. Allein den Wasserbedarf für Energiepflanzen beziffern die Experten auf 1200 bis 3500 Milliarden Kubikmeter Wasser pro Jahr.

In einem Bericht des Internationalen Wasser Instituts in Stockholm (Siwi) stellen die Experten die bange Frage: "Bioenergie, gut für das Klima, schlecht für den Magen?" Der Bericht weist zugleich auf "skeptische Stimmen" hin, wonach der Effekt auf die Reduzierung der Klimagase durch Bioenergie weit geringer als angenommen sein. Welche unsinnigen Dimensionen der Ethanol-Anbau annehme, zeigt eine Rechnung des Instituts: Um einen 95-Liter-Tank mit Ethanol zu füllen, würden 200 Kilogramm Mais benötigt - "genug Kalorien, um einen Menschen ein Jahr lang zu ernähren", heißt es in dem Bericht.

Im US-Staat Iowa, dem größten Biokraftstoffproduzenten der USA, drohen den Farmern wegen ihres Wasserverbrauchs für den Maisanbau inzwischen Konsequenzen: Die Behörden wollen die Landwirte zwingen, ihre Bewässerung auf Brauchwasser umzustellen. Bisher können Farmer gegen Zahlung einer Lizenzgebühr von 25 Dollar unbeschränkt Grundwasser verwenden.

Doch die 28 Milliarden Liter Wasser, so der Bericht einer US-amerikanischen Zeitung, führen inzwischen zu regionalen Engpässen bei der Trinkwasserversorgung und bedrohten die Wasserführung von Flüssen und Bächen im Sommer. Jeder Liter Ethanol koste vier Liter Trinkwasser.

Derweil legt der deutsche Bioenergieproduzent Verbio, der als Marktführer gilt, seine Ethanolfabrik in Schwedt an der Oder im September vorerst still. Der Grund: Angesichts der auf Rekordniveau befindlichen Getreidepreise habe es keinen Sinn, die Cerealien zu Biosprit zu verarbeiten. Verbio, der laut Branchenmeldungen derzeit Miese macht, kann seinen 400 000-Tonnen-Getreideberg angesichts der jetzigen Marktlage besser vermarkten, als daraus Sprit herzustellen.

Die Erzeugung von Biosprit um jeden Preis hatte zuletzt der deutsche Sachverständigenrat für Umweltfragen kritisiert. Vor allem beim Ausbau der Äko-Kraftstoffbranche sehen die Experten in ihrem Sondergutachten zum "Klimaschutz durch Biomasse" viele Probleme: Anlagen mit Kraft-Wärme-Koppelung, die Biogas verbrennen, könnten "bei gleicher Anbaufläche" wesentlich höhere Energiepotenziale ausschöpfen als die Biokraftstoffe allein.

Höhere Umweltbelastung

Das Beratergremium der Bundesregierung warnte zugleich vor den Folgen eines ungezügelten Anbaus von Energie-Mais und Energie-Raps für das Grundwasser und die Flüsse. Extreme Probleme entstünden durch die Auswaschung von Stickstoff, da nur die Hälfte des verwendeten Düngers von den Pflanzen aufgenommen werden könne. Damit würde sich die Umweltbelastung ausgerechnet in einem Bereich erhöhen, "in dem weitere Belastungen nicht tolerabel sind" - zumal Deutschland bei der Stickstoffbelastung europaweit an der Spitze liege.

Der Rat lehnte zudem den Anbau von Intensivkulturen mit schnellwachsenden, aber wasserzehrenden Hölzern wie Pappel und Weide ab: Dies könne örtlich erheblich Probleme für die Trinkwassergewinnung schaffen. Ausdrücklich nannten die Experten dabei die Region der Spree in Brandenburg und Berlin.

Gerade in Brandenburg wächst inzwischen der Widerstand gegen im großen Stile konzipierte Biogasanlagen: Bürgerinitiativen wie etwa in Gerswalde an der Grenze zum Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin wehren sich gegen Maismonokulturen und Tausende von Transporten, die den Rohstoff herankarren.

Naturschutzverbände wie Birdlife-International und auch der Deutsche Jagdschutz-Verband bemängeln überdies, dass in der EU immer mehr stillgelegte Äcker für die Bioenergieproduktion benutzt werden. Genau diese Äcker seien bisher der oftmals letzte Zufluchtsort für eine Reihe von bedrohten Feldvögeln gewesen, heißt es bei Birdlife. Die Bioenergie durchlaufe deshalb einen Prozess vom "Traum zum Alptraum".

Klimawandel: "70 Prozent des Trinkwassers verschwendet"


30.08.07 Frankfurter Rundschau
 

Werden deutsche Zootiere für Chinas Potenz geschlachtet?


Die Tierrechtsorganisation PETA-Deutschland e.V. und Frank Albrecht veröffentlichen eine schockierende Liste

Gerlingen/Nürtingen - Dass in der 'Traditionellen Chinesischen Medizin' (TCM) Tigerkrallen und -penisse als Potenzmittel verarbeitet werden, ist vielen bekannt. Dass aber
auch deutsche Zoos (wenn sie nicht gerade ihre Tiere wie in Erfurt essen) an diesen absurden und grausigen Praktiken beteiligt sind und ihre 'ausgenutzten' Tiere nach China liefern, kommt erst jetzt ans Tageslicht. Der Tierrechtsorganisation PETA-Deutschland e.V. liegt eine Liste vor, aus der hervorgeht, dass 51 Großkatzen aus 7 deutschen Zoos und Safariparks nachweislich nach China geliefert worden sind:

Die exclusive China-Export-Liste:
• 2 Jaguare (Zoo Centrum Frankfurt)
• 4 Jaguare (Tierpark Berlin)
‚Ä¢ 1 Jaguar (Münchner Tierpark Hellabrunn)
• 2 Jaguare (Tierpark Aschersleben)
‚Ä¢ 3 sibirische Tiger (Tierpark Ströhen)
• 5 sibirische Tiger (Zoo Braunschweig)
• 4 sibirische Tiger (Tierpark Berlin)
• 1 Bengaltiger (Tierpark Berlin)
• 29 Bengaltiger (Safaripark Stukenbrock)

Bisher wurden die in China 'benötigten' Tiger in so genannten Tigerfarmen nachgezüchtet. Bis 2010 will China unter dem Deckmantel des Artenschutzes mehr als 1000 Tiger in engen Farmkäfigen 'nachproduzieren'. Doch viele der Tiere werden gemäß der TCM abgeschlachtet. Tierrechtler Frank Albrecht ist sich sicher, dass auch Raubkatzennachzuchten aus deutschen zoologischen Einrichtungen an die Tigerfarmen geliefert werden und dort der chinesischen Potenzschlacht zum Opfer fallen oder als Gebärmaschinen für den Potenzwahn missbraucht werden.

'Unverantwortlich: Trotz Überpopulation werden in deutschen Zoos immer noch, Jahr für Jahr, Raubkatzen gezüchtet. Ein Teil des Nachwuchses verschwindet spurlos oder wird über dubiose Tierhändler verschachert', weiß Frank Albrecht nach jahrelanger Recherche.

PETA-Deutschland e.V. fordert ebenso wie Albrecht einen sofortigen Exportstopp von so genannten Wildtieren nach China, um sicherzustellen, dass die Tiere nicht für angeblich heilende Medizin geschlachtet werden.

Chinesische Tigerfarmen geraten nicht zum ersten Mal in die Schlagzeilen. Immer wieder lösen Bilder von der Verfütterung lebender Kühe Proteste aus, machen Angriffe von Tiger auf Pfleger, Unfälle mit Besuchern oder ausgebrochene Tiger Schlagzeilen. Oder wird, wie vor Kurzen, eine skandalöse Hungersnot in einigen dieser Farmen bekannt, weil Geld fehlt.

Weitergehende Informationen und Bildmaterial zu dieser Problematik finden Sie auf www.peta.de.

Besuchen Sie bitte unbedingt folgende Seite zum Thema und protestieren Sie: http://www.peta.de/verschiedenes/werden_deutsche_tiger_+_jaguare_fr.1211.html

17.08.07www.peta.de.
 

Fleischlobby verklagt Biolek

Bio fürchtet um seinen guten Ruf

Das Qualitätssiegel QS garantiert Güte, dachte wohl TV-Moderator und Fernsehkoch Alfred Biolek. Deshalb stimmte der 73-Jährige einem TV-Spot für die QS-GmbH zu. Doch nun wird Biolek von der Fleischlobby wegen Vertragsbruchs auf 130 000 Euro verklagt.

"Ein seriöser Werbeträger wie Herr Biolek sollte wohl das ramponierte QS-Image aufpolieren", sagt Dr. Edmund Haferbeck von der Tierrechtsorganisation PETA. Die hatte Missstände in mehreren QS-zertifizierten Mastbetrieben enthüllt. Die eingeschalteten Staatsanwälte ermitteln bereits wegen Tierquälerei. Gegen einen Schweinemäster in Delbrück (NRW) wurde eine Ordnungsstrafe verhängt.

Von Haferbeck erfuhr Bio kurz nach der TV-Werbeproduktion, dass die Tiere in den Qualitäts-Siegel-Betrieben weder artgerecht noch gesund gehalten werden.

Der beliebte Fernsehkoch ("alfredissimo!") kündigte daraufhin den Werbevertrag fristlos, um seinen guten Ruf nicht zu verlieren. Reaktion der QS-GmbH: Sie verklagt Alfred Biolek wegen Vertragsbruchs auf Schadenersatz. Biolek hat seine Anwälte eingeschaltet. "Dieses Beispiel zeigt, dass die QS-GmbH alles versucht, um Verbraucher und den seriösen Moderator über die tierquälerische Haltung zu täuschen", erklärt Dr. Haferbeck.

Über dieses Thema werden wir in unserer Septemberausgabe von Tierrechtsbund Aktiv TV ausführlich berichten. Die Sendetermine in Ihrer Stadt finden Sie hier

17.08.07 Berliner Kurier
 

QS-Skandal und kein Ende:

QS-GmbH versuchte auch Alfred Biolek zu täuschen

Fleischlobby wollte den Fernsehmoderator als Werbefigur für das umstrittene QS-Qualitätssiegel gewinnen

Stand: 16. August 2007
Kontakt: Dr. Edmund Haferbeck: 07156-178-2828, mobil: 0171/4317387

Gerlingen/Köln/Bonn - Erst vor wenigen Tagen hat die Tierrechtsorganisation PETA-Deutschland e.V. mit enthüllenden Bildaufnahmen Missstände in mehreren QS-zertifizierten Mastbetrieben nachgewiesen. Die von der Organisation eingeschalteten Staatsanwaltschaften ermitteln bereits wegen Tierquälerei. Gegen einen Schweinemäster in Delbrück (Kreis Paderborn, NRW) wurde zwischenzeitlich eine Ordnungsstrafe verhängt.
Doch Unseriösität scheint für die QS-GmbH System zu haben: Im Jahr 2006 versuchte die GmbH, Alfred Biolek als Werbeträger für ihr umstrittenes, hauseigenes Qualitätssiegel zu gewinnen. Dabei hatte die QS-GmbH eine PR-Firma damit beauftragt, den bekannten Fernsehkoch und Moderator zu überzeugen, für das in die Kritik geratene Siegel zu werben. Scheinbar absichtlich gaukelte man Biolek und seinem Management u.a. eine heile Tierproduktion in den QS-Mastbetrieben vor. ‚Ein seriöser Werbeträger wie Herr Biolek sollte wohl das ramponierte QS-Image aufpolieren‚ so Dr. Edmund Haferbeck von PETA-Deutschland e.V.

Herr Biolek ließ sich zunächst auch überzeugen und stand für einen aufwändigen TV-Spot vor der Kamera. Kurz nach der Produktion erfuhr der bekannte Moderator allerdings, dass Tiere in QS-zertifizierten Betrieben weder artgerecht noch gesund gehalten werden. Biolek kündigte daraufhin den Werbevertrag außerordentlich und fristlos, um seinen guten Ruf nicht durch die Werbung für die zwielichtige QS-GmbH zu verlieren. Mit der Begründung des Vertragsbruchs verklagte die von der QS-GmbH beauftragte PR-Firma Media Consulta Herrn Dr. Biolek daraufhin auf Schadensersatz in Höhe von 130.000 ‚Ǩ. Alfred Biolek wird in dieser Sache durch die Kölner Medienrechtskanzlei Wilde & Beuger vertreten. Weitere Informationen finden Sie auch unter http://www.presseportal.de/pm/64416/906022/

‚Auch dieses Beispiel zeigt, dass die QS-GmbH alles versucht, um Verbraucher, Medien und sogar seriöse Moderatoren über die tierquälerische Haltung hinweg zu täuschen. Die Erkenntnis wächst, dass ‚QS‚ nicht für Qualität und Sicherheit, sondern viel mehr für Quälerei und Scheinheiligkeit steht‚ kritisiert Dr. Edmund Haferbeck von PETA-Deutschland e.V. abschließend die QS-GmbH.

Das so genannte QS-Qualitätssiegel wurde im Jahre 2001 eingeführt, um den Verbrauchern nach den BSE- und Gammelfleischskandalen wieder mehr Vertrauen in deutsche Fleischprodukte zu vermitteln. Allerdings basiert die Qualitätskontrolle nicht auf staatlichen Kontrollen, sondern lediglich auf angekündigten und i.d.R. einmal im Jahr stattfindenden Überprüfungen durch die QS-GmbH selbst bzw. durch beauftragte und von QS bezahlten Prüfern.

Die ausführliche PETA-Recherche mit aktuellem Bildmaterial aus QS-zertifizierten Mastbetrieben finden Sie hier:
http://www.peta.de/QS_Verbraucherbetrug_Hintergrund

Über dieses Thema werden wir in unserer Septemberausgabe von Tierrechtsbund Aktiv TV ausführlich berichten. Die Sendetermine in Ihrer Stadt finden Sie hier


17.08.07 www.peta.de
 

EILIGE Online-Aktion für ein EU-Verbot von Affenversuchen

Die EU-Tierversuchsrichtlinie 86/609 soll novelliert werden. Dies
bietet die Chance, Tierversuche an Affen zu beenden. Unterstützung
für dieses Vorhaben kommt von den EU-Parlamentariern selbst - in
Form einer schriftlichen Erklärung für ein Verbot von Affenversuchen.
Damit die Erklärung an die EU-Kommission herangetragen wird, müssen
bis zum 6. September weitere Parlamentarier unterzeichnen.

Fordern Sie die deutschen Abgeordneten bitte jetzt per Klick zur
Unterzeichnung auf. Wir haben alles für Sie vorbereitet unter:

http://www.tierrechte.de/p200060008000x1006.html

17.08.07 www.tierrechte.de
 

Ekliges im Napf bei Katz und Hund

Als im Frühjahr Meldungen über Todesfälle bei Hunden und Katzen durch verunreinigtes Tierfutter in den USA Schlagzeilen machten, waren Tierhalter auch hierzulande beunruhigt. In Nordamerika wurden über 150 verschiedene Futtersorten zurückgerufen, weil sie Weizengluten aus China enthielten, das mit der Industriechemikalie Melamin belastet war. Auch in Deutschland wurde vorsichtshalber Futter aus den Regalen genommen.

Das Melamin - normalerweise zur Herstellung von Kunstharz und als Putz- und Flammschutzmittel verwendet - wurde dem Gluten verbotenerweise beigefügt, um einen höheren Eiweißgehalt vorzutäuschen. Von BSE- und Gammelfleischskandalen sensibilisiert, war dies für viele Tierhalter Anlass zu fragen, was eigentlich so enthalten ist im Futter ihrer Lieblinge.

Auf diesem Gebiet recherchierte der ehemalige Korrespondent des Nachrichtenmagazins ‚Der Spiegel‚, Hans-Ulrich Grimm, und fand dabei Unappetitliches. In seinem Buch ‚Katzen würden Mäuse kaufen - Schwarzbuch Tierfutter‚ befasst er sich mit dem weltweiten Tierfutter-Geschäft und dessen internationalen Verflechtungen, den Werbeversprechen der Industrie, allerlei fragwürdigen Inhalts- und Zusatzstoffen sowie möglichen Alternativen.

Grimm spricht von einem ‚Geschäft mit dem Vertrauen‚ - denn die Werbung legt ja nahe, dass im Tierfutter nur Gutes enthalten ist. Doch die Realität sieht anders aus: Die Tierfutterherstellung, so Grimm, sei eine Verwertung jener Abfälle, die bei der Produktion menschlicher Lebensmittel anfalle und teuer entsorgt werden müsste. Die Pressestelle des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH), dem die wichtigsten Hersteller von Heimtiernahrung angehören, erklärt dazu, die verarbeiteten Materialien tierischer Herkunft stammten nur von Tieren, die für den menschlichen Verzehr geschlachtet worden seien.

Nun sind Abfälle als Tierfutter ja nicht so schlimm - schließlich hat der Mensch seit Jahrhunderten seine Tiere mit dem gefüttert, was übrig blieb. Doch kommen laut Grimm auch unappetitliche Rohstoffe wie Klärschlamm vor oder sterilisierter Mist im Hühnerfutter - obwohl die Verwendung von Exkrementen als Tierfutter in Europa schon lange verboten ist. Üblich und legal sei dagegen die Verwendung von Schlachtabfällen wie Knochen, Fette, Schwarten, Häute, Hufe und Hörner, Haare und Pelze, Schweineborsten und Federn. Der IVH betont indes, Heimtierfutter enthalte keine minderen Rohstoffe, und die Nutzung von Material aus Tierkörperbeseitigungsanstalten sei verboten.

Die Menschen haben laut Grimm ein zwiespältiges Verhältnis zu den Haustieren entwickelt: Einerseits Liebe wie zu einem Lebensgefährten, andererseits die Degradierung zum Müllschlucker. Um Tiere dazu zu bringen, minderwertiges Futter zu fressen, gebe es etliche chemische Zusatzstoffe. Mit Antioxidantien etwa bleibe das Futter möglichst lange haltbar. Als weitere Zutaten nennt Grimm Farbstoffe, Bindemittel und Fließhilfsstoffe, damit Futtermittel besser transportiert, verladen und gelagert werden können. Emulgatoren und Stabilisatoren sowie Verdickungs- und Geliermittel erleichtern die Verarbeitung, aber auch die Futteraufnahme. Das kann zu Übergewicht beim Tier führen.

Auch Aromastoffe und Geschmacksverstärker können im Futter enthalten sein. Damit kann man ‚Hunden und Katzen offenbar jedes beliebige Futter unterjubeln‚, so Grimm. Es gehe um die Maskierung von Müll. ‚Aroma hilft, die natürliche Ekelschwelle zu überlisten‚ und die Kontrollmechanismen der Tiere auszutricksen.

Der IVH erklärt dazu, der Aromenzusatz diene wie bei Lebensmitteln dazu, die ‚sensorischen Eigenschaften‚ der Produkte zu verbessern. Die Akzeptanz eines Futters hänge von der Wahl der Rohstoffe sowie deren Zusammenstellung und Zubereitung ab. Das Etikett hilft nicht weiter: Die Kennzeichnung von Aroma- und Süßstoffen sowie Glutamat sei nicht zulässig, schreibt Grimm unter Berufung auf das zuständige Bundesministerium. Nur vage Angaben dürften die Hersteller machen. Über die Hintergründe dieser ‚Schweigepflicht für Geschmacksfälscher‚, schreibt der Autor leider nichts.

Wie sieht es mit Alternativen aus? Ein Patentrezept hat Grimm nicht. Orientierung könnten Tests in Verbraucherzeitschriften geben. Nachfragen beim Hersteller seien sinnvoll, aber nicht immer erfolgreich. Resigniert klingt sein Fazit: ‚Es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Futterproduzenten. Es gibt auch große Unterschiede zwischen den Produkten. Leider kann es der Käufer nicht unbedingt erkennen.‚

‚Katzen würden Mäuse kaufen - Schwarzbuch Tierfutter‚ von Hans-Ulrich Grimm, Zsolnay Verlag & Deuticke, ISBN 978-3-552-06049-4, 208 S., 17,90 Euro.

Kommentar: Wenn, wie oben beschrieben Giftstoffe aus FernOst in das Futter unserer Liebsten gelangen können - wie sieht es denn dann mit den benannten Federn oder Geflügelresten aus?? Haben wir hier vielleicht eine weitere Möglichkeit zur Übertragung der "Vogelgrippe"??

13.08.07 Kölnische Rundschau
 

Biosprit zerstört Lebensräume

Umweltkiller Biosprit

Die Welt ist gierig nach Biosprit. Politiker und Autobauer wollen damit Erdöl ersetzen und das Klima schützen. Doch für den Treibstoff vom Acker, werden nicht nur Regenwälder gerodet, es landen auch Nahrungsmittel direkt im Tank, berichtet die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer August-Ausgabe (Erscheinungsdatum 21.08.2007).

Ein Beispiel zeigt das besonders drastisch: Füllt man den 100-Liter-Tank eines Autos mit Ethanol, so braucht man dafür eine Getreidemenge, die ausreicht, um einen Menschen ein ganzes Jahr lang zu ernähren. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage ist der Maispreis an der Chicagoer Warenbörse binnen eines Jahres bereits um 100 Prozent in die Höhe geschnellt. Der für Weizen stieg im gleichen Zeitraum um ein Drittel, der für Soja um ein Viertel. Die Folge: Nahrungsmittel werden für die rund drei Milliarden Menschen, die von weniger als zwei Dollar pro Tag leben müssen, unbezahlbar. Zudem bedeutet ein hoher Sojapreis - und vergleichbar teures Palmöl -, dass die Versuchung steigt, den verbliebenen Regenwald auch noch zu fällen. Für neue Palmölplantagen sind in den letzten Jahren in Indonesien bereits fünf Millionen Hektar Tropenwald gerodet worden. In Malaysia sind solche Plantagen seit 1985 für 87 Prozent aller Waldverluste verantwortlich.

Und auch bei uns leidet die Natur: Der steigende Spritpreis lässt selbst jene Flächen wieder rentabel erscheinen, die bislang Wachtelkönigen und Schmetterlingen vorbehalten waren. Auf bislang brach liegenden Sandböden wird verstärkt Mais angebaut - eine der umweltschädlichsten Kulturen überhaupt. Sie braucht enorm viel Dünger und Spritzmittel. Einen Königsweg aus dem Dilemma gibt es nicht. Aber ein wichtiger Schritt wären schon kleinere und effizientere Autos, schreibt natur+kosmos. Zur Zeit ist die Transportbilanz eines PKWs derart katastrophal, dass oft nur 0,2 Prozent, der im Treibstoff enthaltenen Energie dem eigentlichen Transportziel dienen: den Fahrer von A nach B zu bringen.

Quelle: Pressemitteilung natur+kosmos

23.07.07 Extremnews
 

Es gibt nur noch 79 Westpazifische Grauwale

Der Westpazifische Grauwal, eines der ältesten und größten Säugetiere der Erde, steht vor der Ausrottung. Zählungen in der Heimat der Wale vor der Küste der russischen Insel Sachalin zeigen, dass es nur noch 79 der Meeressäuger gibt. Viele Tiere sind stark abgemagert. Schuld ist das größte Äl- und Gasförderprojekt der Welt, das vor Sachalin entsteht.

‚Der Baulärm macht die Wale krank‚, sagt WWF-Walexperte Volker Homes. ‚Die Chancen, dass wir im nächsten Frühjahr hier die Fluke eines Walbabys sehen, werden immer geringer.‚ Der WWF protestiert seit Jahren gegen das Projekt unter der Leitung von Gasprom, bei dem immer wieder massiv gegen Umweltauflagen verstoßen wird. Auch die Vorschläge eines von dem Äl-Konsortium eingesetzten Expertengremiums, das den Schutz der Wale garantieren sollte, werden ignoriert.

Westpazifische Grauwale leben seit 30 Millionen Jahren in den Weltmeeren. Die bis zu 14 Meter langen und 35 Tonnen schweren Tiere fressen sich im kurzen russischen Sommer vor Sachalin Fettreserven für den harten Winter an. ‚Jetzt aber kapitulieren immer mehr Wale vor den Älkonzernen‚, sagt Homes. Die WWF-Beobachter vor Ort schildern, dass man selbst an Land den dumpfen Baulärm für die Offshore-Anlagen hören und die Vibrationen spüren kann.

Auch im Landesinneren von Sachalin, das so groß ist wie England, hat das Älprojekt dramatische Konsequenzen. Für den Bau von Verladestationen, Terminals und Pipelines werden Wälder gerodet und Flüsse zerstört. Die Einheimischen, die hauptsächlich vom Lachsfang leben, kämpfen um ihre Existenzen, weil die Fangquoten seit Baubeginn um 70 Prozent eingebrochen sind. ‚Das Naturparadies Sachalin wird gerade systematisch zerstört‚, so WWF-Experte Homes. Auf Sachalin brüten seltene arktische Vogelarten und die Küste gilt als Kinderstube für Robben.

Im vergangenen Jahr waren noch gut einhundert Grauwale gesichtet worden. Unter den nun nur noch 79 Tieren sind vermutlich höchstens zwanzig fortpflanzungsfähige Weibchen. Der WWF fordert die Betreiber der Förderanlagen Gasprom, Exxon, BP und Shell auf, endlich alle Umweltauflagen einzuhalten. Mit der russischen Regierung ist der WWF im Gespräch, um ein Schutzgebiet im Norden Sachalins zu erreichen. ‚Die Konzerne fühlen sich sicher, weil das, was im Russischen Fernen Osten geschieht, kaum die Äffentlichkeit erreicht‚, sagt Homes. ‚Sie feiern lieber, dass sie vor Sachalin das tiefste Bohrloch der Erde in den Meeresboden gerammt haben. Für Mensch, Natur und Klima wäre es besser, sie würden sich mit Hochdruck um alternative Energiegewinnung kümmern.‚

Quelle: Pressemitteilung WWF

22.07.07 Extremnews
 

Fleischkonsum zerstört Klima

Menschen für Tierrechte: Fleisch und Klima

Bei der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch entstehen so
viel Treibhausgase wie bei einer 250-km-Autofahrt. Dabei ist
die Umweltbelastung durch den Transport des Fleisches noch
nicht berücksichtigt. Diese Ergebnisse einer japanischen Studie
erscheinen in der aktuellen Ausgabe des angesehenen englischen
Wissenschaftsmagazins "NewScientist" unter dem Titel "Meat ist
murder on the environment". Doch statt die einfachste und für
alle am leichtesten umzusetzende Konsequenz zu ziehen - Verzehr
von Produkten vom Tier einstellen oder zumindest einschränken -,
wollen die Wissenschaftler die Methan-Freisetzung von Kühen durch
Futterumstellung vermindern.

"Meat is murder on the environment"
NewScientist.com vom 18.07.2007
http://environment.newscientist.com/article/mg19526134.500-meat-is-murder-on-the-environment.html

20.07.07 Menschen für Tierrechte
 

Friedrich-Löffler-Institut verrät sich als Lobbyist der Massengeflügelhalter

Die Thüringer Hausgans, die Ende letzter Woche angeblich an Vogelgrippe gestorben war und damit eine Massentötung von 1.200 Vögeln ausgelöst hatte, war möglicherweise gar nicht H5N1-positiv. Zu diesem Schluss kommt Mathias Güthe, Vorstandsmitglied von PROVIEH - Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V..

Die Gans wurde nämlich zunächst in einem Institut in Bad Langensalza negativ getestet. Erst beim Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems fiel der Test dann auf einmal positiv aus.

Mathias Güthe kritisiert auch die Schnelltötung von 1.200 Tieren im Drei-Kilometer-Radius rund um die Gemeinde Wickersdorf. "Die betroffene Gans und weitere acht Gänse und Enten wurden erst vor drei Wochen aus einer ganz anderen Gemeinde ,importiert", weiß das Vorstandsmitglied von Deutschlands ältestem und größtem Fachverband für artgemäße Nutztierhaltung. Die Tötung von Tieren in und um Wickersdorf wäre damit vollkommen sinnlos gewesen. Zudem stelle sich die Frage, warum nur das eine Tier vom angeblich so hochansteckenden Virus befallen war, die Stallgenossen jedoch nicht. "Und warum soll sich das eine Tier ausgerechnet als einziges bei einem Wildvogel angesteckt haben, alle anderen Tiere im Stall und in der Herkunftsgemeinde jedoch nicht?", fragt Mathias Güthe weiter.

Merkwürdig sei auch das Verhalten der Behörden den betroffenen Züchtern gegenüber: In einer Nacht-und-Nebel-Aktion rückten die Veterinäre an und töteten die Tiere vor den Augen der Besitzer. Einen entsprechenden Beschluss legten sie nicht vor. Die Besitzer kämpften um das Leben ihrer Tiere und forderten Vogelgrippe-Schnelltests. Die Behörden versagten auch diese. Die Tests im Nachhinein bestätigten: Alle Tiere waren kerngesund!

Mathias Güthe resümiert: "1.200facher Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, das für das Töten von Tieren einen vernünftigen Grund vorschreibt. Mehr als zweifelhaftes Vorgehen der Behörden. Und zurück bleiben zerbrochene Menschen, die ihre Tiere teils liebten wie ihre Familienangehörigen." Dies seien die wahren menschlichen Opfer der Vogelgrippe.

Doch das PROVIEH-Vorstandsmitglied kennt auch die Gründe für die offensichtlichen Fehler des Friedrich-Löffler-Instituts:

¬∑ Die deutsche Wirtschaftsgeflügelzucht fordert Aufstallung und Tötung zum Schutz ihrer Bestände. Paul Wesjohann, Chef der PHW-Gruppe (unter anderem Wiesenhof, nach eigenen Angaben Deutschlands Geflügelmarke Nr. 1), sprach in einer Zeitung bereits davon, dass durch die vogelgrippe-bedingten Importverbote für Geflügelprodukte die Preise für deutsches Geflügel anziehen werden. "Wenn also 1,5 Millionen Freilandgeflügelhalter und Rassegeflügelzüchter aufgeben müssen und damit den Markt entlasten, wird Wesjohann das noch mehr erfreuen", erklärt Mathias Güthe. Wesjohann plädiere daher öffentlich für ein hartes Durchgreifen zum Schutze der Wirtschaftsgeflügelzucht. Bei Brieftauben scheint er jedoch nicht die harte Linie zu fordern. Dem Präsidialmitglied des Brieftaubenzüchterverbandes bescheinigte das Friedrich-Löffler-Institut, dass Tauben nicht als Überträger der Krankheit in Frage kämen. Sie sind demzufolge vom Aufstallungsgebot ausgenommen und genießen damit einen Sonderstatus in der gesamten Vogelwelt.

¬∑ Die Lohmann-Gruppe, Weltmarktführer für "genetisch standardisiertes", d.h. für Massentierhaltungen züchterisch optimiertes Geflügel, strebt ähnlich wie die US-Firma Monsanto beim Saatgut nach einem weiteren Ausbau ihrer Marktanteile. Daher komme es gelegen, wenn in Deutschland industrielle Massentierhaltungen geschützt würden und alternative Haltungsformen mit alternativen Rassen verschwinden. Ebenso freue der Konzern sich über die Vernichtungszüge in der dritten Welt, die bäuerliche Tierhaltungen - Existenzgrundlage vieler Familien -von der Bildfläche verschwinden ließen. "Einzelschicksale interessieren nicht, die Länder kommen in Abhängigkeit zu neuen modernen Massentierhaltungen, neue Absatzmärkte erschließen sich", fasst Mathias Güthe zusammen.

Das Bundesverfassungsgericht hatte 1999 den Legehennenkäfig verboten, seit 1. Januar 2007 hätte er nach dem Willen der damaligen rot-grünen Bundesregierung der Vergangenheit angehören sollen. Bundestag und Bundesrat hatten dann aber im August 2006 beschlossen, einen neuen Käfig an die Stelle des alten Käfigs treten zu lassen: Der "ausgestaltete Käfig oder die "Kleinvoliere" war geboren, "alte Tierquälerei unter neuem Namen", so Mathias Güthe. SPD-Chef Kurt Beck hatte schon unmittelbar nach dem Bundesratsbeschluss letztes Jahr klargestellt, dass er gegen diese Entscheidung vor dem Bundesverfassungsgericht Klage einreichen werde, schon um die zahlreich getätigten Investitionen in alternative Haltungsformen nicht zu Fehlinvestitionen werden zu lassen und um die zahlreichen Arbeitsplätze in diesem Bereich zu schützen. Diese Klage hat Beck Ende Juni eingereicht. "Ein neuer Vogelgrippefall wurde daher dringend benötigt, um den Käfig wieder als einzig sichere Alternative hinzustellen", so das PROVIEH-Vorstandsmitglied.

"Gerade hier wurde jetzt aber ein entscheidender Gedankenfehler begangen", so der Rassegeflügelzüchter Mathias Güthe: Ein wirklich hochpathogenes Virus könne sich auf Grund seiner schnellen Todesfolge nur bei hoher Tierdichte entwickeln und halten. Kurt Becks Klage gegen den neuen Käfig sei damit doppelt wichtig und richtig, um die zulässige Tierdichte auf ein buchstäblich gesundes Maß zurückzusteuern.

"Wer so offenkundig falsch agiert, wie hier aktuell das Friedrich-Löffler-Institut im Zusammenspiel mit Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer und der Wirtschaftsgeflügellobby, darf sich nicht wundern, wenn das Volk das Vertrauen in diese Institutionen verliert", so Güthe. Es sei im übrigen sicher kein Zufall, dass ausgerechnet das Friedrich-Löffler-Institut vom Bund 10 Millionen Euro Forschungsgelder für die Vogelgrippeforschung erhielt.

Doch auch gegen das Vorgehen der Behörden in Thüringen und gegen das Aufstallungsgebot zum vermeintlichen Schutz vor der Vogelgrippe werden Klagen vorbereitet. "PROVIEH wird diese als Anwalt für die Tiere begleiten", so Mathias Güthe abschließend.

Quelle: Pressemitteilung PROVIEH

14.07.07 Extremnews
 

Unterschätzte Gefahr für Hunde: Schneckenkorn

Die Situation ist bekannt: Schnecken lieben es, Blumen und Gemüsepflanzen anzuknabbern. Sehr zur Verärgerung aller Hobbygärtner. Nur allzu oft wird den Plagegeistern mit Schneckenkorn zu Leibe gerückt. Weniger bekannt ist, dass diese chemische Keule für Hunde sehr schnell tödlich enden kann. Das im Schneckenkorn enthaltene Metaldehyd ist ein Nervengift, das der Hund über den Kontakt mit dem Schneckenkorn aufnimmt, auch wenn er sich nur die Pfoten leckt. Laut Aussage von Veterinärmedizinern reiche schon eine geringe Menge aus, um einen Hund in ernsthafte Gefahr zu bringen. Das Fatale daran: Hunde mögen den süßen Geschmack von Schneckenkorn; ganz im Gegensatz zu Katzen. Ärgerlich ist in diesem Zusammenhang auch die Kennzeichnung entsprechender Produkte durch die Hersteller. Liegt der Wert des eingesetzten Giftstoffes Metaldehyd unter 6% werde das Schneckenkorn oft als giftfrei deklariert.

Erste Symptome für eine Vergiftung können sein: Erhöhter Speichelfluss, Erbrechen mit Blut, Reizung der Augen- und Mundschleimhaut, Durchfall, Krämpfe, Koordinationsstörungen und Fieber. In Verdachtsfällen muss der Hund sofort zum Tierarzt. Nur innerhalb von 30 bis maximal 60 Minuten kann die Giftaufnahme im Körper mit Hilfe von Brechmitteln, Magenspülungen und Abführmitteln verhindert werden. Ist der nächste Tierarzt zu weit entfernt und der Hund noch bei Bewusstsein helfen 10 bis 15 in Wasser aufgelöste Kohletabletten als Erste-Hilfe-Maßnahme. Kohle absorbiert kurzfristig einen Teil des Giftes.

‚Leider droht die Gefahr auch auf Feldern, weil manche Landwirte das Schneckenkorn in großem Umfang gedankenlos einsetzen.‚, berichtet Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. ‚Weitere Gefahren für den Hund, an die man im ersten Augenblick einfach nicht denkt, sind Tabak-Stummel, Schokolade und Tennisbälle‚, so McCreight weiter

TASSO e.V.
Frankfurter Str. 20 ? 65795 Hattersheim Germany
Telefon: +49 (0) 6190.937300 Telefax: +49 (0) 6190.937400
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10.07.07 www.tasso.net
 

Tierrechtsbund Aktiv e. V. stellt Strafanzeige gegen Putentransporteur der Firma Heidemark

Als ich am 3 Juli 2007 auf der A1 aus Hamburg Richtung Bremen fuhr, überholte ich auf Höhe Oyten einen LKW der Mastputen geladen hatte. Man konnte Beine und heraushängende Flügel in einem offensichtlich überladenen LKW erkennen. Des weiteren floss eine gelb rote Flüssigkeit hinten aus dem LKW. Darauf entschloss ich mich die Polizei zu rufen die den LKW stoppen und überprüfen sollte.

In Wildeshausen stoppte die Polizei den LKW. Erst dann konnte man erkennen, dass die Tiere noch lebten, allerdings nur an ihren Augen, denn ansonsten waren die Tiere zu schwach und zu verängstigt um sich zu bewegen oder auch nur ein Geräusch von sich zu geben.

Der Boden der Transportboxen bestand aus glattem Metall weshalb sich die Puten nicht festhalten konnten. Wenn ihre Beine oder Flügel durch die Seitengitter gelangten, wurden diese einfach gebrochen und die Tiere hingen fest. Da der Bestimmungsort der Tiere, der Schlachthof der Firma Heidemark in Garrel, nicht mehr weit war, entschloss sich die Polizei den LKW des Grauens zu seinem Bestimmungsort weiterfahren zu lassen.

Wir verfolgten den LKW bis nach Garrel, wo wir mit Erstaunen feststellten, dass er wie alle anderen ankommenden Transporte behandelt wurde. Heraushängende Beine und Flügel wurden rücksichtslos durch die Gitter gezwängt, damit ein schnelles Ausladen möglich war.

Die Firma Heidemark wirbt mit dem Slogan ‚alles aus einer Hand‚, Küken, Futter, Aufzucht und Schlachtung. Wir werden Heidemark um eine Erklärung bitten, was aus diesen Tieren geworden ist, denn viele der Tiere hatten offene Verletzungen.

Wir erstatten Anzeige wegen Verstößen gegen folgende Paragraphen des Tierschutztransportverordnung:

§ 4 Absatz 1:
‚Ein Wirbeltier darf nur befördert werden, sofern sein körperlicher Zustand den geplanten Transport erlaubt‚

§ 4 Absatz 2:
‚Während eines Transports muß dem Wirbeltier genügend Raum zur Verfügung stehen. Werden mehrere Wirbeltiere befördert, so muß jedem Tier ein uneingeschränkt benutzbarer Raum zur Verfügung stehen, der so bemessen ist, daß alle Tiere in ihrer natürlichen aufrechten Haltung stehen sowie alle Tiere mit Ausnahme erwachsener Pferde gleichzeitig liegen können,‚

§ 26
Kranke oder verletzte Nutztiere dürfen zur Schlachtung nur befördert werden, wenn dies zur Vermeidung weiterer Schmerzen, Leiden oder Schäden erforderlich ist, es sei denn, die Tiere sind transportunfähig.

§ 28 Absatz 1:
Der Absender und der Transportführer haben sicherzustellen, daß kranke oder verletzte Nutztiere unter größtmöglicher Schonung befördert werden.

§ 29
‚Wenn ein Nutztier während des Transports so schwer erkrankt oder sich so schwer verletzt, daß ein weiterer Transport mit erheblichen Belastungen für das Tier verbunden sein würde, hat der Transportführer sicherzustellen, daß es unverzüglich tierärztlich behandelt oder in dem Transportmittel notgeschlachtet oder anderweitig getötet wird. 2¬ß 28 Abs. 4 gilt entsprechend.‚

Tierschutztransportverordnung

P r e s s e m i t t e i l u n g
 
Tierrechtsbund Aktiv e. V. stellt Strafanzeige gegen Putentransporteur der Firma Heidemark

Bremen/Garrel (Kreis Cloppenburg), 05.07.2007. Vor zwei Tagen haben Aktivisten des Tierrechtsbund Aktiv e.V. dokumentiert, wie ein völlig überladener Putentransport der Firma Heidemark unterwegs war. Der LKW fiel den Tierrechtlern während ihrer Fahrt auf der A1 auf, weil ihnen Federn und Blut auf die Windschutzscheibe flogen.

Kurzerhand kontaktierten die Tierschützer die Autobahnpolizei. Diese stoppte den Tiertransport. Nach einer gründlichen Überprüfung bestätigten die Beamten des Autobahnpolizeikommissariats Ahlhorn die Überladung des LKWs. Daraufhin erstattete Andreas Zemke, Vorsitzender des Tierrechtsbund Aktiv e. V., direkt vor Ort Strafanzeige, sowohl gegen den LKW-Fahrer als auch gegen den Spediteur der Firma Heidemark. ‚Der Transporter war nicht nur überladen‚, kritisiert Andreas Zemke ‚zusätzlich wiesen mehrere dutzend Tiere auch ernstzunehmende Verletzungen, wie blutige Bein- und Flügelbrüche auf.‚ Diese schlimmen Zustände dokumentierte Zemke mit der Kamera seines Mobilfunktelefons.

Der Fahrer hat laut Tierschutztransportverordnung seine Sorgfaltspflicht verletzt. Er verstieß direkt gegen 4 Paragraphen der Verordnung. ‚Jedem Transportführer ist bekannt, dass in Deutschland keine verletzten oder kranke Tiere befördert werden dürfen, vor allem wenn zu erwarten ist, dass unnötiges Leid den Tieren zugeführt wird und sogar die Gefahr besteht, dass die Tiere während der Fahrt sterben könnten.‚ beanstandet Zemke.

Der Tierrechtsbund Aktiv e.V. vermutet, dass auf Grund der immer höher steigenden, wirtschaftlichen Interessen der Konzerne auch das Fleisch von verletzten Tieren ohne vorherige Selektion in unsere Supermärkte gelangt. Wie am Dienstag bei Frontal 21 (ZDF, 21:00 Uhr) zu sehen war, werden die Hilfsarbeiter in Geflügelschlachtereien dazu genötigt, immer schneller zu arbeiten, da beinahe im Minutentakt neue LKW-Ladungen mit lebenden Tieren ankommen. Ähnliche Beobachtungen machte auch Andreas Zemke bei einem Geflügelschlachthof der Firma Heidemark in Garrel (Kreis Cloppenburg).

 

05.07.2007
 

Hühnermast-Skandal: Veterinäre angezeigt, Politiker gefordert

Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 04.07.2007:

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte, der vor zwei Wochen
aktuelle Aufnahmen aus deutschen Hühnermastbetrieben veröffentlichte,
hat jetzt auch Strafanzeige gegen Amtstierärzte des Veterinäramtes
Cloppenburg erstattet. Diese seien bei der tierquälerischen
Haltung von "Masthühnern" in einem Betrieb in Bösel im Kreis
Cloppenburg nicht eingeschritten und hätten sich daher durch
Unterlassung strafbar gemacht. Der Verband forderte außerdem
Politiker des Bundestags und der Landtage schriftlich auf, sich
für Rechtsvorschriften zur "Masthühner"-Haltung in Deutschland
einzusetzen, die strenger sind als die neue EU-Richtlinie.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
http://www.tierrechte.de/p77001007x1278.html

Die Skandalbilder können Sie in unserer Juli-Ausgabe von Tierrechtsbund Aktiv TV sehen. Die Sendedaten in Ihrer Stadt finden Sie hier: Sendetermine

04.07.2007
 

Gentechnik landet unbemerkt auf dem Teller

Von Martina Hahn

Die meisten Verbraucher lehnen Genfood ab ‚ und verzehren doch tagtäglich manipulierte Nahrung.

In hiesigen Supermärkten sind die gentechnisch veränderte Tomate und der Gen-Salatkopf verboten. Doch die Gen-Lobby macht Druck: Sie will die sogenannte Grüne Gentechnik in der Landwirtschaft ausbauen ‚ vor allem im Osten der Republik.

Das zu novellierende Gentechnikgesetz könnte dazu beitragen, dass Gentechnik zunehmend Einzug auf deutschen Äckern ‚ und damit Tellern ‚ hält. Das Kabinett will noch im Juli die künftigen Anbau-Regeln beschließen. Umweltschützer und Biobauern laufen dagegen Sturm: Sie befürchten, dass Material vom Gen-Feld in die Lebensmittelkette gelangt. Erstaunlich ruhig bleibt bislang der Verbraucher ‚ wohl auch, weil er nicht weiß, was Gentechnik im täglichen Brot für ihn bedeutet. Die SZ beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was will der Verbraucher?
Drei von vier Verbrauchern lehnen gentechnisch veränderte Körner oder Tomaten auf ihrem Teller ab. Martin Leube, Laborwissenschaftler bei der Bayer-Tochter Crop Science in Potsdam, wirft etlichen genkritischen Kunden allerdings Scheinheiligkeit vor: ‚In Umfragen sind immer alle bereit, Bio zu kaufen und Gentechnik zu verteufeln, um dann doch zum Discounter zu laufen‚ ‚ und nicht nur dort Nahrung zu kaufen, die Substanzen aus gentechnisch veränderten Organismen (GVO) enthält.

Was will die Industrie?
Food-Designer und der stagnierende Lebensmittelhandel könnten mithilfe von Genkniffen neue Produkte kreieren: die Kartoffel mit eingeschleustem Impfstoff beispielsweise. Oder eine Knolle, die Stärke für Zeitungspapier und Einkaufsbeutel liefert. Denkbar sind fettarmer Käse, Joghurt mit nie dagewesener Geschmacksrichtung, die Kiwi ohne Allergene oder der Vitaminreis gegen Altersblindheit ‚ ‚Verbraucherwünsche, welche die klassische Züchtung nie hervorbringen könnte‚, wirbt Steffen Kurzawa von Crop Science. Solche Produkte haben Forscher längst im Labor parat ‚ und testen sie auch auf so manchen Versuchsfeldern.

Wo ist Gentechnik drin?
Noch verkauft der Bäcker keine Weizenbrötchen aus gentechnisch verändertem Saatgut. Unverarbeitete Lebensmittel wie die Gen-Erbse gibt es auf dem hiesigen Markt nicht. Die EU hat nur drei gentechnisch veränderte Lebensmittel ‚ und daraus hergestellte Zutaten ‚ zugelassen: Soja, Mais und Raps.

Anders liegt der Fall bei verarbeiteten Lebensmitteln: Etwa die Hälfte der Produkte, die wir verspeisen, sind während der Herstellung mit gentechnisch veränderten Substanzen in Kontakt gekommen ‚ ohne dass der Verbraucher das je erfährt.

Beispiel Aufbackbrötchen: Das Weizenmehl stammt zwar nicht aus Gen-Saatgut. Aber häufig setzen Bäcker dem Teig Enzyme zu, damit er haltbarer wird ‚ und diese können durchaus aus dem Labor stammen. Gekennzeichnet werden muss das nicht: Das Enzym wird ja nur ‚mithilfe‚ von GVO hergestellt, aber eben nicht ‚aus‚ einem GVO. Das heißt: Es trägt nicht das veränderte Genom in sich.

Und so spielt Gentechnik bereits bei vielen verarbeiteten Lebensmitteln eine Rolle ‚ unter anderem bei Schokolade, Speiseeis, Margarine, Bonbons, Bier, Käse, Vitamintabletten aus dem Röhrchen, im russischen Wodka, in Soßen, im Pudding oder im ‚ mit Soja-Äl marinierten ‚Salat. Viele Aromen, Vitamine und Süßstoffe werden nur noch im Labor hergestellt ‚ aus GVO-Rohstoffen wie Maiskörnern und Sojabohnen. Oder mithilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen. Diese Stoffe landen dann in Säften, in Coca Cola Light oder im Erdbeer-Fruchtjoghurt.

Wie erkennt man Genfood?
Seit 2004 müssen verarbeitete Lebensmittel in der EU, die aus GVO bestehen, sie enthalten oder daraus hergestellt werden, mit dem Hinweis ‚enthält gentechnisch veränderte Organismen‚ gekennzeichnet werden ‚ aber nur, wenn der GVO-Anteil der einzelnen Zutat über 0,9 Prozent liegt. Das kritisiert Thilo Bode von der Verbraucherorganisation Foodwatch. Konkret heißt das: Der Kunde erfährt nicht, ob der Wein durch ein Enzym aus GVO zum Vergären gebracht worden ist. Rapsöl hingegen muss gekennzeichnet werden, wenn das Äl aus GVO-Raps gepresst wurde.

Welche Lücken gibt es?
Als ‚größte Lücke‚ bezeichnet Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg, dass die Kennzeichnungspflicht nicht für Eier, Wurst oder Steaks von Schweinen oder Hühnern gilt, die mit GVO-Pflanzen gefüttert wurden ‚ und das, obwohl Gen-Mais und Gen-Soja zu 80 Prozent im Futtertrog landen.

Damit, wettert Foodwatch-Chef Bode, habe der Verbraucher ‚keinerlei Wahlfreiheit‚. Wie Bode fordert auch Klaus-Dieter Jany von der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel eine klare Kennzeichnung von tierischen Produkten: ‚Wir wissen ja nicht, ob Milch von Kühen, die mit transgenem Futter aufgepäppelt worden sind, ein Risiko birgt.‚ Einzige gentechnikfreie Zone ist derzeit der Bio-Laden: Dort ist der Einsatz von Gentechnik verboten.


04.07.07 Sächsische Zeitung
 

Verheerende Meeresschutz-Bilanz der deutschen EU-Ratspräsidentschaft

von Thorsten Schmitt ‚Äî veröffentlicht 02.07.2007 14:29


"Die EU opfert das Leben in den Meeren auf dem Altar der Wirtschaft und Fischereilobby", kommentiert die GRD die von Umweltorganisationen und Parteien wie Bündnis 90/Die Grünen gleichermaßen scharf kritisierte Meeresschutz-Bilanz der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. So ist EU vor der Wirtschafts- und Fischereilobby eingeknickt und ließ alle Gelegenheiten verstreichen, sich auf einen nachhaltigen und umfassenden Meeresschutz zu verpflichten.

Die Verantwortung dafür trägt nicht zuletzt die Bundesregierung, die während der EU-Ratspräsidentschaft in Brüssel beim Meeresschutz kläglich versagt hat.

Beispiel Fischerei:
Die Kabeljaubestände in Nord- und Ostsee sind nahezu leer gefischt, der Rote Thunfisch im Mittelmeer droht auszusterben. Doch angemessen niedrige Fangquoten für Kabeljau, Ostseedorsch, Roten Tunfisch und Aal sind nicht in Sicht. Eine nachhaltige Gemeinsame Europäische Fischereipolitik sieht anders aus: www.delphinschutz.org/wissen/fischerei/index.htm

Beispiel Fischereilobby:
Mit der Zulassung so genannter Schwebenetze im Mittelmeer hat die EU eine bislang illegale Praxis (Einsatz von Treibnetzen) mit Beginn des Jahres 2007 durch simple Umbenennung des Fischereigeräts legalisiert, statt durch verschärfte Kontrollen der illegalen Raubfischerei Einhalt zu gebieten: www.delphinschutz.org/wissen/fischerei/eu-schwebenetze.htm

Beispiel Erdgassuche in EU-Meeresschutzgebieten:
Völlig tatenlos blieb die Bundesregierung angesichts der von der Firma Wintershall AG im Auftrag der BASF im von Deutschland bei der EU angemeldeten Schweinswalschutzgebiet "Doggerbank" durchgeführten Suche nach Ergas mit so genannten Druckluftpulsern. Durch die Schallemissionen der eingesetzten Druckluftpulser können bis zu 20.000 Schweinswale schwer geschädigt und aus ihren Lebensräumen vertrieben werden:

Beispiel Schutzabkommen für Kleinwale:
Zwar viel die Demontage des ASCOBANS-Schutzabkommens für Kleinwale in Nord- und Ostsee nicht in die Zeit der EU-Ratspräsidentschaft, sie zeigt aber beispielhaft den kläglichen Stellenwert den die Bundesregierung dem Meeres- und Meeressäugerschutz tatsächlich einräumt: www.saveascobans.org/ascobans-de.htm

Dabei hatte Ratspräsidentin Angela Merkel anlässlich einer Meerespolitik-Konferenz in Bremen noch gefordert, das Meer für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Die EU Kommission hat für Oktober einen Aktionsplan zur Europäischen Meerespolitik angekündigt.

Quelle: Pressemitteilung Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.

02.07.07 (Quelle: Extremnews )
 

"Allianz gegen tierquälerische Mastkaninchen-Haltung‚

Vor einigen Monaten sorgten erschreckende Bildaufnahmen aus Kaninchenmastbetrieben für Schlagzeilen. Vielen Verbrauchern verging buchstäblich der Appetit auf Kaninchenfleisch. Auch die großen Supermarktketten verbannten Kaninchenprodukte aus ihren Regalen. Um die Gunst der Stunde zu nutzen, schlossen sich viele Tierschutzvereinigungen zur "Allianz gegen tierquälerische Mastkaninchen-Haltung" zusammen.


Ziel der Allianz ist die Abschaffung aller Kaninchenmastbetriebe in Deutschland. Auch das deutsche Tierschutzbüro unterstützt dieses Vorhaben und stellt der Allianz Bildmaterial aus deutschen Kaninchenmastanlagen zur Verfügung. Die Fotos und Videoaufnahmen wurden in den letzten Jahren in zwei Kaninchenbetrieben erstellt. In den fensterlosen Mastfabriken fristen die Kaninchen in engen Drahtgitter-Käfigen dicht an dicht gedrängt ihr Leben und warten auf ihren Tod. Drei bis sechs Mastkaninchen werden in einem Käfig gehalten, so dass jedem Tier maximal nur eine Fläche von 0,08 Quadratmeter zur Verfügung steht und es seine angeborenen Verhaltensweisen wie "Hoppeln" und "Aufrichten" nicht ausleben kann. Die Folgen davon sind Verkrümmungen der Wirbelsäule und mit Entzündungen einhergehende Gelenkerkrankungen. Durch die Haltung auf Drahtgitterböden kommt es zu schmerzhaften Pfotengeschwüren und Ballenverletzungen. Die "tödliche Langeweile" führt zu einem enormen psychischen Stress für die hochsensiblen Tiere.

Die ‚Allianz gegen tierquälerische Mastkaninchen-Haltung‚ hat ein Protestportal ins Leben gerufen. Einfach und unkompliziert können Sie dort vorgefertigte Protestschreiben an Politiker und Lebensmittelkonzerne verschicken: www.tierrechte-petitionen.de
Bisher wurden über schon 110.000 Emails verschickt!
Bitte beteiligen Sie sich auch an der aktuellen Petition unter: http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=453

In der Videodokumentation ‚Hinter den Kulissen ‚ so entsteht Billig-Fleisch‚ sowie in der gleichnamigen Fotodokumentation zeigt das Deutsche Tierschutzbüro, wie Mastkaninchen in Deutschland gehalten werden. Beide Dokumentationen können über www.tierschutz-videos.de bzw. unter Tel.: 0221-20463862 bestellt werden.

29.06.07 (Quelle: www.umweljournal.de)
 

Politische Einigung zum Importverbot für Hunde- und Katzenfelle

Nach mehreren Verhandlungsrunden hat die deutsche Ratspräsidentschaft mit der EU-Kommission und dem Europäischen Parlament eine politische Einigung zum Importverbot für Hunde- und Katzenfelle erzielt.
Am 20. November 2006 hatte die EU-Kommission einen Vorschlag für über ein Verbot des Inverkehrbringens sowie der Ein- und Ausfuhr von Katzen- und Hundefellen sowie von Produkten, die solche Felle enthalten, vorgelegt.
Nach Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament und der Kommission konnte ein Importverbot für Hunde- und Katzenfelle verabschiedet werden.
Ausnahmen können nur in einem sehr begrenzten Bereich - für Lehr- und tierpräparatorische Zwecke - zugelassen werden. Ausnahmeregelungen können von der Kommission unter diesen sehr engen Voraussetzungen vorgeschlagen werden und bedürfen einer Zustimmung der Mehrheit der Mitgliedstaaten. Mit einer Veröffentlichung der Verordnung wird nach der Sommerpause gerechnet. In Kraft treten wird sie am 31. Dezember 2008.

29.06.07 (Quelle: www.bmelv.de)
 

Skandalbilder aus der Hühnermast: Bundesverband Menschen für Tierrechte befürchtet Verharmlosung

Pressemitteilung von: Bundesverband Menschen für Tierrechte

Nach den Enthüllungen des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte über die tierquälerischen Zustände in mehreren niedersächsischen Hühnermastbetrieben befürchtet der Verband nun, dass die Situation von Seiten der Landesregierung verharmlost werden soll.

Zwar würden Veterinäre jetzt die Betriebe überprüfen. Doch aufgrund der kurzen Mastdauer der Hühner von nur etwa fünf Wochen seien die Tiere, die auf dem Verband anonym zugespielten Aufnahmen zu sehen seien, alle schon geschlachtet. "Für diese Tiere kommen die Kontrollen und damit jede Hilfe zu spät", so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte. "Wir befürchten außerdem, dass es bei den Kontrollen große Defizite gibt. Denn nach unseren Informationen war in dem Betrieb in Bösel im Kreis Cloppenburg nur wenige Stunden, nachdem die Skandal-Aufnahmen erstellt wurden, der Amtstierarzt zu einer Routineüberprüfung da und hat die Hühner ohne Beanstandung zur Schlachtung freigegeben."

Der Verband wolle sich nun wegen einer Stellungnahme zu diesen Vorfällen an das Veterinäramt wenden. "Rechtliche Schritte gegen den Amtsveterinär wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz durch Unterlassung behalten wir uns vor", so Simons. Dieser Fall zeige deutlich, dass gesetzliche Vorschriften allein nicht ausreichten, sondern dem Vollzug eine wesentliche Rolle zukäme. "Die derzeitigen Vorschriften zur Tierhaltung sind bei weitem nicht ausreichend. Doch selbst optimale Gesetze nützen nichts, wenn ihre Einhaltung nicht entsprechend kontrolliert wird und Verstöße geahndet werden. Die Leidtragenden sind die Tiere - und was auf dem Bildmaterial zu sehen ist, ist erschütternd", so Simons.

Der Verband hat gegen die Betreiber von drei Hühnermastbetrieben in Bad Bentheim, Wachendorf/Stadt Lingen und Bösel Strafanzeige wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz erstattet. Anlass dafür war Bildmaterial, das der Verband letzte Woche anonym zugespielt bekam und das die tierquälerischen Bedingungen der Hühnermast aufzeigt.

Weitere Informationen: www.masthuehner.de

Menschen für Tierrechte -
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Roermonder Str. 4a, 52072 Aachen
Kontakt: Pressestelle ‚ Stephanie Elsner,
Tel.: 05207 ‚ 929263,
E-Mail: elsner@tierrechte.de
www.tierrechte.de

Die Skandalbilder können Sie in unserer Juli-Ausgabe von Tierrechtsbund Aktiv TV sehen. Die Sendedaten in Ihrer Stadt finden Sie hier: Sendetermine

26.06.07
 

in eigener Sache

Offener Brief an die ÄVB/VGH Versicherung

Vor wenigen Wochen wurde unser Bewegungstherapiebecken von bei unserem Nachbarn entlaufenen Kühen zerstört. Was für die Kühe ein glückliches Ende nahm (zum Glück trugen die Kühe keine Verletzungen davon), hat nun für uns ein übles Nachspiel. Der Versicherer unseres Nachbarn ist die ÄVB/VGH. Durch verschiedene Verzögerungstaktiken der ÄVB/VGH dauerte es alleine 3 Wochen die Schadenhöhe festzustellen. Die ÄVB/VGH brauchte alleine 14 Tage um den Schaden überhaupt aufzunehmen und vor Ort zu besichtigen. Dies ließ Sie allerdings nicht durch einen Gutachter sondern durch einen ortsansässigen Versicherungsvertreter durchführen. Nachdem alle Fakten zusammengebracht wurden, schlug die Versicherung uns vor, bei einer Schadenhöhe von 1/3 der veranschlagten Kosten zu zahlen, dass sei zwar weniger aber, man könne das Verfahren rasch bearbeiten oder verzögern.

Da bis zum heutigen Tag kein Gutachter der Versicherung vor Ort war, aber dennoch die von uns verlangten und besorgten Kostenvoranschläge ignoriert, bzw. deren Summe einfach halbiert, kann man hier ganz klar von einer Abzocke der schrilleren Art sprechen:

Entweder man nimmt, was die Versicherung anbietet, oder man zieht das Verfahren so in die Länge, dass der Geschädigte Aufgrund von Vorkosten die z.B. eine Klageerhebung mit sich bringt, klein bei gibt.

Diese unseriösen Geschäftspraktiken werden wir nicht tolerieren. Wir fordern die ÄVB/VGH mit diesem offenen Brief auf unsere Tierschutzarbeit nicht länger zu behindern, sondern den Schaden in voller Höhe zu regulieren. Die Kostenvoranschläge wurden auf Verlangen der ÄVB/VGH eingeholt um den Schaden zu beziffern, nicht damit sie halbiert werden.

Bei dem Vorgehen nach dem Schema "nehmt etwas oder es gibt erstmal gar nichts" handelt es sich meiner Meinung nach um Erpressung. Wir werden das nicht hinnehmen und ein Zeichen setzen. Dies fordert allein schon der sorgfältige Umgang mit den Geldern unserer Förderer.

Wenn auch Ihnen diese Art missfällt, schreiben Sie uns. Die gesammelten Beschwerdebriefe werden wir der ÄVB/VGH überreichen. Oder machen Sie es so wie wir: auch bei uns im Verein sind einige Mitglieder über die ÄVB/VGH versichert, allerdings nur bis zum Jahresende. Wir haben bereits über 20 Kündigungen gesammelt. Denn nur gemeinsam kann man etwas bewegen. Wir werden Sie über die aktuelle Situation auf dem Laufenden halten.

Hintergrund: Bewegungstherapiebecken
Grössere Hunde leiden mit zunehmenden Alter oftmals an Wirbelsäulenproblemen oder anderen Skelettschädigungen wie z.B. der Hüftgelenksdysplasie. Hierbei bietet die moderne Chiropraktik unterstützt durch eine Bewegungstherapie gute Möglichkeiten der Linderung der Schmerzen. Da insbesondere die Bewegungstherapie sehr teuer ist haben wir im letzten Jahr begonnen ein Bewegungstherapiebecken auf unserem Hof in Offenwarden zu errichten, um unseren Mitgliedern und deren Tieren diese Art der Therapie zur Verfügung zu stellen.

 

 
 

Montana und Belly in Norddeutschland


Momentan befinden sich die Zirkusse Montana und Belly in Norddeutschland. Beide arbeiten mit Wildtieren. Es ist nicht möglich Wildtiere in Zirkussen artgerecht zu halten.

Also, liebe Tierfreunde: nicht hingehen!

Weitere informationen zu Wildtieren im Zirkus auf unserer Zirkusseite.

26.06.07

130 Hunde in Gazipasa brauchen dringend Hilfe


Quelle Bildmaterial: Angelika Kammer, Prima Türkei

Der deutsche Partnerverein Sunnydays for Animals des Tierheimes in Gazipasa (Türkei) bittet um Unterstützung.

Im November letzten Jahres brach ein Damm oberhalb des Tierheimes und die Überflutung zerstörte grosse Teile der Anlagen und Futtervorräte. Nun hat sich die Situation verschärft. Die Mitarbeiter des Tierheimes sind gezwungen vermehrt Hunde einzusammeln und zu retten, da es momentan wieder vermehrt zu Vergiftungsaktionen kommt.

Aufgrund dessen platzt das Tierheim aus alle Nähten. Zurzeit befinden sich ca. 130 Hunde und Welpen in Aussengehegen. Es fehlt an Futter und vor allem auch an Sonnenschutz.

Der Verein Sunnydays for Animals weist darauf hin, dass die Temperatur in der Sonne bereits jetzt über 50 Grad beträgt und die heissesten Temperaturen erst im August zu erwarten sind.

Sunnydays for Animals hofft mit einem Spendenaufruf mindestens 4000,- ‚Ǩ für Futter und Sonnensegel zusammen zu bekommen.

Spendenkonto:
Sunnydays for Animals e.V.
Konto-Nr.  100 430 7128
BLZ 300 501 10
Stadtsparkasse Düsseldorf
Stichwort: Spee Gazipasa


Quelle Bildmaterial: Angelika Kammer, Prima Türkei

Bitte helfen auch Sie.

Weitere Informationen: Sunnydays for Animals
 

Handel mit Elfenbein muss verboten bleiben


Korntal-Münchingen (pts/29.05.2007/13:50) - Vom 03.-15 Juni diesen Jahres verhandeln 171 Vertragsstaaten auf der 14. CITES-Konferenz (Convention on International Trade in Endangered Species of wild Fauna and Flora) in Den Haag über das Schicksal etlicher Tier- und Pflanzenarten. Aber nicht alle eingereichten Anträge tragen zum Schutz der vielen, vom Aussterben bedrohten Arten bei. Insbesondere der Antrag von Botswana und Namibia, eine jährliche Exportquote für Rohelfenbein festzulegen, droht der Wilderei und Abschlachtung der Elefanten wieder Tür und Toren zu öffnen. Schon jetzt wird eine Zunahme des illegalen Elfenbeinhandels beobachtet.
CITES wurde 1973 in Washington ausgehandelt, um durch den Handel bedrohte Tier- und Pflanzenarten vor der Ausrottung zu bewahren, und ist eines der bedeutendsten internationalen Naturschutzabkommen. Derzeit sind etwa 28.000 Pflanzen- und 5.000 Tierarten auf den Anhängen von CITES gelistet. Die CITES-Vertragsstaaten verhandeln alle zwei bis drei Jahre auf der Konferenz der Vertragsstaaten, über die Aufnahme von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten in die Anhänge von CITES und damit auch über mögliche Handelsverbote oder -beschränkungen für diese Arten sowie Produkten aus ihnen.

Nicht nur die Aufnahme von Tier- und Pflanzenarten in die Anhänge von CITES wird auf den Konferenzen verhandelt, sondern auch die Herabstufung des Schutzstatus von Arten kann beantragt und verhandelt werden. Zur diesjährigen Konferenz, die vom 03. - 15. Juni in Den Haag stattfinden wird, wurden Anträge zu Lockerung der Beschränkungen für den Elfenbeinhandel eingereicht. So haben beispielsweise Botswana und Namibia für die Elefantenpopulationen in ihren Ländern sowie aus Südafrika und Simbabwe unter anderem eine Einrichtung einer jährlichen Exportquote für Roh-Elfenbein beantragt. Es steht zu befürchten, dass eine solche Lockerung der Handelsbeschränkungen zu einer Zunahme des illegalen Handels mit Elfenbein führen wird. Bis heute konnten noch keine funktionierenden nationalen Kontrollmechanismen für einen geregelten Handel mit Elfenbein eingeführt werden. Außerdem hat sich die Situation der Afrikanischen Elefanten in den letzten Jahren besorgniserregend verschlechtert und der illegale Elfenbeinhandel hat wieder zugenommen. "Deshalb ist es wichtig, dass die strengen Verbote und Beschränkungen für den Handel mit Elfenbein bestehen bleiben", fordert Brigitte Peter, Geschäftsführerin der Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA).

AGA unterstützt Elefantenwaisenhaus
Schon heute blüht der illegale Handel mit Elfenbein, insbesondere in asiatische Länder. Dahinter stehen viele traurige Elefantenschicksale. "Für das Elfenbein müssen Elefanten sterben und zurück bleiben oft verwaiste Jungtiere", berichtet Brigitte Peter. Die AGA unterstützt in Kenia das Elefantenwaisenhaus von Daphne Sheldrick, dass verwaiste Elefantenjunge aufzieht, um sie wieder in eine Elefantenherde zu integrieren und auszuwildern. Denn auch wenn sich die Elefantenbestände im südlichen Afrika seit den 1980er Jahren durch intensive Schutzmaßnahmen zum Teil erholt haben, so ist es doch zu früh, Entwarnung zu geben. In anderen Teilen Afrikas und auch in Asien schwinden die Elefantenbestände. Zu der steten Bedrohung durch die Jagd nach Elfenbein kommt außerdem auch noch der Verlust ihres Lebensraumes durch menschliche Siedlungen, Landwirtschaft und Straßen hinzu.

Weitere Informationen:
Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e.V.
Action Campaign for Endangered Species (ACES)
Tulpenstr. 1, D - 70825 Korntal-Münchingen


Sterben für die "Sicherheit"?

 

Sterben für die Sicherheit


Die europäische Chemikalienrichtlinie wird die Anzahl von Tierversuchen in den nächsten Jahren drastisch in die Höhe treiben. Es werden zwar zunehmend alternative Testmethoden entwickelt und auch eingesetzt, doch sie werden nicht überall anerkannt

VON DANIELA WEINGÄRTNER

In einer Woche tritt die neue europäische Chemikalienrichtlinie Reach in Kraft. Dann müssen für 30.000 chemische Stoffe, die seit Jahren in Gebrauch sind, die toxikologischen Daten nachgeliefert werden. Zunächst werden alle Informationen gesammelt und in Datenbanken zusammengeführt, die bei den Herstellern bereits vorliegen. Nach Schätzungen müssen aber 86 Prozent der Informationen in Labortests ganz neu ermittelt werden.

Umweltschutzorganisationen werten das als Teilerfolg. Sie hatten sich ursprünglich dafür eingesetzt, dass auch Stoffe getestet werden müssen, von denen kleinere Mengen in Umlauf sind. Tierschützer hingegen warnen davor, dass schon die Basistests für 30.000 Stoffe dazu führen werden, dass Laborversuche an Tieren in den kommenden Jahren stark zunehmen werden. 70 Prozent der Tests werden für die Jahre 2011 bis 2017 erwartet. Dann sind alle Altchemikalien registriert und die Chemieagentur in Helsinki muss eine Vorentscheidung treffen, welche Tests nachgeliefert werden sollen.

Zum "Welttag des Labortieres" hat die EU-Kommission vergangenen Monat einige vielversprechende Forschungsansätze vorgestellt, die den Verbrauch von Tieren in Tests deutlich reduzieren könnten. In Zusammenarbeit mit mehreren Industrieverbänden arbeitet das "Europäische Zentrum für die Bewertung alternativer Testverfahren" (Ecvam) an solchen Methoden. Acht neue Tests werden bereits angewandt, darunter einer, der die tödliche Dosis einer Substanz ermitteln soll. Die Zahl der benötigten Versuchstiere pro Test wurde von 45 auf 8 reduziert.

Viele der vorgeschriebenen Untersuchungen werden inzwischen nicht mehr an lebenden Tieren durchgeführt, sondern an Hautpartikeln, die im Labor beliebig vermehrt werden können. Diese Gewebeläppchen reagieren wie menschliche Haut und können so die ätzende oder reizauslösende Wirkung eines Stoffes anzeigen. Früher mussten lebende Kaninchen oder Meerschweinchen die Prozedur über sich ergehen lassen.

Besonders intensiv werden seit dem Contergan-Skandal der 60er-Jahre mögliche Schädigungen der Erbsubstanz untersucht. 3.200 Tiere werden benötigt, um eine einzige Substanz auf ihre gentoxische Wirkung zu testen. Derzeit wird an Alternativen gearbeitet, die es ermöglichen, einen Teil der Untersuchungen an Zellkulturen durchzuführen. Nach Berechnungen von Ecvam-Leiter Thomas Hartung müssten in der ersten Reach-Phase für herkömmliche Verfahren 1,1 Millionen Versuchstiere eingesetzt werden. Durch alternative Methoden könnte die Zahl auf 300.000 reduziert werden.

Auch die Industrie hat an den neuen Verfahren großes Interesse, da Versuchstiere schlecht fürs Image und teuer sind. Nach Schätzungen des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) wird es bis zu 400.000 Euro kosten, einen umfassenden Datensatz für eine einzige Chemikalie bereitzustellen. Die Hersteller sollen sich diese Kosten teilen und die Daten später gemeinsam nutzen.

In einer Konferenz mit den zuständigen Abteilungen der EU-Kommission verpflichteten sich 2005 die Verbände der chemischen und der pharmazeutischen Industrie sowie die Bio-, Kosmetik- und Pflanzenschutzbranche darauf, Tierversuche noch aussagekräftiger zu machen und, wo immer möglich, zu reduzieren und zu ersetzen.

Maria Purzner von der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" sieht die Bekenntnisse aber skeptisch. Versuche ohne Tiere seien zwar billiger, doch zunächst bedeute die Umstellung auf neue Techniken hohe Investitionskosten. Außerdem gebe es Exportländer wie China, die alternativ getestete Produkte nicht ins Land ließen. "Die Industrie testet derzeit verstärkt, um die Datensätze zu vervollständigen, bevor Reach in Kraft tritt." Purzner drängt zur Eile. "Alles hängt davon ab, wie schnell die Alternativmethoden zugelassen und als vollwertige Tests für Reach anerkannt werden", sagt sie.

Immerhin legt Reach ausdrücklich fest, dass - wo immer möglich - Tests ohne Tiere bevorzugt werden sollen. Thomas Hartung warnt allerdings davor, Tierversuche für überflüssig zu halten. In der Internet-Präsentation seiner Abteilung tummeln sich zwar putzige Hasen mit Sonnenbrillen, die wohl symbolisieren sollen, dass viele Versuchstiere bald Ferien machen können (www.jrc.cec.eu.int). Doch eine amerikanische Werbung für "Lash Lure" aus den 30er-Jahren erinnert daran, welche Folgen der Umgang mit ungetesteten Chemikalien haben kann.

Das Augenbrauen- und Wimpern-Färbemittel versprach dem Käufer eine "strahlende Persönlichkeit". In Wahrheit aber schädigte es den Augapfel, mindestens eine Kundin wurde blind. "Strahlende Wirkung" entfaltete auch das Tonikum "Radithor", das Radium enthielt und in den 30er-Jahren in Amerika viele Menschen zu einem schmerzhaften Tod verurteilte. Vorfälle wie dieser führten dazu, dass 1938 in den USA ein strenges Gesetz zur Kontrolle von Lebensmitteln, Kosmetika und Medikamenten erlassen wurde.

Für Kosmetikprodukte, die in der EU hergestellt oder importiert werden, gilt ab 2009 ein Verbot von Tierversuchen. 5.000 neue Produkte kommen jedes Jahr auf den Markt, Alternativtests sind teilweise schon zugelassen, teilweise in der letzten Stufe der Prüfung. Allein im gerade abgelaufenen 6. Forschungsrahmenprogramm wurden unter Mitwirkung von 260 Firmen 13 Projekte gefördert, die alternative Tests ausarbeiten sollen. 80 Millionen Euro stellte die EU dafür zur Verfügung.

Während die Tierschützer also in einigen Bereiche Erfolge vermelden können, fällt die Gesamtbilanz weniger positiv aus. Denn neue Forschungsrichtungen wie Nanotechnologie und Gentechnik entwickeln neue Substanzen, deren Wirkung auf den menschlichen Organismus völlig unbekannt ist. "Deshalb nehmen in diesen neuen Bereichen die Tierversuche zu. Unsere Arbeit ist noch lange nicht zu Ende", sagt Maria Purzner.

taz vom 25.5.2007, S. 18, 202 Z. (TAZ-Bericht), DANIELA WEINGÄRTNER

25.05.07 www.taz.de

Walfang in Europa eskaliert


Norwegen, Island und Dänemark haben fast so hohe Fangquoten wie Japan ‚ und wollen noch mehr!

München/Anchorage, den 25. Mai 2007: Anlässlich der kommenden Montag beginnenden Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) kritisiert PRO WILDLIFE die Rekordjagdquoten in Europa. ‚Während alle Welt auf Japan schaut, wird das asiatische Land wohl bald von den Walfangquoten in Europa überholt‚, berichtet Dr. Sandra Altherr, Sprecherin von PRO WILDLIFE. ‚Japan hat eine aktuelle Quote von 1.270 Walen, Nor-wegen und Island derzeit eine Quote von 1.140 Tieren. Und es gibt Pläne, noch Hunderte Finn- und Zwergwale mehr zu fangen ‚ u.a. auch in Dänemark.‚ PRO WILDLIFE appelliert an die 76 IWC-Staaten, sich diesen Absichten mit aller Entschlossenheit entgegenzustellen.

Während Japan noch der Walkiller Nummer Eins ist, bauen Norwegen, Island und Dänemark ihren Walfang seit Jahren systematisch aus:

Island stieg 2003 nach 14 Jahren Pause wieder in den Walfang ein ‚ zunächst ausschließlich unter dem Deckmantel der ‚Wissenschaft‚, seit 2006 wird hemmungslos auch offiziell für kommerzielle Zwecke gefangen. 2007 sollen 78 Wale vor Islands Küsten sterben: 30 Zwerg- und 9 Finnwale für kommerzielle Zwecke, 39 weitere Zwergwale für die ‚Wissenschaft‚. Und es sollen mehr werden: ‚Island ließ sich kürz-lich von dem nordeuropäischen Walfangbündnis NAMMCO* eine Quote für mindestens 150 Finnwale absegnen. ‚Für diese Wale gibt es im Gegensatz zu Zwergwalen eine große Nachfrage in Japan ‚ das wäre ein Millionengeschäft!‚ erläutert Altherr.

‚Es ist was faul Im Staate Dänemark‚, so die PRO WILDLIFE Sprecherin: ‚Die Färöer-Inseln, eine semi-autonome Region Dänemarks, bereiten derzeit nach über 20 Jahren klammheimlich den Wiedereinstieg in die Finnwaljagd vor‚. Nach PRO WILD-LIFE vorliegenden Informationen ist eine jährliche Quote von bis zu 20 Tieren im Ge-spräch. Dabei wurden die Finnwalbestände in den Färöer-Gewässern durch die inten-sive Jagd im letzten Jahrhundert um 90% dezimiert. EU-Mitglied Dänemark steht zu-dem in der Kritik, da es bei der letzten IWC-Tagung mit seiner Stimme der sog. ‚St. Kitts-Resolution‚ gegen das kommerzielle Walfangverbot zu einer Mehrheit verhalf.

Norwegen nimmt mit einer Fangquote von derzeit 1.052** Zwergwalen die traurige Spitzenposition in Europa ein. Das norwegische Parlament gab 2004 sogar grünes Licht für eine Quote von 2.010 Zwergwalen. ‚Dass diese Rekordquote nicht bereits Wirklichkeit ist, liegt nur daran, dass der Markt für Zwergwalfleisch in Norwegen und Japan derzeit am Boden liegt‚, betont die PRO WILDLIFE-Expertin.

‚Die Walfangpraxis in Europas Gewässern ist bereits jetzt eine Katastrophe. Und wenn Island, Dänemark und Norwegen ihre geheimen Walfangpläne aus der Schublade holen, sind jährliche Quoten von über 2.200 Walen ohne weiteres denkbar‚, unterstreicht Altherr. Sie bittet die IWC-Staaten, bei der kommenden Montag beginnenden Tagung die drei europäischen Walfangnationen zur Rede zu stellen und einen Ausbau der Jagd mit aller Schärfe abzulehnen.

* NAMMCO = North Atlantic Marine Mammal Commission; zusammengesetzt aus Norwegen, Island und den beiden dänischen Regionen Grönland und Färöer-Inseln.

** 2006 konnten Norwegens Walfänger aufgrund schlechten Wetters im hohen Norden nur die Hälfte der genehmigten Quote anlanden. 2007 blieb die Gesamtquote gleich, aber die Teilquoten in klimatisch günstigeren Regionen wurden erhöht, so dass 2007 die Gesamtquote von 1.052 wieder erfüllt werden könnte.

Zahlreiche Hintergrundinformationen und Fotos vorhanden!

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Vegetarier verdammen Schokoriegel


In Großbritannien haben die Schokoriegel "Snickers" und "Mars" eine neue Rezeptur. Das Neue: Es werden Schlachtabfälle beigemischt. Weil Schlachtabfälle mitunter auch Fleisch enthalten, zog sich "Mars"-Hersteller Masterfoods den Protest von Vegetariern zu. Jetzt wird die Rezeptur wieder geändert.

"Mars macht mobil - bei Arbeit, Sport und Spiel" - so warb der Hersteller von Schokoriegeln früher gerne für seine Produkte. In Großbritannien sind es derzeit aber vor allem renitente Vegetarier, die mobil machen. Und zwar gegen Mars.

Früher verwendete das Unternehmen für Snickers, Mars und einige andere Kalorienbomben nur Bestandteile, die zwar auch süß und ungesund, für Fleischverächter dennoch akzeptabel waren. Anfang Mai gab die britische Tochter des US-Multis aber überraschend bekannt, dass die Rezeptur einiger Produkte ab sofort geändert werde. Fortan sollten die Schokoriegel durch ein Enzym aus Kälbermägen "verbessert" werden: ein Produkt, das beim Schlachten der Jungtiere in großen Mengen anfällt und seit langem in der Käse- und Schokoladeindustrie verwendet wird.

Tatsächlich werden die Schokoriegel nicht verbessert, sagt ein mit dem Fall vertrauter Lebensmittelexperte, sondern vor allem die Produktionskosten gesenkt. Im Werk in Slough, südwestlich von London, stellt das Unternehmen jedes Jahr immerhin 200.000 Tonnen Süßigkeiten her. Pro Tag verlassen nach Firmenangaben drei Millionen Mars-Riegel die Fabrik.
Warum das Unternehmen die geänderte Rezeptur überhaupt bekannt gemacht hat, darüber konnte ein Pressesprecher keine Auskunft geben. Schließlich wurden Bounty und Twix schon seit langem mit den Fleischabfällen versetzt. Kommunikationsexperten vermuten, dass Mars das PR-Desaster selbst ausgelöst hat: In den folgenden Tagen brach jedenfalls ein Sturm der Entrüstung über die für Kundenbeschwerden verantwortlichen Mitarbeiter ein.
Pro Tag wählten bis zu 6000 Menschen die Hotline für Kundenbeschwerden - an normalen Tagen sind es lediglich 500. Die meisten Anrufer folgten einem Aufruf der Vegetarian Society, einem gemeinnützigen Verband der sich eine gesündere Ernährung auf die Fahnen geschrieben hat. Die Lobby repräsentiert nach eigenen Angaben drei Millionen Menschen, die fleischlos leben wollen. Fleischlos, so steht es in den Statuten, heißt natürlich auch, dass keine Schlachtabfälle in den Endprodukten stecken. Der Verband nutzte geschickt die Chancen, die das Internet bietet, stellte Beschwerdevorlagen für Parlamentarier ebenso ins Netz wie Musterbriefe an Lokalzeitungen.
Beeindruckt von soviel Protest ruderte das Unternehmen auch prompt zurück. In ganzseitigen Anzeigen entschuldigte sich Fiona Dawson, die Geschäftsführerin von Mars UK, bei den Kunden. Ab sofort würden Mars und Snickers wieder ohne tierische Inhaltsstoffe hergestellt. Von einem teuren Produktrückruf sieht das Unternehmen aber ab. Schließlich sind die Schokoriegel nicht gesundheitsgefährdend, sondern schmecken nur nicht einer einzelnen, aber mächtigen Kundengruppe.
Ob die Vegetarier am Ende tatsächlich einen Sieg errungen haben, bleibt abzuwarten. Die Lebensmittelkette Coop vertreibt bereits vegetariertaugliche Produkte, die auf Gentechnik statt auf Kälberenzyme setzen. Eine Technik, die wiederum Umweltschützern den Appetit verderben dürfte.

24.05.07 www.welt.de

Rätselhaftes Katzenverschwinden

"Das ist ein Rätsel hier im Dorf"

Seit Anfang Mai sind in Heere 22 Katzen spurlos verschwunden ‚ Bewohner liegen nachts auf der Lauer

Von Frank Joung

HEERE. Die Katzenbesitzer sind verzweifelt, die Tierärztin kann es nicht erklären, und auch die Polizei hat keine konkreten Hinweise: In Heere werden seit einigen Wochen 22 Katzen vermisst.

Petra Ahrens ist außer sich. Sie selbst hat vier Katzen regelmäßig auf ihrem Grundstück gefüttert. Von ihnen fehlt jetzt jede Spur. Auch die Nachbarn und andere Bewohner in Groß und Klein Heere vermissen ihre Katzen.

Petra Ahrens glaubt, dass Tierfänger unterwegs sind. "Wir sind nachts mehrmals von Katzenjammer wach geworden. Die haben richtig geschrien." Zwischen 2 und 4 Uhr sei das gewesen. Seitdem liegen sie und ihr Mann nachts auf der Lauer. "Wir wechseln uns ab mit unserer Nachbarin, ihrem Sohn und Schwiegersohn." Der Nachbarin fehlt auch eine Katze. Ihren Kater Jerry holt sie abends lieber ins Haus.

"Wir haben nachts auch schon beobachtet, wie jemand mit einer Taschenlampe vorm Haus geleuchtet hat, sagt Petra Ahrens. "Und bei unserer Nachbarin stand um vier morgens jemand im Garten." Doch bislang sei es ihnen nicht gelungen, die vermeintlichen Tierfänger zu erwischen.

Wie die Betroffenen tappt auch die Polizei trotz dieser Hinweise im Dunkeln. "Wir haben bislang keine weiteren Erkenntnisse oder verdächtige Hinweise", sagt ein Sprecher der Polizei Baddeckenstedt. Für ihn scheint das im Umkehrschluss zu heißen, dass wahrscheinlich keine Straftat vorliegt, denn er fügt hinzu: "Katzen sind Freiheitstiere, die kann man nicht einsperren. Vielleicht sind die auf freier Suche und dann gehen die auch schon mal rein in die Wälder."

Nur, die Katzenzeit sei im April längst zu Ende, entgegnet Petra Ahrens. Auch das Argument, dass viele Katzen auf der Bundesstraße 6 überfahren werden, lässt sie nicht gelten. Tote Tiere wurden zumindest nicht gefunden.

Auch Otto Tschischka findet das plötzliche Verschwinden merkwürdig. Der Heerer hatte Katzen in seinem Garten gefüttert ‚ fünf bis sechs Jahre lang. Von 10 Tieren fehlen jetzt 9. "Mit einem Mal waren sie alle weg", sagt der 62-Jährige. "Das ist ein Rätsel hier im Dorf."

Tierärztin Andruscha Siebke, die einige der verschwundenen Heerer Katzen behandelt hatte, ist skeptisch ‚ und ratlos. Sie kann sich zwar nur schwer vorstellen, dass Katzendiebe, womöglich aus dem Ausland, die Tiere für Laborversuche oder Pelze einfangen. Der Aufwand wäre zu groß, glaubt sie. Zudem hätten Tierlabore standardisierte Zuchtanlagen, um Krankheiten auszuschließen. "Aber komisch ist es schon."

In anderen Landkreisen gebe es dieses Problem bislang nicht, erfährt sie nach einem Anruf beim Amtstierarzt. Petra Ahrens dagegen hat sich im Internet erkundigt. Dort kursiert das Gerücht, eine organisierte Bande von Tierdieben sei unterwegs. "Ich weiß, dass viele das nicht ernst nehmen und nicht wahrhaben wollen. Aber wir lassen nicht locker und beobachten das weiter." Das Rätsel um die 22 verschwundenen Katzen bleibt vorerst ungelöst.


Aufgedeckt: Tierpark-Affen an Versuchslabor abgegeben

Nach monatelangen Recherchen hat sich der schreckliche Verdacht der Tierrechtsorganisationen animal public und Bundesverband Menschen für Tierrechte bestätigt. Die sechs Schweinsaffen, die im November 2006 vom städtischen Tierpark Recklinghausen abgegeben wurden, befinden sich tatsächlich in einem Institut, das auch Tierversuche durchführt.

Eine schriftliche Anfrage von Undine Kurth, der tierschutzpolitischen Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, brachte jetzt ans Licht, was in den Ratssitzungen der Stadt Recklinghausen nicht geklärt werden konnte, den Verbleib der Affen.

Entgegen bisheriger Beteuerung der Verantwortlichen befinden sich die Affen doch zu Versuchszwecken in einer Forschungseinrichtung. Dort dienen sie nicht ausschließlich als Zuchttiere, wie bislang behauptet, sondern werden für die HIV-Forschung eingesetzt.

Laura Zimprich, Sprecherin von animal public ist betroffen: ‚Unser schlimmster Verdacht hat sich bewahrheitet. Die ehemaligen Tierpark-Affen werden für Tierversuche benutzt.‚ Auch Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte ist entsetzt: ‚Gerade Affen, als unsere nächsten Verwandten, einzusperren und in Versuchen zu missbrauchen, ist nicht zu rechtfertigen. Daher setzen wir uns seit Jahren für ein bundesweites Verbot von Affenversuchen ein.‚

Von der Stadt fordern die Tierschützer nun Konsequenzen zu ziehen. Für animal public und die Menschen für Tierrechte ist es unverantwortlich, dass bereits über die Anschaffung neuer Tiere nachgedacht wird, wenn das Geld des städtischen Tierparks nicht reichte, um das Affenhaus zu sanieren und die Tiere stattdessen in ein Labor abgegeben wurden.

Bundesverband Menschen für Tierrechte
Stephanie Elsner
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Tierrechtsbund Aktiv organisiert Aktion gegen Zirkus & ruft zum Boykott auf!


Vergewaltigung mit Applaus ‚ Zirkus Voyage kommt nach Norddeutschland

Auf seiner Tour gastierte der Zirkus "Voyage" in Osterholz - Scharmbeck.
Der Tierrechtsbund Aktiv e.V. war mit Film-Team und weiteren Aktivisten vor Ort um die möglichen Besucher auf die Mißstände aufmerksam zu machen und zu dokumentieren. Der entsprechende Beitrag wird in der Mai-Ausgabe von Tierrechtsbund Aktiv TV auf 15 Kanälen in Deutschland zu sehen sein. Die entsprechenden Sendedaten finden Sie auf der Internetseite www.tierrechtsbund-aktiv.de

Am Freitag den 11.05.07 werden Aktivisten des Tierrechtsund Aktiv wieder ab 18:30 Uhr im Umfeld des Zirkus in der Holler Landstraße in Oldenburg eine weitere Flugblattaktion starten. Ziel ist es möglichst viele Besucher darüber aufzuklären, was hinter den Kulissen dieses Zirkusbetriebes passiert.

Der Tierrechtsbund Aktiv e.V. hat Daten und Fakten über die Tierhaltung des Zirkus Voyage mit Hilfe von ‚Hand in Hand Glückshof‚ gesammelt und sie dem Veterinäramt in Oldenburg zwecks Überprüfung vorgelegt.

Auf der Website des Zirkus ist ausführlich zu lesen, wie vorbildlich die Tierhaltung doch sein soll. Hier widerspricht Andreas Zemke, 1. Vorsitzender: "Wildtiere kann man nicht artgerecht in Gefangenschaft halten, zumal sich dieser Zirkus noch nicht mal an die gesetzlich vorgeschriebenen Leitlinien hält".

‚Der Tierrechtsbund Aktiv e. V. ruft zum Zirkus-Boykott auf! Diese Tierquälerei darf nicht finanziell unterstützt werden.‚

09.05.07

Delphinzähne als blutige Aussteuer

Ostpazifische Delphine werden auf den Salomonen zu Tausenden gefangen, da ihre Zähne noch heute als Währung verwendet oder, auf Ketten gefädelt, als Mitgift für Bräute verkauft werden. "Dieser blutige Brauch soll nun weiter ausgebaut werden. Dabei sind die Folgen für die Delphinbestände schon jetzt fatal‚, betont Dr. Sandra Altherr von PRO WILDLIFE.

Gesichtete Delphinherden werden mit Kanus eingekreist und zum Strand getrieben. Zentrum der Massaker ist die Dorfgemeinde Fanalei im Süden der Insel Malaita.
PRO WILDLIFE fordert die Regierung der Salomonen auf, die Delphinjagd und die Verwendung von Delphinzähnen als Währung umgehend zu stoppen, da sonst bald eine weitere Delphinart ausgerottet sein wird.

07.05.2007 (Quelle: www.umweltjournal.de)

ALF boykotiert Zirkusse in Berlin

In einem Bekennerschreiben der ALF, teilt die Organisation mit, für die Umgestaltung von Werbeplakaten u. A. des Zirkus Barelli in Berlin verantwortlich zu sein. Es heißt: Wir haben die Anwesenheit dieser beweglichen Folterkammern zum Anlass genommen, auf das Leid der Inhaftierten aufmerksam zu machen. Auf 300 dieser Tafeln steht jetzt gut sichtbar geschrieben: "Entfällt wegen Tierquälerei"
Zudem weist die Organisation auf das Leid des armen Eisbären Knut hin, der aus Profitgier des Zoos, wie viele andere Tiere niemals in Freiheit leben wird, hin. Sie bitten die Profitgier des Zoos nicht weiter durch Besuche zu unterstützen.
Auch wir unterstützen diese Meinung: Tiere gehören in ihre natürliche Umgebung und sind nicht dafür da, für unsere Unterhaltung zu leiden.

07.05.2007

Jetzt Schmetterlinge retten

Schmetterlinge zeigen wie ein "Frühwarnsystem" sehr genau den Zustand eines Lebensraumes an und spielen eine wichtige Rolle als Blütenbestäuber. In Deutschland sind die Schmetterlingsbestände aufgrund industrieller und agrarischer Großproduktion, wie z. B. dem Einsatz von Pestiziden, in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen.
Rund zwei Drittel von knapp zweihundert einheimischen Tagfalterarten sind vom Aussterben bedroht. Viele haben sich oft im Herbst auf der Suche nach einer geschützten Stelle unbemerkt ins Dachgeschoss oder den Keller zurückgezogen. Jetzt im Frühling erwachen die Schmetterlinge aus ihrem Winterschlaf und wollen hinaus. Gelangen sie nicht ins Freie, verhungern und vertrocknen sie.
Wenn man die Falter in den Gardinen oder auf Fensterbrettern findet, reicht es oft, im Haus, der Garage oder im Schuppen ein Fenster zu öffnen. Als nächstes hilfreich sind naturnah gestaltete Gärten oder Balkone. Brennnessel, Löwenzahn, Distel und Sommerflieder sind für Falter geeignete Futterpflanzen. Verzichtet werden sollte im Garten auf chemische Produkte.

07.05.2007 (Quelle: www.umweltjournal.de)
 

Meeresschutz muss absolute Priorität haben!

PRESSEMITTEILUNG DER GRÜNEN

Datum: 4. Mai 2007
Meeresschutz muss absolute Priorität haben!

Der einjährige EU-weite Konsultationsprozess zum Grünbuch mit dem Titel "Die künftige Meerespolitik der EU: eine europäische Vision für Ozeane und Meere" wird im Rahmen einer Konferenz vom 2. bis 4. Mai in Bremen beendet.

Vor diesem Hintergrund betont Dr. Helga Trüpel die grüne Forderung nach einer eindeutigen Vorrangstellung des Meeresschutzes:

"Wenn unsere Meere eine Chance haben sollen, sich nachhaltig zu regenerieren, muss der Meeres- und Umweltschutz in der Debatte um eine europäische Meerespolitik oberste Priorität haben! Wir brauchen eine integrierte Politik. Der Meeresschutz darf eben nicht ‚ wie es im Moment zu befürchten ist, der Wirtschafts-, Verkehrs- und auch Agrarpolitik nachgeordnet werden.

Um das Ziel gesunder Meere zu erreichen, stelle ich heute zehn zentrale Punkte für den Meeresschutz vor, die wir Grünen zusammen mit dem Sachverstand der Umwelt-NGOs Greenpeace, WWF, Aktionskonferenz Nordsee und BUND erarbeitet haben." [Sie finden Sie am Ende dieser Erklärung]

Die umweltpolitische Sprecherin der grünen Bürgerschaftsfraktion, Dr. Karin Mathes stellt fest:

"Genauso wie wir internationale Vereinbarungen brauchen, brauchen wir auch das Handeln vor Ort: Vom Bremer Senat habe ich zum Meeresschutz bisher leider nur Lippenbekenntnisse gehört. Schlimmer noch: Der Senat sagt das eine und beschließt das andere: Wie ich vor wenigen Tagen im Haushalts- und Finanzausschuss erfahren habe, soll der "Gesellschaft für angewandten Umweltschutz und Sicherheit im Seeverkehr (GAUSS)" die institutionelle Förderung gestrichen werden. Damit kann man die GAUSS schließen. Dabei nutzt der Senat selbst die Expertise und den Sachverstand dieser wichtigen Institution in Umweltfragen! Das schwächt den Meeresschutz", sagt die Umweltpolitikerin. "Dieser Beschluss muss rückgängig gemacht werden."

 

04.05.2007
 

Klagerecht für Tierschützer

PRESSEMITTEILUNG DER GRÜNEN

NR. 081-07
Datum: 4. Mai 2007
Klagerecht für Tierschützer

Heute stand wieder das Thema Klagerecht für Tierschützer auf der Tagesordnung des Rechtsausschusses und wieder wurde die Entscheidung über den Bürgerantrag vertagt ‚ auf einen Termin nach der Wahl. Jens Crueger, tierschutzpolitischer Sprecher der grünen Fraktion, kritisiert die Hinhaltetaktik der großen Koalition: "Die CDU mauert und will keine Entscheidung vor der Wahl. Der Koalitionspartner SPD beklagt die ewige Verzögerungspolitik der CDU, lässt den Koalitionspartner aber damit durchkommen. Dabei hätten SPD und Grüne im Rechtsausschuss eine Mehrheit. Nach der heutigen Sitzung steht fest: Mit der großen Koalition ist ein Verbandsklagerecht für Tierschützer nicht zu machen."

Jens Crueger betont, dass die Grünen den Bürgerantrag zum Klagerecht für Tierschützer unterstützen: "Seit langem fordern wir im Parlament das Verbandsklagerecht ‚ leider vergeblich. Das in der Bremer Verfassung verankerte Staatsziel Tierschutz bleibt ohne Klagerecht für Tierschützer ein zahnloser Tiger."

 

04.05.2007
 

Tierversuchsgegner stellen Alkoholforschung an den Pranger

Internationaler Tag des Versuchstiers


Berlin (pts/19.04.2007/16:30) - Wissenschaftliche Dokumentationen über 15 Jahre Alkoholforschung an Ratten beweisen sinnlose Steuerverschwendung, keinen Nutzen für den Menschen - jedoch schwerste Leiden für die Tiere.

"Das ist nicht nur grausam und unethisch, sondern obendrein noch in höchstem Grade unverantwortlich", so Brigitte Jenner, Vorsitzende der Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg. "Während immer mehr Therapieplätze und Heileinrichtungen für den alkoholkranken Menschen aus Kostengründen abgebaut werden, wird diese Forschung finanziert und gefördert, die außer der eigenen Karriere der Forscher keinen erkennbaren Nutzen vorweist. Das ist sinnlose Verschwendung öffentlicher Gelder. An dieser Forschung wird wieder einmal sehr deutlich, wie wenig menschenbezogen Grundlagenforschung ist".

Die Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg und andere sympathisierende Vereine und Rattenfreunde protestieren gegen diese grausame Forschung.

Wann: am 21.04. von 11.30 bis 17.00 Uhr
Wo: Berlin, auf dem Wittenbergplatz neben dem KaDeWe

Die Ratte ist nach der Maus die am meisten in Versuchen verwendete Säugetierart. Für viele Menschen zählt sie als "Schädling" und vermeintlicher Krankheitsüberträger und so zu den "Ekeltieren". Es entsteht nur wenig Mitgefühl oder gar ein Unrechtsbewusstsein gegenüber in Tierversuchen missbrauchten Ratten. Kaum jemand kennt diese Tiere als hochsoziale und intelligente in Großfamilien lebende Rudeltiere, die ein enormes Verhaltensrepertoire aufweisen. Das wollen wir mit unserer Aktion ändern.

Die Verfasserin der Studie, Tierärztin Karolin Koch, ist vor Ort und wird Ihre Fragen zu den Versuchen beantworten. Anwesend ist auch der Verein der Rattenliebhaber, um der Bevölkerung diese intelligenten und geselligen Tiere vorzustellen.

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte unterstützt die Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg als deren Dachverband. Er hat die Ratte in der Alkoholforschung zum "Versuchstier des Jahres 2007" gekürt. Damit will auch er die Grausamkeit und Fragwürdigkeit der tierexperimentellen Alkoholforschung öffentlich in Frage stellen.

Hintergrundinformationen finden Sie unter http://www.versuchstier-des-jahres.de oder auf der homepage der Tierversuchsgegner http://www.tierversuchsgegner-berlin-brandenburg.de

Gleichzeitig nutzen wir die Gelegenheit, der Bevölkerung für die enorme Unterstützung gegen die geplanten Affenversuche an der Charité zu danken. In einem nachgestellten Primatenstuhl demonstrieren wir, in welcher ausweglosen Situation sich die Tiere während der Versuche befinden. (Ende)


Aussender: pts - Presseinformation (D)
Ansprechpartner: Brigitte Jenner
email: jenner@tierversuchsgegner-berlin-brandenburg.de

19.04.2007
 

Klüngelwirtschaft behindert Umweltschutz

Greenpeace-Studie zeigt Verflechtung von Politik und Konzernen auf

Hamburg/Berlin (pte/19.04.2007/12:35) - In der Energiepolitik blockieren Konzerninteressen die notwendigen Reformen zu effektivem Klimaschutz. Das ist ein Ergebnis der Greenpeace-Studie "Schwarzbuch Klimaschutzverhinderer -Verflechtung zwischen Politik und Energiewirtschaft", die heute, Donnerstag, veröffentlicht wurde. Sie zeigt detailliert auf, welche Politiker bei welchen großen Stromkonzernen auf dem Lohnzettel stehen. "Damit wird deutlich, wie groß die Verflechtung von Politik und Energiewirtschaft tatsächlich ist. Jetzt wird deutlich, warum in diesem Land in Punkto Klimaschutz so wenig passiert", erklärt Andree Böhling, Energie-Experte von Greenpeace http://www.greenpeace.de. Die Studie listet auf, dass zehn Bundestagsabgeordnete Nebentätigkeiten wie Beirats- oder Aufsichtsratsposten allein bei großen energiewirtschaftlichen Konzernen ausüben.

Unter ihnen befinden sich die energiepolitischen Sprecher der beiden Regierungsparteien SPD und CDU/CSU. Von den Landespolitikern üben zwölf weitere Personen Nebentätigkeiten bei großen Energiekonzernen aus. "Die zeitgleiche Ausübung von politischem Mandat in Energiefragen und einem Posten bei einem Energiekonzern ist besonders dreist", kritisiert Böhling. Laut Studie sind 28 ehemalige Politiker oder hohe Behördenmitarbeiter für die großen Energiekonzerne aktiv tätig, unter ihnen acht ehemalige Bundes- oder Landesminister. Prominenteste Beispiele sind die beiden Ex-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement, SPD, heute Aufsichtsrat bei RWE und Werner Müller, parteilos, heute Vorstandschef der RAG, die zu ihren Amtszeiten alle wichtigen Klimaschutzinstrumente wie Emissionshandel oder den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung blockiert haben. Bis zu seinem Amtsantritt als Minister übte der heutige Wirtschaftsminister Michael Glos, CSU, diverse Nebentätigkeiten bei Energiekonzernen aus.

Ein bizarres Beispiel beleuchtet die Zeitschrift Capital http://www.capital.de unter der Überschrift "Fördert Minister Sigmar Gabriel eine Heuschrecke?". Der Umweltminister wolle die Vorschriften für die Entsorgung von Verpackungsmüll neu sortieren. Nutznießer der Novelle sei der Private-Equity-Fonds Kohlberg Kravis Roberts (KKR), der den Grüne Punkt-Müllkonzern Duales System Deutschland (DSD) zu einem Schnäppchenpreis von 260 Mio. Euro gekauft habe und mit dem früheren Non-Profit-Unternehmen kräftig Rendite erwirtschaften wolle. "KKR will das DSD mit hohem Gewinn veräußern; als Kaufinteressent gilt unter anderem der französische Versorger Veolia", so Capital. Auch die FAZ rechnet mit diesem Deal und stellt einen Zusammenhang mit dem Verkauf der EnBW-Entsorgungssparte U-Plus an das Berliner Abfallunternehmen Alba her. "Für U-Plus hatte unter anderem auch der französische Versorgungskonzern Veolia aus Paris geboten. Die Franzosen hätten jedoch einen Rückzieher gemacht, weil sie sich auf den Kauf des DSD und des zweitgrößten deutschen Entsorgungskonzerns Sulo konzentrieren wollten, hieß es aus Branchenkreisen", spekuliert die FAZ. Der Gabriel-Entwurf "brächte zwar mehr Verkaufserlöse für KKR", sagt Michael Brand, zuständiger Berichterstatter der CDU/CSU im Bundestag, gegenüber Capital. "Aber Wettbewerber und Verbraucher käme das teuer zu stehen".

Das DSD soll in Berlin den Sozialdemokraten Detlev Samland als erfahrenen Landschaftspfleger angeheuert haben. "Der frühere NRW-Europa-Minister verfügt in Berlin über exzellente Kontakte. So kennt er Gabriel aus der gemeinsamen Zeit bei der SPD-Jugendorganisation 'Die Falken'", so Capital. Einen direkten Draht habe Samland nach Capital-Informationen auch zu Umweltstaatssekretär Matthias Machnig bei der Düsseldorfer Werbeagentur BBDO, zu der auch Samlands Berliner Arbeitgeber, die Agentur Pleon gehört. Mitte 2006 präsentierte Machnig den Branchenverbänden das Eckpunktepapier für die Novelle der Verpackungsverordnung. "Branchenexperten behaupten, dass Samland dem Umweltstaatssekretär die Eckpunkte untergejubelt habe. Dies dementiert Samland gegenüber Capital. Sein Einfluss auf das Eckpunktepapier sei gering gewesen. Wie auch immer, Gabriels Pläne sind ganz nach dem Geschmack von KKR", so Capital.

So wolle das Bundesumweltministerium Handelslizenzen zulassen. Normalerweise sind Packmittelhersteller und Abfüller die Lizenznehmer des Grünen Punktes. Setzt sich die neue Philosophie durch, übernehmen die Händler für ihre Lieferanten die Lizenzierung der Produktverpackungen bei dualen Systemen. Nach Erkenntnissen des früheren DSD-Spitzenmanagers Fritz Flanderka praktizieren das bereits alle Discounter, was einem Lizenzvolumen von 400 bis 750 Mio. Euro im Jahr entspreche. Etwa ein Drittel des Marktes würde bei einer Hand voll Handelsbetrieben gebündelt. Auch Vollsortimenter seien in der Vorbereitung für eine Eigenlizenzierung. "Ist das der Wettbewerb, den wir gewollt haben, wenn acht dualen Systemen zum Schluss zehn Nachfrager gegenüber stehen", fragt sich Flankerka. Im Kern gehe es um harte wirtschaftliche und nicht um ökologische Interessen. "Konzerne wie Tengelmann und Metro tendieren zum Marktführer DSD, nicht zuletzt wegen der Aussicht auf lukrative Rabatte. Die Hersteller ziehen mit - oder fliegen aus dem Sortiment", schreibt Capital. Geenpeace fordert, endlich die bereits beschlossene Veröffentlichung über die Nebeneinkünfte von Abgeordneten umzusetzen und Mandatsträgern zu verbieten, Nebeneinkünfte von Unternehmen zu beziehen, die im Wirkungskreis ihrer politischen Arbeit liegen. (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Gunnar Sohn
email: sohn@pressetext.com
Tel. +49-228-6204474

19.04.2007
 

Vogelfänger aus Ästerreich verurteilt

Bei einer Tierschutzpatrouille Anfang Oktober 2006 stießen AktivistInnen des Verein Gegen Tierfabriken VGT am Bäckerberg bei Scharnstein im oö Salzkammergut auf einen Vogelfänger. Er hatte einige Singvögel in winzigen Käfigen zum Anlocken ihrer Artgenossen ausgestellt und dazwischen zahllose Fallen gespannt.

Jetzt wurde bekannt, dass die zuständige Bezirkshauptmannschaft den Vogelfänger tatsächlich verurteilt und bestraft hat.

13.03.2007
 

Bienensterben

Es ist 1 Minute vor 12

In den USA sind ca. 70% aller Bienen verschwunden. In Europa sieht dieses nicht viel besser aus. Hier liegt die Quote bei fast 50%. Warum, weis man noch nicht., aber eins ist klar: Sind erst mal die Bienen komplett verschwinden, wird dies auch für die Menschen Konsequenzen haben.

Komisch ist auch, dass die verlassenen Bienenstöcke, die normalerweise sofort von anderen Tierarten geplündert werden würden, von diesen ignoriert werden.

Wir brauchen die Bienen dringend, denn über ein drittel unserer Nahrung ist direkt oder indirekt, durch die Bestäubung der Felder, von ihnen Abhängig.

13.03.2007
 

Teilnehmerrekord bei Anti Pelz Demo

Am Samstag, den 24. März 2007 fanden sich in Frankfurt eine große Menge Pelzgegner ein.

"Stoppt den Wahnsinn!", "Pelze sind ermordete Lebewesen" oder "Sag "NEIN" zu Pelz und Leder!".
 
Der Protestzug mit den verschiedenen Zwischenstopps und Redebeiträgen konzentrierte sich auf einige pelzverkaufenden Geschäfte in der Frankfurter Innenstadt.

Hintergrund der Demo war die Pelzmesse Fur & Fashion, die dieses Jahr zum 59sten Mal in Frankfurt stattfand.!
 
Einer der Organisatoren zeigte sich in seinem Redebeitrag erfreut, dass die Fur & Fashion seit Jahren sinkende Ausstellerzahlen vermeldet und es immer schwieriger wird, Geschäfte mit Pelz auf der Demonstrationsroute zu finden. Er sei aber sehr enttäuscht von der Stadt Frankfurt, dass sie nach wie vor diese Schand-Messe zulässt. Besonders aber erwähnte er die Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU), die im Vorwort zum Messeprospekt schreibt, dass sie Pelz sehr schön findet.

Hoffen wir, dass die Demonstration ein Zeichen setzen konnte, was die Bevölkerung wirklich will: ein Ende der Pelztierindustrie!

13.03.2007
 

Berlin-Vegan online

Das Bündnis Berlin-Vegan hat nun eine Webseite online gebracht, die vor allem für BerlinerInnen interessant sein dürfte, da es dort viel zu den wöchentlich stattfindenden Vegandemos, anderen Aktionen, Restauranttipps etc. zu lesen und sehen gibt:

Allerdings ist es für Nicht-Berliner auch insofern ansprechend für alle, die sich auch per Internet gerne für die Tiere und generell für die Rechte von Schwächeren einsetzen, da es einen großen Teil mit Protestmails zu vielen Themen der (Tier)Ausbeutung gibt. Diese Mails darf man gerne kopieren, verschicken, weiterverbreiten und was einem sonst noch so einfällt, und man findet sie unter:¬†

www.berlin-vegan.de

13.03.2007
 
CDU spricht sich gegen eine weitere Förderung der Makaken-Versuche an Bremer Uni aus - Wahlkampagne oder wirklich ein Anfang?

Beim CDU-Parteitag am 09. März wurde durch den Spitzenkandidaten Röwekamp das aktuelle Wahlprogramm beschlossen, wobei auch das Thema der Affenversuche an der Bremer Uni auf den Tisch kam. Herr Röwekamp äußerte sich schon vor einiger Zeit eindeutig gegen eine weitere Bewilligung von Geldern nach Ablauf dieser Periode: "die bisherigen Ergebnisse erbringen nicht den Beleg dafür , dass die Fortsetzung zwingend erforderlich ist".

Generell ist dieser Meinung nichts entgegen zu setzen, aber hoffentlich handelt es sich hierbei nicht nur um Werbung in eigener Sache, im Hinblick auf den zu erwartenden Wahlkampf. Eine Streichung der staatlichen Finanzierung, stoppt noch lange nicht die Machenschaften einiger Forscher wie z. B. Herrn Andreas Kreiter (Institut für Hirnforschung/ Uni Bremen).

Zunächst sollte man die Expertenkommission, die Versuche als unerläßlich bezeichnet hat, in Frage stellen. Eigentlich sollte sie den Ausstieg aus den Affenversuchen vorbereiten - doch wieder einmal stellt sich die Frage ob diese sogenannte Expertenkommission wirklich eine ist, da sie hauptsächlich aus "Fachleuten" der Universität und der Deutschen Forschungsgemeinschaft bestand. Aus Kreisen der Tierschützer wurde lediglich eine Person ausgewählt. Dass es sich hier um keine unabhängige Expertenkommission handeln kann, dass haben die Grünen ebenfalls bemerkt: " Die Deutsche Forschungsgesellschaft, die maßgeblich die Affenversuche mitfinanziert, hat die Mitglieder vorgeschlagen. Unter ihnen ist kein Experte für Tierethik oder alternative Forschungsformen, dafür aber Forscher, die selbst mit Tieren experimentieren. Alles andere als eine positive Bewertung der Affenversuche durch die Kommission wäre eine Riesenüberraschung!"

Da stellt sich doch irgendwann die Frage, was hier eigentlich gespielt wird!?

Da sich aber selbst die Grünen diese Frage seit langem stellen, werden wir als Bevölkerung wohl nie eine Antwort bekommen, denn wir sind ja nur diejenigen, die diese Tierquälerei im Endeffekt finanzieren.

In der Hoffnung unsere Regierung ein wenig aufzurütteln, was die Dringlichkeit eines grundsätzlichen Umdenkens bezüglich Tierversuche betrifft, haben wir am vergangenen Mittwoch symbolisch die Einfahrt zum Versuchslabor des Herrn Kreiter, mit einer Mahnwache blockiert. Und tatsächlich hat Herr Kreiter einen seiner Assistenten (Dr. Detlef Wegener) vorgeschickt um uns wieder mit fadenscheinigen Argumenten abzufertigen.

Bis auf die Tatsache, dass Herr Kreiter und seine Mitarbeiter der Meinung sind, den wehr- und schutzlosen Affen Elektroden in den Kopf einzupflanzen, sie mit einem Belohnungssystem manipulativ zur Mitarbeit zu bewegen sowie deren grundsätzliche Haltung in Gefangenschaft, sei keine Tierquälerei, ist nichts bei diesem Gespräch heraus gekommen.

Auf die Frage, ob er nicht bereit sei, die Bevölkerung darüber zu informieren, was sich denn wirklich hinter den Mauern des Labors verbirgt, kam die Antwort, dass dies aus TIERSCHUTZGRÜNDEN so spontan nicht möglich sei und wenn Einblicke gewährt würden, dann nur mit Termin.

Das wir zum Wohle der Tiere dort nicht mit einem Haufen Mitarbeiter erscheinen wollten, war auch Herrn Wegener klar, sowie uns klar war, dass wir diese Antwort bekommen würden.

Ist es nicht jedoch auch für Herrn Kreiter und sein Team interessant, dass seine Arbeit aus Tierschutzsicht beurteilt wird? Wir werden es herausfinden.

Wir werden an Herrn Kreiter eine Anfrage mit Drehgenehmigung schicken, um der Bevölkerung durch unsere TV-Sendung, die Gelegenheit zu geben sich ein Urteil zu bilden.


22.03.2007 by Janina Barchmann
 

Zoo Leipzig tötet Bärenbaby

Vor wenigen Wochen wurde im Zoo Leipzig ein Lippenbärenbaby die Handaufzucht verwehrt, mit der Begründung das eine Handaufzucht nicht artgerecht sei. Somit wurde anschließend das Baby mit der Giftspritze getötet. Wobei sich für uns die Frage stellt:

Wenn artgerechte Tierhaltung in Zukunft so definiert wird, müsste jeder Zoo geschlossen werden, da unserer Meinung nach artgerechte Haltung nur bedeutet, dass die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung in Freiheit leben können. Somit ist eine grundsätzliche Diskussion der Zoohaltung mehr als überfällig.

25.02.07
 

Kennzeichnungspflicht für Pferde?

Vor einigen Monaten haben wir über einen Pferdehändler aus Visselhövede berichtet, der 3 Pferde dem Zugriff des zuständigen Veterinäramtes Rotenburg entzogen hat. Angeblich wurden diese innerhalb Deutschlands verkauft. Leider wurden die Tiere immer noch nicht gefunden. Es handelt sich um einen Hengst, einen Wallach und eine Stute. Für Hinweise die zur Ermittlung des Aufenthaltsortes der Pferde führen haben wir eine Belohnung von 100,00 ‚Ǩ ausgesetzt. Bilder und genauere Informationen zu den Tieren finden Sie auf unserer Internetseite.

Wenn unsere Regierung eine Kennzeichnungspflicht für Pferde vorschreiben würde, könnten man z. B. solchen Tierquälern das Leben schwer machen. Denn bislang können Pferde unbemerkt hin und her geschleppt werden, es gibt lediglich einen Paß, den man jedoch jederzeit neu beantragen kann sodass das Pferd eine neue Idendität erhält.

Zudem könnte es z. B. bei einer Pferdeseuche ohne Kennzeichnungspflicht starke Probleme geben, diese wieder in den Griff zu bekommen. Spätestens dann wird man merken das man in Sachen Tierschutz wieder einmal geschlafen hat.
25.02.07
 

Hoher Fleischkonsum fördert Klimakatastrophe

In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat sich das was wir essen, wie wir essen und wo wir essen grundlegend verändert, so die Äkotrophologen K. von Körber und Jürgen Kretschmer in der Fachzeitschrift Ernährung und Medizin.

Die Autoren kritisieren dabei die heutige Esskultur, der hohe Fleisch- und Wurstkonsum in Deutschland hat weitreichende Folgen auf Umwelt, Gesellschaft und Gesundheit.

Wer weniger Fleisch und Wurst verzehrt vermindert nicht nur das Risiko ernährungsabhängige Krankheiten zu vermindern sondern schützt auch die Umwelt.

Die Tierproduktion trägt im Ernährungsbereich am meisten zum Treibhauseffekt bei, da über ein Drittel der Weltgetreideernte an Tiere verfüttert wird um Fleisch, Milch und Eier zu produzieren. Die Folgen für Entwicklungsländer sind ebenfalls schwerwiegend, da ihre Anbaugebiete der Monokultur von Getreide ihnen keine eigenen Produktionsflächen für artenreiche Nahrungsmittel bieten.

Durch den überhöhten Fleischverzehr in Deutschland nehmen wir uns von der weltweit produzierten Nahrungsmenge mehr, als und nach Aspekten der Gerechtigkeit zusteht. Beim Welternährungsproblem handle es sich daher um kein Produktions-, sondern um ein Verteilungsproblem.
Quelle: Pressetext.de 25.02.07
 

Ärzte gegen Tierversuche rufen zu Unterschriftenaktion auf

Zurzeit überarbeitet die EU-Kommission die EU-Tierversuchs-Richtlinie 86/609. Dadurch entsteht die einmalige Chance, auf die europäische Gesetzgebung im Bereich Tierversuche Einfluss zu nehmen. Millionen Tiere können so vor einem grausamen Tod im Labor gerettet werden.

Die EU-Kommission wird voraussichtlich im Frühjahr/ Sommer 2007 einen ersten Novellierungsentwurf vorlegen, der dann von den anderen EU-Gremien, dem Ministerrat und dem Parlament, beraten wird.

Bei einer europaweiten Unterschriftenaktion unterstützen wir Ärzte gegen Tierversuche in ihrer Forderung die Entwicklung und Einsatz tierversuchsfreier Forschungsmethoden voranzutreiben. An der Aktion beteiligen sich derzeit Tierschutz- und Tierrechtsgruppen aus insgesamt elf Ländern. Bitte machen Sie mit!

Drucken Sie sich die Unterschriftenliste aus oder unterschreiben Sie online auf aertzte-gegen-tierversuche.de

25.02.07
 

Tödliches Katzenvirus aus Amerika eingeschleppt

Eine neue Infektionskrankheit aus den USA hat Deutschland erreicht. Es handelt sich hierbei um eine Viruserkrankung, die dem Katzenschnupfenkomplex zugeordnet wird. Die Dramatik besteht in der hohen Sterblichkeitsrate. Bis zur Hälfte aller infizierten Tiere verenden. Die Symptome unterscheiden sich kaum von anderen Erkrankungen aus dieser Gruppe: Fieber, mangelnder Appetit, Schnupfen und manchmal Heiserkeit können erste Anzeichen sein. Tierärzte empfehlen, dringend vorzubeugen: " Gegen das Virus aus den Vereinigten Staaten gibt es bisher keinen Impfschutz . Daher ist es umso wichtiger, gegen die anderen Katzenschnupfenarten zu impfen, damit die Tiere wenigstens gegen diese gefeit sind. So können sie dem neuen Virus ein gesundes und kompetentes Immunsystem entgegen setzen."

Quelle: Katzenhilfe-Westerwald 25.02.07
 

Blutige Walfang-Saison hat begonnen

Die Walfang-Saison hat im Südpolarmeer bereits blutig begonnen. Die Umweltorganisation Greenpeace hat die bislang geheime Statistik des japanischen Institutes für Walforschung der Fangsaison 2005/2006 veröffentlicht:

93,8 Prozent der getöteten erwachsenen Walweibchen waren trächtige oder säugende Mütter mit Kalb. Insgesamt schlachteten die Japaner 863 Wale, darunter zehn Finnwale, die auf der 'Roten Liste der bedrohten Tierarten' der Weltnaturschutzunion als stark gefährdet eingestuft werden.

Was die Experten international an der Walfang-Politik Japans extrem kritisieren, ist die Vorgabe des Walfangs zu wissenschaftlichen Zwecken. "Die angebliche Walforschung, die die japanische Regierung im Südpolarmeer betreibt, ist nicht nur eine Farce, sondern widerspricht jeglicher wissenschaftlichen Ethik. Sie ist in Wirklichkeit kommerzieller Walfang und muss gestoppt werden", so Greenpeace.

25.02.2007
 

Sabotage auf Nerzfarm Grosser

Bei der Tierrechtsorganisation die tierbefreier e.V. ging gestern ein Schreiben der Animal Liberation Front ein, in dem sich dazu bekannt wird, am Wochenende des 26-28.01.07 auf der Nerzfarm von Alfons Grosser in Melle siebenhundert leer stehende Käfige zerstört zu haben, in denen in Kürze Nerze in für sie qualvoller Enge eingesperrt worden wären.

  Alfons Grosser, überzeugter Tierausbeuter und Vorsitzender des in Hannover ansässigen Zentralverbandes Deutscher Pelztierzüchter e.V., besitzt mehrere Nerzfarmen in West- und Ost-Deutschland.

Zehntausende Tiere sind dort in enge Drahtgitterkäfige eingesperrt und rennen in stereotypen Bewegungsabläufen ihr ganzes Leben rastlos auf und ab oder sind völlig apathisch. Die Tiere, die in Freiheit als Einzelgänger quadratkilometergroße Reviere an Bächen und Seeufern durchstreifen, entwickeln aufgrund der Enge und Monotonie des Käfigs, in denen sie oft zu mehreren eingesperrt sind, zum Teil schwere psychische Verhaltensstörungen. Am Ende ihres kurzen Lebens, werden die Tiere in großen Kisten vergast, um ihnen anschließend ihr Fell abzuziehen.
Quelle: Ethik-Portal
 

Pressemitteilung

Tierrechtsbund-aktiv übergibt Tierschutzpreis

Großes deutsches Unternehmen vereinbart Wirtschaftlichkeit und ethisch motiviertes Handeln, und läßt „Pelztiere“ leben

Die Tierrechtsorganisation Tierrechtsbund Aktiv e.V., die sich mit ihrem ebenso frechen, wie frischen Magazin „Tierrechts TV“, empfangbar auf mittlerweile 15 offenen TV Kanälen, zwei mal monatlich einen guten Namen macht, zeichnet nun zusammen mit anderen Organisationen* und Vereinen die Kaufhauskette Galeria Kaufhof aus. Der Grund für diese Auszeichnung beruht auf der Entscheidung der Galeria Kaufhof, ab 2007 nicht mehr mit Echtpelzen oder Artikeln, die Echtpelzapplikationen enthalten, zu handeln. Damit hat die Galeria Kaufhof bewiesen, dass wirtschaftliches Handeln und ethisch motiviertes Verhalten sich nicht ausschließen.

Besonders bemerkenswert ist diese Entscheidung, da wir offensichtlich in Zeiten einer rückschrittlichen Entwicklung bezüglich des Tierschutzes leben. Direkt nach dem Regierungswechsel nahm die neue Bundesregierung z.B. bereits beschlossene Verbesserungen für Legehennen zurück, die Tierschutz-Verbandsklage stößt immer noch auf Widerstand und die Pelzindustrie versucht mit massiven Werbefeldzügen und der dafür eingespannten Prominenz (z.B. Beyonce K.) dem Konsumenten nahe zu legen, dass Pelz nicht mörderisch, sondern äusserst chic ist. Umso wichtiger ist es, dass Privatpersonen, Tierschutzorganisationen aber auch Wirtschafts-Unternehmen sich Ihrer Verantwortung bewusst werden und aus einem ethisch-moralischen Hintergrund reagieren. Die Galeria Kaufhof hat sich mit Ihrer mutigen Entscheidung zu einem Vorreiter für das moralisch handelnde Unternehmertum gemacht und wir hoffen, dass diesem guten Beispiel noch viele Weitere folgen.

Denn eines bleibt unumstössliches Faktum, nur durch das ethisch motivierte Verhalten aller können wir eine schlagkräftige Lobby bilden zur Umsetzung der Tierrechte.

Die Auszeichnung wird am 20.02.2007 gegen 11:00 Uhr in der Papenstr. 5 in Bremen dem örtlichen Geschäftsführer, Jörg Pantenburg, in Vertetung der gesamten Galeria Kaufhof, übergeben. Ebenfalls werden Aufkleber als Dankeschön übergeben, die den Kaufhof, in Bezug auf Pelztiere, als ethisch hochmotiviertes Unternehmen auszeichnen.

 
 

Thunfisch ‚ Gipfel gescheitert

Der WWF kritisiert den ergebnislosen und damit bald überflüssigen Thunfisch-Gipfel. Es scheint sich noch nicht rumgesprochen zu haben: Wenn es erstmal keinen Thunfisch mehr gibt, dann gibt es keinen mehr wieder. Darum sollten auch Fischesser umdenken, mit einem Flächendeckenden Boykott bringt man vielleicht sogar Politiker zum Umdenken.

 

Humanere Tiertransporte?

Nach der neuen Verordnung für Tiertransporte müssen Neufahrzeuge mit einem Satellitenortungssystem versehen werden und ältere bis 2009 nachgerüstet werden. Die Tiere sollen besser getränkt und die Fahrer und Btreuer besser geschult werden.
Sehr schön...
Doch wann wird endlich dafür gesorgt dass unnütze Tiertransporte unterbleiben und nicht auch noch Subventioniert werden?

9.2.07
 

Mafia fängt Tiere wegen der Felle

Der Tierschutzverein Berlin warnt alle Katzenhalter: Immer mehr Tiere verschwinden spurlos! Es mehren sich Hinweise, dass eine Mafia gezielt Jagd auf Hauskatzen macht ‚ wegen der Felle.

2006 wurden in Berlin 2500 Katzen als vermisst gemeldet, so Marcel Gäding, Sprecher des Tierheims Berlin, zum Berliner KURIER. Mindestens 500 davon wurden gestohlen, schätzt er.

Immer mehr Berliner berichten derzeit über Kleintransporter aus Polen mit abgedunkelten Scheiben. "In der Nähe dieser Sichtungen häufen sich Vermisstenmeldungen", so Gäding. Experten vermuten, dass die Felle in Osteuropa verarbeitet und als "Pelze" wieder nach Deutschland importiert werden.

9.2.07
 

Und das trotz Gammelfleisch...

Statistisch gesehen isst jeder Bundesbürger im Jahr eine ganze Pute, elf Hühner und ein ganzes Schwein, von anderen Fleischarten abgesehen. Doch kaum einer macht sich Gedanken, woher sein Steak, Schnitzel und Würstchen stammen, das er gerade isst.

Dieser enorme Verzehr an Fleischprodukten kann nur durch die Massentierhaltung befriedigt werden. Als Massentierhaltung wird die konzentrierte Haltung von Tieren, v.a. Geflügel, Rindern und Schweinen in großer Zahl auf engem Raum bezeichnet.

Die Folgen sind bekannt: Von Epidemien bis zu kriminellen Fleischhändlern ‚ millionenfaches Tierleid.

Nach den unzähligen Skandalen rund ums Fleisch empfehlen wir dem Verbraucher ganz auf Fleisch zu verzichten. Nicht nur der eigenen Gesundheit zuliebe.

9.2.07
 

Ist das Herz Ihres Tieres Gesund?

Eine Herzkrankheit bemerkt man nicht immer rechtzeitig.
Wissen Sie genau, ob Ihr Hund bzw. Ihre Katze ein gesundes Herz hat?

Für Tiere bis zu einem Jahr

  1. Wächst es genau so schnell wie seine Altersgenossen?
  2. Spielt es genau so gern und ausdau ernd wie gleichaltrige Artgenossen?
  3. Atmet es gleichmäßig ohne vermehrt zu hecheln?
  4. Kann es seine Nahrung ohne Probleme herunter schlucken, ohne etwas davon herauszuwürgen?
  5. Ist seine Zunge / sind seine Schleim häute im Maul rosa?
Sollten Sie eine der Fragen mit "NEIN" beantwortet haben, lassen Sie Ihr Tier bitte so bald wie möglich in einer Tierarztpraxis auf seine Herzgesundheit untersuchen. ,

 

Für Tiere bis ab einem Jahr

  1. Spielt es weniger gern oder läuft es kürzere Strecken als sonst?
  2. Wird es schneller müde?
  3. Ist es nachts unruhiger als früher?
  4. Schläft es mehr, vor allem tagsüber?
  5. Hüstelt es gelegentlich, vor allem morgens oder nach einer Anstrengung?
  6. Atmet es angestrengter als sonst?
  7. Sitzt es öfter breitbeinig?
  8. Sind die Hinterbeine oder der Halsbereich geschwollen?
    Bei der Katze: Sind die Hinterbeine ungleich warm oder schlechter beweglich?
Sollten Sie eine der Fragen mit "NEIN" beantwortet haben, lassen Sie Ihr Tier bitte so bald wie möglich in einer Tierarztpraxis auf seine Herzgesundheit untersuchen. ,
 
 
 

Mit dem Tierarzt kam die Pferdeseuche

Tabuthema "falschpositive Laborbefunde" - Anzahl der unnötigerweise getöteten Pferde unbekannt

Augsburg (pts/05.01.2007/09:30) - Seit 30 Jahren ist bekannt, dass Impfungen bei Pferden Antikörper erzeugen können, die zur Fehldiagnose "Equine infektiöse Anämie" (EIA), umgangssprachlich auch "Pferdeseuche" genannt, führen können. Beim jüngsten Fall auf einem Hof bei Jena in Thüringen waren 11 Pferde mit dem als sicher geltenden "Coggins-Test" EIA-positiv getestet und aufgrund dieser Diagnose beinahe getötet worden - ein Schicksal, das bisher 19 Pferde in Thüringen ereilt hat. Nur der entschiedene Widerstand der Tierhalter führte dazu, dass Nachtests vorgenommen wurden, die dann negativ verliefen.

Wie die medizinische Fachzeitschrift "impf-report" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, waren alle 11 betroffenen Tiere nur wenige Tage vor dem Test entweder gegen Influenza geimpft oder medikamentös behandelt worden. Der "impf-report" sieht dies als die wahrscheinliche Ursache der Fehldiagnose an.

Wie der Herausgeber des Magazins, Hans U. P. Tolzin, weiter ausführt, halten weder die zuständige Bundesbehörde, das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems noch die Thüringische Landesregierung es bis heute für nötig, Amtsärzte, Labore und Tierhalter auf die Möglichkeit von falschpositiven Laborbefunden und ihre Ursachen hinzuweisen. Da auch die bisherigen Fälle von Pferdeseuche nicht auf mögliche Fehldiagnosen hin untersucht worden seien, könne man die Anzahl der unnötigerweise getöteten Tiere - und das Ausmass einer ebenso unnötigen Panikmache wegen angeblicher Ausbrüche der Pferdeseuche - nicht abschätzen.

Weitere Infos: http://www.impf-report.de